Rundbriefe der AKTION LEBEN e.V.

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AKTION LEBEN   

    

 

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Rundbrief  Nr. 5/ 2005       

Aus dem Inhalt:

Einleitung

Nicht nur die Jugend

Aus der Pressearbeit der Aktion Leben e.V.

Nicht Lob, nicht Furcht!

Halbgötter in Weiß
Nachrichten aus Deutschland
Mein Kind - ein Segen!

Nachrichten aus aller Welt

Download des Rundbriefes

Impressum

 

 

Liebe Mitglieder und Freunde der AKTION LEBEN,

Haben Sie einmal darauf geachtet, wie sehr in den letzten Wochen die Euthanasie/Sterbehilfe in den Medien thematisiert und herbeigeredet wird? Es scheint zu eilen!

Politisch Verantwortliche glauben offenbar, die Katastrophe, den Zusammenbruch unseres sozialen Gefüges, nicht mehr anders abwenden zu können. Aber es ist zu fragen: Wann endlich geht man an die Wurzeln des Problems? Mit Symptombehandlung ist es nicht getan und mit Herumdrücken um die eigentlichen Fragen auch nicht.

Liebe Mitglieder und Freunde, nicht weil wir uns in den Fragen des Lebensrechts und der gottgegebenen Würde des Menschen von der „Empfängnis bis zum natürlichen Tod“ besonders engagieren, halten wir diese Fragen für elementar. In seinem Buch „Kinderlos - Europa in der demographischen Falle“ schreibt Stephan Baier: „Die Abstumpfung der Gewissen, die durch millionenfache Abtreibung vorbereitet wurde, bedroht mit der wachsenden Euthanasiepropaganda zunehmend auch die Alten und Kranken der Gesellschaft.“

Wir dürfen also nicht müde werden, immer wieder auf diese Zusammenhänge und Strategien hinzuweisen. Jeder einzelne nach Maßgabe seiner Möglichkeiten! Um hierzu immer aktuell informiert zu sein, bieten wir Ihnen kostenlos unseren EEG­Rundbrief an, bestellen Sie bei uns. Vor allem aber sollten wir dieses große Anliegen in fürbittendem Gebet vor Gott tragen, denn nach menschlichem Ermessen scheint dieser Kampf aussichtslos.

Ihnen danke ich von ganzem Herzen für Ihre Treue und jegliche Unterstützung. Gott möge es Ihnen reichlich vergelten.

Walter Ramm

P.S.: Damit unsere Arbeit nicht am Materiellen scheitert - fast täglich erklären uns Mitstreiter, daß sie die Zuwendungen kürzen oder gar mit großem Bedauern einstellen müssen - bitte ich Sie wiederum um Ihre Spende, wohl wissend, daß auch die kleinste Spende ein großes Opfer bedeuten kann.

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Nicht nur die Jugend

wurde von uns am Weltjugendtag angesprochen. So manche auch, denen die Jugend am Herzen lag, wie diesem Ehepaar: Beide 80 Jahre alt. Sie saßen auf einer Bank am Rande der Domplatte und freuten sich am Anblick so vieler Jugendlicher aus aller Welt. Ein ganz anderes Bild als die „gewöhnlichen“ Jugendlichen oder gar randalierenden Sportfans. Ich erzählte ihnen von unseren Erfahrungen und von unseren Bemühungen. Ihre Reaktion darauf: „Jetzt gehen wir zur Mutter Gottes in den Trümmern in der Kupfergasse, werden für Sie beten und eine Kerze anzünden.“

 

Das Ehepaar konnte es nicht mehr sehen, gleich das nächste Gespräch mit einer Gruppe von Jugendlichen aus dem Bayerischen Wald nahm einen sehr positiven Ausgang und soll in der Gruppe zu Hause fortgesetzt werden.

 

Hatte das Gebet der „Alten" schon gewirkt?

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Aus der Pressearbeit der AKTION LEBEN e.V.

Pressemitteilung 4/2005

Gewöhnung an das Unrecht - Drei Jahrzehnte „rechtswidrig aber straffrei“ töten -

Abtsteinach. Die mitgliederstärkste deutsche Lebensrechtsorganisation Aktion Leben e.V. macht angesichts des 10. Jahrestages der heute gesetzlich geltenden Liberalisierung der Abtreibungstötung vom 1. Oktober 1995 auf deren verheerende Folgen aufmerksam.

Der eigentliche Rechtsbruch sei bereits mit der Änderung des §218 StGB im Jahre 1976 erfolgt. In den bald 30 Jahren der faktischen Freigabe der Abtreibung seien nach vorsichtigen Schätzungen allein in Deutschland rund 9 Millionen kleine Bürger noch vor ihrer Geburt straffrei und staatlich subventioniert getötet worden.

Erschreckend sei, daß sich die Öffentlichkeit an dieses ungeheure Verbrechen gewöhnt habe, so Walter Ramm, Vorsitzender der Aktion Leben. Ramm erinnert daran, daß das Bundesverfassungsgericht (BVG) im Februar 1975 noch geurteilt hat, daß das ungeborene Kind ein selbständiges Rechtsgut ist, das unter dem Schutz der Verfassung steht und daß das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren niemals Vorrang vor dem Lebensrecht der Leibesfrucht hat. Allerdings könne man an späteren Urteilen des BVG bereits einen “gewissen Wertewandel” ablesen. Betrachtet man Gesetz und Praxis der Kindesabtreibung, stellt man fest, daß die Bundesrepublik Deutschland in diesem Bereich kein Rechtsstaat mehr ist. Wann hat es jemals in der Geschichte ein Verbrechen gegeben, dem mit der juristischen Konstruktion “rechtswidrig aber straffrei” schon im Voraus Straffreiheit zugesichert wurde? Allerdings sollten sich diejenigen, die sich heute auf diese Gesetze berufen, nicht täuschen: Schon die Naziverbrecher und danach z.B. die Mauerschützen der untergegangenen DDR mußten erfahren, daß Verstöße gegen die Menschlichkeit und gegen das Naturrecht - wenn auch spät - geahndet wurden.

Ramm: “Keine politische Kraft scheint derzeit zu erkennen, daß u.a. nicht zuletzt auch die katastrophalen Entwicklungen im sozialen, gesundheitlichen und auch wirtschaftlichen Bereich, die man verharmlosend als ‘de­mographischen Wandel’ bezeichnet, einen ursächlichen Zusammenhang mit dem Massenmord im Mutterschoß haben.”

Den massenhaften Schließungen von Kindergärten und Grundschulen (262 zu Beginn dieses Schuljahres) würden in wenigen Jahren Schließungen von weiterführenden Schulen folgen. Den Kindermangel in den Kindergärten versuche man derzeit auszugleichen, indem man bereits Wickelkinder aufnehme und Ganztagsbetreuung forciere. Weitsichtige Unternehmer, ja selbst Gewerkschaftler machten sich bereits Sorgen, wie in wenigen Jahren der Bedarf an qualifizierten Arbeitnehmern gedeckt werden solle, ein Bedarf, der auch nicht durch großzügigen Zuzug junger Menschen aus anderen Ländern ausgeglichen werden könne.

Der Lebensrechtler warnt: “Dennoch leisten wir uns den ‘Luxus’, weiterhin täglich etwa 1000 noch nicht geborene Kinder straffrei zu töten, finanziert von Sozialämtern und Krankenkassen mit Millionen Euro und mit all den offensichtlichen gesellschaftlichen Folgen sowie schwersten psychischen und physischen Schäden der persönlich Betroffenen.”

Eine gute Zusammenstellung der Fragen um die Abtreibung finden Sie in unserem Heft Nr. 4 der Schriftenreihe der Aktion Leben: „Den Stimmlosen Stimme sein!“

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Nicht Lob, nicht Furcht!

Seit dem 9. Oktober 2005 hat die Lebensrechtsbewegung, besonders aber die deutsche Lebensrechtsbewegung, Grund zur großen Freude. Kardinal Clemens August Graf von Galen wurde zur Ehre der Altäre erhoben. So ist er uns nicht nur ein leuchtendes Vorbild, sondern auch sicher ein großer Fürsprecher in unserem Kampf um Gottes Gebote, Lebensrecht und Würde des Menschen.

 

Was könnte man über den mutigen Gottesmann noch sagen, was noch nicht gesagt wurde? Welche Parallele zur heutigen Zeit und Situation könnte man noch ziehen, die noch nicht gezogen wurde?

Mein erstes und einschneidendstes Erlebnis in der Lebensrechtsbewegung erlebte ich am 28. Dezember 1975 (Tag der unschuldigen Kinder). Meine Frau und ich besuchten zwi­schen Weihnachten und Neujahr einen Kongreß - unseren ersten Kongreß - der Europäischen Ärzteaktion in Münster. Dort lernten wir nicht nur den unvergeßlichen Dr. med. Siegfried Ernst sowie Dr. med. Gunning, Günter Stiff, Heribert Börger vom Kardinal von Galen Kreis und viele andere Persönlichkeiten der jungen Lebensrechtsbewegung kennen, sondern auch den hochgeschätzten Pfarrer Winfried Pietrek. Letzterer führte die Teilnehmer nach einer Kundgebung vor St. Lamberti in den Dom zu Münster an das Grab von Kardinal von Galen. Im Rahmen einer Andacht legten wir dort das Versprechen ab: „Nicht zu rasten und nicht zu ruhen, bis die den ungeborenen Kindern den Tod bringenden Gesetze hinweggefegt sind!“

 

In den 30 Jahren gab es immer wieder Situationen, in denen ich gerne das „Handtuch“ geworfen hätte. Aber dieses Versprechen wurde mir dann bewußt. Nun freue ich mich, daß wir dieses große Vorbild, dessen Wahlspruch als Bischof lautete „Nec laudibus, nec timore“ (Nicht Lob, nicht Furcht) jetzt auch ganz offiziell verehren und um seine Fürsprache anrufen dürfen.                H.-W. R.

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Halbgötter in Weiß

Im September veranstaltete die Aktion Leben einen Info-Stand in München, an dem auch einige Mitarbeiter aus der Zentrale teilnahmen. Drei Tage lang führten wir unzählige Gespräche, von denen ich eines, mit einer angehenden Hebamme, als besonders interessant für unsere Arbeit empfand. Ich stellte ihr die Frage, ob es zu ihrer Ausbildung gehöre, bei Abtreibungen dabei zu sein. Sie antwortete, man könne als Schülerin im Voraus nicht immer genau erkennen, ob es sich um eine Abtreibung handle, aber sie müßten sich auf jeden Fall nach dem Eingriff medizinisch um diese Frauen kümmern und spätestens dann erfahre sie es.

Belastend seien auch die vielen Pränatal-Diagnosen (vorgeburtlichen Untersuchungen), die durchgeführt würden. Viele ahnungslose Frauen willigten in eine solche Untersuchungein ,ohne sich der Konsequenzen bewußt zu sein. Die Mortalitätsrate (Sterblichkeitsrate) ungeborener Kinder durch die Untersuchung sei sehr hoch, besonders bei der am häufigsten angewandten Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) in der 16.-17. Schwangerschaftswoche. Viele Frauen, die eine solche Untersuchung durchführen ließen, fühlten sich anschließend unsagbar unter Druck gesetzt.

Dieses Gespräch bestätigte die Auffassung der Aktion Leben, daß die vielen Pränataldiagnosen eine Belastung darstellen. Diese Frauen fürchten, für die Geburt eines behinderten Kindes verantwortlich gemacht zu werden. Dazu muß man auch ganz klar sagen, daß die Aussagen der Pränatal-Diagnostik unsicher sind. Die Frauen erleben durch die Untersuchung eine emotionale und soziale Veränderung, die ihre Schwangerschaft erheblich beeinträchtigt. Von den Ärzten wird ihre Schwangerschaft wie eine „Schwangerschaft auf Probe“ angesehen. Dadurch kommt es auch zu einer gravierenden Störung der Mutter-Kind-Beziehung. Am Ende der Diagnose, die mit hohem Aufwand betrieben wird, steht ein unsicherer Befund ohne jede Therapiemöglichkeit. Und was dann auf die betroffenen Frauen, Familien und Kinder einstürzt, ist unwürdig und unmenschlich.

Die Hebammenschülerin klagt: „Wir wissen um die Traumatisierung dieser Frauen, und das Schlimmste ist, wir können wenig dagegen tun, weil den Ärzten, den ‘Göttern in Weiß’, mehr geglaubt wird als uns. Das Angebot der Pränatal-Diagnostik mit ihren selektiven Konsequenzen ist die absolut dunkle Seite des Hebammen-Berufes und schwer zu tragen.“    G. H.-W.

Hinweis: Bitte lesen Sie zu diesem Thema unser Heft 11 „Hauptsache gesund!“ aus der Schriftenreihe der Aktion Leben e.V.

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Nachrichten aus Deutschland

DEFIZITE IN LÄNDLICHEN REGIONEN

Knapp sechs Jahre nach Einführung der Abtreibungspille (RU486) in Deutschland sei die Methode noch immer nicht für jede Frau verfügbar, bedauert Pro Familia in einer Presseerklärung. (Vgl. Pro Familia Pressemitteilung 8/2005)

 

SCHON IM KINDERGARTEN

Pro Familia Landau bietet eine Fortbildung für Erzieherinnen zum Thema „Ganzheitliche Sexualerziehung im Kindergarten“ an. (Vgl. Rheinpfalz, 21.9.2005)

 

TABUBRUCH

Der Hamburger Justizsenator Kusch for­dert als erster CDU-Politiker öffentlich die Zulassung der „aktiven“ Sterbehilfe und beruft sich dabei auf den Theologen Prof. Hans Küng. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 12.10.2005)

Anmerkung: Die CDU-Vorsitzende Frau Merkel meint, man müsse „deutlich machen, daß es Grenzen gibt“. Bundespräsident Köhler und die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der CDU/CSU Bundesfraktion Frau Eichhorn (sie hat die „große Koalition“ zur Abtreibungsfreigabe mit herbeigeführt) wenden sich gegen „aktive Sterbehilfe“, ohne darauf hinzuweisen, wo die „Grenzen“ sind und was heute bereits alles als „passive Sterbehilfe“ bezeichnet wird, was man früher jedoch noch korrekt „aktive Sterbehilfe“ nannte. Weitere Infos erhalten Sie in unseren kostenlosen EEG-Rundbriefen.

 

BEI GRÜNEN BESSER AUFGEHOBEN?

Ist das Lebensrecht zwischenzeitlich bei den Grünen (bei manchen Grünen) besser aufgehoben als bei CDU/CSU? Angela Merkel hat „nur“ eine kleine Korrektur in der Beratung bei sog. „Spätabtreibungen“ in Aussicht gestellt.

Die Bündnisgrüne Katrin Göring-Eckart z.B. hat sich von der Position ihrer Partei zur Abtreibung distanziert. Einen Embryo zwar vor Klonforschern, nicht aber vor Abtreibung zu schützen, sei wider­sprüchlich. (Vgl. KNA, 25.8.2005)

 

JUBILÄUMSKONGREß

Ende September 2005 fand in Salzburg ein Kongreß der Europäischen Ärzteaktion mit ausgezeichneten Beiträgen zu den Folgen der sog. demographischen Entwicklung in Europa statt. Besonders beachtenswert waren die Beiträge des Salzburger Weihbischofs Prof. Andreas Laun. Er sagte u. a., daß wir heute einen Großangriff auf die Familie erleben. Die Kirche müsse, so der Bischof, mit prophetischer Kraft die Aufgabe des Wächters übernehmen, denn sie sei die Hüterin der unzerstörbaren Wahrheit. Es sei ihr „Kerngeschäft“, die Menschen zum Umdenken und zur Umkehr anzuleiten.

Der Journalist und Buchautor Stephan Bai­er („Kinderlos - Europa in der demogra­phischen Falle“) belegte, daß nicht die Moral, sondern die Mathematik zum Umdenken zwingen könnte.

Einem anderen Thema wandten sich die Referenten Christa Meves und Prof. Reinhold Ortner zu. Dieser berichtete von einer alarmierenden Zunahme psychosomatischer Störungen bei Kindern, von vernachlässigten und traumatisierten, aggressiven und depressiven Kindern. Verhaltensauffälligkeiten seien Hilferufe einer gequälten Seele.

Seine Konsequenz daraus lautet:„Die existentielle Kraftquelle Familie darf nicht ausgetrocknet oder zerstört werden!“

 

SCHUL-SCHWUL-AKTION

Mit der Aktion „Wir sind für Dich da“ will eine „Koordinierungsstelle“ in München jetzt an Münchens Schulen für mehr Akzeptanz homosexueller Jugendlicher sorgen und das Selbstbewußtsein der Betroffenen stärken.

Über Monate sollen in den Schulen Plakate ausgehängt werden, in denen Schwule und Lesben für ihre Art Sexualität werben. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 29.9.2005)

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Mein Kind - ein Segen!

Im Februar 2004 erreichte mich ein verzweifeltes E-Mail einer jungen Frau: Sie war in der neunten Woche schwanger. Sie wußte nicht, was sie tun sollte. Der Vater des Kindes war bei der US-Army Soldat und hatte sich von ihr abgewandt, als er von der Schwangerschaft erfuhr. Er wollte nichts von dem Kind wissen. Die Mutter sollte abtreiben. Überhaupt rieten ihr alle zur Tötung des Kindes. Der Frauenarzt meinte sogar, das Kind könnte geschädigt sein, da sich der Kindsvater wegen eines Aufenthalts im Irak einigen speziellen Impfungen unterziehen mußte. Der Arzt meinte wörtlich: „Man sollte kein Risiko eingehen und lieber eine Abtreibung vornehmen.“

Sie wandte sich in ihrer Verzweiflung an eine katholische Beratungsstelle und auch dort mußte sie die traurige Erfahrung machen, daß man nicht unbedingt um ihr Kind gerungen hat. Durch Zufall kam sie auf die Internetseite der Aktion Leben (www.aktion-leben.de) und nahm mit uns Kontakt auf. Ich hatte über eine längere Zeit Schriftwechsel mit der Mutter und ich glaubte schon, das Kind dürfte das Licht der Welt erblicken, als ganz unerwartet die Mutter von heute auf morgen den Kontakt abbrach. Wir alle vermuteten das Schlimmste und konnten nur noch beten für das Kind und die Mutter.

Ende September 2005 erreichte uns dann ein neues Lebenszeichen von dieser Mutter. Mit unendlicher Dankbarkeit haben wir erfahren, daß sie eine Tochter zur Welt gebracht hatte. Sie schreibt uns: „Heute nach so langer Zeit kann ich nur sagen, wie glücklich ich bin, daß ich mich für mein Kind entschieden habe. Ich würde meine Tochter um nichts auf der Welt wieder hergeben.“ Weiter schreibt sie: „Es war eine sehr schlimme Zeit und trotzdem würde ich es immer wieder tun. Ich glaube auch, gerade diese schlimme Zeit hat mir auch klar gemacht, daß mein Kind ein Segen ist und daß ich mir die Tötung meines Kindes niemals hätte verzeihen können. ... Macht weiter so. Ich hoffe, daß Eure Internetseite viele Mädchen und Frauen vor dem Schritt der Abtreibung zurückhält.“ G. H.-W.

Informationen zu den Problemen nach Abtreibung bietet unsere PAS-Infomappe.

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Nachrichten aus aller Welt

 
Italien

 

ERWACHT

„Ich lag im Koma, habe alles verstanden.“ Nach zwei Jahren kann der 38jährige Sizilianer wieder sprechen und seinen linken Arm und Kopf bewegen. (Vgl. kath.net, 6.10.2005)

 

RU 486 GESTOPPT

Der italienische Gesundheitsminister Francesco Storace hat die „zur Probe“ erlaubte Anwendung der Tötungspille RU 486 gestoppt. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 23.9.2005)

 

Europa

DAS KIND ALS SCHADEN

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat den Eltern von Kindern, deren Behinderung während der Schwangerschaft nicht diagnostiziert wurde, Schadenersatz zugesprochen. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 7.10.2005)

Anmerkung: Quo vadis, Europa? Wohin gehst du, Europa?

 

UNENTWIRRBARES CHAOS

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat über die Klage einer Britin zu entscheiden, die auf der Einpflanzung einer ihr vor einer Krebserkrankung entnommenen Eizelle besteht. Die Frau hatte sich vor der Entfernung der Eierstöcke Eizellen entnehmen, befruchten und die Embryonen einfrieren lassen. Das Problem: Die Beziehung zu ihrem damals Verlobten endete im Mai 2002 und der Mann entzog seine Zustimmung. Sie argumentiert, es sei für sie der einzige Weg, genetisch mit ihr verbundene Kinder zur Welt zu bringen. Die Zerstörung der Embryonen sei Diskriminierung und verletze zudem das Recht auf Leben der Embryonen. (Vgl. KNA, 27.9.2005)

Anmerkung: Die Mutter vergißt jedoch, daß bereits die Erzeugung ihrer Kinder durch IVF (künstl. Befruchtung) eine Diskriminierung und Verletzung der Menschenwürde darstellt. Lesen Sie dazu das Heft 21 der Schriftenreihe der Aktion Leben „Moderne Befruchtungs­technologien - Anmerkungen aus ethischer Perspektive“ von Prof. Dr. Manfred Balkenohl.

 

USA

MILLIONENPROFIT

Die größte internationale Abtreibungsorganisation „Planned Parenthood“ (verwandt mit unserer Pro Familia) könnte an der rezeptfreien Abgabe der Abtreibungspille „Plan B“, bekannt als „Pille danach“, in den USA gut verdienen, weil es einen geheimen Vertrag mit der Herstellerfirma gibt. Die zuständige US-Behörde befaßt sich derzeit mit einem Antrag zum rezeptfreien Verkauf der Abtreibungspille. Nach Informationen könnte Planned Parenthood das Tötungspräparat für 4,25 $ kaufen und für rund 25 $ verkaufen. In Apotheken würde es 32 $ kosten. (Vgl. kath.net, 29.8.2005)

 

GRATISABTREIBUNG

Ein Abtreiber im US-Bundesstaat Arkansas machte schwangeren Müttern, die sich vor den Wirbelstürmen der letzten Wochen retten konnten, das Angebot, gratis ihre Kinder abzutreiben. (Vgl. kreuz.net, 4.10.2005)

 

CHINA

IMMER NOCH

Erzwungene Abtreibungstötungen und Sterilisationen stehen in China auf der Tagesordnung. Ein Mann, der eine Sammelklage initiierte, wurde nun verhaftet. (Vgl. kath.net, 8.9.2005)

 
 

Vatikan

 

SÜNDE

Der neue Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Levada, hat die Katholiken aufgefordert, bei Wahlen keine Abtreibungsbefürworter zu wählen. Gläubige würden sündigen, wenn sie Politiker wählten, die sich für Abtreibungsgesetze einsetzten. (Vgl. kath.net, 5.10.2005)

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Impressum

Herausgeber: Aktion Leben e.V. - Postfach 61 - D-69518 Abtsteinach/Odw.

Telefon: 06201 - 2046 - Fax: 06201-23848

 

Homepage: www.aktion-leben.de

Versand erfolgt an alle Mitglieder der Aktion Leben e.V.

(Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten)

Nachdruck bei Quellenangabe und Übersendung eines Belegexemplares gestattet

 

Spendenkonto: 17914 bei Volksbank Überwald-Gorxheimertal eG, BLZ 509 616 85

Aktion Leben - Konsequent für das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod

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