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EEG - Presse-Archiv

Sammlung wichtiger Pressemitteilungen der EEG

Auf dieser Seite finden Sie einige wichtige Pressemitteilungen der EEG aus vergangenen Jahren, die auch heute noch an Aktualität nichts eingebüßt haben.


  

Pressemitteilung vom 22. Juli 1998 - "Der Arzt - gefährlichster Mensch im Staat"

- Mit dem Euthanasie-Urteil ändert sich die Messlatte für den Wert des Menschen -

Weinheim. Die "Europäischen-Euthanasie-Gegner" (EEG) reagierten auf das Urteil des Oberlandesgerichtes Frankfurt/M. (OLG) zur aktiven Euthanasie nicht nur mit Entrüstung, sondern sie sind auch empört über die meisten Stellungnahmen aus Kirche, Politik und Ärzteschaft. Der Skandal reiche zurück auf das diesbezügliche Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) aus dem Jahre 1994, als dieser mit der schwammigen Formulierung "mutmaßlicher Wille" der Euthanasie Tür und Tor geöffnet habe, so ein Sprecher der EEG.

Hier gehe es nur scheinbar um ein "Selbstbestimmungsrecht" des Patienten. Abgesehen davon, dass es dieses "Selbstbestimmungsrecht" über Leben und Tod eines Menschen überhaupt nicht gebe, solle man sich nicht täuschen, wie schnell auch diese "Grauzone" in Richtung "Fremdbestimmung" überwunden werde, mahnen die Euthanasiegegner.

Sie erinnern, dass in den dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts die Nazis auch zunächst die freiwillige Euthanasie propagiert hätten.

"Auch in der heutigen Zeit kann aus dem 'Recht zu sterben' sehr schnell eine 'Pflicht zu sterben' werden. Die Nazis begründeten seinerzeit den Übergang von Freiwilligkeit zu Zwang mit der großen Herausforderung des totalen Krieges. Wie man heute angesichts der demographischen Struktur unserer Bevölkerung und des desolaten Zustandes des Gesundheits- und Sozialwesens argumentieren könnte, lässt sich leicht vorstellen",

so der Sprecher der EEG.

Die Botschaft laute fast unisono: "Liebe Bürger, ihr müsst nicht leiden. Macht ein 'Patienten-Testament', und ihr könnt selbst entscheiden." Das schmeichele den Bürgern, denn wer möchte nicht selbstbestimmen und frei entscheiden. Verschwiegen werde, dass man die Hoffnung habe, eine Menge Geld einzusparen, weil die letzten Tage des Menschen die teuersten seines Lebens sind. Verschwiegen werde auch, dass es nach unseren tradierten Werten dieses "Selbstbestimmungsrecht" nicht gebe. Schließlich werde auch verschwiegen, dass der Tod durch Verhungern und/oder Verdursten bestialisch sei. Das ist es aber, was viele derer erwartet, die sich auf ein Patientenverfügung eingelassen haben.

Die weltweite Euthanasiebewegung verstünde die Einführung der "Patientenverfügung" nur als erste Stufe einer Strategie, der noch zwei weitere Stufen folgen sollen. Mit Wehmut schaue man zurück auf eine ärztliche Ethik, wie sie der Leibarzt Schillers und Goethes, der Arzt Christoph Wilhelm Hufeland, vor 200 Jahren vertreten habe. Hufeland schrieb:

"Wenn ein Kranker von unheilbaren Übeln gepeinigt wird, wenn er sich selbst den Tod wünscht, wenn Schwangerschaft Krankheit und Lebensgefahr erzeugt, wie leicht kann da selbst in der Seele des Besseren der Gedanke aufsteigen: Sollte es nicht erlaubt, ja sogar Pflicht sein, jenen Elenden etwas früher von seiner Bürde zu befreien oder das Leben der Frucht dem Wohle der Mutter zu opfern? So viel scheinbar gutes das für sich hat, so sehr es selbst durch die Stimme des Herzens unterstützt werden kann, so ist es doch falsch; und eine darauf gegründete Handlungsweise würde im höchsten Grade unrecht und strafbar sein. Sie hebt geradezu das Wesen des Arztes auf.

Er soll und darf nichts anderes tun, als Leben erhalten - ob es ein Glück oder ein Unglück sei, ob es Wert habe oder nicht, das geht ihn nichts an. Und maßt er sich einmal an, diese Rücksichtnahme in seinem Berufe aufzugeben, so sind die Folgen unabsehbar, und der Arzt wird zum gefährlichsten Menschen im Staate."


 

Pressemitteilung vom 01. Juli 1997 - ORGAN-BESCHAFFUNGSGESETZ

- Kritik der Euthanasiegegner -

Abtsteinach. Kein Verständnis für die zustimmenden Stellungnahmen vor allem von Seiten der katholischen Kirche zum Transplantationsgesetz können die Europäischen-Euthanasie-Gegner (EEG) aufbringen.

"Wenn der Präsident der Bundesärztekammer, Karsten Vilmar, froh ist, dass explantierende Ärzte nun rechtlich gesehen keine Tötungshandlungen mehr vornehmen, kann man das verstehen", sagte ein Sprecher der deutschen Euthanasie-Gegner.

Völlig unverständlich sei aber die Haltung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Karl Lehmann, der dieses Gesetz begrüßte.

"Bischof Lehmann sorgt sich offensichtlich mehr darum, die Bereitschaft zur Organspende zu vergrößern, als um das Seelenheil Sterbender und ihrer Angehörigen", so der Lebensrechtler. Die Euthanasie-Gegner fragen, inwieweit sich der Vorsitzende der Bischofskonferenz endgültig zum Sprachrohr interessierter Kreise aus Wirtschaft, Medien und Politik verstehe?

Männer der Kirche müssten doch eigentlich mehr das ewige als das zeitliche Leben im Blick haben und wissen, dass es kein Selbstbestimmungsrecht über das menschliche Leben gebe. Mit dem Gebot der Nächstenliebe zu argumentieren sei abwegig. Die christliche Lehre verbiete, etwas in sich Schlechtes zu tun oder tun zu wollen, d.h. auch, über das eigene Leben zu bestimmen, um möglicherweise Gutes zu bewirken. Der häufig ins Feld geführte Tod des NS-Märtyrers Pater Maximilian Kolbe, der sein Leben hingegeben habe, sei völlig irreführend. Im übrigen würde man heute noch die für seinen Tod Verantwortlichen Mörder nennen.

Zu Fragen sei auch nach den wirklichen Zielen der Transplantationsmedizin. Den Schwerkranken zu helfen und ihnen mehr Lebensqualität mit einem oder mehreren Organen zu verschaffen, sei längst nicht mehr das alleinige Ziel. Angestrebt werde ein Stück Unsterblichkeit für einige wenige, argumentieren die Euthanasie-Gegner. Die Übrigen seien nur als Organspender oder Organcontainer interessant. Deutliches Zeichen dieser Entwicklung sei die angestrebte Verpflanzung auch des Gehirns oder Teile und Gewebe des Gehirns. Die "Hirntod-Definition" müsse schon aus diesem Grunde überwunden werden durch die "Teilhirntod- oder Persönlichkeitstod-Definition". Außerdem würden schon gewaltige Anstrengungen gemacht, tierische Organe (Xeno-Transplantation) auf den Menschen zu übertragen.

Verantwortliche der Kirchen sollten eigentlich mehr Weitblick zeigen und mehr Mut haben, Unpopuläres zu fordern, als sie das derzeit im Bereich der Lebens- und Menschenrechte tun.


    

Pressemitteilung vom 01. Dezember 1997 - "Folter" mit Todesfolge für den Organspender

- Kritischer Rückblick nach der ersten Herztransplantation -

Weinheim. Dreißig Jahre nach der ersten Herztransplantation am 3. Dezember 1967 durch den Kapstädter Chirurgen Prof. Christian Barnard ist die Kontroverse um die Transplantationsmedizin weltweit immer noch im Gange.

Die Europäischen-Euthanasie-Gegner (EEG) sehen in weiten Teilen der Organtransplantation den Tatbestand des Euthanasie-Mordes erfüllt. Eine Organtransplantation sei nur zulässig, wenn es sich um die Entnahme und Übertragung eines paarig angelegten Organs (Niere) handele, so dass es dem Spender möglich sei zu überleben. Wie vor 30 Jahren frage auch heute kaum jemand, woher die schlagenden Herzen und andere lebensfrische Organe kämen. Damals sei es die Euphorie gewesen, welche diese Frage unpopulär machte. Heute geschehe das unter dem Vorwand des Mitleids mit organisch schwerkranken Patienten, heißt es in einer Pressemitteilung der EEG. Die Organisation erinnert daran, dass die Harvard-Universität in Boston 1968 völlig willkürlich die Todesdefinition geändert habe, um die Transplantation zu ermöglichen. Man habe mit dem sogenannten "Hirntod" Menschen, die im Sterben lägen, für "tot" erklärt. Doch müsse man festhalten, dass die Diagnose des Ausfalls verschiedener Hirnfunktionen lediglich anzeige, dass der Tod des Menschen wahrscheinlich eintreten werde.

Wie Hirnspezialisten stets betonen, sei keine Diagnose und keine Prognose hundertprozentig sicher.

Die Europäischen-Euthanasie-Gegner kritisieren, dass durch das neue Transplantationsgesetz die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens und die Würde des Menschen (GG-Artikel I und II) missachtet werden. Diese Abkehr von den inhärenten (= dem Menschen innewohnenden) Menschenrechten habe unabsehbare Folgen. Ein Sprecher der Organisation wörtlich:

"Im Namen der Humanität werden sterbende Menschen (Organspender) schon durch die Untersuchungsmethoden der Hirntod-Diagnose 'gefoltert'. Die anschließende Organentnahme beim sogenannten 'Hirntoten' gleicht einer Vivisektion mit Todesfolge. Rechtlich gesehen öffnet die Tolerierung dieser Praktiken die Schleusen für den Euthanasie-Mord."


  

Pressemitteilung vom 17. Januar 1996 - HIRNTOD NICHT TOD DES MENSCHEN

- Aufruf an die Bundestagsabgeordneten -

Abtsteinach. Die Europäischen-Euthanasie-Gegner (EEG), ein Zusammenschluss innerhalb der Aktion Leben e.V. in Deutschland, haben alle Bundestagsabgeordneten aufgerufen, sich dem derzeitigen Gesetzentwurf zur Organtransplantation zu widersetzen.

In einem Brief an alle Abgeordneten und im Pressedienst dieser Organisation traten die Lebensrechtler den Beweis an, dass aus medizinischer und biologischer Sicht der sog. "Hirntod" nicht der Tod des Menschen ist, viele Fragen offen bleiben und viele Zweifel im Raum stehen.

Es wird auch auf die Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages vom 27.6.95 verwiesen. Dort hätten die Experten zur `Todessicherheit´ der `Hirntoddefinition´ mindestens Zweifel eingestehen müssen. Viele Gutachter lehnten in der Anhörung die `Hirntoddefinition´ ab und bekundeten, dass auch nach festgestelltem "Hirntod" sich der Mensch noch in einem Sterbeprozess befände, das Sterben aber noch zum Leben gehöre.

Als eine Inkonsequenz schlimmster Art betrachten es die Lebensrechtler, dass trotz dieser Tatsache auch von manchen "Hirntod-Gegnern" dennoch die sog. `enge Zustimmungslösung´ akzeptiert werde. Ein potenzieller Organspender bekunde mit seiner Spendenbereitschaft danach "töten auf Verlangen" und dem explantierenden Arzt erlaube man `Vivisektion´ an sterbenden Menschen, die nach den Richtlinien der Bundesärztekammer narkotisiert werden müssten.

Bei allem Mitgefühl für organisch schwerkranke Patienten ginge das aber zu weit und müsse zwangsläufig den menschenrechtlichen- und auch den verfassungsrechtlichen Lebensschutz - mit allen fatalen Folgen - noch weiter untergraben.


 

Pressemitteilung vom 28.07.2005 - Mangelnde Information -

- Verschleierungstaktik bei der BZgA -

Abtsteinach. Anlässlich der Urlaubszeit rief die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Bundesbürger auf, ihre Haltung zur Organspende schriftlich zu dokumentieren, um sicherzustellen, dass der persönliche Wille auch im Ausland akzeptiert werde.

Die Europäischen Euthanasie-Gegner (EEG) werfen der BZgA mangelnde Objektivität vor. Eine staatliche und von öffentlichen Geldern finanzierte Einrichtung dürfe sich nicht einzig zum Sprecher und Förderer einer einzelnen Interessensgruppe machen. So sei z.B. das Hirntodkonzept gesellschaftlich äußerst umstritten. Aufklärung erfolge vornehmlich auf „der emotionalen Schiene" und habe zur Folge, dass die vom Gesetzgeber geforderte `informierte Zustimmung´ eine Farce bleibe.

Beim von der BZgA angebotenen `Organspendeausweis´ könne man auf der Rückseite unter 5 Positionen wohl auch ankreuzen, dass man nicht bereit sei, seine Organe zu spenden. Diese Scheinobjektivität sei in der Praxis aber eine Irreführung, weil sie im konkreten Fall kaum beachtet würde, denn: Der Ausweis sei eben ein `Organspendeausweis´ und als solcher auch beschriftet und nicht ein `Nicht-Organspende-Ausweis´.

Diese Verschleierungstaktik sei aber typisch, so die Europäischen Euthanasie-Gegner.


 

Pressemitteilung vom 29.11.2000 - Hollands Kultur des Todes

- Deutsche „Bastion" sturmreif -

Abtsteinach. Nicht überrascht von der Zustimmung des holländischen Parlaments zur sog. „aktiven Sterbehilfe/Euthanasie" waren die in Abtsteinach ansässigen „Europäischen-Euthansie-Gegner (EEG)". Die EEG repräsentiert Lebensrechtler aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.

Seit Jahren konnte man im Nachbarland beobachten, so ein Sprecher dieser Initiative, dass trotz offiziellem Verbot - gesetzlich war „nur" die sog. „passive Sterbehilfe/Euthanasie" straflos gestattet - mehr und mehr auch die aktive Tötung stillschweigend praktiziert und toleriert wurde.

Die Dynamik, welche von der vorsätzlichen Tötung ausgeht, ließ dort die Ärzte nicht davor zurückschrecken, tausende Menschen auch ohne deren ausdrückliche Zustimmung zu töten, wenn sie es für angebracht hielten.

Die Europäischen-Euthanasie-Gegner gehen jedoch nicht davon aus, dass bundesdeutsche Politiker und die Standesorganisationen der Ärzte nun die `Notbremse´ ziehen, um die bei uns über die `Rechtsprechung` eingeleitete sog. `passive Sterbehilfe/Euthanasie`, welche mit dem schwammigen Konstrukt „mutmaßlicher Wille des Patienten" gerechtfertigt wird, zu stoppen.

Wenn einmal die schiefe Ebene betreten ist, das Tabu des Tötens gebrochen ist, dann geht der Abstieg rasend schnell", so der Sprecher der EEG.

Den Kirchen in Deutschland warf der Lebensrechtler vor, bei der Verkündigung der christlichen Sicht von Leben, Sterben und Tod fast gänzlich versagt zu haben und so auch unter Christen zur Orientierungslosigkeit bezüglich der `letzten Dinge´ in erheblichem Maße beigetragen zu haben. So müsse man davon ausgehen, dass selbst Christen gegenüber einer `Kultur des Todes´ nicht mehr immun seien.


  

Pressemitteilung vom 10. März 1994 - DER ARZT - GEFÄHRLICHSTER MENSCH IM STAAT?

Abtsteinach. Besorgt zeigten sich die "Europäischen Euthanasie Gegner" (EEG) über das allzu milde Urteil des Kemptener Gerichts im jüngsten Euthanasie-Prozess. Die Lebensrechtler glauben einen neuen Schub im schon bestehenden Trend zur Euthanasie festzustellen. Erst Ende 1993 habe ein Richter in einem Hamburger Prozess sich mit den Worten. "Die Gesetze lassen es nicht anders zu. Wir müssen Sie verurteilen" beim Angeklagten förmlich entschuldigt, dass er ihn "noch" zu einer Bewährungsstrafe verurteilen musste.

Die Abtreibungstötungsmentalität habe in der Gesellschaft die Meinung aufkommen lassen, dass man über das Leben des Menschen verfügen könne, und nun sei durch die Akzeptanz des Tötens Schwerstbehinderter und -kranker das Tabu des Tötens auch auf diesem Gebiet gebrochen, sagte Walter Ramm, der Sprecher der Euthanasie Gegner im Pressedienst seiner Organisation, und fügte wörtlich hinzu:

"Ich klage die Verantwortlichen in unserem Staate an, die Demokratie und den sog. Rechtspositivismus bis zum Exzess zu betreiben. Bis hin zum höchsten deutschen Gericht (Urteil des BVG vom 28.5.94) ignoriert und missachtet man Lebens- und Menschenrechte".

Das Kemptener Gericht habe betont, dass es sich bei Frau Schwarzer nicht um Hilfe im Sterben gehandelt habe, da bei der Patientin ein apallisches Syndrom vorlag, d.h. Frau Schwarzer war schwerstbehindert, nicht einmal krank im eigentlichen Sinne.

"Es ist wieder soweit, dass man sowohl schwerstkranke als auch schwerstbehinderte Menschen als weniger lebenswert ansieht. Dies zeigt sich in geradezu lächerlich milden Urteilen wie jenem aus Kempten",

resümiert Ramm und schreibt den Ärzten und allen Beteiligten ins Stammbuch, was der geniale Leibarzt Goethes und Schillers Christoph-Wilhelm Hufeland, vor 200 Jahren sagte und mahnte:

"Wenn ein Kranker von unheilbaren Übeln gepeinigt wird, wenn er sich selbst den Tod wünscht ... wie leicht kann da selbst in der Seele des Besseren der Gedanke aufsteigen: Sollte es nicht erlaubt, ja sogar Pflicht sein, jenen Elenden etwas früher von seiner Bürde zu befreien? .... so ist es doch falsch; und eine darauf gegründete Handlungsweise würde im höchsten Grade Unrecht und strafbar sein. Sie hebt geradezu das Wesen des Arztes auf. Er soll und darf nichts anderes tun, als Leben erhalten - ob es ein Glück oder ein Unglück sei, ob es Wert habe oder nicht, das geht ihn nichts an. Und maßt er es sich einmal an, diese Rücksicht in seinem Berufe aufzugeben, so sind die Folgen unabsehbar, und der Arzt wird zum gefährlichsten Menschen im Staate!"


  

Pressemitteilung vom 01. Dezember 1993 - WARNUNG VOR HOLLAND-REISEN

Abtsteinach. Die "Europäischen-Euthanasie-Gegner" (EEG), ein Zusammenschluss verschiedener Lebensrechtsgruppen aus Holland, Belgien, Schweiz, Österreich, Südtirol und Deutschland, warnen die europäischen Staaten, dem Beispiel Hollands zu folgen und die Euthanasie - unter dem verharmlosenden Begriff Sterbehilfe - gesetzlich zu legalisieren, wie das durch die Zustimmung des niederländischen Senats am 30.11.93, geschehen sei.

Die Sprecherin der deutschen "EEG", Katja Floßdorf, forderte im Pressedienst dieser europäischen Initiative die Regierungen der einzelnen Staaten auf, den vielerorts bereits praktizierten Tötungen entschieden entgegen zu treten. Die Lebensrechtlerin betont, dass es auch in demokratischen Gesellschaften Unabstimmbares gebe und wörtlich fügt sie hinzu:

"Niemand darf sich das Recht anmaßen über die inhärente Würde des Menschen zu bestimmen. Kein Parlamentarier, kein Senator, kein Arzt, niemand!"

Es bleibe die Frage offen, wer von wem abgeschrieben habe, das deutsche Bundesverfassungsgericht in seiner Diktion zum Urteil über den § 218 StGB, oder die holländischen Gesetzemacher, die auf dem Hintergrund von tausenden Tötungen die Stirn hätten von grundsätzlichen Tötungsverboten zu sprechen.

Die "EEG" warnt Geschäfts- und Urlaubsreisende davor nach Holland zu fahren, um sich z. B. im Falle eines Unfalles nicht der Gefahr auszusetzen, euthanasiert zu werden.


 

 

Pressemitteilung vom 18. Juni 1993 - GEGEN DENUNTIATION

- EEG lehnt Euthanasie im Mutterschoß ab -

Abtsteinach. Abtreibungen aus sog. eugenischer bzw. embryopatischer Indikation seien nichts anderes als Euthanasie im Mutterschoß.

Darauf wiesen die Europäischen-Euthanasie-Gegner (EEG) aus Belgien, Deutschland, Holland, Österreich, Schweiz und Südtirol im Pressedienst ihrer Organisation hin. Die oft praktizierte Tötung möglicherweise behinderter, ungeborener Kinder sei darüber hinaus auch eine Form des Rassismus und eine Diskriminierung aller geborenen Behinderten.

Katja Floßdorf, eine Sprecherin der deutschen Sektion der Euthanasie-Gegner, empfahl schwangeren Frauen, schon auf solche vorgeburtlichen Diagnosen zu verzichten, die das Ziel hätten, behinderte Kinder im Mutterschoß aufzuspüren.

"Dazu gehört", so Floßdorf, "die Fruchtwasseruntersuchung in der 16./17. Schwangerschafts-Woche sowie die Chorionzottenbiopsie in der 8./9. Schwangerschafts-Woche".

Die Organisation fordert die Ärzte auf, den Eltern bei sogenannten Risiko-Schwangerschaften Mut zu machen und ihnen offen zu sagen, dass die Abtreibungstötung ihres kranken oder behinderten Kindes keine Lösung ist. Die Ärzte müssten bedenken, dass sie zwei Patienten haben, für die sie volle Verantwortung trügen, die Mutter und ihr möglicherweise behindertes Kind, dem gegenüber sie nicht zum Denunzianten werden dürften. Floßdorf wörtlich:

"Patienten tötet man nicht, auch wenn das Bundesverfassungsgericht ihre Tötung für "rechtmäßig" erklärte. "Nihil nocere - niemals schaden" - war einmal der Wahlspruch und die ethische Grundhaltung der Ärzte. Wenn die Ärzte sich wieder darauf besinnen und das Leben der Menschen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod achten, dann wird man ihnen auch wieder mehr Vertrauen entgegen bringen."


   

Pressemitteilung vom 18. Mai 1993 - "Schön getötet werden"

Abtsteinach. Vor einer um sich greifenden Mentalität des Tötens warnen die "Europäischen - Euthanasie - Gegner"(EEG).

Diese neue Initiative wurde gleichzeitig in Belgien, Schweiz, Österreich, Süditalien und Deutschland gegründet. Die Lebensrechtler mahnen und warnen, dass nachdem die Abtreibungstötung als `Abtreibungsrecht´ betrachtet werde und dadurch das Tötungstabu gefallen sei, nun auch ältere, kranke und behinderte Menschen fürchten müssten, dass auch ihr Lebensrecht in Frage gestellt werde. Eine aufmerksame Beobachtung der Veröffentlichungen der letzten Zeit zeige, so Walter Ramm, deutsche Sprecher dieser europäischen Vereinigung, dass ähnlich wie in der Lebensrechtsdiskussion bei noch nicht geborenen Menschen, Begriffe besetzt und umgedeutet werden.

So spreche man z. B. in Deutschland nicht gerne von dem vergangenheitsbelasteten Begriff der `Euthanasie´, sondern allenfalls von akzeptierbarer `passiver Euthanasie´.

"Dabei wird suggeriert", so Ramm, "passive Euthanasie sei etwas akzeptables. Tatsächlich aber ist sie - so wie sie heute verstanden und praktiziert wird - eine höchst aktive Form der Euthanasie, dann nämlich, wenn man bewusst etwas tut, oder die Behandlung und Hilfe unterlässt, um den Tod herbei zu führen. Die Absicht zu töten ist entscheidend!"


  

Pressemitteilung vom März 1993 - BEGRIFFSSCHWINDEL

- Euthanasie gestern - Sterbehilfe heute? -

Abtsteinach. Bagatellisierung und Verwischung der Begriffe ist nach Ansicht der Europäischen-Euthanasie-Gegner (EEG) aus Belgien, Deutschland, Holland, Österreich, Schweiz und Südtirol eine der Strategien der Befürworter der Euthanasie.

Der deutsche Sprecher der EEG, Walter Ramm, ist überzeugt, dass dieser Begriffsschwindel deshalb angewendet wird, weil der Begriff Euthanasie aus der NS-Zeit negativ belastet ist. Aus diesem Grunde verwende man heute eine andere Terminologie und besetze und erfülle durchaus positive Begriffe mit sehr zweifelhaften Inhalten.

Der Ausdruck "Sterbehilfe" z.B. verbinde man heute nicht mehr mit einer lobenswerten, menschlichen und seelsorgliche Begleitung in der letzten Lebensphase beim sterben, sondern zunehmend mehr werde damit "Hilfe" und Unterstützung zum geplanten Mord oder Selbstmord verstanden.


  

Pressemitteilung vom 12. März 1993 - Europäische Euthanasie Gegner (EEG) gegründet

Helvoirt/Holland. Am Rande des HLI-Pro Life-Kongresses mit Lebensrechtlern aus ganz Europa, gaben Verantwortliche verschiedener Lebensrechts-Gruppen die Gründung eines Zusammenschlusses "Europäischer Euthanasie Gegner" (EEG) bekannt.

Die EEG-Initiative warnte die europäischen Staaten dem negativen Beispiel Hollands zu folgen und die Euthanasie - unter dem verharmlosenden Begriff Sterbehilfe - gesetzlich zu legalisieren und fordert die Regierungen der einzelnen Staaten auf, den bereits vielerorts praktizierten illegalen Tötungen entschieden entgegen zu treten.

Die Vertreter der EEG akzeptieren und unterstützen die harsche Kritik des Vatikan an dem im holländischen Parlament verabschiedeten Gesetz zur Euthanasie. Die Lebensrechtler betonen, dass es auch in demokratischen Gesellschaften Unabstimmbares gebe, so dürfe sich niemand das Recht anmaßen, über die inhärente Würde des Menschen zu bestimmen.

Die "EEG" warnt Geschäfts- und Urlaubsreisende davor nach Holland zu fahren, um sich z. B. im Falle eines Unfalles nicht der Gefahr auszusetzen, euthanasiert zu werden.

   


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