|
Rundbriefe der AKTION LEBEN e.V. |
zurück um Auswahlmenü "Rundbriefe"
|
|
|
AKTION LEBEN |
|
|
|
D 58888 |
Rundbrief Nr. 6/ 2004 |
|
![]()
Aus dem Inhalt:
|
|
|
|
|
Aus Liebe |
|
|
|
|
|
Aus dem gruppendynamischen Leben der Kirche 10. Folge: Keine Macht der Psychologie im Priesterseminar (2) |
|
|
|
|
|
Nachrichten |
|
|
Download des Rundbriefes |
|
|
![]()
Kürzlich hörte ich eine interessante Variante über den Beginn des menschlichen Lebens. Mit dem ersten Schrei eines Neugeborenen beginne das volle Menschsein. Nun hatten wir doch wirklich geglaubt, der Beginn des menschlichen Lebens sei eindeutig, wissenschaftlich bewiesen, ja sogar im Experiment bewiesen, so bei der - abzulehnenden - künstlichen Befruchtung.
Ich möchte darauf hinweisen, daß es leider nicht genügt, z.B. in Gesprächen oder Leserbriefen, darauf hinzuweisen, daß das menschliche Leben „von Anfang an“ Menschenwürde und Lebensrechte besitzt. „Von Anfang an“ kann vieles bedeuten, sehr vieles! Also, wir sollten uns angewöhnen, stets zu betonen: von der „Verschmelzung väterlichen Samens und mütterlicher Eizelle“ an!
Es wird immer dringlicher, genaue Bezeichnungen zu verwenden, weil Begriffe einfach „besetzt“ werden und andere Inhalte bekommen, ganz besonders ist dies festzustellen im Zusammenhang mit Euthanasie/Sterbehilfe etc.
Gerade am kommenden Weihnachtsfest gedenken wir der Geburt unseres Heilandes Jesus Christus „vor zwei Jahrtausenden“. Wir sollten uns wieder einmal bewußt machen, daß wir seine Menschwerdung im Schoße der Gottesmutter aber schon neun Monate früher, am Fest Mariä Verkündigung, dem 25. März, feiern. Ist es vielleicht gerade auch diese Tatsache - neben den modernen Manipulationsmöglichkeiten - die man nicht wahrhaben möchte und sich förmlich verrenkt, wenn es um eine Definition des Lebensbeginns geht?
Bringen wir all unsere Probleme und Sorgen, auch die materiellen, vor den göttlichen Heiland, der in einer Krippe in einem Stall geboren wurde.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen eine gesegnete Advents- und gnadenreiche Weihnachtszeit!
Ihre
AKTION LEBEN e.V.
![]()
Ich weiß nicht genau, wie lange ich bei Ihnen Mitglied bin. Aber das dürften schon viele Jahre sein. Dieses Jahr wurde ich ganz persönlich mit dem Thema „Abtreibung“ konfrontiert. Denn unsere älteste Tochter (16 Jahre) kam Anfang Juli und sagte, daß sie schwanger sei, das Kind nicht abtreiben würde, sondern es zur Adoption freigebe.
Und das machte mich ganz stolz. Wieviele Mädchen treiben heute täglich ab. In Deutschland, in einem Land, wo Geld keine Rolle spielt, steigt jährlich die Zahl der Abtreibungen an Frauen unter 18 Jahren. Da müßte doch eine Alarmglocke schlagen!
Aber nach den vielen Diskussionen, warum wir das Kind nicht behalten, kann ich verstehen, daß es in Deutschland unheimlich schwer ist, sein Kind nicht abtreiben zu lassen, da man sonst - wie in unserem Fall - als Außenseiter bis hin als Aussätzige behandelt wird. Wo kommen wir hin, wenn einerseits die Abtreibungen geduldet werden, ja, es sogar verstanden wird, wenn eine Frau diesen Weg geht, aber andererseits die Adoption so was Schlimmes ist, daß keine Frau den Mut hat, diesen Weg zu gehen? ...
Dann bewundere ich doch meine Tochter, die diesen Weg gewählt hat. Sie weiß, sie kann dieses Kind noch nicht so versorgen, wie sie es als Mutter tun müßte. Sie hat Angst vor der Verantwortung und weiß, daß sie ihre ganzen Zukunftspläne nach dem Kind richten müßte. Bis zum Abitur ist es noch lange und ein Kind kostet auch Geld. Andererseits weiß sie auch, daß wir bereit wären, dieses Kind aufzunehmen. Aber sie möchte ihren eigenen Weg gehen, und das ist der Weg der Adoption. Aus Liebe zum Kind schenkt sie es einem Ehepaar, das sich nichts sehnlicher wünscht, als einem Kind Liebe und Geborgenheit zu schenken. I.E.
![]()
Gentest - etwas für mich ? Was man vorher wissen sollte
Politische Planungen
An Gen-Diagnostik bei noch nicht geborenen Kindern haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Warum nun nicht auch die Geborenen testen? Man könnte auf diese Weise eine „wunderbare“ Datenbank anlegen! Im Juli 2004 z.B. startete eine EUExpertengruppe, der auch der Kommissionspräsident angehörte, einen Versuchsballon: Sie forderte: Gen-Tests bei allen Neugeborenen!
Im Info-Brief des Nationalen Ethikrates (NER) vom Dezember 2003 liest man: „Immer mehr Privatunternehmen bieten - vornehmlich über das Internet - genetische Untersuchungen an.“ Schwerpunkt dabei sei der Vaterschaftstest. Es gebe aber auch Angebote zur Identifizierung von genetischen Veränderungen und zunehmend auch für „Lifestyle-Untersuchungen“. Diese sollten helfen, mögliche individuelle Begabungen (z.B. für Sport, Musik etc.) zu erkennen. „Es wird erwartet“, liest man weiter, „daß sich die Möglichkeiten genetischer Diagnostik in Zukunft u.a. durch die Anwendung sogenannter Chip-Technologien signifikant (erkennbar) erweitern“.
Weil die bisher verbreiteten Gen-Tests begrenzt, relativ teuer und kompliziert zu handhaben sind, soll es nun also in Zukunft DNA-Chips, Gen-Chips zur GenDiagnostik, geben. Diese würden das Verfahren sehr vereinfachen.
Der NER kündigt in seinem Rundbrief auch an, daß man sich bezüglich des Umgangs mit diesen genetischen Daten im Umfeld privater Kranken- und Lebensversicherungen Gedanken machen müsse. Ferner wird angekündigt, daß es bald ein Gentechnik-Gesetz geben werde.Was sind Gen-Tests?
Es gibt im Prinzip zwei Formen genetischer Diagnostik, sie werden beide im allgemeinen „Gen-Test“ genannt. Zum einen werden durch Tests die Ursachen von bereits aufgetretenen Krankheitssymptomen auf genetischer Ebene aufgeklärt.
Dem gegenüber stehen „prädikative“ (voraussagende) Untersuchungen. Damit können Genveränderungen erfaßt werden, welche mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ zu einer Erkrankung im späteren Leben führen werden oder auch nicht. Und wie würden Sie entscheiden, wenn man Ihnen einen „Gen-Test“ vorschlägt?
> Wenn ein solcher Test die Voraussetzung für eine Arbeitsstelle ist? (1991 haben in den USA 1% der Unternehmen Gen-Tests verlangt, 1998 waren es bereits 10%).
> Wenn Sie eine private Kranken-, Lebensversicherung oder einen Kreditvertrag abschließen und evtl. dadurch Prämien sparen können, wenn Sie überhaupt aufgenommen werden?
> Wenn der Arzt Ihnen vorschlägt, nach einem Gentest ein Medikament verschreiben zu können, das ganz auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist und ohne unerwünschte Nebenwirkungen? Wenn wir heute von „Gentests“ hören, denken wir meistens an die Überführung von Verbrechern. Die Polizei träumt von Gen-Tests als Standardmittel der Ermittlungsarbeit. In ihrer stetig wachsenden Datensammlung sind bereits DNA-Vergleichsmuster von 300.000 Menschen angelegt. Aber die Bedeutung ist viel weitreichender! Würden sonst private Firmen sich um Lizenzen und Patente reißen?
Einstieg über Mitleid
Nicht nur in Island, Estland, Lettland usw. werden große Testserien in der Bevölkerung „angeboten“, weil die Wissenschaft und die Wirtschaft immer größere Populationen (Bevölkerungsgruppen) in Testreihen braucht, sondern zwischenzeitlich auch in Deutschland. Im Ruhrgebiet läuft ein solches Screening (Suchtest). Man wirbt dort Menschen mit dem Argument, daß die freiwillige Teilnahme helfen könne, daß schlimme Krankheiten in Zukunft geheilt werden könnten.
In der „Süd-West-Presse“ schreibt KlausPeter Görlitzer, daß in Schleswig-Holstein eine Datenbank für Genforscher entsteht. Das Projekt heißt „Popgen“. Es werden Tausende Blutproben und persönliche Daten gesammelt und miteinander verknüpft. Dies soll angeblich dazu dienen, „genetische Veranlagungen“ für weit verbreitete Krankheiten ausfindig zu machen, läßt aber auch andere Fragestellungen zu. Ein Erhebungsbogen fragt nach der Herkunft des Betreffenden, nach Krankheiten und Lebensgewohnheiten, verlangt Auskünfte über Erkrankungen von Familienmitgliedern. Das Programm läuft seit Anfang des Jahres 2004, und es helfen Kliniken und niedergelassene Ärzte mit. Neben akut erkrankten Versuchspersonen benötigen die Popgen-Macher auch gesunde Versuchspersonen, „um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten“. Die „populationsrepräsentative Stichprobe“ soll zunächst 25.000 Menschen erfassen.
Risiko: Mißbrauch
In einem Faltblatt wird an die SchleswigHolsteiner appelliert, künftigen Generationen zu helfen. Von den Nachteilen wird nichts gesagt. (Arbeitsplatz, Versicherungswirtschaft, etc.) Aber viel vom Selbstbestimmungsrecht des Spenders.
Das Risiko der Weitergabe von Daten oder deren Verknüpfungen besteht auch dann noch, wenn diese nach Einspruch „anonymisiert“ werden. Man kann immer durch spätere Referenzanalyse wieder reindividualisieren!
Es wird sicher nicht an Zuspruch fehlen, weil das Versprechen, daß solche Tests die Voraussetzung für die Entwicklung neuer Medikamente sind, den schon bewährten „therapeutischen Zweck“ auch hier nicht verfehlt.
Was der Wissenschaft und vor allem den Pharmakonzernen recht ist, ist den Krankenkassen billig:Der gläserne Patient
Erstmals hat eine Krankenkasse Tausende Mitglieder (6000) in einem Massen-Gentest auf eine Erbkrankheit getestet.
(Vorbeugender Test auf die Eisenspeicherrankheit Hämochromatose, einer Stoffwechselerkrankung mit vererbbarem Gendefekt, die jeder 400. Deutsche besitzt.) Der Modellversuch der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) verspricht nicht nur Aussicht auf schnelle medizinische Behandlung.
Sollte sich das Verfahren medizinisch und ökonomisch sinnvoll erweisen, soll es nicht beim Modellversuch bleiben. Die KKH will sich dann für eine Aufnahme des Tests in den regulären Leistungskatalog engagieren - was dazu führen könnte, daß private Kassen künftig von allen neuen Kunden Auskunft über solche Gen-TestErgebnisse verlangen.Bald Zwangs-Gentest?
Das Moratorium einer „Freiwilligen Selbstverpflichtung“ der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), bei Abschluß eines Vertrages auf einen Gen-Test zu verzichten, galt zunächst bis 31.12.2006, ist aber bis 2011 verlängert worden.
Ausnahmen gibt es heute schon bei hohen Versicherungssummen über 250.000 Euro. Nun hat die Bundesregierung den schon lange angekündigten Gendiagnostik-Gesetzentwurf vorgelegt, in dem den Auskunftswünschen von Versicherungen und Arbeitgebern Grenzen gesetzt werden sollen. Eigentlich im Sinne des freiwilligen Moratoriums. Aber die Versicherungen haben sich gegen dieses Gesetz ausgesprochen.
Wie soll man dieses freiwillige Moratorium nun verstehen? War es vielleicht doch nicht so ernst gemeint? Die Argumentation ist ganz einfach. Prof. Taupitz sagt: „Solange man dem Versicherungsinteressenten das Recht gewährt, sich einen ‘günstigen’ Versicherer auszusuchen, kann man dem Versicherer nicht das Recht verweigern, günstige Vertragsbedingungen anzubieten.“
Gesunde Kranke
Derzeit würde ein Gen-Test per Chip noch 800 bis 1000 Euro kosten und man kann etwa 470 krankheitsverursachende Gene diagnostizieren. Man sagt, technisch machten Chips kaum noch Probleme. - Aber ob die Gesellschaft auch bereit ist, „gesunde Kranke“ und deren genetische Verwandte, die auf diese Weise ermittelt werden, zu psychotherapieren, sei noch offen, denn genetische Erkrankungen selber können so gut wie nicht therapiert werden. Die Bioethik als Service-Philosophie, die für diese Dinge schnellstens die Akzeptanz beschaffen soll, hat noch einiges zu tun, denn man schätzt einen Weltmarkt für genetische/ medizinische Diagnostik derzeit von 22 Mrd. Euro pro Jahr! Und Zeit ist Geld! Man tut so, als sei der Mensch einzig und allein die Summe aller gesunden Gene!
![]()
Aus dem gruppendynamischen Leben der Kirche
10. Folge: Keine Macht der Psychologie im Priesterseminar (2)
Gegen das Reformkonzept der Seminarregenten lassen sich Vorbehalte und Einwände vortragen, die z.T. auch von einigen Regenten geäußert wurden. Schon beim ersten Lesen des Berichts („Deutsche Tagespost“, 20.03.04) fällt auf, daß sich die Seminarleiter mehr sorgen um die „sexuellen Strukturen“ und Strukturdefizite als um den Glauben, das Glaubenswissen und das geistiggeistliche Profil der Priesteramtsbewerber.
Die in der kirchennahen Presse verwendeten Begriffe und Umschreibungen wie psychologische Analyseverfahren, Screening, Eignungsdiagnostik, Psychotherapie, formating advisors lassen Rückschlüsse auf die Theorien zu, die dem Reformkonzept zugrunde liegen, namentlich
> die materialistisch-argumentative Tiefenpsychologie Sigmund Freuds mit den Methoden der Psychoanalyse und Psychotherapie,
> die amerikanische „Humanistische Psychologie“ von Maslow, Skinner, Watson und Pawlow, die sich als Wissenschaft von der Handhabbarkeit des Menschen durch Manipulation, Konditionierung und Verhaltensänderung versteht und als „Behaviorismus“ bezeichnet wird,
> die Psychotechnik der Gruppendynamik von Moreno u.a., die sich auf die wissenschaftlich umstrittene Lehre Freuds beruft.
Diese drei Bezugssysteme sind mit dem christlichen Menschenbild, christlicher Philosophie und Theologie unvereinbar. Im Zentrum dieser Theorie und ihres Menschenbildes steht der „psychische Apparat“, wie Freud ihn bezeichnet, mit seinen Trieben und Bedürfnissen, seinen Instanzen des Es, Ich und Über-Ich sowie seinen unbewußten und bewußten Aktivitäten.
Psychotechniken nehmen Einfluß auf diesen psychischen Apparat. Gruppendynamik ist ein heimtückisches System zur Manipulation und Kontrolle von Menschen durch Gruppen und Gruppenleiter (Trainer/Supervisoren) mit hoher Schädigungswahrscheinlichkeit unterschiedlicher Intensität: von der Auflockerung und Verwirrung der Identität (Ich bin ich) bis zur Persönlichkeitsspaltung, vom normkonformen Verhalten bis zur vollständigen Gleichgültigkeit gegenüber Normen und bis zur Arbeitsunfähigkeit. Unter Gruppendruck erzeugte Angsterlebnisse wirken ähnlich wie Hypnose, Suggestion, Rauschgift oder Wahnvorstellungen. Sie sind Hauptursache psychischer Schädigungen, die nicht zu rechtfertigen sind. Gruppendynamik zielt auf die „Ausmerzung des Gottessyndroms“ (Moreno u.a.), auf die Revolutionierung des Subjekts (d.h. des Menschen), seines Bewußtseins, Fühlens, Strebens, Verhaltens. Seminarregenten sollten sich bei einer solchen Fundamentalrevision nicht auf Unwissenheit, Gutgläubigkeit oder andere kirchliche Institutionen berufen, wenn sie diese inhumanen, fast schon neurotisch kirchenfeindlichen Methoden den Ortsbischöfen und Priesterseminaren empfehlen.
Vor Anwendung der Gruppendynamik im kirchlichen Bereich kann nicht eindringlich genug gewarnt werden; denn Gruppendynamik divinisiert (vergöttlicht) die Gruppe, die menschliche Gesellschaft und sozialisiert Gott (ordnet ihn der Gesellschaft zu). Die Gleichsetzung von Mensch/Gruppe und Gott stellt eine Leugnung Gottes dar. Das ist der kulturrevolutionäre Gehalt der Psychotechnik. Es wäre ein glänzender Sieg der gruppendynamischen Bewegung, wenn es ihr gelänge, die Kirche mit ihren Institutionen in eine psychoanalytische, psychotherapeutische Anstalt umzufunktionieren. Die Deutsche Bischofskonferenz will den sexuellen Verfehlungen von Geistlichen mit „neuen Wegen der Prävention und Therapie“ und mit der „stärkeren Einbindung externer Fachleute“ begegnen, ohne zu berücksichtigen, daß Psychotherapie und Psychotechnik mit Seele und Seelsorge nichts gemein haben. Es ist zu befürchten, daß die Bischöfe des deutschsprachigen Raumes mehrheitlich den Reformvorschlägen von Bad Waldsee zustimmen werden – vielleicht in guter Absicht, aber in zu naiver Einschätzung der schwerwiegenden Folgen.
„Habt (also) acht auf euch und auf die ganze Herde, über die der Heilige Geist euch zu Bischöfen bestellt hat, die Kirche Gottes zu regieren, die Er sich mit seinem Blut erworben hat.“ (Apg. 20, 28)
Rudolf Willeke, Münster
|
Neuerscheinung
Rudolf Willeke In 10 Folgen hat Rudolf Willeke an dieser Stelle auf Gefahren und Umtriebe gruppendynamischer Bestrebungen in der Kirche aufmerksam gemacht. Alle Folgen sind nun als Heft zusammengestellt und in der Schriftenreihe der Aktion Leben, Nr. 20, erschienen. |
![]()
|
Wenn ein Arzt einen Selbstmörder rettet, könnte er verklagt werden (Selbstbestimmtes Sterben, Zivilrecht). Wenn ein Arzt einen Selbstmörder nicht rettet, könnte er auch verklagt werden (Unterlassene Hilfeleistung, Strafrecht). (Vgl. Dr. Hoppe, BÄK-Präsident, KNA, 23.11.04.) Das Gleiche kann dem Arzt passieren im Zusammenhang mit der sog. Patientenverfügung. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, bestellen Sie den kostenlosen EEG-Rundbrief oder unsere Infomaterialien. Gerne kommen wir auch zu Ihnen in die Gemeinde, den Hauskreis, Verein, Schule etc. für einen Vortrag. Themen könnten sein: Vom Wunder des Lebens, Abtreibung, Euthanasie/Sterbehilfe, Sexualität, Organspende, Bioethik, Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht. Infos bei Aktion Leben e.V., Europäische Euthanasie-Gegner (EEG), Postfach 61, D69518 Abtsteinach, Telefon 06201-2046, Bitte benutzen Sie auch unsere Homepage www.aktion-leben.de, sofern Sie die Möglichkeit haben, ins Internet zu schauen. |
![]()
Deutschland
"First love Ambulanz"
Sind die Abtreibungstötungen bei jugendlichen Mädchen zurückgegangen oder mehr geworden? Statistisch gesehen sei ein leichter Rückgang zu verzeichnen, sagt man.
Da gibt es jedoch zum einen den allgemeinen Vorbehalt gegen jede Statistik. Zum anderen muß man in Rechnung stellen, daß es immer weniger Frauen im gebärfähigen Alter gibt (Pillenknick!). In Relation zu den Geburten ist die Zahl der Abtreibungstötungen jedoch erheblich angestiegen. Ferner wird die sog. „Nachverhütung“ durch die „Pille danach“ gerade von jungen Frauen immer häufiger in Anspruch genommen, so daß man beabsichtigt, diese Methode demnächst „rezeptfrei“ erhältlich zu machen. Gerade den jungen Leuten werden, um angeblich „unerwünschte“ Schwangerschaften zu verhüten, alle möglichen sog. „Verhütungs“Mittel empfohlen. Wer kennt all die Internetseiten von Pharmakonzernen über „pro familia“, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bis hin zu Jugendzeitschriften der Krankenkassen, Bravo etc. ...? Ein Beispiel: Seit 5.10.2004 gibt es in München eine Initiative „First Love Ambulanz“. Ihre Zielgruppe sind Jungen und Mädchen ab 10 Jahren. Ihr Angebot: Verhütung, Vorbeugung von HIV, medizinische und gynäkologische Beratung und Betreuung u.a. Da kann man nur noch zynisch fragen, warum eigentlich nicht schon früher? Im Vorstand sind eine Frauenärztin, „pro familia“ und ein Kinder und Jugendarzt. (Böse, wer dabei an Geschäfte denkt.) Patin der „First Love Ambulanz“ ist die Boxweltmeisterin Regina Halmich.
Freundliche Grüße aus Siuyu/Tansania!
Einen kurzen, aber ganz herzlichen Dank für die Zusendung der informationsreichen Literatur. Sie haben damit uns und unseren Schülerinnen hier einen großen Dienst erwiesen. Ihr Infomaterial hilft uns, die jungen Mädchen, sowie auch andere Frauen wahrheitsgemäß zu unterrichten und vor Fehlentscheidungen zu warnen. Möge Gott Sie und Ihre apostolische Tätigkeit in der Aktion Leben segnen! Mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ Ihre ergebene Schwester H.K.
Ein Skandal
Ian Wilmut, der „Vater“ des Klonschafes, der in England auch die Genehmigung zum Klonen menschlicher Embryonen erhalten hat, bekommt im März 2005 in Deutschland den renommierten und mit 100.000 Euro dotierten Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstädter Preis. Der deutsche Steuerzahler kommt für die Hälfte des Preisgeldes auf, obwohl die Embryonenexperimente des Ian Wilmut in Deutschland verboten sind. (Vgl. Die Tagespost, 27.11.2004)
Belgien
VERSAGER
Obwohl es inzwischen weniger Frauen im gebärfähigen Alter gibt, die schwanger werden können, und obwohl monatlich 10.000 Dosen der „Pille danach“ verkauft werden, sind in Belgien die Abtreibungszahlen gestiegen.
Hierzulande, aber auch in Belgien, wird immer wieder behauptet, mehr Aufklärung und mehr Verhütung brächten weniger Abtreibungen.
In Belgien gibt es eine interessante offizielle Statistik: Nach Gebrauch von Kondomen kam es im Jahre 1995 zu 1.834 und im Jahre 2003 zu 2.553 Abtreibungen. Nach Gebrauch der Pille, im Jahre 1995 zu 3.550 und im Jahre 2003 zu 4.130 Abtreibungen. Dabei treiben sicher nicht alle Frauen nach Verhütungsversagen ab. Fazit: Mehr Verhütung bringt nicht weniger Abtreibungstötungen!
(Vgl. Pro Vita, Belgien)
Polen
Einmischung der UNO
Ein Vertreter der katholischen Kirche in Polen berichtet über Einmischungsversuche der UN-Organisationen in die Abtreibungsgesetze des Landes. Ein Bischof reagierte mit der Frage, "wer der UNO die Aufgabe gegeben hat, festzulegen, was richtig und was falsch ist"?
(Vgl. Zenit.org,15.11.2004)
![]()
Sie können diesen Rundbrief online auch im Original-Format lesen, wenn Sie den AcrobatReader auf Ihrem PC installiert haben. Klicken Sie hier!
Sie können diesen Rundbrief auch downloaden, er liegt als selbstentpackende .exe-Datei vor. Diesen können sie dann in Ruhe offline lesen, wenn Sie den AcrobatReader auf Ihrem PC installiert haben. Klicken Sie hier!
![]()
Herausgeber: Aktion Leben e.V. - Postfach 61 - D-69518 Abtsteinach/Odw.
Telefon: 06201 - 2046 - Fax: 06201-23848
Homepage: www.aktion-leben.de
Versand erfolgt an alle Mitglieder der Aktion Leben e.V.
(Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten)
Nachdruck bei Quellenangabe und Übersendung eines Belegexemplares gestattet
Spendenkonto: 17914 bei Volksbank Überwald-Gorxheimertal eG, BLZ 509 616 85
![]()
Aktion Leben - Konsequent für das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod
![]()