Unsere Medien  >  Friday-Faxe  >  2016

2016

Friday-Faxe aus dem Jahr 2016

Stand: 01.06.2016


 

Friday Fax, 6. Mai 2016

Auch gegen Ende seiner Amtszeit bleibt die Außenpolitik Präsident Obamas selbst Experten ein Rätsel. Kein Wort angesichts der Verfolgung der christlichen Minderheiten in Übersee und dem Völkermord im Nahen Osten. Nur eine Sache hat Priorität: die weltweite Durchsetzung der Rechte der Homosexuellen (LGBT rights)
2011 gab seine Außenministerin, Hillary Clinton, bekannt, diese Rechte hätten Vorrang. Obama gründete einen Fonds (Global Equality Fund) für deren Durchsetzung. Diese Gelder werden von Aktivisten eingesetzt, um z.B. gegen die Nennung des Geschlechts im Pass zu kämpfen. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit wies er US-Hilfsgelder für Befürworter der Abtreibung an, international beschönigend „sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte“ genannt.
Samantha Power, vormals international aktiv gegen Massenmord, wurde US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen und setzte sich für Beihilfen an die Partner homosexueller Mitarbeiter ein. Sie beschrieb die USA als “schnellreagierend”, wenn es um die Unterdrückung der LGBTI-Rechte durch Regierungen gehe, in starkem Kontrast zur Tatenlosigkeit der Regierung Obama bei Vergewaltigung, Verfolgung und Tötung religiöser Minderheiten im Nahen Osten und in Afrika.
Ein Memorandum des Präsidenten von 2013 beschreibt die Integrierung von Abtreibung und Homo-Rechten in die Arbeit von 20 Regierungsorganisationen, von der Landwirtschaft bis zum Friedens-Corps, koordiniert vom Nationalen Sicherheitsberater. Das Außenministerium ist bemüht um homosexuelle Flüchtlinge und Asyl-Suchende. An Weihnachten 2014 wurden neue Regeln erlassen für religiöse Wohltätigkeit. Deren Anrecht auf Zuschüsse wurde an die Bereitschaft gekoppelt, jugendlichen Flüchtlingen Abtreibung anzubieten und homosexuelle Neigungen zu beachten.
 
Jahrzehntelang hat die Weltbank als Weg zu wirtschaftlicher Entwicklung in Geburtenkontrolle investiert. Daran scheint sie laut einer neuen Studie auch weiter festzuhalten anstatt für Maßnahmen zugunsten der Gesundheit von Mutter und Kind zu sorgen. Die Weltbank suggeriert „ungedeckten Bedarf“ zur Verhütung „ungewollter Schwangerschaften“.
Aber nur 10% der Frauen, die zum „ungedeckten Bedarf“ befragt wurden, geben den fehlenden Zugang zu Verhütungsmitteln als Grund für die Ablehnung an. Vielmehr wird die „moderne“ Familienplanung durch Verhütung wegen deren Nebenwirkungen oder aus persönlichen und religiösen Motiven gemieden.
Ein Kapitel mit Kosten-Nutzen-Rechnung bezeichnet Familienplanungsprogramme als besonders vorteilhaft in Ländern mit hoher Geburtenrate. Dabei wird kalkuliert: Weniger Schwangerschaften ergäben weniger Geburten und folglich weniger Mütter- und Kindersterblichkeit – vorausgesetzt, die Sterblichkeitsraten blieben unverändert.
Bei einer ähnlichen Prognose der US-Abteilung für Auslandshilfe wurden die Kinder, die durch Verhütung nie geboren und deshalb auch keinen frühen Kindstod erleiden konnten, als „Kinder, deren Leben vor demographischen Auswirkungen bewahrt werden“ bezeichnet. Man verbucht sie unter „Leben gerettet“, die Weltbank unter „Tod vermieden“.
Bei den „unerwünschten Schwangerschaften“ räumt die Weltbank die Schwierigkeiten der Erhebung von Daten ein, da Eltern und Mütter zögerten, ihre Kinder als unerwünscht oder ungelegen zu bezeichnen.


 
 
Friday Fax, 13. Februar 2016

Zwei weitere katholische Länder haben sich der Homolobby gebeugt: Italien hat in einem umstrittenen Akt nationaler Gesetzgebung den besonderen Schutz für die „Homo-Ehe“ beschlossen und Kolumbiens Verfassungsgericht hat erklärt, dass Individuen in gleichgeschlechtlicher Beziehung das Recht auf „Heirat“ ohne „Diskriminierung“ haben. Dabei hat sich das Gericht auf die falsche Behauptung der Homo-Aktivisten gestützt, internationales Recht verpflichte die Staaten dazu, alle Rechte, die der Familie zustehen, auch gleichgeschlechtlichen Verbindungen zuzugestehen. Alles andere sei Diskriminierung. Richter Jorge Ignacio Pretelt Chaljub warf dem Obersten Gerichtshof Kolumbiens vor, den Willen von Millionen Wählern zu “usurpieren” und das kolumbianische Rechtssystem ins “Chaos” zu stürzen.
Die italienische Regierung paukte das Gesetz durch, wobei keine Änderungsanträge am Abstimmungstag zugelassen waren. Der Widerstand ist so groß, dass sich mehr als eine Million Menschen im Circus Maximus versammelten. Was sie erreichten, war lediglich der Ausschluss der Stiefkind-Adoption. Der katholische Politiker Alessandro Pagano meinte, man habe einen strategischen Kampf gegen die Heiligkeit des Lebens und den Wert der Familie erlebt. Es gebe ein umfassendes Projekt, das er teuflisch nenne: „die Auflösung dessen, was human ist“.
In der Tat haben die Homoaktivisten, unterstützt von UN-Sekretariat, EU-Behörden, der Organisation Amerikanischer Staaten, die demokratischen Prozesse unterlaufen, um ihre Ansprüche in Recht umzusetzen. Aber noch gilt im internationalen Recht: Nur die natürliche Familie, hervorgegangen aus der Verbindung von Mann und Frau, hat Anspruch auf rechtlichen Schutz.
 
Im letzten Stadium der Vorbereitungen für den Weltgipfel in Istanbul werden die Länder von der UN-Bürokratie gedrängt, die Rechte Homosexueller, ein Recht auf Abtreibung und umfassende Sexualerziehung zu unterstützen. Als Begründung werden die „humanitäre Politik, die Rahmen-Prinzipien und rechtlich bindenden Dokumente“ der UN genannt, wobei die nicht-bindende Beratung durch UN-Behörden gleichgesetzt wird mit (bindenden) Verträgen und Abkommen wie die Genfer Konvention und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.
Als Vorreiter zur Durchsetzung eines Rechts auf Abtreibung dient dabei der General Comment 30 (Allgemeiner Kommentar 30) des CEDAW-Komitees 2013 bezüglich Frauen zur Konfliktvermeidung, in Krisengebieten und nach Kriegssituationen. Seitdem wird von UN-Behörden immer wieder versucht, durch Kompetenzüberschreitungen Abtreibung als Recht zu etablieren.
General Comment 22 des CESCR (Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte) wurde fünf Jahre lang von den Mitgliedstaaten blockiert, aber Anfang des Jahres freigegeben. Darin wird den Ländern vorgeschrieben, was sie bei „sexueller und reproduktiver Gesundheit“ zu beachten haben – obwohl der Begriff im Vertrag selbst nicht auftaucht. Ein weiteres Dokument, eine Art praktische Anleitung der UN-Menschenrechts-behörde, ordnet Abtreibung unter „Müttergesundheit“ ein, aber die UN-Vollversammlung überlässt den einzelnen Mitgliedstaaten die Regelung der Abtreibungsgesetzgebung.
Das UN-Sekretariat würde gerne anhand einer „Wunschliste“ wirksame Maßnahmen für humanitäre Krisen finden, um auf dem Gipfel ohne weitere Verhandlungen zum Konsens zu kommen. Das ist schwierig, da humanitäre vor nationaler Gesetzgebung rangiert, und die Mitgliedstaaten zurückhaltend reagieren.


 
 
Friday Fax, 20. Mai 2016

Nicht ohne Stolz hat das C-FAM (Christian Family and Human Rights Institute und Herausgeber des Friday Fax) an der Organisation einer Konferenz bei den Vereinten Nationen mitgewirkt, zusammen mit 25 UN-Mitgliedstaaten, die sich zu der „Gruppe Freunde der Familie“ (Group of Friends of the Family) zusammengeschlossen haben. Unter dem Titel „Nationen für eine familienfreundliche Welt vereinen“ lauschten zahlreiche Würdenträger, Aktive und Bürger von New York City den Reden und Präsentationen über die Bedeutung der Ehe aus Mann und Frau und der Familie. Eine Fotoausstellung dazu im UN-Hauptquartier widmete sich der natürlichen Familie.
Valentin Rybakov, stellvertretender Außenminister Weißrusslands, stellte die Deklaration der Gruppe vor. Darin ist die Bedeutung der Familie für den Einzelnen und dessen Entwicklung durch die Vermittlung der Werte innerhalb der Gesellschaft genannt, deren Schutzfunktion gegen Bedrohungen von außerhalb und für die Zukunftsperspektive all ihrer Mitglieder. Imam Shamsi Ali nannte die allererste „Schule“ im Leben eines Menschen sein Zuhause. Frei zu sein dürfe nicht zur Unterminierung der Familie führen. Und Bischof O’Hara wies auf die zentrale Rolle der Familie in allen Religionen hin. Sie sei der „solide Felsen“. Es sei notwendig, angesichts der gegenwärtigen Bedrohung und Zerstörung der Familie Ordnung ins Chaos zu bringen.
Der Vertreter Russlands ermutigte die Zuhörer, wachsam die UN-Beamten und -Behörden in Bezug auf die Rechte der Familie zu beobachten, mit besonderem Augenmerk auf Genf, dem Sitz für Menschenrechte, humanitäre Hilfe und Flüchtlinge.
 
Familienplaner und Ökonomen haben immer wieder die Ursachen und Folgen des gewandelten menschlichen Fortpflanzungsverhaltens erörtert. Schon 1994 wurde das Papier von Lant Pritchett veröffentlicht, in dem dieses Verhalten als viel bedeutender bezeichnet wurde als alle Familienplanungsprogramme. Seine Erkenntnisse werden weitgehend von einer Langzeitstudie (seit 1994) bestätigt, die Anfang des Jahres in der Zeitschrift „Demographie“ erschienen ist.
Deren Autoren Günther und Harttgen haben herausgefunden, dass bei Frauen südlich der Sahara Kinderwunsch (desired fertility) und Wirklichkeit stärker differieren als in anderen Entwicklungsländern. Die Methoden, dies zu erfassen, sind unbefriedigend: Die Frage nach der „idealen Familiengröße“ der Frau und der Vergleich mit der tatsächlichen; oder die Frage nach weiterem Kinderwunsch und die Einordnung eines danach geborenen Kindes als „gewünscht“ oder „unerwünscht“.
Ilene Speizer von der Universität von North Carolina fand heraus, dass Frauen in drei Ländern südlich der Sahara (Burkina Faso, Ghana, Kenia), auch wenn sie gewisse Vorstellungen hegten, kein Problem darin sähen, wenn ein weiteres Kind käme.
Das Bestreben der Familienplaner, „unerwünschten“ Schwangerschaften mit ihren Angeboten entgegenzutreten, wird dieser Datenlage nicht gerecht.


 
 
Friday Fax, 28. Mai 2016

Beim Weltgipfel für Humanitäre Hilfe, der vom 24. bis 27. Mai in Istanbul stattfand, hat der Außenminister des Vatikans, Kardinal Pietro Parolin,  die versammelten Regierungsvertreter daran erinnert, dass es kein internationales Menschenrecht auf Abtreibung gibt, womit er Vorschläge der Europäer entschieden zurückwies, durch sexuelle Gewalt in Krisengebieten gezeugte Ungeborene als „Wunde“ zu definieren, die es abzutreiben gelte, um die Mutter „zu heilen“.
Dänemark tat sich hervor in der Finanzierung „sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte, gegen gender-motivierte Gewalt“, für umfassende Sexualerziehung und auch dem Recht auf Abtreibung. Das Land gehört zu den Haupt-Geldgebern des UN-Bevölkerungsfonds, der International Planned Parenthood Federation (UNFPA), UN-Women u.a. In dieselbe Kerbe hieben die Niederlande.
Die Anwälte zugunsten dieser Kinder bedauerten die Fokussierung auf das Thema Abtreibung, was die Hilfe für diese Kinder und deren Mütter erschwere und viele der Stigmatisierung und Diskriminierung aussetzten aufgrund der Tatsache der gewaltsamen Zeugung, auch durch Kampftruppen des ISIS oder Boko Haram. Auch hier plädierte der Heilige Stuhl für Hilfe durch religiöse Institutionen und katholische Organisationen zugunsten begleitender Hilfen, psychisch, spirituell und materiell.
 
Noch ist Irland eines der wenigen europäischen Länder mit strengen Gesetzen zum Schutz des ungeborenen Kindes. Damit könnte es bald vorbei sein, da das Land zunehmend unter Druck gerät durch die Vereinten Nationen und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Mitte Mai wurde das Land einer Überprüfung durch den UPR (Universal Periodic Review) unterzogen, einer periodischen Bewertung durch andere UN-Mitgliedstaaten in Sachen Menschenrechte. Die Ergebnisse sind zwar nur Empfehlungen ohne bindenden Charakter, werden aber oft als Druckmittel eingesetzt. Im Ergebnis haben 15 Länder – von 193 – Irland aufgefordert, die Abtreibung zu legalisieren. Weitere 3, darunter die USA, drängten auf den Schutz der „reproduktiven Rechte“, was meist auf das Gleiche hinausläuft.
Bereits 2011 hatte sich Irland für seine konsequente Haltung rechtfertigen müssen, hatte aber alle Forderungen zurückgewiesen. Diesmal versprach es eine Prüfung der Empfehlungen, verwies zwar auf die bestehende Rechtlage, will aber bis September antworten. Zuletzt hatte Irland sich der „Homo-Ehe“ geöffnet und damit dem Druck nachgegeben.
Irische Lebensrechtler fordern die Regierung auf standzuhalten. Abtreibung widerspreche dem Grundrecht auf Leben. Es sei Aufgabe der UN, sich als Schützer des menschlichen Lebens einzusetzen. Am 4. Juni ist eine Kundgebung geplant, auf der Menschen, die es nie gegeben hätte ohne die schützenden Gesetze, ihre Geschichte erzählen werden.


 

Friday Fax, 1. April 2016

Seit Jahrzehnten wird das Thema „Abtreibung“ bei den Vereinten Nationen äußerst kontrovers diskutiert. Wobei es selten beim Namen genannt wird, sondern in Begriffen wie „reproduktive Gesundheit“ oder „reproduktive Rechte“ versteckt ist. Das hat sich jetzt geändert. Frankreich, Dänemark und Schweden haben Abtreibung offen als „grundlegende Bedingung“ zur Durchsetzung der Rechte der Frauen gefordert. So geschehen während der jährlichen Tagung der Kommission zum Status der Frau (CSW). Als Moderator fungierte der Leiter der International Planned Parenthood Federation (IPPF), Tewodros Melesse, der sich zu der Formulierung verstieg, für die Abtreibung zu sein bedeute für das Leben zu sein (to be pro-life); denn man sorge sich um das Leben der Frau und des zu erwartenden Kindes.
Da Widerstand vor allem von religiösen Vertretern zu erwarten ist, versuchte man, die „Barmherzigkeitskarte“ auszuspielen mit dem Hinweis, in allen Religionen gebe es Barmherzigkeit. Die Frage der Gewissensfreihit des medizinischen Personals wurde ausgespart, Fragen hierzu wurden nicht zugelassen.
 
Chile hat sich in der Vergangenheit als Land konsequenter Lebensrechtspolitik präsentiert. Nun hat das Abgeordnetenhaus einem Gesetz zugestimmt, das Abtreibung im Falle von Vergewaltigung, Risikoschwangerschaft und Behinderung des Kindes mit geringer Überlebenschance erlaubt. Lebensrechtler kritisieren dieses Gesetz unter Hinweis auf die Verfassung, die das Lebensrecht des Ungeborenen schützt, und die geringe Müttersterblichkeit in Chile, die für die bisherige Politik spricht. Wenn das Gesetz auch die Zustimmung des Senats erhalten sollte, ist die Anrufung des Obersten Gerichts so gut wie sicher.
Ein Oppositionspolitiker machte deutlich, wenn der Staat das Leben nicht verteidige, werde er es auch in dessen Verlauf oder an dessen Ende nicht verteidigen können. Wenn auch die Tragweite der Entscheidung eines einzelnen Landes nicht vorausgesagt werden kann, so dürfte dies im Falle Chiles wegen seiner bisher vorbildlichen Haltung von Bedeutung sein. In Kombination mit den Aktivitäten bei den UN würde der Schutz der Ungeborenen weltweit weiter aufgeweicht werden.



 
Friday Fax, 8. April 2016

Der neue Favorit der Abtreibungsbefürworter heißt Juan Mendez, aktiv als UN-Experte in Sachen Folter. In seinem Bericht an den UN-Menschenrechtsrat charakterisierte er Gesetze zum Schutz des Kindes, also gegen Abtreibung, als eine Form der Folter. Wegen der Anwendung dieser Gesetze gebe es überfüllte Strafanstalten, körperliches und seelisches Leid und Frauen und Mädchen würden „Erniedrigung und Verurteilung“ ausgesetzt.
Folglich fordert er die Legalisierung und die Sicherstellung des Zugangs zu „legaler und sicherer“ Abtreibung, zumindest in Fällen von Vergewaltigung, Inzest und schwerer Behinderung oder fehlender Überlebenschancen des Kindes sowie der Gefährdung der Gesundheit der Mutter, körperlich oder seelisch (also weitgefasst!). Die Forderung nach „Sicherstellung“ des Zugangs zu Abtreibung bedeutet indirekt den Ausschluss des Rechtes auf Verweigerung aus Gewissensgründen für medizinisches Personal.
Mit dieser Erweiterung des Begriffs der Folter sollen alle juristischen Bereiche und staatlichen Handlungsräume abgedeckt und der Druck auf die Gesetzgeber der Länder erhöht werden. Die Kommission gegen Folter hatte schon vor Jahren den Vatikan wegen seiner Haltung gegen Abtreibung kritisiert und diese als „Folter“ bezeichnet, war dann aber zurückgerudert, als der Vatikan mit Einmischung in die Religionsfreiheit konterte.
 
 
UN und EU haben den Grundstock gelegt, um auf dem Menschenrechtsgipfel (WHS) in Istanbul im kommenden Mai ein Recht auf Abtreibung durchzusetzen, als Menschenrecht oder im Kriegsrecht. Die Erarbeitung an einem der sieben „Runden Tische“ konzentriert sich auf die Verbindung von sexueller Gewalt mit „umfassenden sexuellen und reproduktiven Gesundheitsdiensten ohne Diskriminierung“, eine Formulierung zur Durchsetzung der Abtreibung.
Obwohl weder die Genfer Konvention noch deren ergänzende Protokolle Abtreibung erwähnen, hat das Europaparlament mit Verweis darauf im Dezember eine Resolution verfasst, worin der Gipfel aufgerufen wird, in einer globalen Abmachung den Zugang zur gesamten Palette der sexuellen und reproduktiven Rechte zu gewährleisten, einschließlich sicherer (d.h. legaler) Abtreibungen, in Krisengebieten und bei inhumanen Handlungen (d.h. Vergewaltigungen).
Der Leiter des Gipfels, der Brite und stellvertretende UN-General-Sekretär, Stephen O’Brien, hat sich vor zwei Wochen der Unterstützung von Action AID, einer britischen Organisation, bedient, welche sich für Abtreibung als Antwort auf sexuelle Gewalt in Konfliktsituationen einsetzt. Dementsprechend wird gegen „religiösen Fundamentalismus“ agiert, seien es Christen, Muslime oder Hindus, wenn sie Abtreibung und „Notfall-Verhütung“ ablehnen.
Eine Kontroverse entstand über die Teilnahme. Während die EU für hochrangige Vertreter in Istanbul sorgen wird, beschwerten sich Russland und China sowie Ägypten, Marokko und Kuba, ihre Forderungen nach einem transparenten Vorgehen vor und während des Gipfels seien von O’Brien ignoriert worden und warnten ihn, sein Mandat zu missbrauchen. Die UN-Resolution von 1992 betone Übereinstimmung, Überparteilichkeit und Neutralität; sie drohten mit Konsequenzen ob der Teilnahme am Gipfel.



 
Friday Fax, 15. April 2016

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sah sich nicht in der Lage, den erforderlichen Jahresbericht der Ausgaben für „reproduktive Gesundheit“ zu erstellen unter Angabe der Verwendung aus- und inländischer Gelder für Familienplanung, reproduktive Gesundheitsdienste, einschließlich Müttergesundheit, Geschlechtskrankheiten, Vorsorge gegen HIV/AIDS, Grundlagenforschung und Analysen zur Bevölkerungsentwicklung. Obwohl mit Mängeln behaftet, dienten die Berichte seit 1997 als Überblick, Informationsquelle und zur Planung.
Es sei zu schwierig, hieß es, die Ausgaben in unterschiedlichen Bereichen und wegen des zunehmend „integrierten“ Charakters der reproduktiven Gesundheit zu schätzen. Mit der Strategie der Integration soll Abtreibung in anderen weniger umstrittenen Bereichen versteckt werden, was es für einzelne Regierungen schwieriger macht, dagegen durch Entzug von Geldern anzugehen.
Ban Ki Moon forderte die Abteilung für Bevölkerung und Entwicklung (CPD) auf, eine Änderung der Methode und des Schwerpunktes vorzunehmen, in Anlehnung an den UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA), und mehr Geld für Familienplanung statt für Müttergesundheit ausgeben. Der fragwürdige Begriff des „ungedeckten Bedarfs“ in Sachen Familienplanung wird gegen die „Müttergesundheit“ ausgespielt zugunsten von Verhütung, Abtreibung und jüngst die Homo-Agenda.

Im britischen Oberhaus wurde gefordert, Opfern von Vergewaltigung in Krisengebieten müsse Abtreibung ermöglicht werden, das gebiete sich sowohl als Menschenrecht als auch im humanitären Völkerrecht. Die USA wurden kritisiert wegen des bestehenden Verbots der Finanzierung von Abtreibungen im Ausland. Die Forderung nach einem internationalen Recht auf Abtreibung wird immer wieder erhoben mit der irrigen Behauptung, dass solch ein Recht bereits bestehe. Völlig übergangen werden dabei die staatliche Souveränität der betroffenen Länder als auch das Recht der nach solchem Missbrauch geborenen Kinder auf medizinische Versorgung, Bildung und rechtliche Anerkennung.
Der Bericht im Oberhaus ist der jüngste Schritt innerhalb der EU, ein Recht auf Abtreibung zu etablieren. Das Thema wird auch auf dem Menschenrechtsgipfel in Istanbul im Mai eine Rolle spielen.



 
Friday Fax, 22. April 2016

Der Kampf um die Begriffe und deren Aus- oder Einschluss geht unvermindert weiter. Um Unklarheiten und Doppeldeutigkeiten zu vermeiden, definieren die UN-Vollversammlung und andere UN-Kommissionen Begriffe wie „sexuelle und reproduktive Gesundheit“ und „reproduktive Rechte“ unter Bezugnahme auf die Weltbevölkerungskonferenz 1994 in Kairo, auf der vermieden wurde, Abtreibung als internationales Recht zu etablieren und die Begriffe „homosexuelle und sexuelle Rechte“ ausgeschlossen wurden.
Die Abteilung Bevölkerung und Entwicklung, die jährlich im April tagt, hat diese Linie nun verlassen und die Verankerung der Begriffe in früheren Abkommen aufgegeben.
Länder, die das beanstandeten, wurden beschwichtigt unter Hinweis darauf, dass dies nicht nötig sei, da die Begriffe ohnehin nur im Kontext der Konferenz von 1994 zu verstehen seien. Obendrein gestanden die USA und die EU einen heiß umkämpften Paragraphen zu, der den Ländern das Vorrecht einräumt, UN-Politik in Übereinstimmung mit den nationalen Prioritäten, Kultur und Religion umzusetzen.
Im Gegenzug sorgten die Länder, die der Homo-Agenda das Wort reden, dafür, dass keine Vorbehalte gegen den Begriff „umfassende Sexualerziehung“, an dem im Vorjahr die Kommission gescheitert war oder Formulierungen zu Diskriminierung, aus denen sexuelle Orientierung als Menschenrecht abgeleitet werden könnten, zugelassen sein sollten. Dieser Tauschhandel dürfte im Endeffekt den Vertretern der Sexualagenda nutzen, zumal weitere Inhalte der Resolution den Gewinn zunichtemachen. So könnten Abmachungen, die von den UN-Mitgliedstaaten verhandelt wurden, durch die UN-Körperschaften zu normativer Kraft für das gesamte UN-System gelangen.
 
 
Zum ersten Mal wurden die Kandidaten für das neu zu besetzende Amt des UN-Generalsekretärs öffentlich interviewt. Dabei zeigte sich die Frustration der Länder über das UN-Missmanagement, die Skandale und das Missverständnis, als sei dieser Posten für einen Aktivisten und nicht einen Administrator bestimmt. Gender-Gleichheit, gleiche Anzahl von Frauen und Männern auf UN-Posten, stand ganz oben auf der Liste der Versprechen der Kandidaten.
Der Portugiese Antonio Guterrez, ehemals Leiter des UN-Flüchtlingswerks, spielte bei der Befragung mit dem Gedanken an eine globale Steuer, erhoben z.B. auf Flugtickets und Finanztransaktionen. Das sei eines seiner Hauptanliegen, auf das er schon hingearbeitet habe. Kritiker fürchten hingegen, dass sich die UN mit einer unabhängigen Geldquelle der Kontrolle ihrer Finanzen entzöge. - Helen Clark, ehemals Premierministerin Neuseelands und Leiterin der UN-Entwicklungshilfe, wurde von Abtreibungsbefürwortern gefragt, was sie tun würde, wenn der Menschenrechtsrat eine „restriktive“ (sprich: familienfreundliche) Resolution zur Familie erlassen würde. – Vesna Pusi?, ehemalige Ministerin aus Kroatien, die sich gegen die Bürger ihres Lande gewandt hatte, die sich für die traditionelle Ehe einsetzten, will die Rechte von Homosexuellen (LGBT) „schützen“, denn die Menschenrechte, die sich auf die Identität einer Person bezögen, stünden dort, wo der Staat ende und die Autonomie des Individuums beginne.
Im Endeffekt entscheiden fünf Länder, die über ein Vetorecht verfügen, wer den Job am 1. Januar 2017 antritt: die USA, Großbritannien, Russland, Frankreich und China.



 
Friday Fax, 29. April 2016

Gegen die wachsende weltweite Bedrohung der Familie durch internationale Institutionen hat sich eine neue Koalition gebildet: die „Zivile Gesellschaft für die Familie“ (Civil Society for the Family). Der Gruppierung unter Leitung des C-FAM (Herausgeber des Friday Fax) gehören neben diesem der Family Research Council, Hazte Oir, CitizenGo, Human Life International, Derecho a Vivir, National Organisation for Marriage und der TransAtlantic Christian Council an. Ihre Grundsätze zur Familie (The Family Articles) berufen sich auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und bindende internationale Abkommen, die der Familie einen besonderen Schutz einräumen ob deren unersetzlicher Rolle als natürliches Umfeld für das Heranwachsen und Wohlergehen all ihrer Mitglieder und besonders der Kinder. Dies könnten gleichgeschlechtliche Beziehungen oder andere Konstruktionen nicht leisten. Demgemäß ist eine Familie die feste Verbindung von Mann und Frau, einschließlich der Familie aus einem Elternteil und der Mehrgenerationenfamilie.
Es ist der erste Zusammenschluss, der sich ausdrücklich gegen jene UN-Gremien wendet, die versuchen, die Familie neu zu definieren und homosexuelle Beziehungen einzubeziehen, was bislang von der Vollversammlung abgelehnt worden ist. Der anhaltende Änderungsdruck hat zu Verwirrung und Lähmung geführt, weshalb zuletzt das Thema Familie in den Debatten der UN-Vollversammlung ausgeklammert wurde. Die Initiative will die Diskussion neu anregen und ermutigen. Es gehe nicht an, dass eine Länder-Minorität den Rest der Welt in Geiselhaft nehme; das schade der Familie und den Vereinten Nationen.
Alle Organisationen, die sich den gleichen Zielen verpflichtet fühlen, können der Koalition beitreten, indem sie die „Family Articles“ unterzeichnen.

Die Verfolgung und Leiden der christlichen Minderheiten im Mittleren Osten durch ISIS wurden am Beispiel einer Irakerin vor die Vereinten Nationen gebracht. Experten geben an, dass 80% aller religiösen Verfolgung gegen Christen gerichtet ist. Bei einer vom Heiligen Stuhl organisierten Zusammenkunft riefen Fachleute und Opfer die internationale Gemeinschaft dazu auf, der Gewalt Einhalt zu gebieten, humanitäre Hilfe für die Opfer zu organisieren und die religiöse Freiheit für Christen und religiöse Minderheiten sicherzustellen. Dabei ist es wichtig, diesen Genozid durch den IS beim Namen zu nennen, wie es nach Papst Franziskus und dem EU-Parlament im Vormonat auch die Vereinigten Staaten und jüngst das Britische Unterhaus getan haben.
Der nigerianische Bischof Joseph Danlami Bagobiri sprach darüber, wie die wachsende christliche Minderheit im Norden des Landes anhaltende Gewalt von Boko Haram erleidet, auf deren Konto mehr Tote als von jeder anderen Terrorgruppe gehen. Pater Douglas Al-Bazi, der im Irak gefangen genommen und gefoltert wurde, beklagte die Verfolgung und Vertreibung, welche die verbleibende Christengemeinde im Irak auszulöschen drohe. Andere, wie die amerikanische Entwicklungshelferin Kayla Mueller, widerstanden in der Gefangenschaft allem Druck und blieben ihrem Glauben treu. ISIS versucht die Minderheiten auszulöschen durch Zerstörung der Familien, der religiösen Stätten und Symbole.
Der UN-Sicherheitsrat wurde aufgefordert, den Internationalen Strafgerichtshof anzurufen. Aus der Veranstaltung ging ein dreitätiger Kongress in New York hervor unter dem Titel „WeAreN2016“, auf dem der Film „Insh’Allah – Blood of the Martyrs“, ein Dokumentarfilm über die verfolgten Christen, Premiere hat.


 

Friday Fax, 4. März 2016

Mehr als 50 Kongress-Abgeordnete warfen dem Leiter des Büros des Hochkommissars für Menschenrechte (OHCHR), Zeid Ra’ad Al Hussein, vor, Menschenrechtsverträge zu missachten – statt sie zu schützen – und das Auftreten des Zika-Virus für die Abtreibungsagenda zu instrumentalisieren. Dieser müsse klarstellen, dass das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte keine Änderungen der Gesetze zum Schutz der ungeborenen Kinder, besonders derer mit Behinderungen, in den Ländern fordere, die vom Virus betroffen seien.
In seiner Presseverlautbarung vom 5. Februar hatte dieser die Beamten angewiesen, ihre Maßnahmen müssten „ihren Verpflichtungen gegenüber den Menschenrechten“ entsprechen, die Krise werde unterlaufen, wenn „sexuelle und reproduktive Gesundheitsdienste“ kriminalisiert würden oder nicht verfügbar seien. Wer diese Sprachregelungen kennt, weiß, dass sie zugunsten von Abtreibung interpretiert werden.
Dagegen hatten die Kongress-Abgeordneten entschieden Stellung bezogen zugunsten der ungeborenen Kinder. Jeder Versuch, heimische Gesetze zu ändern, sei nicht zulässig, da die UN-Charta die staatliche Souveränität grundsätzlich schütze.
Vom Zika-Virus betroffen sind Regionen Brasiliens sowie Kolumbiens, dessen Gesundheitsminister feststellte, es gebe keinen Fall von Mikro-Encephalie Neugeborener in seinem Land, was Zweifel am Zusammenhang vom Auftreten des Virus und von Fehlformen aufkommen lässt. Aber die Angst ist weiter verbreitet als das Virus.
 
Wieder werden unter dem Vorwand humanitärer Hilfe Versuche unternommen, heimlich ein Recht auf Abtreibung zu etablieren, diesmal für Opfer von Vergewaltigung in Krisengebieten.
Das Völkerrecht, auch „Kriegsrecht“ genannt, schützt Zivilisten im Kriegsfall, und gilt als bindend für alle Länder. Hier setzen die Abtreibungsbefürworter an und fordern die Abtreibung von Babys, deren Mütter Opfer von Vergewaltigung in Kriegsgebieten geworden sind. Sie waren erfolgreich bei UN-Behörden, die sich deren Sicht zu Eigen machen, die Antwort auf Vergewaltigung im Krieg sei Abtreibung. Besonders aktiv ist dabei das „Globale Zentrum für Gerechtigkeit“ (Global Justice Center), geleitet von Janet Benshoof, Gründerin des Zentrums für Reproduktive Rechte. Sie beruft sich auf nicht-bindende Empfehlungen der UN-Bürokraten.
Susan Yoshihara vom C-FAM (Herausgeber des Friday Fax) führt aus, es gebe keine rechtliche Basis für ein Menschenrecht auf Abtreibung, unter keinerlei Umständen. Ein solches Recht widerspreche den bindenden Verpflichtungen der Mitgliedstaaten, das Leben und die anderen Prinzipien des anerkannten internationalen Rechts zu schützen. So hat das Internationale Komitee des Roten Kreuzes in Bezug auf die Genfer Konvention klargestellt: Abtreibung darf weder finanziell gefördert noch ausgeführt werden, wo immer das ungeborene Leben geschützt ist.
Trotzdem wird immer wieder versucht, mit Hilfe rechtlicher Konstruktionen und Behauptungen eine Bresche in die Abwehr zu schlagen. Bedauernswert ist, dass Kinder, die nach Vergewaltigungen im Krieg geboren werden, durch solche Bestrebungen eines Rechts auf Abtreibung stigmatisiert werden. Sie finden in den Schemata für humanitäre Entwicklung in der Zeit nach dem Krieg keine Beachtung.


 
 
Friday Fax, 11. März 2016

Wie bereits berichtet, sind die Vereinten Nationen seit Jahren bemüht, eine Geldquelle zu erschließen, die Unabhängigkeit bietet. Durch eine globale Steuer auf Finanztransaktionen soll dies erreicht werden. Bisher finanzieren sich die UN durch freiwillige Zuwendungen der einzelnen Länder und privater Geldquellen. Verbunden damit ist die Forderung nach Rechenschaft und Transparenz. Mit einer sog. Tobin-Tax würde dies entfallen und eine Einkommensquelle von Milliarden Dollar zur Verfügung stehen.
Es wird argumentiert, dieses Geld stünde für „humanitäre Zwecke“ zur Verfügung. Dabei muss man wissen, dass für die UN-Bürokraten einschließlich des Generalsekretärs dazu auch Abtreibung zählt und deren Legalisierung betrieben wird.
Man könnte fragen, wie aktuell diese Steuer ist. Sie findet sich in der Agenda des World Humanitarian Summit (Welt-Humanitäts-Gipfel), der im Mai in Istanbul abgehalten wird, und in den „Nachhaltigen Entwicklungszielen“, dem bedeutendsten Entwicklungsdokument der UN-Geschichte. Schon 2011 sprach sich das UN-Entwicklungsprogramm in seinem jährlichen Bericht für eine Tobin-Tax aus. Die Gefahr liegt also auf der Hand und muss bekämpft werden.
Das C-FAM hat deshalb eine Website mit Dokumentation erstellt und eine Petition gestartet. Es ist notwendig, UN-Verhandlungen von Anfang an zu beobachten und aktiv zu werden. So konnte bisher ein Recht auf Abtreibung und die Neudefinierung des Familienbegriffs verhindert werden. Aber die Propagandisten werden niemals aufgeben. Die Petition kann unterzeichnet werden unter c-fam.org/stop-un-global-tax/ und sollte weit verbreitet werden.
 
Das Komitee zur Überwachung des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (CESCR) hat in einem „Allgemeinen Kommentar“ das Recht auf Abtreibung als Teil der „reproduktiven Gesundheit“ bezeichnet, einem umstrittenen, aber allgegenwärtigen Begriff der UN-Sprachregelung in den Entwicklungsländern, in denen Abtreibung illegal ist.
In diesem Kommentar wird von den Ländern gefordert, Gesetze zur Einschränkung von Abtreibung und Sodomie aufzuheben, Abtreibung zu finanzieren durch nationale Gesundheitsfürsorge, alle Restriktionen aufzuheben, für Sexual-Erziehung ohne elterliche Kontrolle zu sorgen, keine Verweigerung aus Gewissensgründen zu dulden, „soziale Barrieren bei Norm- und Glaubensbegriffen zur Homosexualität abzubauen“, private Gesundheitsanbieter, Versicherer, Schulen und Kinder-Betreuung zu überwachen und zu regulieren und sicherzustellen, dass keine Versicherungsgesellschaft Abtreibung und sexuelle Gesundheitsdienste aussortiert, vermutlich in Bezug auf operative Geschlechtsänderung.
Zweifellos beabsichtigt das Komitee, seine Forderungen durchzusetzen, indem es Aktivisten einsetzt, um gezielt Musterprozesse anzustrengen zwecks Änderung der nationalen Gesetzgebung. Auch besteht die Gefahr, dass Nationen Verträgen unterworfen werden sollen, welche diese nie ratifiziert haben.
Da in diesem „Allgemeinen Kommentar“ die Verbindung von reproduktiven Rechten und Abtreibung festgehalten ist, wird es schwer werden für Lebensrechtler, ihre Position zu halten, nach der „reproduktive Rechte“ keine Erlaubnis der Abtreibung enthalten.



 
Friday Fax, 18. März 2016

Während der Sitzung der UN-Kommission zum Status der Frauen (CSW) forderten Michael Walsh und Stella Morabito eine geballte Ladung Gender-Ideologen zum Thema „totalitäre Gefahren der politischen Korrektheit“ heraus. Morabito warnte, dass mit der Zunahme der politischen Korrektheit, dem Erstarken der Gender Ideologie per Gesetz sowie dem sozialen Druck die Freiheit bedroht sei und dies zum Totalitarismus führe, was sich in der Isolierung des Einzelnen, der Unterdrückung der Meinungsfreiheit und durch Zensur äußere. Der Musikkritiker Walsh erklärte, wie die Kunst und auch die Unterhaltung Opfer der politischen Korrektheit würden. Es gebe keinen Humor mehr, wenn man sich nicht über jedermann belustigen dürfe, auch wenn man nicht absichtlich beleidigen dürfe. Mit der „political correctness“ und der Neu-Definition des Menschen durch die Gender-Ideologie würden Institutionen in Frage gestellt, die als Puffer zwischen dem Individuum und dem Staat dienten, darunter die Familie und die Kirchen.
Es entspann sich eine leidenschaftliche Debatte mit den üblichen Vorwürfen des Rassismus, der Homophobie und der Transphobie.
 
Ebenfalls im Rahmen der jährlichen Tagung der CSW baten Frauen, die dem ISIS entkommen sind, um Hilfe von der internationalen Gemeinschaft. Wieder andere unterzeichneten ein Gesuch zur Beendigung aller Anhörungen, in denen nur Männer präsent sind. Die Ansichten über „Gleichheit“ sind so unterschiedlich wie die Kleidung der Delegierten, von den farbenfrohen Kleidern der Afrikaner(innen) bis zu den Hosenanzügen der europäischen Gegenspielerinnen. Zu den kontroversen Themen gehört vor allem die Frage nach der Legalisierung der Prostitution, die von der einflussreichen UN-Behörde UN-Women favorisiert wird. Die Französin Laurence Rossignol, ansonsten bekannt als Verfechterin der Abtreibung, bezeichnete es als Heuchelei, den Menschenhandel beenden zu wollen und zugleich die Prostitution freizugeben. Eine junge Jesidin, selbst Opfer von Zwangsprostitution, klagte, sie und ihre Leidensgenossinnen hätten viel Unrecht durch die Terrorgruppe erfahren, aber dieses Unrecht halte an durch die internationale Gemeinschaft ob ihres Schweigens zu diesem Thema. Mädchen würden als Bräute genommen und dann der Prostitution überlassen. Im Libanon sei die Prostitution erlaubt, die meisten Freier seien Europäer.
In diesem Zusammenhang ist die Propagierung der „reproduktiven Rechte“ in Bezug auf junge Mädchen und Frauen als Mittel zu sehen, durch Verhütung und Abtreibung, die darunter fallen, den Markt mit „Sex-Sklavinnen“ zu beliefern. So hat es die New York Times als Praxis des ISIS berichtet.



 
Friday Fax, 25. März 2016

Ausgerechnet in der Karwoche wurde bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen, gesponsert von der Regierung Finnlands, die Lehre der katholischen Kirche zu Familie und Sexualität angegriffen. Die Dokumentation eines finnischen Filmregisseurs wurde angekündigt als „Geschichte einer Freundschaft und der Selbstbestimmung der Frau“ und handelt von der Beziehung einer finnischen Ärztin, die seit 27 Jahren in Uganda tätig ist, und deren langjähriger Freundin, einer einheimischen Krankenschwester. Im Mittelpunkt steht deren umstrittene Sexualerziehung für Erwachsene und Jugendliche. Der Film steht in zeitlichem Zusammenhang mit dem wachsenden Druck auf afrikanische Staaten, die Gesetze zur Homosexualität zu liberalisieren.
Vor dem Eintritt in den Ruhestand und der Rückkehr nach Finnland wollte die Ärztin die religiösen Führungspersönlichkeiten des Landes mit einer enttabuisierenden Diskussion herausfordern und dem Vorwurf, deren Lehren seien verantwortlich für die Bevölkerungsexplosion, die Unfreiheit der Frauen und die Armut der Familien.
Dementsprechend wird eine Katholikin als „Gebärmaschine“ gezeigt, die Opfer der Untreue ihres Mannes und seiner sexuellen Wünsche ist, garniert mit Fotos von Jesus, Maria und Papst Benedikt XVI, um eine gedankliche Verbindung herzustellen. Am Ende kommt eine „aufgeklärte“ Katholikin ins Bild, die Verhütung und Überzeugungsarbeit bei anderen betreibt, dank der Arbeit der beiden Protagonistinnen. So funktioniert einseitige Propaganda.
 
Die katholischen Bischöfe der Dominikanischen Republik haben scharf gegen die amerikanischen Aktivitäten in Sachen Homosexualität reagiert. Abgesehen von seiner Stellung als Botschafter der Vereinigten Staaten in dem vorwiegend katholischen Land tritt James „Wally“ Brewster als homosexueller Aktivist der anti-christlichen Menschenrechts-kampagne auf. In einem Brief der Bischöfe werfen diese ihm vor, in Schulen, bei Sportveranstaltungen und Aktivitäten an Jugendliche und Kinder heranzutreten in Begleitung seines „Ehemanns“. Das beunruhige Eltern, die dies als Einmischung in ihre Erziehungs-rechte und Wertevermittlung ansähen. Er überschreite die ihm zustehenden Kompetenzen.
Brewsters Verhalten ist durch die Regierung Obama gedeckt, welche die Agenda der Homosexuellen zu einem zentralen Anliegen der Außenpolitik gemacht hat. Die Bischöfe betonen, es gehe nicht um Personen und deren private Vorlieben, sondern um den Machtmissbrauch durch ein Verhalten, das den Befugnissen eines Botschafters und dem Landesrecht sowie den internationalen diplomatischen Gepflogenheiten entgegenstehe.
Der UN-Behörde für Internationale Entwicklung wird in dem Brief der Bischöfe vorgeworfen, mit Geld homofreundliche Kandidaten für politische Ämter zu ködern.


 

Friday Fax, 5. Februar 2016

Ein wirklich merkwürdiger Handel: UN-Mitarbeiter wollen die USA und europäische Regierungen überzeugen, die Gesetze - gegen die Finanzierung des globalen Terrorismus durch Geldwäsche - zu umgehen, damit Spendengelder schneller und leichter für humanitäre Notfälle fließen können. Die Hürden gegen die Finanzierung des Terrors umfassen die Bindung der Gelder für bestimmte Zwecke, Begrenzung der Höhe der Überweisungen und die Überwachung der Verwendung (wobei nur vier der UN-Behörden, die den größten Teil der humanitären Hilfe transferieren, diese auch nachverfolgen). Deshalb sei es nicht möglich, kurzfristig auf Notfälle zu reagieren. Die meisten Gelder gingen nach Syrien, die besetzten Gebiete der Palästinenser, den Sudan und Süd-Sudan, heißt es in dem Bericht.
Während es Jahre dauerte, die Pläne gegen die Terror-Finanzierung zu realisieren, soll nach Wunsch des UN-Stabs der neue Plan im Mai auf dem Humanitären Weltgipfel in Istanbul umgesetzt werden. Deshalb haben vier der fünf Haupt-Geldgeber in Sachen humanitäre Hilfe Bedenken angemeldet, zumal keine Beratungen zwischen den Regierungen vor Mai vorgesehen sind, um einen Konsens zu erreichen.
Außerdem blockiert die UNO die umfassende Teilnahme von Nicht-Regierungs-Gruppen und schweigt sich über Details der Konferenz aus.

Der zweitwichtigste Posten im UN-Menschenrechts-Apparat wurde mit der Linksideologin Kate Gilmore besetzt. Sie arbeitete zuvor bei Amnesty International (AI), wo sie entscheidend mitgewirkt hat, AI zu einem weltweiten Befürworter der Tötung ungeborener Kinder (durch Abtreibung) zu machen. Nachdem es viele Proteste und Austritte gab, trennte sich AI schließlich 2009 von ihr unter großem Wirbel. Zwei Jahre später erhielt sie einen leitenden Posten beim UN-Bevölkerungsfonds, den sie nutzte, um Druck auf Länder auszuüben, die Abtreibungs- und sexuellen Rechte auszuweiten. Berüchtigt war sie für ihre harsche, brutale Art, ihre Ziele durchzusetzen.
Trotzdem "oder gerade deshalb?" hat der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon sie zur Stellvertretenden Hochkommissarin für Menschenrechte mit Sitz in Genf ernannt. In dieser Funktion ersetzt sie ihre italienische Vorgängerin, die nach Kritik an ihrer Amtsführung zurückgetreten ist.


 

Friday Fax, 12. Februar 2016

Wieder einmal haben die Vereinten Nationen die Sache der Homo-Agenda
verfochten: Diesmal wurden Briefmarken herausgebracht, die männliche und weibliche gleichgeschlechtliche Paare, darunter mit Kind, und eine Schmetterlingsfigur als Transsexuelle darstellen. Entworfen und angeregt wurden die Marken im dekorativen Art-Deko-Stil von dem UN-Künstler Sergio Baradat, der sich als Schwuler zu erkennen gab. Dazu sang der New Yorker Schwulen-Chor. Die Briefmarken-Aktion gehört zur umstrittenen LGBT-Kampagne  Frei und Gleich .
Nahezu die Hälfte der UN-Mitgliedstaaten hatte vergeblich versucht, die Herausgabe der Briefmarken zu verhindern mit Hinweis auf den fehlenden allgemeinen Konsens.

Wenige Tage vor Inkrafttreten hat das Verfassungsgericht der Dominikanischen Republik verhindert, dass Abtreibung straffrei gestellt wird. Religiöse und konservative Gruppen hatten argumentiert, eine Aufweichung der Gesetze zum Lebensschutz sei verfassungswidrig und bekamen Recht. Allerdings ergeht diese Entscheidung nur aus formalen Gründen, ohne das Lebensrecht des Ungeborenen zu erwähnen oder Bezug zu nehmen auf die Verfassung, die das Leben schützt von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Im genannten Fall war der Gesetzgebungsweg nicht eingehalten worden, da beide Kammern zustimmen müssen.
Vor einem Jahr hatte Präsident Medina sich für eine Aufweichung des Abtreibungsverbots eingesetzt, worauf ein Zusatzgesetz die Abtreibung in Fällen von Vergewaltigung, Behinderung, Inzest und bei Gefährdung des Lebens der Mutter erlauben sollte. Dies wurde als Trend zur Legalisierung der Abtreibung in Lateinamerika angesehen. In sechs Ländern - Chile, El Salvador, Haiti, Honduras, Nikaragua und Dominikanische Republik - ist Abtreibung generell verboten.
Es ist zu bedauern, dass das Gericht die Chance vertan hat, klar zugunsten des Lebensrechtes des Kindes zu entscheiden und Behauptungen zurückzuweisen, es gebe ein internationales Recht auf Abtreibung und einen Konsens zu sexuellen und reproduktiven Rechten, aus denen die Entscheidungsfreiheit der Frau hervorgehe. Amnesty International hatte gedroht, die Verweigerung der Abtreibung stelle eine Form der Folter dar, was den Staat zu Entschädigungsleistungen verpflichte und seine internationale Reputation schädige.


 

Friday Fax, 19. Februar 2016

Der jüngste Bericht des UN-Generalsekretärs unter dem Titel "Eine
Menschheit: geteilte Verantwortung" fordert die Regierungen auf, zur Bewältigung der humanitären Vorgaben der von der Generalversammlung im Vorjahr verabschiedeten "Nachhaltigen Entwicklungsziele" Abtreibung und Homo-Rechte in Angriff zu nehmen. Der Bericht ist als Diskussionsgrundlage beim Humanitären Weltgipfel im kommenden Mai in Istanbul gedacht und wird unter den UN-Mitgliedstaaten Bestürzung hervorrufen, weil bei den intensiven Verhandlungen im Vorjahr Abtreibung und LGBT-Rechte ausdrücklich abgelehnt wurden.
Neben allgemein anerkannten humanitären Grundsätzen macht er sich stark dafür,  Frauen und Heranwachsenden umfassende sexuelle und reproduktive Gesundheitsdienste ohne Diskriminierung zukommen zu lassen, eine Formulierung, die von Ban Ki-moons Behörde und einigen UN-Staaten als Einschluss der Abtreibung verstanden wird.
Ban Ki-moon ist im letzten Jahr seiner Amtszeit angekommen; er kämpfte immer in vorderster Front, um Abtreibung als geboten im Völkerrecht und Kriegsrecht durchzusetzen. Demgegenüber ist in den neuen Zielen jedes Recht auf Abtreibung ausdrücklich zurückgewiesen worden und in UN-Programmen nur erlaubt, wo sie legal ist. Mehr noch: Rechtsexperten haben den Anspruch, Abtreibung sei im Völkerrecht verankert, zurückgewiesen, einschließlich der Regierung Obama und der EU-Kommission.
Nachteilig ist, dass der Gipfel in Istanbul von Ban Ki-moon einberufen wurde und völlig unter Kontrolle seines Stabes stehen wird.

Das Auftreten des Zika-Virus, das möglicherweise für Schädigungen bei Ungeborenen verantwortlich ist, wird instrumentalisiert, um den Lebensschutz aufzuweichen. So hat der Kommissar für Menschenrechte, Zeid Ra ad Al Hussein, Anfang Februar die Liberalisierung der Gesetze in den betroffenen Ländern gefordert, was den Heiligen Stuhl zum Widerspruch herausgefordert hat.
Das Virus erregte im vergangenen Jahr weltweit Aufmerksamkeit, nachdem ein Anstieg von Neugeborenen mit zu kleinen Schädeln und möglicher Wachstumsstörung des Gehirns in einer Gegend Brasiliens, die vom Zika-Virus befallen ist, festgestellt worden war. Bis jetzt ist der Zusammenhang allerdings nicht bewiesen.
Fünf Länder haben den Frauen empfohlen, eine Schwangerschaft zu vermeiden oder bis zu zwei Jahren aufzuschieben. Verhütung ist in Lateinamerika legal und verfügbar, sie wird dort im Vergleich zu allen Entwicklungsländern am stärksten angewandt, während Abtreibung in den meisten Ländern Lateinamerikas verboten ist.
Die brasilianischen Abtreibungsbefürworter wollen die Chance nutzen, um die ihrer Ansicht nach religiösen Fundamentalisten herauszufordern.
Diese verweisen auf eine Journalistin, die selbst von Mikro-Encephalie betroffen ist und ein Buch  ber ihr Leben geschrieben hat. Zunächst sei ihr keine Überlebenschance eingeräumt worden, aber an ihr habe sich das Gegenteil erwiesen. Notwendig seien Beratung und Behandlung.


 

Friday Fax, 26. Februar 2016

Der UN- Generalsekretär hat die Einwände und das Verlangen einiger Mitgliedstaaten, die beanstandeten UN-Briefmarken zur Homo-Agenda zurückzuziehen, abgelehnt (s.o., 12.Feb.). Bis zur offiziellen Präsentation derselben hatten die Delegationen von 86 Ländern die Herausgabe vergeblich zu verhindern versucht, Briefe danach blieben zwei Wochen ohne Antwort. Alle Vorwürfe wurden mit der Behauptung abgeschmettert, man habe dafür das Mandat der UN-Post-Behörde. Diese hat den Auftrag, mit der Herausgabe von Briefmarken die Arbeit der UNO zu unterstützen. Der Generalsekretär antwortete nicht selbst, sondern durch einen Mitarbeiter, was als Missachtung der Botschafter interpretiert werden kann. In dem Antwortbrief heißt es, man habe mit der Aktion der UN-Kampagne "Frei und Gleich" gedenken wollen, die für Sodomie und Geschlechtsumwandlung als Menschenrecht wirbt und sich als Kampf gegen Homophobie und Transphobie versteht.
Bei einem  ähnlichen Vorkommnis waren Briefmarken nach Einspruch innerhalb von 48 Stunden zurückgezogen worden, diesmal nicht, obwohl eingeräumt wurde, die Briefmarken könnten  unangemessen  sein. In einer wachsenden Zahl von UN-Mitgliedstaaten ist homosexuelle Propaganda verboten. Erst jüngst haben Indonesien, Singapur und Malaysia die UN aufgefordert, die Reklame für homosexuelles Verhalten einzustellen.

Demnächst könnte die Entscheidung des Inter-Amerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte anstehen, ob Ärzte in Südamerika künftig kein Verweigerungsrecht mehr aus Gewissensgründen geltend machen können, zumindest bei Abtreibung. Das Zentrum für Reproduktive Rechte (CRR) hat dies verlangt, wenn es um reproduktive Gesundheitsdienste geht.
Im Jahr 2014 hatte sich Panama an das Gericht gewandt zwecks Klärung, ob der Schutz durch die Grundrechte nur auf Menschen oder auch auf juristische Personen, z.B. Körperschaften mit Rechten und Pflichten, bezogen werden könne. Das CRR argumentiert nun, Gewissens- oder Religionsfreiheit sei das Vorrecht von Individuen, weshalb Körperschaften die Teilnahme an Abtreibung niemals verweigern könnten.
Deshalb verdiene auch das medizinische Personal keinen besonderen Schutz. Das internationale Recht verpflichte die Staaten zu freiem Zugang zu umfassender reproduktiver Gesundheitsfürsorge, einschließlich Abtreibung. Diese Behauptung ist nicht haltbar, da in der Tat kein solches Verständnis im Internationalen Recht besteht!
Das UN-Abkommen zu Bevölkerung und Entwicklung von 1994, die einzige verpflichtende Basis der heutigen Forderungen zur reproduktiven Gesundheit, enthält kein solches Recht, sondern überlässt die Entscheidung den einzelnen Ländern. Auch das Europäische Menschenrechtssystem hat niemals ein grundsätzliches Recht auf Abtreibung gewährt. Alle derartigen Behauptungen fußen auf nicht-bindenden Empfehlungen von UN-Behörden wie CEDAW, dem Vertrag zu den Rechten der Frauen.
Die Gewissensfreiheit ist ein allgemein anerkanntes Recht und geschützt durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, das Europäische Menschenrechtsabkommen und das Inter-Amerikanische Abkommen.


 
Friday Fax, 1. Januar 2016

Der Jahres-Rückblick richtet sich auf die besten und schlechtesten Ergebnisse bei den Vereinten Nationen in Sachen der Ungeborenen und der Familie. Insgesamt war es ein Jahr, in dem die Erfolge die Misserfolge überwogen. Eine sehr positive Entwicklung hat die Gruppe der Afrikaner in ihrem Kampf gegen den Radikalismus der Europäer und Amerikaner genommen. Wiederholt konnten sie diese bei der rabiaten Durchsetzung von Abtreibung und den sogenannten Rechten Homosexueller stoppen.

Die 5 wichtigsten Erfolge 2015:
(1) Die neuen UN-Entwicklungsziele haben ein Recht auf Abtreibung sowie LGBT-Rechte ausgeschlossen. Die gesamte Afrikaner-Gruppe von 54 Staaten bestand darauf, dass Formulierungen wie „sexuelle und reproduktive Gesundheit“ oder „reproduktive Rechte“ kein Recht auf Abtreibung beinhalten dürfen. „Umfassende Sexualerziehung“ wurde auch nicht aufgenommen. (2) Im UN-Klima-Abkommen von Paris findet sich kein Bezug auf das Thema Bevölkerung. Die reflexhafte Forderung nach Verhütung und Abtreibung wegen angeblicher Überbevölkerung scheint Vergangenheit zu sein. (3) Der Menschenrechtsrat nimmt in Genf die zweite UN-Resolution zur Familie an, definiert als „natürliche und grundlegende Einheit der Gesellschaft“, (vgl. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) und als „natürliches Umfeld für das Aufwachsen und Wohlergehen von Kindern“ (vgl. Übereinkommen zu den Rechten des Kindes). (4) Die UN-Vollversammlung wehrt sich gegen die Linken in Sachen Sexualität. Letzteren ist es nicht gelungen, mit Hilfe der EU und der USA wie gewohnt Terrain zu gewinnen. Mit der Ablehnung der Aufnahme von Formulierungen wie „sexuelle und reproduktive Gesundheit“, „sexuelle Orientierung und Gender-Identität“ oder der Bezugnahme auf „reproduktive Rechte“ hat die Homo-Lobby eine Niederlage einstecken müssen. (5) Lila Rose bewegte die UN, als sie sich für die USA entschuldigte wegen des weltweiten Exports der „Kultur des Todes“. Das Treffen für Lebensrecht mit 400 Studenten, gesponsert vom C-FAM und dem Heiligen Stuhl, fand überwältigende Zustimmung im UN-Hauptquartier.

Die 5 wesentlichen Misserfolge 2015:
(1) UN-Bürokraten suchen neue Möglichkeiten für die Durchsetzung von Abtreibung und LGBT-Rechten. Ungeachtet der Niederlage werden sie versuchen, ein internationales Recht auf Abtreibung auch ohne Mandat zu etablieren. Dabei richten sie die Aufmerksamkeit auf die sog. „statistischen Indikatoren“, an denen der Erfolg bei der Umsetzung der Entwicklungsziele gemessen wird. Der erste vorgeschlagene Indikator enthält LGBT-Rechte und umfassende Sexualerziehung. Abtreibung wird gewiss folgen. Problematisch bleibt, dass die Kontrollorgane sämtlich mit linken Bürokraten besetzt sind. (2) Ein solches Kontrollorgan will die Ungeborenen vom Recht auf Leben ausschließen, indem es für sich in Anspruch nimmt, selbst zu definieren, wem das Recht auf Leben zukomme. Solche Meinungen sind für die Länder allerdings nicht bindend. (3) Bei den „Nachhaltigen Entwicklungszielen“ findet die „natürliche Familie“ keine Erwähnung, möglicherweise der einzige Terrain-Verlust der Familienkämpfer. Zwar wird zwischen „Haushalt“ und „Familie“ unterschieden, was darauf hindeutet, dass nicht jeder Haushalt (von Homos) international als der Familie entsprechend angesehen werden muss. Nur wenige UN-Staaten sind bereit, gleichgeschlechtlichen Verbindungen die internationale Anerkennung als Familie zuzugestehen. (4) UN-Behörden erklären der Familie den Krieg mit einem Statement zu LGBT. Wurden bisher die Rechte Homosexueller meist unterschwellig in Papieren gefordert, die kaum gelesen wurden, wird nun offensiv vorgegangen. 12 UN-Behörden, darunter das Welternährungsprogramm und das Kinderhilfswerk, haben gemeinsam eine Absichtserklärung herausgegeben zugunsten der Rechte Homosexueller, ungeachtet möglicher Konsequenzen und obwohl kein Mandat hierfür von der UN-Vollversammlung vorliegt. (5) Der UN-Generalsekretär macht sich stark für Abtreibung in Krisengebieten – ohne Grundlage im internationalen Recht oder einer UN-Resolution. Einfach so! Leider wird im Krieg Vergewaltigung als eine Art Waffe eingesetzt. Diese traurige Tatsache nutzen der Generalsekretär und seine Bürokraten aus, um selbst in Ländern, in denen Abtreibung verboten ist, diese durchzusetzen.




Friday Fax, 8. Januar 2016

Der UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) klagt über gesunkenes Spendenaufkommen in den beiden letzten Jahren, so ein Sprecher. Dabei ist sein Budget von 366 Millionen US-Dollar im Jahr 2000 auf fast 1 Milliarde im Jahr 2013 gestiegen! Der UNFPA fordert mehr, vor allem möchte er Geld haben zur freien Verfügung nach eigenem Ermessen, ohne Auflagen.
Im vergangenen Jahr geriet die umstrittene UN-Behörde mehrfach in die Kritik. Afrikanische Delegationen beklagten sich wegen nie dagewesenen Drucks durch den UNFPA, besonders in Richtung auf sexuelle Aktivitäten von Kindern ab 5 Jahren. Der Leiter des UNFPA, selbst Nigerianer, geriet in die Defensive angesichts der Berichte, dass Hunderte von entführten und aus der Hand von Boko Haram befreiten Mädchen schwanger waren. Forderungen, die UN sollten Abtreibung ermöglichen, wurden von Helfern und Geistlichen in Nigeria zurückgewiesen und stattdessen jede erdenkliche Hilfe befürwortet. Drei Monate später drängte der UNFPA das Land, Abtreibung und sexuelle Rechte für Jugendliche zu akzeptieren.
In seinem Jahresbericht finden sich wieder die bekannten Muster: Wachstum durch freien Zugang zu Abtreibung, Absenkung des Mündigkeitsalters, Beschneidung der elterlichen Rechte bei der sexuellen Aufklärung von Kindern, Kritik an Gesetzen gegen homosexuelles Verhalten, Drogen und Prostitution.
Es wird erwartet, dass der US-Kongress dem UNFPA die Gelder kürzen werden, u.a. wegen seiner Verwicklung in brutale Programme zur Familienplanung in Indien und China.

Zehn Studenten der Fachrichtungen Jura und Internationale Beziehungen erhielten durch ein Edmund Burke Stipendium Gelegenheit zu einem Insider Besuch bei den Vereinten Nationen. Jährlich veranlasst vom C-FAM, dem Herausgeber des Friday-Fax, hatten die Graduierten aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Brasilien, Schweden und Peru eine Woche lang Gelegenheit zu Vorträgen und Anhörungen zur UN-Politik und zu internationalem Recht mit Schwerpunkt auf der politischen und rechtlichen Entwicklung in Bezug auf Lebensrecht und Familie.
So hörten sie Warnungen vor dem Denken in „Schablonen“ (formulas) und vor „Listen“ der internationalen Bürokraten, wenn es um Menschenrechte gehe, statt sorgfältiger Überlegung und rationalem Abwägen in demokratischen Institutionen. Diplomaten der Vereinigten Staaten, des Heiligen Stuhls, aus Weißrussland, Malaysia und Nigeria, alle äußerten ihr Unbehagen über die Neigung der mächtigen UN-Bürokratie, einseitig Entscheidungen zu fällen ohne die Mitgliedstaaten ausreichend einzubeziehen und deren Ansichten zu berücksichtigen.
Die Delegierten verwiesen darauf, wie „gefährlich“ es in Bezug auf die Karriere bei den UN geworden sei, Positionen zugunsten des Lebensrechts und der natürlichen Familie einzunehmen. Der Druck sei täglich zu spüren. Ebenso verhalte es sich bei internationalen und regionalen Organisationen. Trotz aller Schwierigkeiten sei es wichtig und auch wirksam, für das Leben und die Familie bei internationalen Institutionen zu streiten.




Friday Fax, 15. Januar 2016

Beim jüngsten Bericht der UN-Abteilung für Bevölkerung stehen die niedrige Geburtenrate und die Optionen für die Politiker im Vordergrund. Die Alterung betrifft alle Länder, vor allem die ärmsten. John Wilmoth, leitender Demograph bei den UN, bezeichnet das rasche Altern der Bevölkerungen als „demographische Konstante“. In China liegt inzwischen der Ernstfall vor, da die Abhängigkeit der Älteren bis 2050 von heute 21% auf über 50% springen wird. Das hat die kommunistische Partei dazu bewogen, die Ein-Kind-Politik aufzugeben und seit Januar des Jahres zwei Kinder pro Familie zu erlauben. Aber das wird im besten Fall 5% ausmachen.
Bis 2030 werden für 97 Länder Prognosen abgegeben, die mit weniger als zwei Kindern pro Frau die notwendige Reproduktionsrate zum Erhalt der Bevölkerung nicht erreichen können, was noch nie dagewesene wirtschaftliche und soziale Herausforderungen mit sich bringen wird.
Experten zeigten sich skeptisch bezüglich der Effizienz von politischen Maßnahmen. Einige schlagen vor, die Stigmatisierung von außerehelichen Geburten, künstlicher Befruchtung und der Homo-„Ehe“ aufzugeben. Vor allem wird die Einbindung der Frauen in die Arbeitswelt, die Immigration, ein großzügiges Wohnungsangebot, soziale Dienste und staatliche Hilfen empfohlen. Niemand hat sich für die Familie und deren Stabilität eingesetzt.

In dem Maße, wie die Homo-Agenda durchgesetzt wird und riesige Summen an Geldern eingesetzt werden, versuchen andere Bewegungen sich anzuhängen und davon zu profitieren.
Das Rechtszentrum zur Armut des Südens (Southern Poverty Law Center) hat sich darauf spezialisiert, angeblich rassistische Hass-Gruppen ins Visier zu nehmen und christliche Gruppen, welche die Homo-Agenda ablehnen. Auch die IPPF (International Planned Parenthood Federation) folgt diesem Muster. Zu den 5 besten Dingen 2015 zählen 3x Abtreibung und 2x Homosexualität und der Stolz auf die Unterstützung durch die UN und deren Generalsekretär Ban Ki-Moon, obwohl die UN-Vollversammlung, die über dem Generalsekretär steht, es stets abgelehnt hat, besondere Rechte für Homosexuelle einzuräumen.
Allerdings kann die IPPF auf Einzelerfolge hinweisen, bei denen Länder ihre Gesetzgebung der Homo-Agenda angepasst haben. So hat Bolivien Transsexuellen erlaubt, das Geschlecht und den Namen in offiziellen Dokumenten zu ändern.
Der Weltkongress der Familien in Salt Lake City war ihnen ein Dorn im Auge und die Tatsache, dass Gruppen für die Familie in der Organisation Amerikanischer Staaten und anderen regionalen Körperschaften aktiv sind.




Friday Fax, 23. Januar 2016

Ein UN-Team für humanitäre Hilfe hat eine globale Steuer zur Förderung von UN-Aktivitäten gefordert. Das ist äußerst gefährlich. Gegenwärtig werden die Vereinten Nationen durch freiwillige Beiträge der Mitgliedstaaten finanziert, die damit ein gewisses Steuerungsinstrument in der Hand halten. Es gab nie eine unabhängige UN-Einnahmequelle, über die diese beliebig hätten verfügen können. Eine globale Steuer wäre eine unkontrollierte Geldquelle für die Radikalen bei den UN zur Finanzierung von Abtreibung auf Wunsch und der Durchsetzung der Homo-Agenda. Was immer die UN-Vollversammlung beschließen würde, könnte noch ungenierter unterlaufen werden, als es bisher schon geschieht, wenn man finanziell unabhängig wäre. Damit würde auch die Kluft breiter werden zwischen den eher konservativen Mitgliedstaaten und der zur Radikalität neigenden UN-Bürokratie. So darf man sich auch nicht blenden lassen von dem Begriff „humanitäre Hilfe“, mit der die Steuer begründet wird. Der Generalsekretär z.B. versteht darunter auch das Recht auf Abtreibung für Frauen in Krisengebieten, in denen Abtreibung gesetzlich verboten ist. Es ist erschreckend, dass eine UN-Behörde mehr Macht hat als ein Mitgliedstaat und seien es die USA. Das sollte man sich merken für den geplanten Humanitären Weltgipfel in Istanbul im Mai 2016 und die Pläne stoppen

Naturkatastrophen, Terrorismus und die syrische Flüchtlingskrise hätten dazu geführt, dass 125 Millionen Menschen in Konfliktregionen und Elend lebten und trotz eines Rekords an Hilfsgeldern 15 Milliarden Dollar für die humanitäre Hilfe fehlten, sagt ein Expertenteam, das die Staaten für ein neues Hilfskonzept beim Gipfel in Istanbul gewinnen will. Es werden 3 Ziele genannt: (1) Die Schließung der Kluft zwischen humanitärer Hilfe in Krisengebieten und einer Entwicklung hin zu stabiler Versorgung. Länder, die Flüchtlinge aufnehmen, sollten Hilfe und günstige Kredite erhalten. (2) Die Sammlung von Spendengeldern zu Hilfszwecken sollte als „globales allgemeines Gut“ (global public good) betrachtet werden, das flexible und grenzüberschreitende Finanzierung erfordert, Nach dem Solidaritätsprinzip könnte es Steuern z.B. auf Flugtickets oder Transaktionen geben. Auch sollen Welt-Konzerne gewonnen werden sich zu beteiligen, ebenso wie die islamische Finanzwelt mit ihrer Wirtschaft, die an 3. Stelle nach den USA und der EU steht, zumal 31 von 33 Konflikte in muslimisch dominierten Ländern vorliegen. (3) Steigerung der Effizienz, da die Hälfte aller Hilfe im Jahr 2013 lediglich über 6 UN-Behörden lief, von denen nur 2 ihre Ausgaben oder ihrer Partner überprüfen. Nur 0,2% der Hilfe ging 2014 direkt an Organisationen vor Ort. Diese Gruppen wünschen mehr Einfluss und sind besorgt, weil sie auf dem Gipfel nicht als NGO vertreten sein werden, möglicherweise aus Sicherheitsgründen.




Friday Fax, 30. Januar 2016

Wieder geht es um die Familie und den Versuch, diese neu zu definieren im Sinne der „Homo-Ehe“. So wird in einem UN-Berichtsentwurf gefordert, die Familie solle „im weiten Sinn“ verstanden werden, womit ein Türöffner für die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare in internationalem Recht und der Politik gemeint ist. Die Radikalen haben bisher alles versucht, aber die UN-Vollversammlung hat alle Versuche zurückgewiesen.
Nun wird behauptet, die Familie würde von den Vereinten Nationen überhaupt nicht definiert. Das mag formal stimmen, aber in der Universalen Deklaration der Menschenrechte und internationalen Verträgen ist mit der „natürlichen und grundlegenden Einheit der Gesellschaft“ nicht anderes gemeint als die Familie im herkömmlichen Sinn, was unausgesprochen jede gleichgeschlechtliche Verbindung ausschließt.
Die Argumentation ist nicht widerspruchsfrei, da die UN-Menschenrechts-Bürokraten einerseits das herkömmliche Verständnis von Familie auszubalancieren versuchen mit dem progressiven Versuch der Ausdehnung des Begriffs. So werden sowohl die Universale Deklaration der Menschenrechte zitiert als auch jüngste Gesetze, die gleichgeschlechtliche Verbindungen der Ehe gleichstellen.
Viele familienfreundliche Organisationen, darunter das C-FAM, haben schriftliche Eingaben an das UN-Menschenrechts-Büro zur Stützung des herkömmlichen Familienbegriffs gemacht, während andere Organisationen sich für das Gegenteil stark gemacht haben. Das Tauziehen geht nun schon zwanzig Jahre lang, während die UN-Vollversammlung seit Monaten versucht, die Debatte um die Familie aufzuschieben.

Abtreibungsbefürworter und UN-Behörden haben seit Jahren versucht, die Abtreibung in Peru zu legalisieren. Nun reklamieren sie einen Sieg für sich, nachdem die Regierung einer Frau 50 000 Dollar gegeben hat, weil ihr im Jahr 2001 eine Abtreibung verweigert worden war. Das Abtreibungsverbot in Peru bleibt weiterhin in Kraft und keiner der vier aussichtreichsten Präsidentschaftskandidaten hat das Thema im Wahlkampf aufgegriffen, da es wenig Unterstützung dafür im Land gibt.
So haben sich die Abtreibungsregelungen von 2014 nicht durchsetzen lassen, weil sich die Ärzte entweder aus Gewissensgründen verweigerten oder Strafe fürchteten, da Straffreiheit nur in Fällen gewährt wird, in denen es um die Rettung des Lebens der Mutter geht. Aber die Ärzte wissen sehr gut, dass dies praktisch nicht vorkommt und fürchteten, sich nicht rechtfertigen zu können.
In Peru ist das Leben des Kindes von der Empfängnis an geschützt. Im obigen Fall handelte es sich nicht um eine Problem-Schwangerschaft, sondern um ein behindertes Mädchen, bei dem eine Fehlbildung des Gehirns diagnostiziert worden war. Es starb 4 Tage nach der Geburt.



Quellenangabe:
Das Friday Fax wird wöchentlich herausgegeben von Austin Ruse, Direktor des Catholic Family and Human Rights Institute (C-FAM) in New York.

Die genaue Anschrift des Herausgebers lautet:
Catholic and Human Rights Institute C-FAM
866 United Nations Plaza, Suite 427
New York, New York 10017
Tel. (212) 754-5948
Fax (212) 754-9291
c-fam(at)c-fam.org
www.c-fam.org

Die Friday-Fax-Texte werden im Auftrag der AKTION LEBEN e. V. (Postfach 61, D-69518 Abtsteinach) durchgesehen und die wichtigsten Passagen in deutscher Sprache zusammengefaßt, ggf. wörtlich übersetzt. Sie sollen der Information über die laufende Entwicklung bei den Vereinten Nationen in Sachen Lebensrecht und Familie im umfassenden Sinn dienen.
Zum Bestellen oder Abbestellen dieses Dienstes senden Sie bitte eine entsprechende Mail an fridayfax(at)aktion-leben.de