„Pille" als Gefahr ?

Presserklärung vom 24.01.2001

Ethikforum warnt vor Grenzüberschreitungen-

Abtsteinach. Eine Katastrophenmeldung jagt die andere. BSE sei durch die Fütterung von Tiermehl ausgelöst worden. Bei Schweine- und Hähnchenmast wird mit Hormonen gepuscht und unnötig mit Antibiotika behandelt usw., konstatiert das „Christlich europäische Ethikforum" (ceef) in einer Pressemitteilung und fragt:

„Was, wenn sich zu allem auch noch herausstellen sollte, dass die frühzeitige und langfristige Einnahme von Hormonen durch die ‚Pille‘ zwecks Verhütung, weder für die Mädchen und Frauen, noch deren möglichen Nachkommen und die Umwelt zuträglich ist?

Was, wenn die kath. Kirche, die wegen ihrem weitgehenden Festhalten am Verbot von Verhütungsmitteln vielfach geschmäht wurde, doch Verantwortung und Weitsicht bewiesen hat?"

Jedenfalls könne man nicht ausschließen, dass die jahrzehntelange Medikamentierung gesunder Frauen, die schon jetzt sichtbare negative Symptome zeige, in Zukunft noch katastrophalere Folgen haben wird.

Auch andere Grenzüberschreitungen, wie die bereits hergestellten transgenen Schweine zu Xenotransplantationen (Übertragung tierischer Organe auf den Menschen), die aktuell geführte Diskussion um das sog. therapeutische Klonen, die Stammzellenforschung und andere biotechnische und gentechnologische Manipulationen ließen kommende Katastrophen erahnen, heißt es in der Pressemitteilung der ceef.

Die in dem Ethikforum engagierten Lebensrechtler warnen und mahnen die Verantwortlichen in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft nach all den Erfahrungen und realen Bedrohungen endlich wieder Gottes Gebote und Naturrechte zu achten und sich nicht euphorisch auf alles einzulassen, was Gesundheit, Lebensqualität und langes Leben verspricht.

Wache Bürger und wache Christen fordert die ceef auf, sich für diese Zukunftsfragen zu interessieren, das Feld nicht nur den Bioethikern und sog. „Fachleuten" zu überlassen, sondern sich eigene Meinungen zu bilden und nach Maßgabe der eigenen Kräfte und Möglichkeiten, Widerstand zu leisten.