Rundbriefe der AKTION LEBEN e.V.

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AKTION LEBEN   

    

 

D 58888

 

Rundbrief  Nr. 1/ 2005       

Aus dem Inhalt:

Einleitung

Großangriff gegen Lateinamerika

Ego-Massage ? Zur aktuellen Unterschriftensammlung gegen sogenannte „Spätabtreibungen“

Kondome kein Schutz vor AIDS

Aus der Geschichte nichts gelernt ?

Email-Beitrag zu den Gedenkfeiern in Auschwitz im Januar 2005
Nachrichten
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Impressum

 

 

Liebe Mitglieder und Freunde der AKTION LEBEN,

In der Nähe eines Dorfes wird ein Zirkuszelt aufgebaut. Plötzlich bricht dort Feuer aus, das die Zirkusleute nicht löschen können. Schnell wird der Clown ins Dorf geschickt, doch die Bewohner nehmen seinen Hilfeschrei nicht ernst, sondern halten ihn für einen Werbegag. Das Feuer greift weiter um sich, erreicht und vernichtet zuletzt das ganze Dorf.

Kommen wir uns nicht auch manchmal vor wie der Clown in dieser Erzählung von Sören Kierkegaard?

Seit über 25 Jahren geht es uns ähnlich. Wir „schreien“ es in die Welt hinaus: „Abtreibung ist Mord!“ Sie hat vielfältige Folgen nicht nur für direkt Betroffene, sondern für alle Teile der Gesellschaft. Aber man hat uns nur belächelt. Man sah uns als „arme Irre“, als „ewig Gestrige“. Und nun: Probleme, wo man hinschaut. Man nennt es „demographischer Wandel“!

Immerhin, man hört und liest in den Nachrichten und Kommentaren, daß uns die Kinder fehlen und daß dieser Tatbestand bereits irreparabel sei.

Aber zieht man daraus Konsequenzen? Vielleicht einzelne! Aber die Gesellschaft? Sie finanziert weiterhin bei knappen Kassen munter die Verhütung und die Abtreibungstötung! Lust am Untergang?

Ja, liebe Mitstreiter, auch wenn wir uns manchmal wie dieser Clown in der Erzählung fühlen, so wissen wir doch, daß wir mit unserer Arbeit die richtige Spur verfolgen.

Deshalb: „Ora et labora“, beten und arbeiten wir weiterhin für die Achtung der gottgegebenen Würde, das Lebensrecht des Menschen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod und für die Achtung der Gebote Gottes.

Für Ihre Mithilfe und für Ihre Opfer sagen wir auch im Namen der vielen Menschen, die ideelle oder materielle Hilfe bekommen haben, ein herzliches „Vergelt’s Gott!“.

Ihre

Aktion Leben e.V.

Walter Ramm

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Lateinamerika

Aus mehreren lateinamerikanischen Ländern wird derzeit berichtet, daß Kampagnen für eine Legalisierung der Abtreibungstötung laufen. Die Strategien kennen wir aus den siebziger Jahren. Die angeblich horrenden Zahlen der illegalen Abtreibungen sollen durch die Liberalisierung gesenkt und UNO-Auflagen zur „Verbesserung der Gesundheitslage“ erfüllt werden.

 

Zielscheibe sind u. a. Mexiko, Argentinien, Kolumbien, Paraguay und Ecuador. „Verständlich“, daß diese überwiegend katholischen Bevölkerungen nun ganz besonderem internationalen Druck ausgesetzt werden. Sog. „Frauenrechtlerinnen“ vor Ort beziehen sich dabei regelmäßig auf Erklärungen der UNO. Bischöfe und nationale Bischofskonferenzen, aber auch Regierungen versuchen, standhaft zu bleiben.

(Vgl. KNA, 10.12.2004 und 6.2.2005)

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Ego-Massage?

Zur aktuellen Unterschriftensammlung gegen sogenannte „Spätabtreibungen“

Kürzlich versendeten wir eine Pressemeldung. Wir drückten darin unsere Sorge aus, daß mit der unüberlegten Unter­schriftenkampagne ausschließlich gegen sog. „Spätabtreibungen“ Schaden angerichtet werden könnte. Initiiert wurde diese Kampagne von kath. Kirchenzeitungen und Diözesen. Grundsätzlich eine gutgemeinte Aktion. Nur schade, daß man damit viel zu kurz gegriffen hat, denn nicht nur die sog. „Spätabtreibungen“ sind von Übel, sondern alle Abtreibungstötungen in allen Entwicklungsstadien des Menschen, von der Empfängnis d. h. von der Verschmelzung der mütterlichen Eizelle mit der väterlichen Samenzelle an.

Davon ist aber leider kein Wort in den Forderungen an Politiker und Parlament zu lesen. Aber kann ein solcher Minimalismus die Forderung von Lebensrechtlern und Gläubigen sein? Ist das etwa zwischenzeitlich der „kleinste gemeinsame Nenner“? Geht es etwa nicht mehr um jedes Menschenleben, wenn gemäß dieser Unterschriftensammlung nur noch die „Eindämmung“ oder „Reduzierung“ der „viel zu hohen Zahl an Spätabtreibungen“ das Ziel einer „Nachbesserungspflicht“ des Gesetzes sein soll? Sollen jetzt, neben den inkonsequenten Politikern, die ja angeblich nichts machen können, auch die Gläubigen alle politisch pragmatisch denken und handeln? Glauben wir nicht mehr daran, daß mit Gottes Hilfe diese ungerechten Gesetze hinweggefegt werden können? War es vielleicht doch ein gutes Zeichen, ein Ausdruck des schlechten Gewissens, daß die einzige katholische Tageszeitung äußerst empfindlich reagierte und uns, die wir in dieser Presseerklärung gewarnt und gemahnt haben, heftig und unqualifiziert angegriffen hat? Da konnte man lesen, die Aktion Leben würde „Ego-Massage“ betreiben. Statt sich Sorgen zu machen, daß bei den Gläubigen der Eindruck verstärkt werden könnte „je früher, je besser“ abzutreiben, hat man dann Leserbriefe zur Meinungsbildung unterdrückt.

Es ist unsere Überzeugung, daß, wenn tatsächlich parlamentarische Mehrheiten für eine „Eingrenzung der Spätabtreibung“ gefunden würden, das ungerechte Gesetz weiterhin auf lange Zeit zementiert würde.

Bundestagsabgeordnete wie Dr. Maria Böhmer (CDU - katholisch) betonen stets den „historischen Kompromiß“ (d.h. die derzeitige Rechtslage), den sie durch das eigene Abstimmungsverhalten selbst herbeigeführt haben und den sie nicht angreifen wollen.

Der Widerstand innerhalb der Kirche gegen die massenhafte Abtreibungstötung ist sichtlich zusammengebrochen. Uns scheint, nach dieser Unterschriftenkampagne ist die Verwirrung nur noch größer geworden.

Ist es da noch ein Wunder, daß wir uns wie der Clown in der Geschichte von Sören Kierkegaard fühlen - oder?

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Kondome kein Schutz vor AIDS

Studien zeigen, daß zur Vermeidung von AIDS die Einhaltung christlicher Werte wirksamer ist als Kondome.

Kürzlich hat der Päpstliche Rat für die Familie ein Dokument unter dem Titel „Familienwerte gegen sicheren Sex“ von Alfonso Kardinal López Trujillo herausgegeben, in dem er sich entschieden einsetzt für Enthaltsamkeit und Treue in der Ehe als wesentlich wirksamere Mittel zur Eindämmung der HIV/AIDS-Epidemie als Kondome. Das Schreiben ist die Antwort auf einen Film der BBC, in dem die katholische Kirche absichtlich und systematisch kritisiert wurde, weil sie angeblich zum Tode von Menschen beitrage, da sie den Gebrauch von Kondomen gegen die Ausbreitung von AIDS verbiete. Der Kardinal hält dagegen, daß die Haltung der Kirche „die einzig menschliche und verantwortungsbewußte“ sei, während Kampagnen, die „den Sieg über AIDS nur durch den Gebrauch von Kondomen versprechen“, falsche Sicherheit schaffen und zur Promiskuität verführen, „welche die erste Ursache für die Epidemie ist“.

Er weist darauf hin, daß Kondome oft wegen Herstellungsfehlern und anderen Mängeln, die durch Transport, Umladen oder Lagerung entstehen und durch Fehlverhalten der Endverbraucher versagen. Die US-Kontrollbehörde für Nahrungsmittel und Medikamente (US Food and Drug Administration) erlaubt den Verkauf von Kondompackungen, die nicht mehr als 4 Versager pro 1000 Stück enthalten. Das bedeutet, daß Hunderttausende oder gar Millionen defekter Kondome auf der ganzen Welt gehandelt werden, zumal die Qualitätsanforderungen bei der Herstellung in anderen Teilen der Welt viel geringer sind als in den USA. Weiß das die Öffentlichkeit? Aber selbst „einwandfreie“ Kondome werden oft nicht vorschriftsmäßig angewandt. In einer Studie des Medical Institute in Texas gaben weniger als die Hälfte der befragten Jugendlichen an, Kondome vorschriftsmäßig anzuwenden. Der Kardinal bezeichnet die Kampagnen für „Sicheren-Sex“ als äußerst unverantwortlich, weil sie diese Informationen verheimlichen und die trügerische Illusion der Wirksamkeit von Kondomen schaffen, womit sie die weitere Ausbreitung gerade jener Verhaltens-  und Lebensweisen fördern, die für die Epidemie verantwortlich sind.

López Trujillo ist überzeugt, daß die „Sicherer-Sex"-Rhetorik trotz der Versagerquote hauptsächlich aus zwei Gründen weitergeht: Erstens wegen der Kondom­Industrie, die erfolgreich Studien zur Wirksamkeit von Kondomen bei der Vermeidung einer AIDS-Übertragung verhindert hat, und zweitens die „Ideologie der Mächtigen gegen die Armen zusammen mit der Bevölkerungskontrolle“. Der Kardinal betont, daß Enthaltsamkeit und Treue in der Ehe, - die einzigen Ansätze, die der Ganzheit der Person und dem Willen Gottes entsprechen, - auch die einzigen wirksamen Mittel gegen die Ausbreitung von AIDS sind. Er zitiert die Philippinen und Thailand als Beispiele: AIDS trat in beiden Ländern etwa zur selben Zeit auf. Thailand begegnete dem Problem durch eine intensive Kampagne für hundertprozentigen Kondomgebrauch, während auf den Philippinen Kirche und Regierung dem Kondomprogramm und der Promiskuität heftigen Widerstand leisteten und der Kondomgebrauch gering blieb. Heute gibt es um die 750.000 Fälle von HIV/AIDS in Thailand und „nur“ 1.935 auf den Philippinen – obwohl dort etwa 30% mehr Menschen leben!

Quellenangabe: Vgl. C-FAM (Catholic Family and Human Rights Institute), Friday Fax, 8. Oktober 2004, Nr. 42, Jg. 7

Anmerkung: Lesen Sie zu diesem Thema unser Heft 19 aus der Schriftenreihe der Aktion Leben e.V: Familienwerte contra „Safe Sex“ von Kard. López Trujillo.

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Aus der Geschichte nichts gelernt ?

Der Chefredakteur des PUR-Magazins, Bernhard Müller, schrieb kürzlich (PUR 1/2005) treffend in seinem Leitartikel:

"Als ich noch zur Schule ging, bestand ein Großteil meines Geschichtsunterrichts in der Aufarbeitung der schrecklichen Verbrechen des Hitlerregimes vor allem an den Juden. Auch wenn die deutsche Geschichte etwas länger und an vielen Stellen etwas menschenfreundlicher verlief als zwischen 1933-45, war mir die Erklärung so ausgedehnter Aufarbeitung immer plausibel „damit sich ähnliche Verbrechen an der Menschheit niemals wiederholen“ oder „damit wir sensibel werden für Ungerechtigkeit und Menschenrechtsverletzungen und allen neuen Anfängen wehren".

Doch wer heute mit Verweis auf die Verbrechen Hitlers vor neuen Vergehen gegen die Menschlichkeit warnt, dem wird nicht etwa bescheinigt, daß er die richtigen Lehren aus der Vergangenheit zog, sondern der wird sogleich von einer überwältigenden Öffentlichkeit wegen Verharmlosung des Holocausts angegriffen. So widerfuhr es zuletzt Kardinal Meisner mit seiner Predigt am Dreikönigstag, so erging es im vergangenen Jahr der „Aktion Leben“, die sich wegen ihres Flugblatts „Abtreibung - ein neuer Holo­caust?“ von der Jüdischen Gemeinde Mannheim eine Strafanzeige einhandelte.

Doch weder Kardinal Meisner noch die „Aktion Leben“ verharmlosen den Holocaust, sondern sie wollen nur klarmachen, daß man durchaus von einer neuen Tragödie der massenhaften Tötung sprechen kann, wenn nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO jährlich weltweit 60 Millionen ungeborene Kinder getötet werden.

Das Gedenken an die Opfer des Holocaust hat eine neue fatale Instrumentalisierung erfahren: Anstatt dem unsäglichen Verbrechen einen letzten Sinn abzugewinnen, nämlich daß es zukünftige Generationen davor schützt, ebenfalls mißhandelt zu werden, wird der Nazi­Holocaust dazu benützt, heutige Verbrechen zu rechtfertigen, weil diese ja alle viel, viel weniger schlimm sind. Jedes gegenwärtige Verbrechen bleibt harmlos im Vergleich zu dem, was im letzten Jahrhundert in Deutschland geschah und damit irgendwie tolerier- und entschuldbar.

Ich erlaube mir die Frage, wer hier wirklich die Millionen Holocaust-Opfer beleidigt: Kardinal Meisner oder jene, die sie als Vorwand nehmen, um gegenwärtiges Unrecht schön zu reden. Wenn die unbeschreiblichen Verbrechen an den Juden während des Dritten Reiches dazu mißbraucht werden sollten, alle anderen Verbrechen klein zu reden, dann haben wir wirklich nichts aus der Geschichte gelernt.

(PUR Magazin, Heft 1-2005 fe-Medien­verlag - Friedrich-Wirth-Str. 4, D-88353 Kißlegg, www.pur-magazin.de)

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Als Beitrag zu den Gedenkfeiern in Auschwitz im Januar 2005

erreichte uns ein E-Mail mit folgendem Inhalt:

 
Die Vereinigung der Orthodoxen Rabbiner der Vereinigten Staaten und Kanadas 235 East Broadway, New York, N.Y. 1000213 Shvat 5765

23. Januar 2005

 

An den Präsidenten der Republik Polen Alexander Kwasniewski

Sehr geehrter Herr,

am 27. Januar 2005 sollen sich Regierungschefs und Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz aus der ganzen Welt beim berüchtigten Konzentrationslager Auschwitz versammeln, um des 60. Jahrestages seiner Befreiung zu gedenken.

Frau Simone Veil, die frühere französische Gesundheitsministerin, welche eine jüdische Insassin von Auschwitz war, soll bei diesem Treffen sprechen. Frau Veil ist bekannt dafür, daß sie die Legalisierung der Abtreibung in Frankreich herbeiführte.

Deswegen ist sie eine der Hauptverantwortlichen für die andauernde Zerstörung menschlichen Lebens, welche die der Nazis weit übersteigt.

Bei ihren Aktivitäten zugunsten der Abtreibung hat sie genau entgegengesetzt den jüdischen Lehren gehandelt.

Aus dieser Sicht ist es äußerst unangemessen, daß Frau Veil beim Gedenken der Befreiung von Auschwitz spricht, und wir reichen deshalb unseren entschiedenen Protest ein.

Hochachtungsvoll, Rabbi Yehuda Levin

Sprecher der Vereinigung der Orthodoxen Rabbiner der Vereinigten Staaten und Kanadas und der Rabbinischen Allianz (Verbindung) von Amerika, die über 1000 Orthodoxe Rabbiner repräsentiert.

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Nachrichten

Rumänien

Die 66-Jahre-alte Rumänin, die im Januar nach künstlicher Befruchtung (IVF) ein Kind zur Welt gebracht hatte, hat jetzt zugegeben, daß sie vor ca. vierzig Jahren zwei Abtreibungen hatte, die sie später bereute. In einem Interview sagte sie: „Damals hätte ich die Abtreibung nie als Mord betrachtet, wohl aber heute.“ Damals sei für sie die Abtreibung eine Art Verhütung gewesen, und sie habe den Rat befolgt, weil das ungeborene Kind in ersten drei Monaten noch kein Mensch sei. (Vgl. BBC, 23.1.2005.)

Anmerkung: Eine späte Einsicht, Gott sei Dank noch nicht zu spät. Aber wie lange wird es jetzt dauern, bis diese Frau noch zu der Einsicht gelangt, daß auch die IVF wider die Natur und von Übel ist, daß vermutlich auch bei dieser Prozedur einige erzeugte kleine Menschen sterben mußten?

Derweil wird die Unfruchtbarkeit ein immer größeres Problem. Experten schätzen, daß in Ballungsgebieten bereits bis zu 20 Prozent der Paare ungewollt kinderlos bleiben. In vielen Fällen wird dann alles in Anspruch genommen, was die moderne Reproduktionsmedizin bereit hält.

 

England

MENSCHEN KLONEN

Ian Wilmut, der mit dem von ihm erzeugten Klonschaf „Dolly“ weltbekannt wurde, darf nun das gleiche mit Menschen tun unter dem Etikett des sog. „therapeutischen Klonens“.

Er ist nun der zweite Brite, der das „Recht“ hat, Kinder zu produzieren, um sie anschließend wieder umzubringen und industriell zu verwerten.

Wilmut will nach dem gleichen Verfahren wie bei der Produktion des Klonschafes vorgehen. Aus Haut- oder Blutzellen von Patienten wird der Zellkern, der das genetische Material enthält, entnommen. Dieser Zellkern wird anschließend in eine zuvor entkernte weibliche Eizelle implantiert. Nach sechs Tagen wird das Kind umgebracht, weil nur die Zellen interessant sind. (Vgl. kreuz.net, 9.2.2005)

 

China

Entgegen dem Trend in westlichen Staaten verschärft China derzeit seine Abtreibungsgesetze. So sind die gesellschaftlichen Folgen der Ein-Kind-Politik zwischenzeitlich unübersehbar geworden. Nicht nur das Gleichgewicht der Geschlechter (Mädchen werden häufiger abgetrieben) ist empfindlich und für die nächsten Generationen irreparabel gestört, auch das Sozialverhalten der Einzelkinder macht immer mehr Probleme, nachdem die Politik die traditionelle Familienstruktur zerschlagen hat. Auch China hat zu viele Senioren (Prognose: Im Jahre 2030 wird jeder vierte und 2050 jeder dritte Chinese über 60 Jahre alt sein.) u.v.a.m.. Deshalb dürfen verheiratete Paare seit September 2003 gesetzlich erlaubt zwei Kinder haben, wenn die Eltern als Einzelkinder aufgewachsen sind. (Vgl. kreuz.net, 18.12.2004; Die Rhein­pfalz, 11.12.2004; Ärztezeitung 14.1. und 20.1.2005; Handelsblatt, 7.1.2005)

 

Samoa

UNTER DRUCK GESETZT

Der abtreibungsfreundliche UNO-Ausschuß zur Bekämpfung von Diskriminierung der Frauen (CEDAW) setzt die Regierung von Samoa unter Druck, damit diese die Abtreibungstötung erlaube. (Vgl. Life Site News.com, 3.2.2005)

 

Schweden

ANTI-DISKRIMINIERUNGSGESETZ

Einem schwedischen Pater drohen sechs Monate hinter Gittern, weil er sich von der Kanzel herab kritisch zur Homosexualität geäußert hat. (Vgl. kath.net, 26.1.2005)

Anmerkung: Anti-Diskriminierungsgesetze in Europa, bald wohl auch in Deutschland, verbieten u.a., Minderheiten aufgrund sexueller Orientierung zu diskriminieren. Vermutlich darf man am Ende einzig noch gläubige evangelische und katholische Christen und die katholische Kirche herabsetzen. Antikatholisch zu sein, stört bereits jetzt niemanden mehr.

 

Holland

EUTHANASIE

An sogenannten „unheilbar kranken“ Säuglingen ist in den Niederlanden in mehreren Fällen sog. „aktive Sterbehilfe“ geleistet worden. In einer Studie werden 22 Fälle in den Jahren 1997 bis 2004 aufgelistet. Die Staatsanwaltschaft stellte in allen Fällen ihre Ermittlungen ein, obwohl nach dem Gesetz „aktive Sterbehilfe“ an Minderjährigen unter Strafe steht. Die Eltern hätten eingewilligt. (Vgl. Deutsches Ärzteblatt, 4.2.2005)

Anmerkung: Über Euthanasie/Sterbehilfe, Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten etc. informiert der separate EEG-Rundbrief der AKTION LEBEN e.V.

Füße eines Kindes

11 Wochen nach Empfängnis

© Life Issues Institute

 

Deutschland

„BEHANDLUNGSFEHLER“

Das Oberlandesgericht Saarbrücken hat in einem Grundsatzurteil einen Arzt verurteilt, der einer Schwangeren deren Laborwerte „zu spät“ mitteilte. Es wurde ein behindertes Kind geboren, das die Mutter ansonsten durch Abtreibung getötet hätte. (Vgl. kobinet-nachrichten, 20.1.2005)

 

NICHT AUFS SPIEL SETZEN ?

Die Verfallszeit von Gesetzen wird immer kürzer in Deutschland. Das 1998 beschlossene Transplantationsgesetz steht genau so wieder zur Disposition wie das 2002 verabschiedete Gesetz zur Stammzellenforschung. Passend dazu kommt jetzt aus Amerika die Nachricht, daß embryonale Stammzellkulturen möglicherweise unbrauchbar sind, weil sie durch von Tieren gewonnenes Serum verunreinigt seien. Einzige Ausnahme scheint die 1995 beschlossene „Fristenregelung“ mit Beratung zu sein, die ein unüberwindliches Tabu zu sein scheint. Hier betonen Abgeordnete aller Fraktionen, daß sie den „mühsam“ zustande gekommenen „historischen Kompromiß“ nicht aufs Spiel setzen wollen. (Vgl. Yahoo, 24.1.2005.)

 

 

USA

GELD FÜR GUTE SACHE

Eine Lotto-Gewinnerin aus den USA spendete den größten Teil ihres Gewinns von 180 Millionen Dollar für Projekte gegen  Abtreibung. Wir hier in Deutschland sind, was Großspenden angeht, wirklich nicht verwöhnt. Wir sind für jeden Euro herzlich dankbar. (Vgl. kath.net 14.12.2005)

 

 

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Impressum

Herausgeber: Aktion Leben e.V. - Postfach 61 - D-69518 Abtsteinach/Odw.

Telefon: 06201 - 2046 - Fax: 06201-23848

 

Homepage: www.aktion-leben.de

Versand erfolgt an alle Mitglieder der Aktion Leben e.V.

(Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten)

Nachdruck bei Quellenangabe und Übersendung eines Belegexemplares gestattet

 

Spendenkonto: 17914 bei Volksbank Überwald-Gorxheimertal eG, BLZ 509 616 85

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