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EEG-Nachrichten

wichtig - interessant - schockierend - aufrüttelnd


 

Deutschland

- Sterbendes Volk

Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass es im Jahr 2007 142.000 weniger Geburten als Sterbefälle gegeben hat. Inklusive Zuwanderung gab es 97.000 Einwohner weniger als Ende 2006. (EEG, Juni 2008)

 

- Ein Rätsel

Der deutsche Verfassungsrechtler Prof. Dr. Wolfram Höfling wunderte sich, dass „der Hl. Stuhl" den sog. Hirntod eines Menschen mit dem Tod gleichsetze. „Wie das mit den existentiellen Aussagen der kath. Moraltheologie in Übereinstimmung zu bringen ist", sei für ihn ein Rätsel. (EEG, Mai 2008)

 

- Non-Heart-Beating-Donor

Die Zeitung „Deutsches Ärzteblatt" stellt in einem Artikel folgendes Szenarium vor: Um die Zahl der Organspender zu erhöhen, kämen auch Spender nach Herzstillstand in Frage: „Menschen nach Schlaganfall oder Herzinfarkt, Querschnittsgelähmte und Unfallopfer. Auch Schwerkranke, deren Tod nicht unmittelbar bevorsteht, die ihre Lebensqualität aber nicht mehr akzeptabel finden, könnten als NHBD ( = Non-Heart-Beating-Donor) in Betracht kommen.

Voraussetzung für die planmäßige Organspende ist, dass der Betroffene oder seine Angehörigen dem Verzicht auf lebenserhaltende Maßnahmen ausdrücklich zustimmen. Ist das der Fall, kann der Herzstillstand provoziert werden." Nun: Der „Verzicht auf lebenserhaltende Maßnahmen" ist jedoch genau das, was Patientenverfügungen im Allgemeinen bezwecken. (vgl.: Deutsches Ärzteblatt 2008; 105 (16): A_832)

 

- Pflegefälle verdoppeln sich

Nach einer Studie sind bis zum Jahr 2050 sieben Millionen Deutsche pflegebedürftig. (EEG, Juni_2008)

 

- Tod für 8.000 Euro

Der frühere Hamburger Justizsenator Roger Kusch wirbt auf seiner Homepage für Suizidbegleitung. Der Erstkontakt bis zum Hausbesuch ist als Lockangebot kostenfrei. (EEG, 10.9.2008)

 

- Gefälschte Patientenverfügung

Wegen versuchten Mordes musste sich ein Mannheimer Arzt vor Gericht verantworten. Er hatte ohne die Patientin und ihre amtliche Betreuerin zu informieren bei einer 83-jährigen Patientin die Nahrungsmittelzufuhr reduziert und das Insulin, mit dem die Diabetes der Frau behandelt wurde, abgesetzt. Der Angeklagte gab zu, bei den Ermittlungen nach dem Tod der Frau eine von ihm gefälschte Patientenverfügung vorgelegt zu haben. Urteil: 2 Jahre Haft, zur Bewährung ausgesetzt, fünfjähriges Berufsverbot und 30.000 Euro Geldbuße (EEG, 16.9.2008)


  

Holland

- Aus dem Ruder gelaufen

Die niederländische Regierung will angeblich keine weitere Debatte über eine Ausdehnung der gesetzlichen Regelung für „aktive Sterbehilfe".

In der Diskussion war eine Einbeziehung von „Lebensmüden", eine „Wunsch"-Sterbehilfe auch Nicht-Schwerkranker. (EEG, Juni 2008)


   

Belgien

- Auch aus dem Ruder gelaufen?

In Belgien wollen Politiker die gesetzliche Regelung „aktiver Sterbehilfe" auch auf unheilbar kranke Minderjährige, schwerkranke frühgeborene Säuglinge und Demenzkranke ausweiten. Die Zahl der Sterbe-nach-Hilfe-Fälle ist in Belgien im Jahr 2007 auf 500 Fälle gestiegen. (EEG, Mai 2008)

 

- Kein Bewusstsein?

Hightech-Mediziner einer Forschergruppe aus Lüttich/Belgien konnten beweisen, dass einige Wachkomapatienten ein gewisses Sprachverständnis haben. Spricht man mit ihnen, gibt es genau in den Gehirn-Arealen, wo üblicherweise das Sprachverständnis liegt, vermehrte Aktivitäten. (EEG, Mai 2008)

 

- Europäischer Organspendeausweis ?

In Brüssel macht man sich Gedanken, wie man die Organspendezahlen erhöhen kann.

Als Maßnahmen sind u. a. vorgesehen ein europäischer Organspende-Ausweis, eine EU-weite Transplantations-„Hotline" und die verstärkte Nutzung von Organen älterer Menschen sowie von Spendern mit bestimmten Krankheiten. (EEG, Mai 2008)

Anmerkung: Wann wohl wird man Geldprämien anbieten?


   

Schweiz

- Sterbe-nach-hilfe

Wie die Schweizer Sterbe-nach-helfer-Organisation „Dignitas" mitteilte, hat sie im Jahr 2007 insgesamt 141 Menschen in den vorzeitigen Tod „begleitet".

Mehr als die Hälfte seien aus Deutschland gewesen, die Übrigen aus anderen EU-Ländern und „nur" sechs aus der Schweiz. (EEG, Juni 2008)


  

Luxemburg

- Saltomortale rückwärts

Aus der anfänglichen Ablehnung sog. „aktiver Sterbehilfe" durch die Christlich-Soziale Volkspartei (CSV) in Luxemburg wurde letztlich eine Zustimmung in „streng reglementierten Ausnahmefällen" für die „aktive Sterbehilfe". Man glaubt, gleichzeitig gegen und für „aktive Sterbehilfe" sein zu können. Mit dem Entzug von künstlicher Ernährung und Flüssigkeit (= „passive Sterbehilfe") war die Akzeptanz der „aktiven Sterbehilfe" nicht mehr weit. In einem rasanten Tempo hat man die letzten christlichen Prinzipien über Bord geworfen. Und dennoch sieht man keinen Widerspruch zum katholischen Glauben. (EEG, Juni 2008)


  

Frankreich

- Gegen „aktive Sterbehilfe"

In Frankreich haben sich Pflege- und Heilberufsorganisationen gegen die Zulassung von „aktiver Sterbehilfe" gewandt.

Ob man sich allerdings bewusst ist, dass sog. „passive Sterbehilfe" äußerst „aktiv" sein kann, ist nicht bekannt. (EEG, Juli 2008)

  


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