Vegetativer Zustand

Die Diagnose vom 'anhaltenden vegetativem Zustand'

Die Diagnose vom 'anhaltenden vegetativem Zustand' ist eine moderne Hinzufügung zur Liste potentieller Organspender. Es gibt viele, viele Krankheitsprozesse, die in der Vergangenheit als 'anhaltend' vorausgesagt worden waren, plötzlich wurden Methoden für genauere Diagnosen und Behandlungen gefunden und seitdem waren sie nicht mehr in der Kategorie 'anhaltend' zu finden.

Wie schwer ein ´anhaltender vegetativer Zustand´ diagnostiziert werden und was diese Diagnose bedeuten kann, verdeutlicht die Geschichte von Sergeant David Mack, einem Polizeibeamten aus Minneapolis, der bei einem Schusswechsel verletzt worden war.

"Es wurde diagnostiziert, er sei in einem 'anhaltend vegetativen Zustand' (PVS). 22 Monate später war er - mit Hilfe seiner Augen und einer Buchstabentafel - fähig, sich den Umstehenden mitzuteilen. Er beschrieb und nannte eine Krankenschwester, die sich um ihn gekümmert hatte. Dr. Ronald Cranford war einer der Ärzte, die mit der (falschen) Diagnose von Sergeant Mack zu tun hatten. Dieser Mediziner ist einer der Vorkämpfer, die für das Verweigern von Nahrung und Wasser bei Patienten in 'hoffnungslosen' Zuständen sowie 'anhaltend vegetativen Zuständen' und 'irreversiblem Koma' eintreten. Dr. Cranford ist ebenso gut bekannt als Vorreiter, der auf eine gesetzliche Anerkennung des Hirntodes drängte."