"Abtreibung - der neue Holocaust?"

Zeitdokument 04 // „The Abortion Holocaust" v. Brennan

Im "Dritten Reich" und heute:

3. Reich:Heute:
 
  • Tatsachen
  • Morde und Verbrechen
  • Brutalitäten
  • Menschenrechtsbrüche
  • Sprache und Medien
  • Propaganda
  • Manipulationen
  • Mangelnde Zivilcourage
  • Gleichgültigkeit
 
 
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  • Mangelnde Zivilcourage
  • Gleichgültigkeit
 

 

Auszüge aus:"The Abortion Holocaust - Today = Final Solution" von William Brennan, Landmark Press - May 1983, ISBN 0911439013 

  

Die Entwicklung der medizinischen Ethik

 

In der Zeit der Antike hatte der Arzt in der Rolle des Zauberers sowohl die Aufgabe zu heilen als auch zu töten. Erst im 5. Jahrhundert vor Christus formulierte der heidnische Arzt Hippokrates (460-377 v. Chr.), der als der "weiseste und berühmteste Fachmann auf seinem Gebiet" und als die "wichtigste und vollendetste Arztpersönlicheit der Antike" galt, den nach ihm benannten Eid. Darin heißt es:

"Ich schwöre bei dem Arzt Apollo, bei Asklepius ... , dass ich die (ärztlichen) Behandlungen nach bestem Vermögen und bester Urteilsfähigkeit durchführen werde, um den Kranken zu helfen. Ich werde nichts tun, was zu ihrem Schaden gereicht oder Unrecht ist. Ebenso werde ich niemandem Gift verabreichen, auch wenn ich darum gebeten wurde. Ich werde dies auch nie empfehlen. Gleichermaßen werde ich keiner Frau ein Pessar geben, um eine Fehlgeburt herbeizuführen ..."

Dieser Eid stellte einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der Medizin dar.

"Zum ersten Mal ... wurde eine vollständige Trennung zwischen Töten und Heilen vollzogen. - Dies schuf einen besonderen Berufsstand. Denn die Anhänger des Asklepius sollten sich in jedem Fall ausschließlich dem Leben widmen, unabhängig von sozialer Stellung, Alter oder Bildung."(Anthropologin Margaret Mead, 1963)

Dieser Eid wurde der Garant des Ansehens des medizinischen Berufsstandes:

"Ich glaube, der moralische Imperativ des hippokratischen Eides stellt für den Fortbestand der Ethik in der Medizin eine Notwendigkeit dar. Dies gilt auch für deren wissenschaftlichen und technischen Bereich."(Dr. Andrew C. Ivy, amerikanischer medizinisch-wissenschaftlicher Berater im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess, 1947)

 

Das Erschrecken über die Tötung vieler ungeborener und geborener Menschen im sogenannten Dritten Reich (1933-45) unter der Mitwirkung von Ärzten führte nach dem Krieg zur erneuten Bekräftigung des hippokratischen Eids in der Genfer Erklärung von 1948. Diese Erklärung wurde vom "Medizinischen Weltbund" (World Medical Association) im September 1948 gesetzlich verfügt als Reaktion auf die Verbrechen deutscher Ärzte gegen die Menschlichkeit während der Nazi-Zeit. Der Weltbund setzt sich aus 39 nationalen medizinischen Vereinigungen, einschließlich der Amerikanischen Medizinischen Vereinigung (AMA), zusammen. Die Erklärung sollte vor Erteilung des Doktorats von jedem angehenden Arzt feierlich gelobt werden. Sie ist eine mahnende Erinnerung daran, dass ein Bruch des Eides ein schweres Verbrechen darstellt und sich derartige Greuel nicht wiederholen sollten. Das feierliche Gelöbnis lautete:

"Nachdem ich nun als Arzt in den medizinischen Berufsstand aufgenommen bin, gelobe ich feierlich, mein Leben dem Dienst an der Menschheit zu weihen ... Ich werde dem menschlichen Leben vom Zeitpunkt seiner Empfängnis an jederzeit höchste Achtung entgegenbringen. Selbst unter Bedrohungen werde ich mein Wissen nicht gegen die Gesetze der Humanität einsetzen."

Hiermit begann jedoch bereits die Aufweichung der ärztlichen Ethik. Statt der klaren Aussage, niemals zu töten, steht die situationsabhängige, beliebig interpretierbare Formulierung, das ärztliche Wissen nicht gegen die Gesetze der Humanität einzusetzen.

Der schillernde Begriff "Humanität", dem sowohl das christliche Menschenbild als auch jede Richtung zugeordnet werden kann, die sich an Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung, Hedonismus und Rechtspositivismus ausrichtet, dieser Begriff macht den Menschen zum Maß der Dinge.

Diese Entwicklung führte 25 Jahre später in den USA zur Abtreibung auf Wunsch und in den Jahren 1974-76 in Deutschland zur Reform des § 218 StGB und zur weltweiten Liberalisierung und Legalisierung der Abtreibung im Rahmen der Bevölkerungskontrolle sowie zur Preisgabe des Hippokratischen Eides.

Dies belegen folgende Zitate aus den Verlautbarungen der Amerikanischen Medizinischen Gesellschaft zur Abtreibung:

Was ist Abtreibung?

  • 1859 - Der Mord an unzähligen Kindern. Eine unverantwortliche Zerstörung menschlichen Lebens.
  • 1871 - Eine Tat der Zerstörung. Sie ist die massenweise Vernichtung ungeborener Kinder. 
  • 1967 - Schwangerschaftsunterbrechung. Sie ist die künstlich herbeigeführte Beendigung der Schwangerschaft.
  • 1970 - Ein medizinisches Verfahren.

Welche ethischen Grundsätze gelten für die Abtreibung?

  • 1871 - Du sollst nicht töten. Dieses Gebot ist ausnahmslos an alle ergangen. ... Das Entwicklungsstadium dessen, der getötet werden soll, ist dabei ohne Bedeutung!
  • 1967 - Dies sind persönliche und moralische Überlegungen, die grundsätzlich vom Gewissensentscheid der Patientin und des Arztes abhängen.

Darf ein Arzt Abtreibungen vornehmen?

  • 1871 - Abtreibung ist ungesetzlich und gegen das Berufsethos des Arztes.
  • 1970 - Eine Abtreibung darf nur von einem hierfür ordnungsgemäß zugelassenen Arzt vorgenommen werden. Wie werden Abtreibungsärzte eingestuft?
  • 1871 - Männer, die an einem ehrenwerten Beruf festhalten, nur um ihn zu entehren. Sie sind falsche Brüder, gelehrte Meuchelmörder, moderne Herodesgestalten, Henker.
  • 1967 - Gewissenhafte Praktiker, gewissenhafte Ärzte. 

Wie sollte man Abtreibungsärzte behandeln?

  • 1871 - Solche Menschen sollten wie Kain gebrandmarkt und aus der Gesellschaft ausgestoßen werden.
  • 1970 - Die Durchführung der Abtreibungen werde ihnen unter der Voraussetzung gestattet, dass diese in einer hierfür anerkannten Klinik vorgenommen werden. 

 

  

"Holocaust und Embryocaust"

Die Abtreibung muss als das größte Verbrechen der Neuzeit bezeichnet werden, sowohl was die Zahl der Getöteten anbelangt (nach Angaben der WHO weltweit ca. 60 Millionen Abtreibungstötungen jährlich) als auch insofern, da es sich bei den ungeborenen Kindern um die hilflosesten und unschuldigsten Menschen handelt.

Dieser gigantische Kindermord wird auch als "Embryocaust" bezeichnet in Anlehnung an den Begriff "Holocaust" (griech.-engl. das Brandopfer), mit dem die Ermordung der vielen Opfer des Nationalsozialismus bezeichnet wird. Beide Phänomene sind dem gleichen anmaßenden und menschenverachtenden Geist entsprungen.

Wenn Menschenleben in die Hände von Menschen fällt ...

Damals wurden die für unerwünscht erklärten Menschen grausam eingesperrt und in Konzentrationslagern getötet, heute werden die für unerwünscht erklärten Kinder durch Abtreibung ermordet.

   

Geänderte Abtreibungsgesetze

Eugenik und Rassismus

Im "Dritten Reich":

  • Ungeborene Kinder, die aufgrund der bei ihren Eltern eingeholten Informationen in Verdacht gerieten, geistig behindert zu sein, wurden in den Krankenhäusern und Krankenstationen der Konzentrationslager abgetrieben.

In der heutigen Gesellschaft:

  • Ungeborene Kinder, durch Frühdiagnostik (Ultraschall, Fruchtwasseruntersuchung) als geistig und/oder körperlich behindert einstuft, werden in Abtreibungseinrichtungen getötet.

 

Abtreibungszahlen

Im "Dritten Reich":

  • Eine halbe Million legale Abtreibungen wurden pro Jahr durchgeführt. - (Deutsches Ärzteblatt, Juli 1935)

In der heutigen Gesellschaft:

  • USA: Eineinhalb Millionen legale Abtreibungen pro Jahr (Alan Guttmacher Institute, USA 1981)
  • Deutschland: 300.000 bis 500.000 Abtreibungen pro Jahr 

    

Der Mensch als Versuchsobjekt der Forschung

Menschenexperimente im Konzentrationslager

Nicht-therapeutische Forschung im "Dritten Reich":

  • Die in Konzentrationslagern durchgeführten Experimente haben nicht zum Ziel, den Versuchsobjekten selbst Nutzen zu bringen. (Denn sie waren unerwünschte Nichtarier.)

Rechtfertigung dieser Forschung im "Dritten Reich":

  • "Vollständig neue Tatsachen wurden dadurch der Wissenschaft zugänglich. Diese Art von Problemen können nur durch Experimente an Menschen gelöst werden." (Rechtfertigung der von Dr. S. Rascher 1942 in Dachau durchgeführten Höhenunterschieds-Experimente)

Genehmigung als Rechtfertigungsgrund im "Dritten Reich":

  • Die Genehmigung für die Experimente mit Sulfonamid kam von den "gesetzgebundenen Behörden" .(Aussagen im Nürnberger Ärzteprozess, Oktober = 46 - November = 47) 

 

Richtlinien für fötale Forschung heute:

Nicht-therapeutische Forschung heute:

  • Am Fötus darf nicht-therapeutische wissenschaftliche Forschung durchgeführt werden. (Also keine Forschung, die darauf angelegt ist, den Gesundheitszustand des Versuchsobjekts zu verbessern.)

Rechtfertigung dieser Forschung heute:

  • Die Weiterentwicklung wichtiger biomedizinischer Erkenntnisse, die auf keine andere Weise erreicht werden kann, wird als eine sachdienliche Rechtfertigung für nichttherapeutische Forschung am Fötus dargestellt.

Genehmigung als Rechtfertigungsgrund heute:

  • Die Zustimmung zur fötalen Forschung muss von der Mutter eingeholt werden. (Nationale Kommission der USA für den Schutz des Menschen vor wissenschaftlichen Experimenten der Biomedizin der Verhaltensforschung.)

 

  

Medizinische Maßnahmen führen zum Mord an Kindern

"Eugenischer Kindermord"

Im "Dritten Reich":

  • "Vom medizinischen Standpunkt ist es ein humanes Motiv, wenn man das Leben von Kindern verkürzt, die nicht lebensfähig sind." - (Nürnberger Prozeß, 1947)

In der heutigen Gesellschaft:

  •  "Die einzig humane Art, Kinder mit einem Wasserkopf zu 'behandeln', ist die, sie 'barmherzig' dem Tod preiszugeben." - (Dr. James Lachs, USA, 1976) 

 

"Mord durch absichtlich herbeigeführten Hungertod"

Im "Dritten Reich":

  • "Die Nahrung wurde den Kindern nicht sofort vollständig entzogen, sondern man reduzierte die Rationen allmählich. - Das Kind mag noch 2-3 Tage brauchen." (Eglfing-Haar-Hospital, 1939)

In der heutigen Gesellschaft:

  • Einem neugeborenen mongoloiden Kind, dem Kleinkind Doe, wurden die Behandlung, die Nahrung und die Flüssigkeit entzogen. Es brauchte 6 Tage, um an Aushungerung zu sterben. - (Bloomington Hospital, USA, 1982)

 

"Kosten-Nutzen-Argument"

Im "Dritten Reich":

  • Die enormen Kosten, die der Deutschen Volksgemeinschaft durch Menschen mit ererbten Schwachsinn auferlegt werden, werden pro Jahr auf 1,2 Millionen Mark geschätzt." (Dr. Gerhard Wagner, Nazi-Gesundheitsminister, 1935)  

In der heutigen Gesellschaft:

  • "Die Zunahme der Fruchtwasseruntersuchungen zur Feststellung von genetischen Schäden vor der Geburt und eine daraus sich ergebende Abtreibung könnte eine jährliche Kostenersparnis von gut 437.186.000 US-Dollar bringen. Dies entspricht dem Betrag, der normalerweise für erblich bedingte Behinderungen ausgegeben wird." - (Analyse der Statistik des General Accounting Office, aufgestellt von Dr. R. Guthrie, 1978

 

"Kritiklose Hinnahme des Missbrauchs"

Im "Dritten Reich":

  • Bei einer deutschen Ärztekonferenz in Berlin äußerten sich die Teilnehmer nicht kritisch im Hinblick auf die Sulfonamid-Experimente im Lager Ravensbrück im Mai 1943.

In der heutigen Gesellschaft:

  • Im Mai 1973 zeigten die Teilnehmer einer Versammlung von amerikanischen Kinderärzten in San Francisco, ebenfalls keine Reaktion, als es um ein Experiment ging, bei dem abgetriebene Babys enthauptet wurden.

 

Semantische Umdeutung

In der christlich-abendländischen Ethik gilt jedes menschliche Leben als gleichwertig, unabhängig von seinem Entwicklungsstadium, seinen Voraussetzungen oder seinem Zustand. Diese das Leben schützende Ethik und die überlieferten Werte versucht man zu zerstören und propagiert statt dessen eine materialistische Ethik, die den Menschen an seiner Lebensqualität misst. Damit einher geht eine "semantische Umdeutung" der Wertbegriffe, wobei eine positiv klingende Formulierung einen negativen Sachverhalt beschönigen und kaschieren soll.

Ein Beispiel solcher Sprachregelung ist die Vermeidung des Begriffes Abtreibung, der von alters her negativ besetzt ist. Statt dessen wird von Schwangerschaftsabbruch gesprochen oder gar von Schwangerschaftsunterbrechung, so als könne man nach einer Pause die Schwangerschaft wieder fortsetzen. Vor allem ist so gut wie nie die Rede vom Kind, das getötet wird. Abtreibung und Tötung, bzw. Mord, sollen als unterschiedliche Tatbestände aufgefasst werden. Die wissenschaftliche Erkenntnis, dass der Mensch von der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle an Mensch ist, soll aus dem Bewusstsein verdrängt werden.

Diese Methodik wird leider mit Hilfe der Medizin erfolgreich angewandt und verbreitet und hat sich schon eines neuen Themas angenommen: der Euthanasie. Aus dem Griechischen kommend, heißt dies "sanfter Tod". Durch den Missbrauch unter den Nationalsozialisten, die sog. "lebensunwertes Leben" unter diesem Begriff beseitigten, ist er äußerst negativ belastet. Umso erschreckender ist, dass mit dem Argument der "Lebensqualität" das gleiche Denken wieder Einzug hält: wenn das Leben nicht mehr als lebenswert empfunden wird, dürfe man aus Humanität, aus Menschlichkeit, nachhelfen und spricht von "Sterbehilfe", tatsächlich handelt es sich aber um eine Maßnahme, die den Tod bewusst herbeiführt.

"Es gibt nur ein mögliches, endgültiges Resultat des utilitaristischen Denkens, das uns Empfängnisverhütung, Sterilisation, abtreibende Mittel und Abtreibung beschert hat. Wenn die Gesellschaft bereit ist, das unantastbare Recht auf Leben aufs Spiel zu setzen, gewisse Gruppen von Menschen auszusondern und für verfügbar zu erklären, den Wert eines menschlichen Lebens zu berechnen und abzuwägen, wird sich die fortschreitende und tödliche Entmenschlichung anderer durch jene, die Macht haben, unangefochten durchsetzen, bis die Gesellschaft sich entweder selbst zerstört oder zu einer Ethik der 'Heiligkeit des Lebens' zurückkehrt." (Brian Clowes, Philosoph, in ` The Facts of LifeA , Auszug in Übersetzung erschienen in "Medizin und Ideologie", Sept. 1997)