Familienwerte

Religiöse Grundlagen | Familienwerte contra "Safe Sex"

Nr. 19 der Schriftenreihe der AKTION EBEN e. V.

ALFONSO KARDINAL LÓPEZ TRUJILLO

Präsident des Päpstlichen Rates für die Familie


Der Standpunkt der Kirche ist wahrlich menschenfreundlich und verantwortungsvoll: Er ist ein Aufruf, die Freiheit und Würde der menschlichen Person voll und ganz zu achten. Die Tatsache, daß Familien und Jugendliche oft falsch informiert sind und ihnen eine falsche Sicherheit gegeben wird, sollte nicht mehr länger hingenommen werden.

Wie ein Kirchenvater sagte: "Wir sollten uns der Dinge, die Gott geschaffen hat, nicht schämen." Wir sollten uns der Dinge, die Gott geschaffen hat, nicht nur nicht schämen, wir sollten diese auch verteidigen, weil alles, was Er geschaffen hat, gut ist. Die menschliche Sexualität, die eheliche Liebe, Verantwortungsbewußtsein, Freiheit, körperliche Gesundheit: das sind Geschenke Gottes, die wir schätzen müssen.


Inhalt

  • Einleitung
  • Kirche kritisiert Kondom zur AIDS-Prävention
  • Bedenken aus nichtkirchlichen Kreisen
  • Die Zusammenfassung des Workshops
  • Kondomversagen und Schwangerschaft
  • Kondomversagen und Latexmaterial
  • Benutzerbedingtes Kondomversagen
  • Die Zunahme von HIV/AIDS und die Abnahme durch Kondome bzw. Keuschheit
  • Das Recht auf zutreffende und vollständige Information
  • Die Kirche setzt sich für das Leben ein
  • Die Notwendigkeit, wahrhaft verantwortungsvolles sexuelles Verhalten wiederzuentdecken
  • Die Notwendigkeit, Ehe und Familie zu stärken
  • Literaturangaben

Einleitung

Die BBC hat ein Interview, das sie mit Kardinal López Trujillo geführt hatte, benutzt, um die Katholische Kirche wegen deren Opposition gegen Kondome in ihrem Erfolgsfilm „Sex & the Holy City" (Sex & die Heilige Stadt) anzugreifen. Steve Mosher, der Präsident des PRI, hat ein ähnliches Interview „mit der BBC abgelehnt, da diese jeglicher journalistischer Redlichkeit entbehren. Wir veröffentlichen hier einen Auszug aus der Antwort Kardinal López Trujillos auf das BBC-Programm.

Die Massenmedien haben die Nachricht über ein Interview verbreitet, das ich der BBC gewährte, und das am 12. Oktober 2003, einen Tag vor dem 25. Thronjubiläum Papst Johannes Pauls II. im Dienst als Bischof von Rom, ausgestrahlt wurde. Aus diesem Anlaß beantwortete ich über eine Stunde lang verschiedene Fragen, besonders solche, bei denen es um die Familie geht. Doch überraschenderweise wurden im BBC Panorama-Film „Sex & die Heilige Stadt" aus dem gesamten Interview nur drei Fragen von je einer knappen halben Minute gesendet; die Antworten dazu waren gewiß viel ausführlicher. In der Sendung versuchte man anscheinend, die Katholische Kirche gezielt und systematisch zu kritisieren, weil sie durch ihr Verbot, Kondome zur HIV/AIDS-Prävention zu verwenden, angeblich zum Tod der Menschen beiträgt.

In diesem Interview habe ich vor „Safe Sex" gewarnt, indem ich erklärte, daß man bei der Verwendung eines Kondoms als vorbeugendes Mittel nicht tatsächlich von einem wirklichen und absoluten Schutz sprechen kann, wenn es um die Übertragung von HIV/AIDS und um viele andere STDs (Sexually Transmitted Diseases - sexuell übertragbare Krankheiten) geht. Um die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen, sei es notwendig, so betonte ich, sich für verantwortungsvolles sexuelles Verhalten einzusetzen, das durch eine authentische Sexualerziehung eingeschärft wird, welche die Würde von Mann und Frau achtet und andere nicht als bloße Lustobjekte und daher „Gebrauchs"gegenstände betrachtet. Ich sagte auch, daß ein solches verantwortungsvolles sexuelles Verhalten nur in der ehelichen Liebe vorkommt, welche die Verpflichtungen der Ehe als gegenseitige, ausschließliche und völlige Selbsthingabe eines Mannes und einer Frau in einer Liebes- und Lebensgemeinschaft voraussetzt.

Daher richtete sich mein Standpunkt eindeutig gegen die Promiskuität, die heutzutage durch gewisse liberale politische Maßnahmen und gewisse Kommunikationsmittel vorangetrieben wird. Aus diesem Grund erinnerte ich das Publikum daran, daß die Kirche einen sittlichen Standpunkt vertritt, der für alle, sowohl für Gläubige als auch Nicht-Gläubige, Gültigkeit besitzt.


Kirche kritisiert Kondom zur AIDS-Prävention

Die Katholische Kirche hat wiederholt Programme kritisiert, die Kondome als absolut wirksames und hinreichendes Mittel zur AIDS-Prävention anpreisen. Auf der ganzen Welt haben verschiedene Bischofskonferenzen zu diesem Problem ihre Bedenken geäußert. Die katholischen Bischöfe von Südafrika, Botswana und Swaziland „betrachten die weitverbreitete und kritiklose Werbung für Kondome [kategorisch] als unmoralische und irreführende Waffe in unserem Kampf gegen HIV/AIDS aus den folgenden Gründen:

- Der Gebrauch von Kondomen richtet sich gegen die Menschenwürde.

- Kondome verwandeln den schönen Akt der Liebe in eine egoistische Jagd nach Lust unter der Zurückweisung der Verantwortung.

- Kondome garantieren keinen Schutz gegen HIV/AIDS.

- Kondome könnten möglicherweise sogar einer der Hauptgründe für die Ausbreitung von HIV/AIDS sein. Abgesehen von der Möglichkeit, daß Kondome falsch angewendet werden können, tragen sie zum Verlust der Selbstbeherrschung und der gegenseitigen Achtung bei." (1)

Die Sub-Kommission für Familie und Leben der spanischen Bischofskonferenz sagte, die Kampagnen, die in Spanien Kondome propagieren, um HIV/AIDS angeblich zu stoppen, seien aus drei Gründen äußerst verantwortungslos: „...weil sie meist irreführend sind, weil sie Informationen verheimlichen und weil sie nicht zur Prävention beitragen, sondern vielmehr riskantes Verhalten fördern." (2)

Die katholische Bischofskonferenz der Philippinen betonte: „Die sittliche Dimension des HIV-AIDS-Problems nötigt uns, einen eindeutig negativen Standpunkt gegenüber dem Lösungsansatz durch Kondomverteilung einzunehmen."(3)

Schon früher haben die Bischöfe der Vereinigten Staaten in ihrer Erklärung von 1987 bestätigt: „Die einzig sittlich korrekten und medizinisch sicheren Wege zur Verhinderung der Ausbreitung von AIDS sind Enthaltsamkeit außerhalb der Ehe und Treue in der Ehe sowie das Vermeiden von intravenösem Drogenmißbrauch."(4)

Ich bin sehr besorgt, weil die Leute, besonders die jungen, irregeführt werden, wenn ihnen anscheinend absoluter Schutz angepriesen wird, während ein solcher absoluter Schutz in Wirklichkeit nicht vorhanden ist. Das Ausmaß der Pandemie vor Augen und unter Beibehaltung der Unterscheidung dessen, was sittlich geboten ist und was nur der Gesunderhaltung dient, wollte ich deutlich machen, daß es notwendig ist, nicht nur die fortschreitende Ausbreitung der Pandemie aufzuhalten, sondern auch die Kondombenutzer vor einer Ansteckung zu bewahren, von der sie zuvor glaubten, sie sei unmöglich.

Es gibt Personen mit Infektionsrisiko, obwohl sie meinen, vom hygienischen Gesichtspunkt aus seien ihre sexuellen Beziehungen absolut sicher. Wie viele fallen diesem Irrtum zum Opfer? Sie hätten sich zumindest bis zu einem gewissen Grad anders verhalten, wäre ihnen glaubwürdige und objektive Information gegeben worden. Der Leser ist eingeladen, darüber nachzudenken, warum das Problem der Infektion trotz der Aufforderung zur Promiskuität durch die „Safe Sex"-Kampagne und trotz der Verfügbarkeit einer enormen Menge von vorbeugenden Mitteln dort, wo die Pandemie besonders verbreitet ist, sogar noch größer geworden ist.

Der Standpunkt der Kirche ist wahrlich menschenfreundlich und verantwortungsvoll: Er ist ein Aufruf, die Freiheit und Würde der menschlichen Person voll und ganz zu achten. Die Tatsache, daß Familien und Jugendliche oft falsch informiert sind und ihnen eine falsche Sicherheit gegeben wird, sollte nicht mehr länger hingenommen werden.

Wie ein Kirchenvater sagte: „Wir sollten uns der Dinge, die Gott geschaffen hat, nicht schämen." Wir sollten uns der Dinge, die Gott geschaffen hat, nicht nur nicht schämen, wir sollten diese auch verteidigen, weil alles, was Er geschaffen hat, gut ist. Die menschliche Sexualität, die eheliche Liebe, Verantwortungsbewußtsein, Freiheit, körperliche Gesundheit: das sind Geschenke Gottes, die wir schätzen müssen.


Bedenken aus nicht kirchlichen Kreisen

Bedenken, daß Kondome gegen AIDS und STDs keinen absoluten Schutz bieten, werden nicht nur in kirchlichen Kreisen geäußert. Dr. Helen Singer-Kaplan, die das Human Sexuality Program (Programm Menschliche Sexualität) im Weill Cornell Medical Center (Weill Cornell Ärztezentrum) in New York entworfen hat, schrieb in ihrem Buch, The Real Truth about Women and AIDS (Die ganze Wahrheit über Frauen und AIDS): „Sich auf Kondome verlassen bedeutet, mit dem Tod flirten (5)." In einem holländischen Ärztejournal wird außerdem angeführt: „Die Praxis zeigt, daß ein großes Bedürfnis nach einer Methode herrscht, die sowohl HIV als auch eine Schwangerschaft verhütet. Man muß leider sagen, den Leuten ist immer noch nicht bewußt geworden, daß diese Methode nicht das Kondom sein kann (6)." In den 80er und 90er Jahren ergaben sich aufgrund von Studien am Latexmaterial mit dem Elektronenmikroskop Fragen zum tatsächlichen Schutz, den Kondome bieten. Die Bedenken erwuchsen aus der Tatsache, daß das AIDS-Virus ca. 25 mal kleiner ist als der Kopf der Spermazelle, und 450 mal kleiner als die Länge der Spermazelle.(7)

1989 wurde in den Los Angeles Times ein Artikel veröffentlicht, der den Titel trug: „Vier gebräuchliche Kondome waren in klinischen Tests durchlässig für das AIDS-Virus." Darin hieß es:

„Durch vier der bekanntesten Kondommarken der Nation ist das AIDS-Virus in Labortests, die für UCLA durchgeführt wurden, hindurchgeschlüpft. Dies hat Forscher veranlaßt, Benutzer zu warnen, sie sollten nicht annehmen, daß alle Kondome in der Vorsorge gegen die Ausbreitung dieser Krankheit gleich gut funktionierten ... Alles in allem ergab die Studie, daß unter den mehreren tausend getesteten Kondomen 0,66% (der Kondome) – unter allen 200 mehr als eines – versagten, da sie entweder Wasser oder Luft hindurchließen, bei Dehnbarkeittests rissen oder für das AIDS-Virus durchlässig waren."(8)

Eine britische Zeitung berichtete: „Die Organisation (Weltgesundheitsorganisation) sagt, die ‘kontinuierliche und korrekte’ Anwendung von Kondomen reduziert das Risiko einer HIV-Infektion um 90%. Kondome könnten reißen oder rutschen ..."(9). Die International Planned Parenthood Federation hat sogar eine noch höhere Versagerrate angegeben: „Die Anwendung von Kondomen vermindert das Gesamtrisiko (im Vergleich) zwischen ungeschütztem Geschlechtsverkehr und völliger sexueller Enthaltsamkeit um ca. 70%."(10)

Man muß sagen, daß die übrigen 10-30% dieser Zahlen, welche das Ausmaß des Versagens wiedergeben, relativ hoch sind, wenn es um eine potentiell tödliche Krankheit wie AIDS geht, insbesondere, wenn es eine Alternative gibt, die gegen die sexuelle Übertragung derselben absoluten Schutz bietet: nämlich Enthaltsamkeit vor der Ehe und Treue zum Ehepartner.

Da AIDS eine ernsthafte Bedrohung ist, wäre jede unzulängliche Information, die auf einer falschen Sicherheit durch Kondome als vorbeugendes Mittel beruht, äußerst verantwortungslos.


 

Die Zusammenfassung des Workshops

Die oben angeführte Medizinliteratur und vieles andere haben hinsichtlich der Wirksamkeit von Kondomen zur Vorbeugung gegen sexuell übertragbare Krankheiten verschiedene Fragen aufgeworfen. Vom 12. bis 13. Juni 2000 haben vier amerikanische Regierungsabteilungen, die für Kondomforschung, Vorschriften zu Kondomen, Empfehlungen zur Anwendung von Kondomen und für Programme zur Vorbeugung gegen HIV/AIDS und STD verantwortlich sind, gemeinsam einen Workshop gesponsert, um „die öffentlichen Aussagen, welche die Wirksamkeit von Latexkondomen für Männer zur Vorbeugung gegen HIV/AIDS und andere STDs begründen, [präzise] auszuwerten". Die vier Abteilungen waren die US-Agentur für Internationale Entwicklung (USAID), die Nahrungs- und Arzneimittelbehörde (FDA), die Behörde für Seuchenkontrolle und -vorsorge (CDC) und die Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH). Zusammenfassung des Workshops: Am 20. Juli 2001 wurde der wissenschaftliche Nachweis zur Wirksamkeit von Kondomen in der Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten (STD) veröffentlicht.(11)

Der Workshop beschäftigte sich vor allem mit dem Thema „Das Latexkondom für Männer zur Vorbeugung gegen HIV/AIDS und STDs beim penil-vaginalen Geschlechtsverkehr."(12) In der Zusammenfassung des Workshops wird erklärt, daß das Kondom verfügbarem wissenschaftlichem Beweis zufolge das HIV/AIDS-Risiko um 85% reduziert.(13) Es bleibt also ein Risiko von 15%.

Der Workshop untersuchte auch die Übertragung anderer Infektionen im Genitalbereich, und die übliche Schlußfolgerung lautete, daß die Studien entweder keinen oder einen geringen Schutz durch die Anwendung von Kondomen nachwiesen oder daß die Informationen zur Bestätigung einer Risikoverminderung nicht ausreichten. Folgende Krankheiten wurden jeweils untersucht: Gonorrhö, Chlamydien-Infektion, Trichomoniasis, Herpes genitalis, Schankroid und Syphilis. Auf den menschlichen Papillomavirus (HPV) wird ein besonderes Augenmerk gerichtet, da es in der Schlußfolgerung klar und deutlich heißt: „Es gab keinen Beweis dafür, daß die Anwendung von Kondomen das Risiko einer HPV Infektion vermindert ..."(14) HPV ist eine sehr ernstzunehmende STD, die mit Gebärmutterhalskrebs verbunden ist. Daran sterben in den USA wesentlich mehr Frauen als an HIV.(15)

Es gibt durch die Anwendung von Kondomen keinen 100%igen Schutz gegen HIV/AIDS oder andere STDs. Diese Information sollte nicht verborgen bleiben, da viele Benutzer, einschließlich der Jugendlichen, meinen, das Kondom biete absoluten Schutz. ...

Man muß daher nicht nur das Risiko bei jeder einzelnen Kondomanwendung bedenken, sondern auch bei der kontinuierlichen Anwendung; dieses Risiko erhöht sich auf lange Sicht dramatisch.


Kondomversagen und Schwangerschaft


Die Wirksamkeit des Kondoms zur Vorbeugung gegen die Übertragung von HIV/AIDS und STDs steht höchstwahrscheinlich in Beziehung zur Wirksamkeit bei der Verhütung einer Schwangerschaft. Die WHO erklärt, daß eine Schwangerschaft bei fehlerfreier Anwendung des Kondoms nicht immer verhütet wird. „Bei fehlerfreier Kondomanwendung betragen die geschätzten Schwangerschaftsraten innerhalb von 12 Monaten 3%; diese (fehlerfreie Anwendung) ist bei jenen der Fall, welche berichten, die Methode exakt, so wie es sein sollte (korrekt) und bei jedem Geschlechtsakt angewendet zu haben (kontinuierlich)."(18) Es ist überflüssig, zu sagen, daß der übliche (praktische) Gebrauch von Kondomen, das bedeutet fehlerfreie und nicht fehlerfreie Anwendung (z. B. nicht bei jedem Geschlechtsakt verwendet oder nicht korrekt angewendet) in der Schwangerschaftsverhütung wesentlich weniger wirksam ist. „Die Schwangerschaftsrate kann beim gewöhnlichen Gebrauch viel höher liegen (10-14%) als bei der perfekten Anwendung."(19)

Schwangerschaft trotz Kondomanwendung ist in der Tat genau dokumentiert, der Pearl Index liegt im ersten Jahr der Anwendung bei ca. 15 Versager- (Fällen) pro 100 Frauen.(20) Wenn trotz Kondomanwendung eine Schwangerschaft vorkommen kann, wäre es da nicht logisch, wenn man zu dem Schluß käme, daß das Kondom auch die Übertragung von HIV und STDs zuläßt, vorausgesetzt, die Organismen, welche die Krankheit verursachen, wären mit den Spermazellen in der Samenflüssigkeit und sogar noch an anderen Stellen vorhanden, wie z. B. auf den Hautoberflächen, die nicht vom Kondom bedeckt sind? Außerdem muß man bedenken, daß eine Frau nur in ihrer fruchtbaren Zeit schwanger werden kann (ca. 5-8 Tage pro Zyklus, unter Berücksichtigung der Lebensspanne des Spermas in ihrem Körper), während HIV und STDs an jedem beliebigen Tag übertragen werden können.


Kondomversagen und Latexmaterial

Kardinal Eugenio de Araújo Sales, emeritierter Erzbischof der Erzdiözese Rio de Janeiro, erklärte vor kurzem in einem Zeitungsartikel, in Brasilien seien (in den Jahren) 1999, 2000 und 2003 eine ganze Menge Kondome (auch einige führende Marken) vom Markt genommen worden, da sie in verschiedenen Tests versagten und weil gefälschte Produkte entdeckt worden waren.(21) 1999 wurden laut Kardinal Sales 1.036.800 Stück ‘Prudence’-Kondome eingezogen, dritte der führenden Marken in Brasilien, weil sie den Test, der vom Regierungsministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel durchgeführt wurde, nicht bestand.

Zusätzlich zu möglichen Herstellungsfehlern könnten Kondome während der Fracht, beim Umladen und der Lagerung verfallen und sich nach dem Kauf des Endverbrauchers noch weiter zersetzen. Die folgenden Faktoren, die möglicherweise zum Verfall von Latex (und daher zum Kondomversagen) beitragen könnten, wurden hervorgehoben: Einwirkung von Sonnenlicht, Hitze (einschließlich Körperwärme beim Einstecken in die Tasche oder in den Geldbeutel), Feuchtigkeit, Druck, gewissen Spermiziden und sogar von Ozon in der Luft.(22) Außerdem könnte das Kondom im letzten Moment, unmittelbar vor oder während des tatsächlichen Gebrauchs, z. B. durch Kontakt mit Fingernägeln, physisch beschädigt werden.


 Benutzerbedingtes Kondomversagen


Der gewöhnliche Gebrauch von Kondomen im wirklichen Leben ist vom Ideal weit entfernt. Das ist leicht einzusehen, wenn man bedenkt, daß die regelmäßige Anwendung ein enormes Maß an Selbstdisziplin (und Erinnerungsvermögen) erfordert; und zur korrekten Anwendung ist ein relativ genau einzuhaltender Ablauf in 7 Schritten erforderlich, wenn man sich an die Richtlinien der Zentren für Seuchenkontrolle und -vorsorge (CDC) hält.(23)

Das Ärzte-Institut (Texas) erklärt in einer seiner Broschüren: „Weniger als die Hälfte der sexuell aktiven Jugendlichen berichten, nachdem ihnen eine grundlegende Gebrauchsanweisung für Kondome gegeben wurde, sie benutzten Kondome korrekt."(24) Das Ärzte-Institut drückt die Folgen von unregelmäßigem Kondomgebrauch sehr einfach aus: „Was ist, wenn ich sie meistens benutze? Du bist in Gefahr. Tatsächlich sagt das CDC: ‘Wenn Kondome nicht regelmäßig benutzt werden (in weniger als 100% der Fälle), bieten sie etwas mehr Schutz als wenn sie überhaupt nicht benutzt würden’."(25)


Die Zunahme von HIV / AIDS und die Abnahme durch Kondome bzw. Keuschheit


Daß Kondome gegen die Übertragung von HIV und STDs keinen absoluten Schutz bieten, wird verschlimmert durch die Tatsache, daß die „Safe Sex"-Kampagnen nicht zu größerer Vorsicht geführt haben, wohl aber zu einer Zunahme der sexuellen Promiskuität und des Kondomgebrauchs.(26) Es gibt tatsächlich Studien, die zeigen, daß die Fälle von HIV/AIDS in dem Maße zunehmen wie die Anzahl der verteilten Kondome zunimmt.(27) Das menschliche Verhalten ist bei der Aidsübertragung ein entscheidender Faktor. Ohne ausreichende Erziehung, die darauf abzielt, gewisse riskante sexuelle Verhaltensweisen zugunsten einer ausgewogenen Sexualität aufzugeben, wie bei der vorehelichen Enthaltsamkeit und ehelichen Treue, riskiert man, daß die verheerenden Folgen der Pandemie fortgesetzt werden.

Es gibt Berichte, welche den Gedanken bestätigen, daß dort, wo Enthaltsamkeit bis zur Ehe und Treue zum Ehepartner erfolgreich gefördert wurden, die HIV/AIDS-Pandemie erheblich zurückgegangen ist. Uganda hat z. B. ein Programm gefördert, das auf Keuschheit beruht, und dort wird das Vorkommen von HIV/ AIDS im Verhältnis besser bewältigt als in anderen Ländern. „Während sich AIDS in ganz Afrika ausbreitet, bleibt Uganda die einzige Erfolgsgeschichte, da Millionen Ugander die traditionelle Sexualmoral, einschließlich sexueller Enthaltsamkeit außerhalb der Ehe und Treue in der Ehe, angenommen haben, um eine Infektion zu verhindern. Die internationale AIDS-Gemeinschaft hat es jedoch abgelehnt, diese Strategie auch anderswo anzuwenden, und glaubt statt dessen weiterhin an Kondome."(28)

Die US-Abteilung für Internationale Entwicklung erklärt in diesem Zusammenhang: „Der Rückgang der Häufigkeit in Uganda hängt eher mit einer Begrenzung der Geschlechtspartner zusammen als mit der Verwendung von Kondomen."(29) Ähnlich stellt der Bericht zum neuesten Stand der AIDS-Epidemie des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS (UNAIDS) vom Dezember 2003 fest: „Die HIV-Prävalenz geht in Uganda weiter zurück, in Kampala ist sie (im Jahr) 2000 um 8% zurückgegangen - eine bemerkenswerte Leistung, wenn man bedenkt, daß die HIV-Häufigkeit bei schwangeren Frauen vor einem Jahrzehnt in zwei städtischen Entbindungskliniken in dieser Stadt bei 30% lag. ... Bis heute hat keine andere Stadt diese Leistung erbracht - zumindest nicht auf nationaler Ebene."(30)

In Thailand und auf den Philippinen wurde 1984 von den ersten HIV/AIDS-Fällen berichtet; 1987 gab es in Thailand 112 Fälle, während es auf den Philippinen mehr waren, nämlich 135 Fälle. Heute, im Jahr 2003 gibt es in Thailand, wo das Programm mit 100%iger Kondomanwendung verhältnismäßig großen Erfolg hatte, ca. 750.000 Fälle. Auf den Philippinen gibt es hingegen nur 1.935 Fälle (31) – und dies in Anbetracht dessen, daß die Bevölkerung auf den Philippinen um ungefähr 30% größer ist als in Thailand! Eine relativ niedrige Kondombenutzerrate unter den Leuten im allgemeinen, eine entschiedene Opposition der Kirche (32) und eine beträchtliche Menge von Regierungsführern, die gegen das Kondomprogramm und sexuelle Promiskuität sind, sind auf den Philippinen wohlbekannte Tatsachen.

Was die Übertragung von HIV im allgemeinen anbelangt, so sollte man auch bedenken, was einige Autoren kürzlich äußerten: Die Möglichkeit nämlich, daß die Mehrheit neuer HIV/AIDS-Fälle in Afrika nicht aus sexuellen Beziehungen resultieren, sondern vielmehr aus der Wiederverwendung von Injektionsnadeln, was auf die unzureichende Hygieneinfrastruktur dieses Kontinents zurückzuführen ist, auch wenn die WHO 2002 versicherte, daß 99% der HIV-Infektionen in Afrika ihre Ursache in ungeschütztem Geschlechtsverkehr haben. (33) In diesem Sinne ist die aktuelle Ausrichtung der Anti-AIDS Bemühungen, die sich ausschließlich oder stark auf die Verfügbarkeit von Kondomen konzentriert, offenkundig unzulänglich und fragwürdig.


Das Recht auf zutreffende und vollständige Information


AIDS stellt eine ernsthafte Gefahr dar, für die es noch kein Heilmittel gibt. Kondombenutzern sollten ihre ethischen und juristischen Rechte auf zutreffende und vollständige Information über die Risiken, welche die sexuelle Übertragung der Krankheit mit sich bringen, und über die tatsächliche Wirksamkeit des vorbeugenden Mittels eingeräumt werden. Die Katholische Kirche strebt keine bloße Senkung des Risikos an (die das Risiko in Wirklichkeit erhöht, wenn das tatsächliche Übertragungsrisiko nicht öffentlich bekanntgegeben wird), sondern vielmehr den Ausschluß des Risikos; keinen teilweisen Schutz, sondern vollkommenen Schutz; keinen relativen Schutz, sondern absoluten Schutz. Es ist wirklich irreführend, wenn man sagt, man fördere „Safe Sex" („Sicheren Sex"), während man tatsächlich „Safer Sex" („Sichereren Sex") fördert, das bedeutet Geschlechtsverkehr, der sicherer ist, als wenn man überhaupt kein Kondom benutzt. Das ist von absolutem Schutz jedoch noch weit entfernt. Wenn man behauptet, die Aussage, das Kondom „schützt", sei „eigentlich korrekt", wobei man tatsächlich meint, es „schützt teilweise" oder gehe zu „85-90% Schutz", heißt das, viele in den Tod zu treiben.

Wenn man das Kondom als „wirksam zur Verhinderung der Übertragung von HIV und anderer STDs" empfiehlt und dabei aber in Wirklichkeit meint, es sei „zur Verhütung von HIV und einiger STDs bis zu einem gewissen Grad, aber nicht absolut wirksam und es keinen Beweis dafür gebe, daß es das HIV-Infektionsrisiko vermindert", dann ist das nicht nur ein Mangel an Respekt vor den Rechten der Frau; es ist absolut frauenfeindlich und in gleicher Weise männerfeindlich. Wenn man Jugendliche bei Sexualerziehungsprogrammen zu einer „Änderung des Verhaltens" ermutigt und in Wirklichkeit beabsichtigt, „sie zum Gebrauch eines Kondoms zu ermutigen, wenn sie sich auf vorehelichen Geschlechtsverkehr einlassen", während man gleichzeitig den vorehelichen Geschlechtsverkehr selbst fördert, zerstört man nicht nur die reproduktive Gesundheit der Jugendlichen, sondern auch ihre emotionale, psychische und geistige Gesundheit und in der Tat ihre Zukunft und ihr ganzes Leben.

Die durch die „Safe Sex"-Kampagnen ausgelöste falsche Sicherheit schränkt dieses Recht auf korrekte und vollständige Information ein. Die Appelle ehrlicher, aufrichtiger Anwälte der Verbraucher und der Gesundheit, die verfügbare Information zur Wirksamkeit (oder besser Unwirksamkeit) von Kondomen müsse voll und ganz aufgedeckt werden, sind häufig auf taube Ohren gestoßen. Solche Aufrufe beruhen auf dem Recht des Verbrauchers, über die wahren Eigenschaften des Produktes, das er oder sie benutzt, aufgeklärt zu werden – zudem, wenn sich solche Eigenschaften auf die Gesundheit und das Leben des Verbrauchers auswirken. Die Öffentlichkeit muß darüber informiert werden, daß das Kondom gegen AIDS und andere STDs keinen absoluten Schutz bietet. Ebenso wie auf Zigaretten(schachteln) die Warnung steht, sie seien für den Raucher und seine Umgebung gesundheitsschädlich, könnte auch bei Kondomen ein Warnhinweis auf der Verpackung und auf den Regalen oder Automaten, wo sie ausliegen, verpflichtend sein, der besagt, daß sie gegen HIV/AIDS und STDs keinen absoluten Schutz bieten, oder daß sie nicht sicher sind.

Die HIV/AIDS- und STD-Pandemien breiten sich trotz des enormen Aufwands zur Eindämmung weiter aus. Wenn man die Informationen, welche in verschiedenen Studien vorliegen, und die Erfahrungen auf diesem Gebiet berücksichtigt, erscheint die Vorstellung von „Safe Sex" falsch und bedarf daher weiterer Untersuchung. Dazu kommt, da ein gewisses Risiko besteht, daß die nationalen und internationalen Einrichtungen, sowohl die öffentlichen als auch die privaten, sowie die Massenmedien, die schwere Verantwortung haben, zu korrekter, vollständiger Information über das Vorhandensein dieser Risiken, die Leute in den Tod treiben könnten, beizutragen.


Die Kirche setzt sich für das Leben ein


Die Aussagen internationaler und nationaler Einrichtungen, welche die harte Tatsache des Kondomversagens widergeben, sowie die wissenschaftlichen Studien und die praktische Erfahrung widersprechen den Anklagen gegen die Kirche absolut: daß nämlich die Kirche, indem sie sich im Kampf gegen die Pandemie nicht für Kondome einsetzt und diese nicht erlaubt, zum Tod von Millionen beitrage. Ist tatsächlich nicht das Gegenteil der Fall: das heißt, daß jene, welche das Kondom ohne angemessene Information der Öffentlichkeit über dessen Versagerraten, viele in den Tod getrieben haben und dies auch weiterhin tun? Gibt es nicht viele, die einem falschen Gefühl von Sicherheit zum Opfer fallen, das durch die „Safe Sex"-Kampagnen ausgelöst wurde, und die sich der Tatsache nicht bewußt sind, daß es mehrere Faktoren gibt, welche ein Kondomversagen verursachen?

Die Opfer des „Safe Sex"-Irrtums in den zahlreichen Zentren, die für HIV/AIDS Patienten sorgen und die von der katholischen Kirche unterstützt werden, erzählen uns: Wenn sie vorher von den wahren Risiken gehört hätten und angemessen informiert worden wären, hätten sie sich nicht auf promiskuitives sexuelles Verhalten eingelassen, sie wären keine sexuellen Beziehungen außerhalb der Ehe eingegangen, und sie wären ihren Familien treu geblieben.

Die Kirche ist bereit zu helfen. Aufgrund der Großzügigkeit von Millionen Menschen ist die katholische Kirche in der Lage, 25% der Fürsorge für HIV/AIDS Patienten anzubieten und viele Krankenhäuser, Kliniken und andere Einrichtungen zur Gesundheitsfürsorge zu führen. Die Kirche fördert die authentische reproduktive Gesundheit und Frauengesundheit weiterhin. Dazu gehört auch vollständige Information, die sich einer eindeutigen Terminologie bedient und eine wirklich sichere Sexualpraxis, die auf der authentischen menschlichen Sexualität beruht.


Die Notwendigkeit, wahrhaft verantwortungsvolles sexuelles Verhalten wiederzuentdecken

Die Kirche schlägt nicht vor, qualitativ bessere Kondome zu entwickeln, die eine 100%ige Wirksamkeit gegen die Übertragung von HIV und STDs gewährleisten. Es wird angeregt, die Sexualität in einer Weise zu leben, die der menschlichen Natur und der Natur der Familie entspricht. Es muß auch erwähnt werden, daß die WHO zugibt, daß Enthaltsamkeit und eheliche Treue eine Strategie darstellen, die geeignet ist, das Infektionsrisiko für HIV und andere STDs vollständig auszuschließen; Kondome hingegen mindern das Infektionsrisiko.(34)

Die CDC informierten: „Die einzigen Präventionsstrategien, die wirklich effektiv sind, bestehen in (sexueller) Enthaltsamkeit und sexuellen Beziehungen mit einem nichtinfizierten Partner, unter Beachtung der ehelichen Treue."(35) Aus diesem Grund bestätigt einer der bedeutendsten italienischen Experten für Infektionskrankheiten, Prof. Mauro Moroni: „AIDS ist eine typische Krankheit, die sich durch Verhaltensweisen ausbreitet ... Wenn diese Verhaltensweisen geändert werden, könnte AIDS ohne das Eingreifen durch vorbeugende Mittel gestoppt werden."(36)


Die Notwendigkeit, Ehe und Familie zu stärken

Ein ungeordneter Lebensstil, der weder der Ganzheit der menschlichen Person noch dem Willen Gottes entspricht, kann kein wahres Gut sein. Wir haben gesehen, wie vielfältig Menschen durch eine solche Trivialisierung des Geschlechtsverkehrs verwundet wurden.

Einige mögen sagen, das sei eine übertriebene Forderung. Aber wir müssen darauf vertrauen, daß der Herr „euch nicht anfechten lassen wird über eure Kräfte".(37) An verschiedenen Orten entstehen Jugendbewegungen, deren Mitglieder öffentlich versprechen, eine verantwortungsvolle Haltung zum Geschlechtsverkehr zu bewahren und keusch zu bleiben, vor der Ehe enthaltsam zu sein und ihrem Ehepartner treu zu sein. Im Kampf gegen die HIV/AIDS-Pandemie muß auch das ungeordnete sexuelle Verhalten in Angriff genommen werden.

Die Ehe muß als etwas Wertvolles dargestellt werden, etwas, das dazu beiträgt, einer Person Freude und Erfüllung zu bringen, da Paare ein lebenslanges Vorhaben gegenseitiger, ausschließlicher, völliger, unwiderruflicher und aufrichtiger Selbsthingabe beginnen. „In der ‘Einheit der zwei’ sind Mann und Frau von Anfang an gerufen, nicht nur ‘nebeneinander’ oder ‘miteinander’ zu existieren, sondern sie sind auch dazu berufen, gegenseitig ‘füreinander’ dazusein ... Die gegenseitige Hingabe der Personen in der Ehe öffnet sich bereits für das Geschenk eines neuen Lebens, eines neuen Menschen, der auch eine Person nach dem Abbild seiner Eltern ist."(38)

Der Heilige Vater, Papst Johannes Paul II., sagte: „Ein pastorales Angebot für die Familie in Krisensituationen setzt als grundlegenden Anspruch die Klarheit in der Lehre über die Geschlechtlichkeit und die Förderung des Lebens voraus, wie sie im Bereich der Moraltheologie wirklich gelehrt wird ... Als Grund der Krise kann man den Bruch zwischen Anthropologie und Ethik erkennen, der von einem moralischen Relativismus gekennzeichnet ist, demzufolge das menschliche Handeln nicht aufgrund unveränderlicher und objektiver Prinzipien bewertet wird, die dem von Gott geschaffenen Wesen zu eigen sind, sondern entsprechend einer rein subjektiven Überlegung über das, was dem persönlichen Lebensprojekt am besten entspricht. Daher gibt es auch eine Entwicklung im Bereich des Sprachgebrauches, bei der Mord als herbeigeführter Tod, Kindestötung als therapeutische Abtreibung bezeichnet und Ehebruch zu einem außerehelichen Abenteuer wird. Da keine absolute Gewißheit mehr in moralischen Fragen besteht, wird das göttliche Gesetz zu einem unverbindlichen Vorschlag im bunten Angebot der Meinungen, die gerade in Mode sind."(39)

Es ist wirklich so, wo keine Erziehung zu einer ernsthaften Verantwortung in der Liebe stattgefunden hat, wo der Würde, besonders jener der Frauen, keine hinreichende Bedeutung beigemessen wird, wo eine treue monogame Beziehung lächerlich gemacht wird, wo bei Partys an die Jugend und in Schulen an Kinder Kondome verteilt werden, wo sich unsittliche Lebensweisen ausbreiten und alle Formen sexueller Erfahrungen als positiv angesehen werden, und wo Eltern ihre Kinder nicht angemessen erziehen dürfen: dort wird eine solche „Unmöglichkeit" zu einem ernsten Grenzzustand. Das Endergebnis ist nicht nur im Hinblick auf HIV/ AIDS beunruhigend, sondern auch dahingehend, daß Männer und Frauen einander nicht mehr voll und ganz vertrauen können. Welche Zukunft werden diese Kinder ohne richtige Information und die notwendige elterliche Führung haben?

Doch den größten Beitrag, den die Kirche und vielleicht alle Menschen guten Willens im Vertrauen auf die Göttliche Vorsehung zur Eindämmung dieser schrecklichen Pandemie leisten könnten, ist, die Familie zu stärken.(40) Die Familie ist die Hauskirche und wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft, die Schule der Tugenden, das erste Umfeld, in dem Kinder ihre Erziehung von ihren ersten Erziehern, ihren Eltern, erhalten. Die katholischen Familien sollten Vorbilder der Heiligkeit werden, die ihre innige Beziehung zu Gott in ihrem Gebetsleben und in den Sakramenten durch eine echte Sorge für andere kundtun. Der heilige Vater hat wiederholt eingeschärft: „Familie, werde, was du bist!" Möge die Familie nach dem Beispiel der heiligen Familie, dem Vorbild aller Familien, tatsächlich werden, was sie wirklich ist.


Quelle:

Eigenübersetzung der Aktion Leben e.V. aus: Population Research Institute Rewiew - A review and analysis of worldwide population control activity, Volume 14, Number 1, January-February 2004. 


 

LITERATURANGABEN

1 „A Message of Hope," Jul 30, 2001, issued during the Plenary Session of the Southern African Bishops’ Conference at St. Peter’s Seminary, Pretoria.

2 100 Cuestiones y respuestas sobre el ‘síndrome de inmunodeficiencia adquirida’ y la actitud de los católicos, Feb 2002, cuestión no. 55.

3 Catholic Bishops’ Conference of the Philippines, Pastoral Letter on AIDS: In the Compassion of Jesus, Jan 23, 1993.

4 Administrative Board of U.S. Catholic Conference, The Many Faces of AIDS: A Gospel Response; Nov 1987.

5 Simon & Schuster, 1987. As quoted in J. P. M. Lelkens, AIDS: il preservativo non preserva. Documentazione di una truffa, in Studi Cattolici, Milano (1994) 405: 722.

6 J. P. M. Lelkens, 405: 722, cites the following as source: Revista medica olandese 135 (1991): 41.

7 See for example, B. A. Hermann, S. M. Retta and L. E Rinaldi , A Simulated Physiologic Test of Latex Condoms, in the 5th International Conference on AIDS, Montreal 1989 (Abstracts WAP 101). See also B. A. Rozenzweig, A. Even and L. E. Budnick, Observations of Scanning Electron Microscopy Detected Abnormalities of Non-lubricated Latex Condoms, in Contraception 53 (1996) 1: 49-53.

8 Allan Parachini, In Los Angeles Times (LT), Tuesday, Sep 12, 1989.

9 The Guardian, Special Report, 13 Oct 2003.

10 Willard Cates, How Much Do Condoms Protect Against Sexually Transmitted Diseases?, in IPPF Medical Bulletin, 31 (Feb 1997) 1: 2-3. Quoted by SEICUS, Condoms Are Effective in Preventing HIV/STD Transmission, in SHOP Talk (School Health Opportunities and Progress) Bulletin, Apr 25, 1997 Volume 2, Issue 2.

11 Workshop Summary: Scientific Evidence on Condom Effectiveness for Sexually Transmitted Disease Prevention, 20 July 2001, pp. 1-2; 

12 Ibid., p. 2.

13 Ibid., p. 14.

14 Ibid., pp. 14-26.

15 Centers for Disease Control and Prevention, National Vital Statistics Report, vol. 49, n. 12, Oct 9, 2001.

18 WHO, Effectiveness of Male Latex Condoms in Protecting against Pregnancy and Sexually Transmitted Infections, in Information Fact Sheet no. 243, Jun 2000.

19 Ibid.

20 The Pearl pregnancy rate is the standard method for comparison of effectiveness of contraceptive methods.

21 O Globo, Nov. 15, 2003.

22 R. F. Baker, R. Sherwin, G. S. Bernstein and R. M. Nakamura, Precautions When Lightning Strikes During the Monsoon: The Effect of Ozone on Condoms, in Journal of American Medical Association 260 (1988) 10: 14041405.

23 CDC, Update: Barrier Protection Against HIV Infection and Other Sexually Transmitted Diseases, MMWR, 42 (Aug 6, 1993) 30: 589-591,597.

24 If Someone tells You a Condom will keep you Safe..., brochure of The Medical Institute for Sexual Health, Austin, Texas.

25 Ibid.

26 Hearst, N. and Hulley, S.B., Preventing the Heterosexual Spread of AIDS. Are We Giving Our Patients the Best Advice?, in Journal of the American Medical Association, 259 (1998), 16, pp. 2428-2432.

27 See the graph showing an almost parallel increase of condoms distributed by the USAID and the spread of HIV/AIDS, from 1984-2003, in the Population Research Institute Review (May-Jun 2003), p. 10, summarizing data taken from the Harvard School of Public Health, UNAIDS, and the Kaiser Family Foundation.

28 See Condom Lobby Drives AIDS Debate Besides Abstinence Success in Africa, in Friday Fax, Vol. 5 (Dec 13, 2002), No. 51.

29 In USAID’s Project Lessons Learned, Case Study, September 2002. p. 11, Table: Simulation of Uganda HIV Dynamics: Potential impact of similar behavior change in South Africa by 2000. The Table’s source is: Stoneburner, RL, Low-Beer D. Analyses of HIV trend and behavioral data in Uganda, Kenya, and Zambia, in Abstract ThOrC734. XIII International AIDS Conference, Durban, South Africa, Jul 7-14, 2000.

30 Available at the WHO website.

31 See Telling the Truth: AIDS Rates for Thailand and the Philippines, by Rene Josef Bullecer, M.D., Director of AIDS-Free Philippines.

32 See Catholic Bishops’ Conference of the Philippines, Pastoral Letter on AIDS: In the Compassion of Jesus, Jan 23, 1993, and Jaime L. Cardinal Sin, Pastoral Letter on Subtle Attacks against Family and Life, Jul 9, 2001.

33 According to these authors, up to 70% of new HIV infections in several African regions might be parenteral. See Gisselquist, David, Potterat, John, J. et al., Mounting Anomalies in the Epidemiology of HIV in Africa: Cry the Beloved Paradigm, in International Journal of STD & AIDS, 2003/14, pp. 144-147; Gisselquist, David, Potterat John J. et al., Let it Be Sexual: How Health Care Transmission of AIDS in Africa was Ignored, in International Journal of STD & AIDS, 2003/14, pp. 148-161; and British Medical Journal Asserts Coverup in African AIDS Pandemic Claims.

34 WHO, Estrategia mundial de prevención y lucha contra el sida: Actualización de 1992. Ginebra: OMS, 1992 (WHA45/29), as referred to in Francisco Guillén Grima e Inés Aguinaga Ontoso, Efectividad de los preservativos en la prevención de la infección por VIH en parejas de personas seropositivas, in Med Clin (Barc) (1995) 105: 541-548.

35 Cited by K. April et al, in Qual è il grado effettivo di protezione dall’Hiv del profilattico?, in Medicina e Morale, vol 44 (1994): 922.

36 Mauro Moroni, in a paper presented in Milano Medicina 1987, as cited by Lino Ciccone, Bioetica. Storia, princìpi, questioni, Edizioni Ares, Milan 2003, p. 380.

37 1 Cor 10: 13.

38 Pope John Paul II, Apostolic Letter Mulieris Dignitatem (On the Dignity and Vocation of Women), Aug 15, 1988, nos. 7 and 18.

39 Address of Pope John Paul II to the Bishops of Brazil from the East 2 Region on their „Ad Limina" Visit Saturday, Nov 16, 2002.

40 See J. Suaudeau, Stopping the Spread of HIV/AIDS. Prophylactics or Family Values?, in L’Osservatore Romano Weekly Edition in English, (Apr 19, 2000): 9-10.