Kreuzwegandacht

Kreuzwegandacht

 

Kreuzwegandacht für die Ungeborenen

 

V. Herr Jesus Christus, wir sind gekommen, um betend und betrachtend Deinen Kreuzweg nachzugehen, den Du vom Hause des Pilatus bis hinauf nach Golgotha gegangen bist.

In dieser Stunde gedenken wir besonders der Kinder, die unschuldig im Schoße ihrer Mütter sterben müssen. Noch haben sie das Licht dieser Welt nicht gesehen, da hat sie schon unsere Herzenskälte und der Egoismus abgetrieben. Für diese Kinder wollen wir beten, aber auch für jene, die an ihnen schuldig geworden sind.

Heiliger Gott!

Heiliger, starker Gott!

Heiliger, unsterblicher Gott!

A. Erbarme Dich unser!

Lied: GL Nr. 182, 1, 5, 6

1. O du hochheilig Kreuze, / daran mein Herr gehangen / in Schmerz und Todesbangen.

5. Du bist die starke Brücke, / darüber alle Frommen / wohl durch die Fluten kommen.

6. Du bist das Siegeszeichen, / davor der Feind erschricket, / wenn er es nur anblicket.

 

1. Station - Jesus wird zum Tode verurteilt

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

V. Jesus steht vor Pontius Pilatus. Die hasserfüllte Menge fordert seinen Tod. Durch Geschrei und Lärm bedrohen sie den Richter. Da weicht Pilatus zurück. Aus Angst vor den Menschen verurteilt er den Gefangenen zum Tod. Die Freunde Jesu aber schweigen.

V. Jesus trug die Dornenkrone und den Purpurmantel.

A. Seht, welch ein Mensch!

V. Ich finde keinen Grund, ihn zu verurteilen.

A. Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muss er sterben.

(Stille)

V. Täglich werden in unserem Land viele ungeborene Kinder zum Tod verurteilt, weil der Staat den umfassenden Rechtsschutz für die Ungeborenen aufgegeben hat. Der „Lärm der Straße“ und das geschwundene Sündenbewusstsein haben dazu beigetragen.

V. Herr Jesus, Du wirst verurteilt und der Richter bricht über Dich den Stab. Wir bitten Dich:

A. Erbarme Dich über uns und unsere ungeborenen Kinder. Und hilf den armen Seelen im Fegfeuer.

Lied: GL Nr. 185, 1

Du schweigst, Herr, da der Richter feige / das ungerechte Urteil fällt; / wenn du einst richten wirst, dann zeige / dich voll Erbarmen dieser Welt.

 

2. Station - Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

V. Noch schmerzen die Wunden der Geißelung, da bringen die Henker schon das Kreuz. Doch ohne Klagen nimmt Jesus das schwere Kreuz auf seine Schulter. Er trägt es, weil der Vater im Himmel es wollte.

V. Wer mein Jünger sein will, verleugne sich selbst.

A. Er nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

V. Es ist meine Speise,

A. den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat.

(Stille)

V. Kinder werden unter Schmerzen geboren. Sie gehören zu uns und sind unser eigenes Fleisch und Blut. Doch sie fordern Verzicht. Wie alle in dieser Welt sind sie auch eine Last: ein Kreuz.

V. Herr Jesus, Du hast Dein Kreuz auf Dich genommen, das der Vater für Dich bestimmt hatte. Wir bitten Dich:

A. Erbarme Dich über uns und unsere ungeborenen Kinder. Und hilf den armen Seelen im Fegfeuer.

Lied: GL Nr. 185, 2

Du hast das Kreuz auf Dich genommen, / die schwere Schuld der ganzen Welt: / wenn Not und Ängste auf uns kommen, / sei es dein Kreuz, Herr, das uns hält.

 

3. Station - Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

V. Die Balken des Kreuzes sind schwer. Unsere Schuld drückt Jesus zu Boden. Schwäche überkommt ihn, so dass er unter dem Kreuz zusammenbricht. Doch die Soldaten reißen ihn auf. Sie sehen in ihm keinen Menschen mehr, nicht einmal einen der geringsten.

V. Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt,

A. das habt ihr mir getan.

V. Was ihr einem meiner geringsten Brüder nicht getan habt,

A. das habt ihr mir nicht getan.

(Stille)

V. Wie oft werden Frauen im ersten Schwangerschaftsmonat allein gelassen. Die körperlich-seelische Umstellung belastet sie und die Umwelt oder auch ihre Familien verspotten und demütigen sie. Dazu kommen Ängste und materielle Nöte.

V. Herr Jesus, obwohl Dich das Kreuz zu Boden geworfen hat, bist Du wieder aufgestanden, um für unsere Sünden Sühne zu leisten. Wir bitten Dich:

A. Erbarme Dich über uns und unsere ungeborenen Kinder. Und hilf den armen Seelen im Fegfeuer.

Lied: L Nr. 185, 3

O Herr, du wankst und sinkst zur Erde, / die Last der Sünden wirft dich hin; / gib, dass dein Fall mir Stärkung werde, / sooft ich schwach und elend bin.

 

4. Station - Jesus begegnet seiner Mutter

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

V. Die Mutter begegnet Jesus. Ihre Augen begegnen sich. Die Mutter fühlt sich eins mit dem Leiden ihres Sohnes. Durch ihre Gegenwart tröstet sie ihn.

V. Stark wie der Tod ist die Liebe.

A. Viele Wasser der Trübsal können sie nicht löschen.

V. Wie eine Mutter ihren Sohn tröstet,

A. So tröste ich euch.

(Stille)

V. Nicht wenige Frauen, die Mutter geworden sind, fühlen nicht mit ihrem Kind. Sie suchen danach, sich seiner zu entledigen, es abzutreiben. Eine breite öffentliche Meinung bestärkt sie darin. Darum scheint sie der Tod ihres Kindes scheinbar nicht zu kümmern. - Und während sie so handeln, wird das Herz dieser Mütter kalt und leer.

V. Herr Jesus, Deine Mutter stand Dir mit großer Liebe auf Deinem Leidensweg bei. Wir bitten Dich:

A. Erbarme Dich über uns und unsere ungeborenen Kinder. Und hilf den armen Seelen im Fegfeuer.

Lied: GL Nr. 185, 4

O Mutter, die den Sohn gesehen / am Weg der Schmach und bittern Pein, / erfleh uns Kraft, mit ihm zu gehen / und seinem Kreuze nah zu sein.

 

5. Station - Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

V. Der Herr vermag die schwere Last des Kreuzes nicht mehr zu tragen. Die Soldaten, die ihn begleiten, halten es für eine persönliche Schmach, ihm zu helfen. Sie zwingen deshalb einen fremden Mann, die Kreuzesbalken zu schleppen. Dieser trägt das Kreuz.

V. Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun.

A. Wer darin nicht nachlässt, wird ernten zur rechten Zeit.

V. Einer trage des anderen Last,

A. so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

(Stille)

V. Kinderfeindlichkeit, Wohnungsnot, Diskriminierung, Demütigungen und Erpressung durch den Kindsvater oder die Familie sind oft die wahren Ursachen, die hinter  einer Abtreibung liegen. Daran verzweifeln viele Frauen und sehen oft das Töten ihres Kindes als den einzigen Weg, um aus ihrer misslichen Lage zu kommen.

V. Herr Jesus, Du hast die erzwungene Hilfe eines fremden Menschen, der Dein Kreuz trug, angenommen. Wir bitten Dich:

A. Erbarme Dich über uns und unsere ungeborenen Kinder. Und hilf den armen Seelen im Fegfeuer.

Lied: GL Nr. 185, 5

Es half dir einer, den sie zwangen, / und beugt sich unters Holz der Schmach; / gib, dass wir unser Kreuz umfangen / und dir in Liebe folgen nach.

 

6. Station - Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

V. Die Menschenfurcht unterbindet viel Gutes. Veronika überwindet sie. Sie geht mitten durch die Menschen hindurch und reicht Jesus ihr Schweißtuch dar. Der Herr hinterlässt aus Dankbarkeit im Tuch der Veronika das Abbild seines heiligen Antlitzes.

V. Lasst uns den Menschen machen nach unserm Bild und Gleichnis.

A. Und Gott schuf den Menschen nach seinem Abbild.

V. Als Abbild Gottes schuf er ihn,

A. als Mann und Frau schuf er sie.

(Stille)

V. Die ungeborenen Kinder sind ein Abbild Gottes und besitzen von Anfang an eine unsterbliche Seele. Woher nimmt der Mensch das Recht, das Abbild Gottes zu vernichten? Das Angesicht der abgetriebenen Kinder ist ähnlich dem blutüberströmten Antlitz Jesu auf dem Kreuzweg.

V. Herr Jesus, durch Deine Leiden und Dein verunstaltetes Angesicht stellst Du die Würde der Menschen wieder her. Wir bitten Dich:

A. Erbarme Dich über uns und unsere ungeborenen Kinder. Und hilf den armen Seelen im Fegfeuer.

Lied: GL Nr. 185, 6

Herr, präge uns dein Angesichte / für immer tief ins Herz hinein, / und wenn es aufstrahlt im Gerichte, / so lass es uns zum Heile sein.

 

7. Station - Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

V. Die Wunden bluten. Der Schmerz wird unerträglich. Jesu Kraft nimmt ab. Da fällt er zum zweiten Mal auf die Erde und liegt hilflos da. Die Soldaten stehen um ihn herum. Er aber steht mit großer Anstrengung auf, um sein Opfer zu vollenden.

V. Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch.

A. Der Leute Spott bin ich und des Volkes Verachtung.

V. Alle, die mich sehen, verspotten mich.

A. Ihre Lippen höhnen, und sie schütteln den Kopf.

(Stille)

V. Für viele ist das Ungeborene nur ein Fall. - Der Fall einer ungewollten Schwangerschaft. Die Planung hat versagt und zugleich wurde festgestellt, dass es genau für dieses kleine Wesen weder Platz noch Brot gibt. Darum muss es weg!

V. Herr Jesus, Du bist unter dem Kreuz schmerzvoll gefallen und liegst am Boden. Wir bitten Dich:

A. Erbarme Dich über uns und unsere ungeborenen Kinder. Und hilf den armen Seelen im Fegfeuer.

Lied: GL Nr. 185, 7

Die Kraft verlässt dich, du fällst nieder / zum zweiten Mal; das Kreuz ist schwer. / Ich falle und falle wieder; / in meiner Schwachheit hilf mir, Herr.

 

8. Station - Jesus begegnet den weinenden Frauen

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

V. Die Frauen weinen über Jesus. Er aber schaut sie voll Traurigkeit an, weil er das kommende Strafgericht voraussieht und die große und schwere Not, die über diese Frauen und ihre Kinder hereinbrechen wird.

V. Weint nicht über mich,

A. sondern weint über euch und eure Kinder.

V. Die Bewohner von Judäa sollen in die Berge fliehen.

A. Denn der Zorn Gottes wird über dieses Volk kommen.

(Stille)

V. Abtreibung ist ein schrecklicher Frevel wider Gottes Willen. Niemand aber frevelt gegen Gottes Gebote ungestraft. Der Herr ist barmherzig, aber er ist auch gerecht. Um darum dem Strafgericht zu entgehen, bedarf es der Buße. - Wenn aber die Buße nicht geleistet wird, was dann?

V. Herr Jesus, Du mahnst uns mit den Worten: „Wenn das schon mit dem grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem dürren werden?“ - Wir bitten Dich:

A. Erbarme Dich über uns und unsere ungeborenen Kinder. Und hilf den armen Seelen im Fegfeuer.

Lied: GL Nr. 185, 8

Du redest mahnend mit den Frauen: / „Weint über euch, nicht über mich.“ / Wenn wir dich einst als Richter schauen, / Herr Jesus, dann erbarme dich.

 

9. Station - Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

V. Die Kräfte sind erschöpft. Jesus zittert vor Schwäche. Er bricht ein drittes Mal unter dem Kreuz zusammen. Doch man gönnt ihm keine Ruhe. Er muss den Weg vollenden.

V. Er sah nicht so aus, dass wir an ihm Gefallen fanden.

A. Ein Mann voller Schmerzen, mit Krankheit vertraut.

V. Er war verachtet wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt.

A. Wir schätzten ihn nicht.

(Stille)

V. Viele Kinder im Mutterschoß müssen deshalb sterben, weil das Urteil des Arztes sie als unheilbar eingestuft hat. So sind sie nach dem Gesetz für die Mutter, die Familie und den Staat eine unzumutbare Last. Heißt das: Der unheilbar Kranke muss sterben?

V. Herr Jesus, nach Deinem Zusammenbruch, den unsere Sünden verursachten, bist Du den Weg der Schmerzen bis zum Ende gegangen. Wir bitten Dich:

A. Erbarme Dich über uns und unsere ungeborenen Kinder. Und hilf den armen Seelen im Fegfeuer.

Lied: GL Nr. 185, 9

Da liegst du, wie vom Kreuz erschlagen, / erschlagen von der Schuld der Welt. / Hilf mir, im Abgrund nicht verzagen / und hoffen, dass dein Kreuz mich hält.

 

10. Station - Jesus wird seiner Kleider beraubt

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

V. Die Soldaten reißen Jesus die Kleider vom Leibe. Die Wunden beginnen erneut zu bluten. Entblößt und gedemütigt steht Jesus da.

V. Man kann alle seine Knochen zählen.

A. Sie gaffen her und weiden sich an  mir.

V. Sie verteilen unter sich meine Kleider,

A. und werfen das Los um mein Gewand.

(Stille)

V. Selbstsucht, ungezügelte Geschlechtlichkeit und Verantwortungslosigkeit stürzen viele Paare in die Sünde und ins Verderben. Am Ende der Straße der Unzucht steht dann nicht selten die Abtreibung - und die Verantwortung vor Gottes Gericht.

V. Herr Jesus, Du hast Demütigung und Entblößung zur Sühne für uns getragen. Wir bitten Dich:

A. Erbarme Dich über uns und unsere ungeborenen Kinder. Und hilf den armen Seelen im Fegfeuer.

Lied: GL Nr. 185, 10

Herr, unsre Schuld hat dich verraten; / sie ist’s, die dich in Schande stößt. / Bedecke uns mit deinen Gnaden, / da wir so schmählich dich entblößt.

 

11. Station - Jesus wird ans Kreuz genagelt

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

V. Jesus wird zu Boden geworfen. Hände und Füße werden mitleidslos und roh an die Kreuzesbalken genagelt. Jesus leidet unvorstellbare Schmerzen.

V. Ich bin hingeschüttet wie Wasser.

A. Gelöst haben sich alle meine Glieder.

V. Eine Rotte von Bösen umkreist mich.

A. Sie durchbohren mir Hände und Füße.

(Stille)

V. Unbekannt ist das Leid, das den wehrlosen Kindern angetan wird. In ihnen begegnet uns Christus, den einst die Soldaten durch die unmenschliche Kreuzigung dem Tode überlieferten.

V. Herr Jesus, für unsere unmenschlichen Sünden hast Du Dich ans Kreuz nageln lassen. Wir bitten Dich:

A. Erbarme Dich über uns und unsere ungeborenen Kinder. Und hilf den armen Seelen im Fegfeuer.

Lied: GL Nr. 185, 11

Du wirst, o Herr, ans Kreuz geschlagen, / wirst hingeopfert wie ein Lamm; / du hast die Schuld der Welt getragen / bis an des Kreuzes harten Stamm.

 

12. Station - Jesus stirbt am Kreuz

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

V. Das Kreuz ist aufgerichtet. Der Herr hängt am Kreuz, durch Nägel festgehalten. Er kann nichts mehr tun, nur noch aushalten. Während dieser Zeit verzeiht er dem bußfertigen Räuber. ? Die Qualen der Schmerzen steigern sich bis hinein in den Todeskampf. Im Sterben gibt Jesus sein Leben in die Hände des Vaters.

V. Jesus, denk an mich, wenn Du in Dein Reich kommst.

A. Heute noch wirst Du mit mir im Paradies sein.

V. Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?

A. Vater, in Deine Hände lege ich meinen Geist.

(Stille)

V. Der Schrei der Allerkleinsten, die Tag für Tag unter dem tödlichen Tun der Menschen ihres Lebens beraubt werden, dringt zum Himmel. Ihre unvorstellbar große Zahl macht die eisige Kälte der Lieblosigkeit und Herzenshärte unter den Menschen immer dichter. Nur noch die Liebe Jesu, die im bitteren Leid alles überwindet, kann uns retten.

V. Herr Jesus, Du sagst: „Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen.“ Wir bitten Dich:

A. Erbarme Dich über uns und unsere ungeborenen Kinder. Und hilf den armen Seelen im Fegfeuer.

Lied: GL Nr. 185, 12

Dein Kreuz, o Herr, will ich erheben / und benedeien deinen Tod. / Von diesem Holz kam uns das Leben / und kam uns Freude in die Not.

 

13. Station

Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

V. Voll Trauer hält Maria, die Mutter Jesu, den toten Sohn in ihren Armen. Sie ist in Liebe und großen Schmerzen den Weg zum Kalvarienberg mitgegangen und stand unter dem Kreuz. Nun ruht Jesus im Schoß seiner betrübten Mutter.

V. Meine Augen sind ermattet von Tränen, mein Inneres erglüht.

A. Ausgeschüttet auf die Erde ist mein Herz.

V. Ihr alle, die ihr vorüberkommt, gebt acht,

A. und schaut, ob ein Schmerz dem meinen gleicht.

(Stille)

V. Die abgetriebenen Kinder haben niemals die Liebe der Mutter erfahren. Sie werden nach ihrem Sterben im Klinikmüll entsorgt oder in der Kosmetikindustrie oder Forschung verbraucht. Ihre Existenz auf Erden ist unwiderruflich ausgelöscht. - Aber werden sie je aus den Gewissen der Mütter, der Väter und der Völker ausgelöscht werden können?

V. Herr Jesus, die Kinder, die abgetrieben werden, müssen ohne Taufe aus dieser Welt scheiden. Wir bitten Dich:

A. Erbarme Dich über uns und unsere ungeborenen Kinder. Und hilf den armen Seelen im Fegfeuer.

Lied: GL Nr. 185, 13

O seht die Mutter voller Schmerzen, / wie sie den Sohn in Armen hält. / Sie fühlt das Schwert in ihrem Herzen, / trägt mit am Leid der ganzen Welt.

 

14. Station - Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich.

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

V. Jesu Leib wird in das Grab eines Freundes gelegt, und dieses hernach mit einem schweren Stein verschlossen. Doch der Tod kann Jesus nicht festhalten. Am Tag der Auferstehung besiegt der Herr die Macht des Todes, der Sünde und der Hölle.

V. Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet,

A. könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.

V. Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt,

A. der nimmt mich auf.

(Stille)

V. Auch wenn eine Mutter ihres Kindes vergessen würde, der Herr würde seiner nicht vergessen. Er hat jedes von ihnen mit Namen gerufen und in seine Hand geschrieben. - Müssen wir nicht die Ewigkeit Gottes fürchten? Dort werden wir jenen Kindern, die durch Abtreibung getötet wurden, vor dem Angesicht Gottes begegnen. Was werden wir dann sagen?

V. Herr Jesus, Du ruhtest drei Tage im Grab. Hernach erstandst Du siegreich vom Tod als Herr und Richter der Welt. Wir bitten Dich:

A. Erbarme Dich über uns und unsere ungeborenen Kinder. Und hilf den armen Seelen im Fegfeuer.

Lied: GL Nr. 185, 14

Er wird der Erde übergeben, / wie man den Weizen bettet ein; doch wird er auferstehn und leben / und über alles herrlich sein.


 

Schlussgebet

V. Allmächtiger, ewiger Gott! Dieser Kreuzweg für die Ungeborenen, den wir mit deinem Sohne Jesus Christus gegangen sind, berührt unser Herz. Es erschüttert uns, dass das unglaubliche Töten unserer Allerkleinsten Deinen gerechten Zorn über uns bringt. Jesus aber, das Lamm Gottes, sühnt für unsere Sünden.

A. Gib, dass wir durch unsere Teilnahme an diesem Kreuzweg bereit werden, Deinen heiligen Willen wieder ganz zu erfüllen und unser eigenes Kreuz in Geduld zu ertragen. Laß uns das Lebensrecht unserer ungeborenen Kinder kompromisslos verteidigen.

V. Schenke allen, die wir jetzt zu Dir gebetet haben, Deine Gnade und führe uns zum Ewigen Leben durch Christus, unseren Herrn.

A. Amen.

V. Heiliger Gott! Heiliger, starker Gott! Heiliger, unsterblicher Gott!

A. Erbarme Dich unser!

Lied: GL Nr. 179, 1, 4, 6

1. O Haupt voll Blut und Wunden, / voll Schmerz und voller Hohn, / o Haupt, zum Spott gebunden / mit einer Dornenkron, / o Haupt, sonst schön gekrönet / mit höchster Ehr und Zier, / jetzt aber frech verhöhnet: / gegrüßet seist du mir.

4. Was du, Herr, hast erduldet, / ist alles meine Last; / ich, ich hab es verschuldet, / was du getragen hast. / Schau her, hier steh ich Armer, / der Zorn verdienet hat; / gib mir, o mein Erbarmer, / den Anblick deiner Gnad.

6. Wenn ich einmal soll scheiden, / so scheide nicht von mir. / Wenn ich den Tod soll leiden, / so tritt du dann herfür. / Wenn mir am allerbängsten / wird um das Herze sein, / so reiß mich aus den Ängsten / kraft deiner Angst und Pein.


 

Weihegebet der Aktion Leben e.V.

Priester: Herr Jesus Christus, Heiland der Welt!

Alle: In einer Zeit der Verwirrung und der religiösen Lauheit, / da die Menschen Deine Gebote missachten / und ihre eigenen Kinder im Mutterschoß töten, / kommen wir voll Vertrauen zu Dir, / um unsere Sorgen und Anliegen Deinem Heiligsten Herzen / und dem reinsten Herzen Deiner Mutter zu übergeben.

Wir, die AKTION LEBEN, / und alle, die sich ihren Werken anschließen, / weihen uns Deinem heiligsten Herzen / und dem reinsten Herzen Deiner und unserer Mutter, der Jungfrau Maria.

Wir übergeben Euch in dieser Weihe all unser Bemühen und unser Tun, / all unsere Aktionen und Kämpfe, / die wir zum Schutz des ungeborenen Lebens auf uns nehmen.

Wir versprechen durch diese Weihe, / dass wir nicht rasten noch ruhen wollen, / bis das Gebot Gottes, / welches das Leben des Menschen als unantastbar festlegt, / wieder in seinem vollen Umfang Gültigkeit besitzt.

Weiterhin versprechen wir, / unsere Familien zu heiligen, / den heiligen Ehebund treu zu bewahren, / als Männer und Frauen in Ehrfurcht voreinander zu stehen, / unsere Kinder in Gottesfurcht und Reinheit zu erziehen / und diesen unseren Kindern zuerst / weit vor allen materiellen Gütern / unsere ganze Liebe und Opferbereitschaft zu schenken.

Liebe und Opferbereitschaft wohne in unseren Häusern, / jene lebendige Liebe wohne bei uns, / die von Euren Heiligsten Herzen ausgeht und die Kraft hat, / unsere eigenen Herzen glühend zu machen. / Das heilige Gebet wohne in unseren Häusern, / damit die Anbetung Gottes und seine Ehre nie in unserem Munde verstumme.

Nun bitten wir Euch, Jesus und Maria! / Segnet unsere Familien und Lasst sie aufblühen. / Segnet jeden einzelnen von uns: / die Väter, die Mütter, die Kinder.

Herr, siehe auch die Sorge Deiner heiligen Kirche / und berühre unsere Jugend wieder mit dem Hauch Deiner Berufung, / damit sie die Botschaft Jesu verkündet / und das Werk Deiner Kirche in großer Liebe weiterträgt!

Herr, unser Gott! / Schenke uns allen Gesundheit des Leibes und Heil der Seele. / Bewahre uns durch Deinen Heiligen Geist in dieser Zeit der Verwirrung und Sünde, / damit wir Zeugnis ablegen von Deinem Reich und nicht erschüttert werden. / Lass uns glaubend auf dem Weg bleiben, / bis wir einstens Dich und Deine liebe Mutter schauen dürfen in Deiner unverhüllten Herrlichkeit. AMEN!


Die Kreuzwegandacht können Sie hier zum Ausdruck downloaden (PDF-Datei)


 

Wofür wir uns einsetzen

Die Aktion Leben e. V. setzt sich ein für den bedingungslosen Schutz jedes menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.

Das bedeutet konsequenterweise die 

  • Ablehnung jeder Abtreibungstötung in jedem Lebensstadium, weder Fristen noch Indikationen, auch durch sog. Verhütungsmittel (Pille, Spirale etc.).
  • Ablehnung der menschenverachtenden In-vitro-Fertilisation (IVF=Künstliche Befruchtung außerhalb des Mutterschoßes) und Insemination (im Mutterschoß) mit ihren unzähligen Todesopfern, weder homolog noch heterlog (d.h. Ei oder Samen vom Partner/Ehepartner oder Fremdpartner).
  • Ablehnung jeglicher Art von Manipulationen und Experimenten am menschlichen Erbgut, weder fremd- noch eigennützig
  • Ablehnung jeglicher Art von offener oder schleichender, direkter oder indirekter Euthanasie/Sterbehilfe (z.B. Hirntoddefinition, Töten auf Verlangen), fremdnütziger Ex- oder Implantation von Organen nach Hirntoddiagnose.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ (GG Artikel 1)

„Du sollst nicht töten!“ (Ex 20,13)


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