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Sondermeldungen

Kommentare - Sonderberichte

Stand: 03.06.2015


 

Das Zikavirus ein Übel unserer modernen Zeit.

Seit längerem hört man vor allem in Brasilien, dass durch einen Mückenstich das Zika Virus übertragen wird. Das Zika Virus zeigt sich in den meisten Fällen als eine intensivierte Grippe und geht mit Kopfschmerzen und Fieber einher.
Was es aber zum Übel werden lässt und so gefährlich macht ist die Tatsache, dass es vor allem bei noch nicht geborenen Kindern zu Fehlbildungen z. B. des Schädels durch Zika kommen kann. Besonders gefährdet sind die noch nicht Geborenen in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft.
Die Neuigkeiten über das Virus, das durch Mücke „aedes aegypti“ und die asiatische Tigermücke  übertragen wird, sind so erschreckend,  dass viele für eine Legalisierung der Abtreibung der betroffenen Kinder plädieren.
Aber muss man Kinder töten um eine Krankheit zu behandeln?

Woher kommt das Zikavirus?
Reisende wissen, dass verschiedene Krankheiten durch Insekten, wie z. B. Malaria übertragen werden. Der erste massive Ausbruch kam von der Insel Yap im Westpazifik. Von dort fand es rasche Verbreitung und soll dann 2014 durch die Fußball-Weltmeisterschaft nach Brasilien eingeschleppt worden sein.  Im Jahre 2015 infizierten sich etwa 1,5 Millionen Menschen mit Zika. (Angaben gem. Fr. Dr. Breburda auf ihrer Homepage)

Warum häufen sich Erkrankungen so plötzlich?
Durch die „globale Erwärmung“ vermehren sich die „aedes aegypti“ und die asiatische Tigermücke sehr schnell. Diese sind Hauptüberträger des Virus auf die Menschen. Die „globale Erwärmung“ begünstigt zudem eine Vermischung dieser Mückenarten mit anderen Moskitoarten.
So kann das Virus auch bei einem Stich einer anderen Mückenart übertragen worden sein.
Hinzu kommt, dass auch eine Infektion mit dem Virus über „ungeschützten Geschlechtsverkehr“ und Bluttransfusionen erfolgt, was ebenfalls zur Ausbreitung beitragen kann.
Zudem hat sich der Lebensraum der Mücken, allein in Brasilien, von 1,5 Millionen Quadratkilometern auf etwa 7 Millionen Quadratkilometer erweitert(Zahlen Leipziger Volkszeitung vom 24.05.2016 entnommen).

Gibt es Zika bald auch in Europa?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt eine Gefährdung in der jetzt beginnenden Stechmückensaison als mäßig bis gering ein. Nur in Gegenden mit Populationen von „aedes aegypti“, soll es eine Gefährdung geben. Dies ist vor allem auf Madeira der Fall und an der georgischen sowie russischen Schwarzmeerküste.
Ein mäßiges Übertragungsrisiko sieht die WHO in 18 Ländern, in denen mit der Asiatischen Tigermücke („Aedes albopictus“) eine weitere Zika-Überträgerin vorkommt. Betroffen sind unter anderem Frankreich, Italien, Griechenland, Spanien, die Türkei und die Schweiz. In den übrigen 36 Ländern besteht den Angaben zufolge ein geringes, sehr geringes oder gar kein Risiko einer Übertragung, weil dort wegen der Klimaverhältnisse kaum „Aedes-Mücken“ vorkommen. Bisher gab es lediglich 40 Fälle in Deutschland, die Erkrankten schleppten das Virus aber allesamt aus Lateinamerika ein.

Gibt es bereits Reaktionen auf Zika?
Ja, in Deutschland wurde massiv das Meldesystem verschärft. An über 600 Standorten werden Mücken eingefangen und auf die Erreger getestet.

Ein Kommentar von Jochen Mathias

(als PDF zum Ausdruck downloaden)


 

Hirntod-Diagnostik verbieten!

Kommentar von Walter Ramm

Soweit ich das überblicken kann, sind wir die einzigen, bzw. zählen wir unter die ganz wenigen, die nicht nur einen „Nichtspender-Ausweis“ empfehlen, sondern auch die Hirntod-Diagnostik verbieten. Hauptargument unsererseits ist, dass die Hirntod-Diagnostik für den schwerkranken Patienten - der bei Beginn der Diagnostik ja auch noch nicht für tot erklärt wurde - eine Folter ist, weil sie wesentlich auf Schmerzreaktionen ausgelegt ist. Der Apnoe-Test im Rahmen der Diagnostik kann in der Tat sogar lebensbeendend oder schwer schädigend sein. Für eine solche Diagnostik braucht der Arzt grundsätzlich die ausdrückliche Zustimmung des Patienten. Man begnügt sich aber indes mit einer juristischen „Hilfskonstruktion“, indem man davon ausgeht, dass derjenige, der einen Organspender-Ausweis ausfüllt, über jegliche Risiken darüber hinreichend informiert ist und somit nicht nur eine „bewusste Entscheidung“ trifft, sondern damit auch der Diagnostik implizit zustimmt.
Ein anderer Aspekt tritt indes immer mehr in den Vordergrund. Sollten z.B. Angehörige nach Feststellung des „Hirntodes“ bei ihrem schwerstkranken Angehörigen keine Zustimmung zur Organentnahme geben und keinen, oder noch keinen Abbruch der Intensivbehandlung wünschen, müssen sie in der Praxis einen eigenen, privaten Behandlungsvertrag mit der Klinik abschließen und diese Behandlung dann auch bezahlen.
Wer also keine Organe „spenden“ möchte, sollte schon sicherheitshalber eine Hirntod-Diagnostik ausschließen bzw. verbieten!
    
Nicht-Spender-Ausweise erhältlich bei:
Aktion Leben e.V., Steinklingener Str. 24, D-69518 Abtsteinach, post(at)aktion-leben.de