„Humanae vitae“ immer aktuell

Zeitdokument 22 // ETHISCHE NORM UND AUTONOME MORAL

Der Heilige Vater, Papst Johannes Paul II. hat anläßlich des Kon-

gresses für Moraltheologie an die Teilnehmer dieses Kongresses am 12.

November 1988 eine Ansprache gerichtet, die wir hier abdrucken. In die-

ser Ansprache setzt sich der Heilige Vater zwanzig Jahre nach „Huma-

nae vitae“ neben der Würdigung der Enzyklika mit den Problemen der

gegenwärtigen Epoche auseinander, welche durch die Enzyklika „Huma-

nae vitae“ verursacht wurden. Deutlich bestätigt Papst Johannes Paul II.

die Aussagen seines Vorgängers Papst Paul VI., der mit dieser Enzyklika

so viel Anstoß erregt hatte.

Vor allem wird in dieser Ansprache auf die Frage des Gewissens

eingegangen. Der Heilige Vater betont, daß das Gewissen dem Lehramt

der Kirche unterstellt ist, insofern das Gewissen die NORM nicht aus sich

selbst schöpft, sondern ihm die Norm vorgegeben ist.