Organspende

Organspende

Sachliche Informationen, Wissenswertes, Nachdenkliches und Entscheidungshilfen

Die Informationen über die Organtransplantation sind in der Öffentlichkeit meist reduziert auf den sog. „letzten Liebesdienst" der Spender, vor allem aber auf das schwere Leid organisch schwerkranker Menschen.

Entscheidende, existenzielle Fragen und Informationen werden meist ausgespart.

So z.B. die Frage:

Sind „Organspender" wirklich tot?


Beiträge zum Thema "Organspende":


 

Zitate aus den Stellungnahmen bei einer Anhörung vor dem Ausschuss für Gesundheit am 27. Juni 1995 in Bonn:

„Eine wirkliche Leiche ist für eine Organentnahme ungeeignet. Will man Organtransplantation, dann muss man akzeptieren, dass man die Organe eines lebenden Menschen entnimmt, dessen Hirn irreversibel geschädigt ist." - Prof. Dr. Gerhard Roth, Institut für Hirnforschung, Universität Bremen

Anmerkung: Kann, darf man das akzeptieren?

„Der Sterbeprozess selbst aber ist dem Leben zuzurechnen. Das Mindeste jedenfalls, was sich im Blick auf einen Hirntoten feststellen lässt, ist, dass prinzipielles Nichtwissen darüber besteht, ob er den Sterbeprozess bereits abgeschlossen hat. Dann aber gilt als verfassungsrechtliches Gebot: "In dubio pro vita." (Anm.: "Im Zweifel für das Leben") - Prof. Dr. Wolfram Höfling, Jurist, Universität Gießen

„Denn wir müssen davon ausgehen, dass ein hirntoter Mensch mit Sicherheit stirbt, aber noch nicht tot ist." - Prof. Dr. Günter Ebbrecht, Iserlohn

„Den genauen Zeitpunkt des Eintritts des Todes bei einem Menschen anzugeben, wird wohl nie unmittelbar sein." - Prof. Dr. Johannes Gründel, München


Stand: 11.09.2012