​​​​​​​Angst vor Viktoria?

Schülerinformation der AKTION LEBEN e.V.

 

Wissenswerte Informationsschrift der AKTION LEBEN e.V.

- Schülerinformation -


 

Erste Woche:

Die einen nennen mich Schwangerschaftsprodukt, die anderen Baby, ich nenne mich Viktoria.

 

 

Mein Leben begann vor ungefähr zwei Wochen. Ein winzig kleiner Punkt, genannt Eizelle, wurde von einer noch kleineren Samenzelle befruchtet. Seitdem gibt es mich, Viktoria! Damals war ich nur ein zehntel Millimeter groß. In meinen 46 Chromosomen, die 6 Millionen Gene tragen, sind bereits mein späteres Aussehen, meine Haarfarbe, meine Schuhgröße und meine Charaktereigenschaften grundgelegt. Hormonspezialisten könnten bereits von den von mir erzeugten Hormonen erfahren, dass ich ein Mädchen bin. Ich bin ich, mich gibt es nur einmal auf der ganzen Welt.

 

Bereits in den ersten Lebenstagen machte ich mich auf den Weg durch den Eileiter hin zu einem gemütlichen Ort, der Gebärmutter heißt.

 


 

 

 

Zweite Woche:

Nach ungefähr ein bis zwei Wochen habe ich mich hier gemütlich eingenistet.

 

Mein Körper besteht nun schon aus über 8000 Zellen, die zum Teil recht verschiedene Aufgaben übernehmen. 

 

So habe ich meine Plazenta gebildet, ein Organ, über das ich mich ernähren kann. Über die Nabelschnur bin ich mit dem Körper meiner Mutter verbunden. 

 

Sie weiß noch gar nicht, dass es mich gibt. Eigentlich erwartet sie in diesen Tagen ihre Regelblutung.


 

Dritte Woche:

Bei mir beginnen sich die inneren Organe zu bilden: Leber, Lunge, Magen, Darm und Nieren.

Mein Kopf wird langsam erkennbar, und mein Herz pumpt seit dem 21. Tag meines Lebens Blut durch meinen winzigen Körper. 

Ich habe wahrscheinlich eine ganz andere Blutgruppe als Mutti. 

Zwei Herzen schlagen da. Zwei Herzen, die "ganz eng verbunden" sind, nur, dass Mutti noch nichts von diesem zweiten kleinen Leben weiß.


 

Vierte Woche:

Mittlerweile bin ich einen halben Zentimeter groß.

Mein Herz schlägt einmütig mit dem meiner Mutti. Meine Arme und Beine werden erkennbar. Meine Nervenstränge differenzieren sich immer mehr. 

Langsam scheint Mutti etwas von meiner Existenz zu ahnen, denn ihre Blutung hat ausgesetzt und hin und wieder ist ihr morgens übel. 

Das morgendliche Erbrechen schützt mich vor Stoffen, die mir schaden könnten, aber für Mutti ist das leider nicht ganz so angenehm.


 

Fünfte Woche:

In nur einer Woche bin ich um einen halben Zentimeter gewachsen.

Ich wiege bereits ein Gramm. Man kann schon mein Gesicht erkennen mit Ohren, Nase und Augen. 

Wie freue ich mich darauf, eines Tages die Welt zu sehen, den Duft der Blumen zu riechen und Muttis Stimme zu hören. 

Spezialisten können mit dem Elektro-Kardiogramm bereits meine Herztöne hören

 


 

Sechste Woche:

Meine Finger werden nun erkennbar. Die Knorpel werden immer fester. 
Mein Kopf ist schon groß, weil mein Gehirn sich so stark entwickelt hat. 

Mit einem Elektro-Enzephalogramm sind bereits meine Gehirnströme messbar. Das Leben ist schön!  

Aber Mutti scheint sich Sorgen zu machen.


 

Siebte Woche:

Ich kann herrliche Grimassen schneiden und die Zunge herausstrecken. 

Ich habe bereits unverwechselbare und einmalige Fingerabdrücke und das, obwohl ich erst zwei Zentimeter groß bin.


 

Achte, Neunte und Zehnte Woche:

Achte Woche:

All meine Organe sind nun angelegt. Ab heute gibt es nur noch ein Größenwachstum in der Entwicklung.

 

Neunte Woche:

Täglich mache ich kleine Turnübungen. Ich bewege meine Arme und Beine und habe entdeckt, wie schön es ist, am Daumen zu lutschen.

Zehnte Woche: Jetzt bin ich schon sechs Zentimeter groß. Mutti, ich kann Dein Herz schlagen hören, hörst Du auch mein leises tapp-tapp, tapp-tapp?


 

Elfte und Zwölfte Woche:

Mein Gewicht beträgt 25 g, und ich bin nun 8 cm groß.

Auf meinem Kopf wachsen die ersten Haare und an meinen Fingern und Zehen Nägel.

Ich fühle mich wohl hier.


 

Mutti hat Sorgen:

Mutti weiß jetzt, dass ich da bin. 

Aber es scheint sie nicht sehr zu freuen. Sie hat Angst. Angst vor mir?

Ich bin doch erst 8 cm groß


 

Sie reden von Abtreibung:

Mutti hat mit dem Arzt, mit meinem Vater, mit ihrer Freundin und mit einer Frau gesprochen, die Beraterin heißt.

Alle wollen mich nicht so recht.

Sie sagen, Mutti soll abtreiben. Aber keiner sagt, was Abtreibung ist


 

Abtreibung ist mit das furchtbarste Verbrechen, das Menschen ausüben können. Abtreibung ist Mord!

Die Medizin hat verschiedene Methoden erfunden, um diese scheußliche Tat begehen zu können.

 

Ich will dazu hier aber keine Bilder zeigen, denn nicht Jeder kann deren Grausamkeit ertragen, erst recht nicht, wenn man noch Kind oder Jugendliche(r) ist.. Wenn man aber älter als 18 Jahre bist und unbedingt diese Bilder ansehen möchtest, kann dazu unsere die passwortgeschützte Bildergalerie genutzt werden. Die Zugangsdaten erhält man über die Seite "Benutzerbereich".


 

Ich möchte hier aber die Abtreibungsmethoden als Kurzinformation nennen:

 

Abtreibung durch Absaugen:

Wenn sie mich wirklich durch Absaugen abtreiben wollten, dann würde ein dünner Schlauch in die Gebärmutter meiner Mutti eingeführt. Die Maschine am anderen Ende des Schlauchs würde mit einer Saugkraft, die 5-mal stärker ist als die eines Staubsaugers, meinen kleinen Körper in Stücke reißen. Vielleicht müssten sie sogar noch meinen Kopf extra mit einer Zange zerquetschen und herausholen.

Ich habe solche Angst davor!

 

Abtreibung durch Zerstückeln:

Hierbei würden sie wiederum gewaltsam in die Gebärmutter eindringen und meinen kleinen, zarten Körper mit einem scharfen, gebogenen Messer in Stücke schneiden, meinen Kopf zerquetschen und die Leichenteile dann herauskratzen.

Mir wird ganz übel bei diesem Gedanken.

 

Abtreibung durch RU 486:

Mutti würde drei Tabletten (z.B. Mifegyne) nehmen. Dann würde die Gebärmutterschleimhaut, in die ich mich eingenistet habe, anfangen, mich abzustoßen. Ich würde langsam verhungern und austrocknen.

Ich will aber noch nicht sterben!

 

Abtreibung durch Salzverätzung:

Das machen sie meist bei Kindern, die schon älter sind, also nach dem dritten Schwangerschaftsmonat. Das Fruchtwasser, welches mich umgibt, würde mit einer konzentrierten Kochsalzlösung versetzt. Ich würde innerlich und äußerlich verbrennen. Mein Todeskampf könnte bis zu mehreren Stunden dauern.

Wollt Ihr das wirklich?

 

Abtreibung durch "Kaiserschnitt":

Der Abtreiber würde einfach den Bauch meiner Mutter öffnen und mich herausziehen. Ob ich noch wimmerte und zappelte, das würde ihn wohl kaum interessieren. Er würde mich in einen Mülleimer werfen oder zur Weiterverwertung an die Industrie verkaufen.

Hat denn keiner Mitleid mit mir?


 

 

Abtreibung ist Mord !

Wenn Mutti sich zu einer Abtreibung entschließt, wird sie zeitlebens ein totes Kind in ihren Gedanken und in ihrem Herzen tragen.

Warum sagt das keiner meiner Mutti? Weil es so für alle bequemer ist. Man denkt nicht an mich, nicht an GOTT und auch nicht an meine Mutti! Sie wollen einfach keine Arbeit mit uns haben. Sie wollen Mutti und mir nicht helfen. Sie wollen uns los sein.


 

Es gibt eine Hoffnung!

Mutti sieht jetzt nur noch Probleme, dabei gibt es Menschen, die uns helfen. Hilfe gibt es bei vielen Stellen.

Hilfe gibt oder vermittelt auch die

 

AKTION LEBEN e.V.

Postfach 61

69518 Abtsteinach/Odw.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir gemeinsam durchkommen können. Und es gibt nette Leute, die mich zeitweise oder für immer aufnehmen würden.


 

 

Ich heiße Viktoria:

Ich bin kein Zellklumpen, kein Etwas und keine ungeplante Schwangerschaft. Ich bin ein Kind! Und ich habe einen Namen! 

Nennt mich Viktoria - die Siegerin 

- Überlebende des HOLO-BABY-CAUST -

 

Nach einer Idee von "Editrice La Parola", Italien

Illustration von Mirijam Schmitt

© 1994 und v.i.S.d.P. AKTION LEBEN e.V. - Postfach 61 - 69518 Abtsteinach

 

*******