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Nr. 04/2012

Diskriminierung Behinderter auf die Spitze getrieben! Neuer Bluttest soll helfen, Menschen mit Down-Syndrom zu eliminieren

Abtsteinach.

Der von der Firma LifeCodexx u.a. mit staatlichen Zuschüssen entwickelte Bluttest (Praena-Test) soll schnell und zuverlässig um die 12. Schwangerschaftswoche herum feststellen, ob das erwartete Kind Trisomie 21 (Down-Syndrom) aufweist. Zu Recht kritisiert der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, diesen Test als „die schlimmste Form" der Diskriminierung von Behinderten, insbesondere derjenigen mit Down-Syndrom.
„Es ist zu begrüßen", so Walter Ramm, Vorsitzender der Aktion Leben e.V., „dass es noch vereinzelt Widerstand gibt gegen die Bestrebungen, ungeborene Kinder immer mehr zu prüfen, zu durchleuchten und diese bei 'Nichtgefallen' bzw., wenn gewisse von Wissenschaft, Medizin oder Gesellschaft vorgegebene Standards nicht erfüllt würden, zu 'verwerfen', d.h. durch Abtreibung zu töten."
Die Aktion Leben e. V. erinnert daran, dass jeder Mensch, in jedem Lebensstadium und jeder Lebenssituation, ob geboren oder ungeboren, ob gesund oder krank, ein grundsätzliches Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit hat. Dies ist nicht nur im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland so ein für alle Mal festgelegt, dies ist auch im Naturrecht und Gottes Geboten, also über staatlichen Gesetzen stehendem Recht, verankert.
„Leider ist das in weiten Teilen der Bevölkerung vergessen worden, wobei Ärzteschaft, Industrie und Politik hieran sicherlich genauso mitschuldig sind, wie Teile der katholischen und evangelischen Kirche, die, wenn überhaupt, lediglich verhalten und ohne 'Biss' protestieren, in vielen wichtigen Fragen jedoch gleich sich ganz still verhalten," resümiert Walter Ramm. „So ist es auch kein Wunder, dass Ärztepräsident Montgomery selbstsicher behaupten kann, die Bevölkerung habe sich für Pränatal-Diagnostik entschieden. Montgomery vertritt hier eine Ärzteschaft, die immer mehr zum gesellschaftlichen Wunscherfüller verkommt und ihren eigentlichen Auftrag, zu heilen und niemals zu schaden, mehr und mehr verrät. Diese Art Pränatal-Diagnostik führt im wesentlichen nicht zur Therapie, sondern in der Regel zur Tötung des für krank befundenen Kindes. Insofern ist es auch eine Vertuschung von Tatsachen, wenn das Bundesforschungsministerium, das die Entwicklung dieses Tests gefördert hat, behauptet, diese Untersuchungsmethode würde das ungeborene Leben und die werdende Mutter besser schützen und müsse deshalb gefördert werden."
„Die Aktion Leben e. V. fordert Politik und Ärzteschaft auf, gänzlich auf eine solche Pränatal-Diagnostik zu verzichten, um so den gesellschaftlichen Druck, unbedingt ein gesundes Kind 'abzuliefern', von den Müttern zu nehmen. Das wäre dann wirklich ein besserer Schutz für das ungeborene Kind und seine Mutter", meint Walter Ramm.