Nachrichten-Archiv - Meldungen aus aller Welt

 

Wissenswerte Nachrichten

2008

 

Aktuelle Kurznachrichten aus aller Welt von bleibendem Wert

rund um die Themen, die unsere Webseiten behandeln

 

Stand: 12.05.2009

55 Niederlande

- Schau, schau

Eine fehlende Sexualmoral unter Jugendlichen beklagt der holländische Minister für Jugend und Familie. Mädchen würden als Gebrauchsartikel gelten, Sex werde als Tauschmittel angesehen, und er meint, es gehe bei diesem Thema nicht um Kleinigkeiten, sondern um ein sehr ernstes Problem, das die ganze Gesellschaft bedrohe. (AL, 25.11.2008)

 

- Kostenloser Ultraschall?

Um mehr als 60 Prozent ist die Zahl der Abtreibungstötungen zwischen der 20. und 24. Schwangerschaftswoche angestiegen, seitdem in den Niederlanden nach der 20. Schwangerschaftswoche Ultraschall-Untersuchungen kostenlos angeboten werden. (AL, 22.11.2008)

Anmerkung: Was kostet der „kostenlose" Ultraschall? In vielen Fällen ein Menschenleben!

 

54 Dänemark - Positiv?

Das Deutsche Ärzteblatt meldete Ende November 2008, daß sich in Dänemark die Zahl der Geburten mit Down_Syndrom seit der Einführung eines „besseren Screenings" (vorgeburtliche Untersuchungsmethoden) halbiert habe. Über die Anzahl der Abtreibungstötungen nach positivem Befund (Bestätigung des Down_Syndroms) wurde nichts berichtet. (Vgl. Ärzteblatt, 28.11.2008)

 

53 Österreich

In Österreich wird lautstark die Abschaffung der „eugenischen Indikation" gefordert. Sie sei eine Diskriminierung. Diese Forderung erinnert an die Situation in Deutschland vor 1995. Damals sah man die Diskriminierung in der Tatsache, daß nicht behinderte Kinder „nur" bis zur 12. Schwangerschaftswoche, aber möglicherweise Behinderte bis zur 24. Schwangerschaftswoche straffrei getötet werden durften.

Die „eugenische Indikation" wurde 1995 abgeschafft, dafür aber die sog. „medizinische Indikation" erweitert. Die „Zumutbarkeit für die Frau" mit einem behinderten Kind wurde entscheidend. Dafür gibt es jetzt keine Fristen mehr, also bis unmittelbar vor der Geburt kann getötet werden. Die Tötung des Kindes gilt als „nicht rechtswidrig", also „rechtmäßig". (AL, 20.11.2008)

 

52 Frankreich - Immer mehr

In Frankreich haben sich in den letzten Jahren die Abtreibungstötungen bei jungen Frauen erhöht. Laut Bericht des Gesundheitsministeriums geschieht etwa die Hälfte aller Abtreibungen medikamentös. (AL, 25.9.2008)

 

51 Spanien

- Designer-Baby

In Spanien wurde das erste Designer-Baby geboren. Der kleine Junge wurde im Reagenzglas erzeugt und soll seinem kranken Bruder, der an einer seltenen Bluterkrankheit leidet, durch eine Therapie mit Zellen seines Nabelschnurblutes heilen.

Wieviele Geschwister vernichtet wurden, deren genetische Übereinstimmung nicht gegeben war, ist nicht bekannt geworden. (AL, 23.10.2008)

 

- Nach europäischem Vorbild

Die sozialistische Regierung hat es offenbar eilig. Nachdem in Spanien die „Homo-Ehe" und die „Expreß-Scheidung" eingeführt wurden, sollen nun die noch verbotene „Sterbehilfe" und die weitere Liberalisierung der Abtreibungstötung in Angriff genommen werden.

„Sterbehilfe" und Abtreibung sind in Spanien heftig umstritten. Vor allem die katholische Kirche versucht, dagegen anzugehen. (AL, 20.11.2008)

 

50 USA

- Selbsttäuschung

„Eines Tages wird unsere Nation auf das, was wir Menschen ihren Müttern angetan haben, zurückschauen als auf ein Verbrechen, das nicht weniger abscheulich ist als jenes, das von Hitler und Stalin verübt wurde", schreibt der New Yorker Erzbischof in seiner Kirchenzeitung.

Der Erzbischof verweist auf die Sklaverei und auf die Verpflichtung einer zivilisierten Gesellschaft, unschuldige Menschen zu beschützen. Mit Bezug auf die noch nicht geborenen, von Abtreibung bedrohten Menschen sagt er: „Wenn Sie sich überzeugen können, daß diese Wesen etwas anderes als lebendige und unschuldige Menschen sind, z. B. so etwas wie ‘ein bloßer Gewebsklumpen’, haben Sie ein viel grundlegenderes Problem als das bloße Nicht_Anerkennen der Falschheit der Abtreibung. Und das Problem ist _ verzeihen Sie _ Selbsttäuschung in einer ganz extremen Form." (AL, 19.9.2008)

 

- Spät aber ...

Jene US-Amerikanerin, die vor 35 Jahren fast im Alleingang die Abtreibungstötung in den Vereinigten Staaten höchstgerichtlich erstritten hatte, Norma McCorvey, damals 1973 unter dem Decknamen „Jane Roe" , spricht sich seit einiger Zeit öffentlich gegen Abtreibungstötungen aus.

1995 hat sie zum christlichen Glauben gefunden und versucht seitdem alles, damit dieses berüchtigte Urteil „Roe gegen Wade", das den USA die vollkommene Freigabe der Abtreibungstötung brachte, revidiert wird.

Sie wirft heute ihren früheren Rechtsanwälten vor, ihre Konfliktsituation zur Durchsetzung einer Pro-Abtreibungspolitik ausgenutzt zu haben. 1973 sei sie eine „sehr verwirrte 21_jährige Frau mit einem Kind und einer ungeplanten Schwangerschaft" gewesen. Sie habe zwar für die Legalisierung der Abtreibung gekämpft, aber selbst nie eine Abtreibung durchführen lassen. Dieser Einsatz sei der größte Fehler ihres Lebens gewesen.

Anmerkung: Info hierzu in unserem Zeitdokument Nr. 1 über die Taktiken der Abtreibungsbefürworter von Dr. B. Nathanson.

 

- Künstl. Befruchtung - Fehlbildungen

Doppelt so häufig wie andere Kinder kommen Kinder, die mit Techniken der künstlichen Befruchtung (IVF) erzeugt wurden, mit Fehlbildungen zur Welt. Dies ergab eine neue Studie aus den USA.

Mehr als jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter hat in den USA schon einmal die Dienstleistungen der Reproduktionsmedizin in Anspruch genommen. Etwa jedes 100. Kind wird dort durch eine Variante der künstlichen Befruchtung erzeugt. (Vgl. Ärzteblatt, 18.11.2008.)

Anmerkung: Lesen Sie hierzu das Heft „Moderne Befruchtungstechnologien" von Prof. Dr. Manfred Balkenohl, Schriftenreihe der Aktion Leben, Heft 21.

 

49 Lateinamerika - Lebensfeindliche Ideologien

Verheerende Auswirkung zeigt die Gender_Ideologie in einigen Ländern Lateinamerikas. Vor allem in Mexiko, Brasilien und Argentinien. Trotz des bremsenden Einflusses der katholischen Kirche stelle sich in den meisten Ländern nach und nach der „Erfolg" der Abtreibungsbefürworter ein, erklärte ein argentinischer Priester.

Die Gender_Ideologie verletze „die Würde der Ehe, die Achtung des Rechts auf Leben und die Identität der Familie". Das Christentum diene als Schutzwall gegen diese Ideologien. „Aber wir müssen uns der Tatsache bewußt sein, daß es hierbei nicht nur um eine religiöse Frage geht. Das Gebot „Du sollst nicht töten", das Recht, seine eigenen Kinder zu erziehen, die Verurteilung der Homosexualität als ein widernatürliches Verhalten, das sind drei Themenfelder, die zum Naturrecht gehören, das Gott in das Herz des Menschen eingeschrieben hat. Diese Wahrheiten sollten allen Menschen einleuchten, ob sie gläubig sind oder nicht. Es ist zwar die Kirche, die das Naturrecht verkündet, aber wir dürfen dabei nicht vergessen, daß wir Werte verteidigen, die zur Natur aller Menschen gehören." (Vgl. Zenit.org, 27.11.2008)

Anmerkung: Lesen Sie hierzu Heft Nr.16 der Schriftenreihe der Aktion Leben „Das Naturrecht von Prof. Dr. Wolfgang Waldstein hinweisen, sowie das Büchlein „Verstaatlichung der Erziehung" von Gabriele Kuby.

 

48 Mexiko - Gegen weitere Liberalisierung

In Mexiko hatte die katholische Kirche zu Allerheiligen und Allerseelen die Gläubigen aufgerufen, der abgetriebenen Kinder zu gedenken. Es gibt Bestrebungen, die Abtreibungstötungen weiter zu liberalisieren. In einigen mexikanischen Bundesstaaten ist man gegen eine Liberalisierung der Abtreibungstötung, aber nicht in der Hauptstadtregion. (AL, 10.11.2008)

Anmerkung: Wie wichtig es ist, daß die Kirche sich lebensfeindlichen Ideologien entschlossen entgegenstellt, zeigt ein Hirtenwort aus dem Jahr 1935.

 

47 Uruguay - Abtreibung gescheitert

In Uruguay beschloß der Senat am 12. Nov. 2008 ein Gesetz, das in den ersten 12 Schwangerschaftswochen unter bestimmten Voraussetzungen (Indikationen) die Abtreibungstötung erlauben sollte.

Der sozialistische (!) Präsident stoppte am 15. November per Veto dieses Gesetz.

Das Parlament verfügte am 20. November nicht über die nötige Mehrheit, um das Veto des Präsidenten zu überstimmen. Vor allem die katholische Kirche hatte sich vehement gegen das Gesetzesvorhaben ausgesprochen. (AL, 22.11.2008)

 

46 Osttimor - Leider nicht konsequent

In Kürze soll in Osttimor ein Gesetz verabschiedet werden, das außer in „extremen Fällen" (leider) Abtreibungstötungen verbieten soll. Angeblich begrüßte die katholische Kirche in Osttimor diesen Gesetzesentwurf. Schlimm, daß man sich nicht zu einer wirklich konsequenten Haltung durchringen konnte! (AL, 23.10.2008)

 

45 Vatikan - Endlich

Die vatikanische Zeitung „Osservatore Romano" mahnte an, daß der Gesundheitsbegriff der UNO, die vor 60 Jahren verabschiedete Definition von Gesundheit als „Zustand vollständigen physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens", gefährliche Konsequenzen gezeigt habe. Sie legitimiere die Selbsttötung von Kranken und lasse Abtreibungstötungen legal erscheinen. (AL, 1.12.2008)

 

44 Deutschland

- Rückgang der Adoptionen

Noch nie wurden in Deutschland weniger Kinder adoptiert als im Jahr 2007.

Über die Ursachen macht sich die hessische Landesvorsitzende eines Adoptionsvereins Gedanken. Sie begrüßt den Rückgang u.a., weil es verbesserte Aufklärung und auch die Möglichkeit der Abtreibung gebe. (AL, 5.9.2008)

 

- Kaum zu glauben

Ein Arzt in Kaufbeuren verteilte eine schriftliche Erklärung:

„Hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, daß ich die Frauenarztpraxis ab 1.April übernehmen werde. Seit Anfang März 2008 werden keine Schwangerschaftsabbrüche mehr durchgeführt. Ich bitte Sie, zur Wahrung meines Rufes jegliche Demonstrationen dieser Art (Anm. d. Red.: gemeint waren Gebete vor der Praxis) zu beenden."

 

43 Norwegen/Deutschland - Leben gefährdet

In Norwegen werden nach einer neueren Untersuchung 84 Prozent der Kinder mit Down-Syndrom abgetrieben. In Deutschland würden bis zu 98 Prozent der durch vorgeburtliche Diagnose entdeckten Kinder mit Down-Syndrom durch Abtreibung getötet. (AL, 4.9.2008)

 

42 Deutschland

Embryonenschutz-Gesetz

Fortpflanzungsmediziner fordern in einem Gutachten Änderungen am Embryonenschutz-Gesetz. Es soll erlaubt werden, Aufbau und Struktur der entstandenen Embryonen zu begutachten und den „morphologisch bestaussehendsten" Embryo in den Mutterleib einzupflanzen. (AL, 12.9.2008)

 

Gendiagnostik-Gesetz

Im deutschen Bundestag soll demnächst der Entwurf eines Gendiagnostik-Gesetzes verabschiedet werden.

Kritisiert wurde der Gesetzesentwurf u.a. vom NRW-Ministerpräsidenten, der sagte, daß danach ein Embryo genetisch etwa auf Alzheimer-Risiko getestet und abgetrieben werden dürfe, obwohl niemand sagen könne, ob die Krankheit Jahrzehnte später tatsächlich ausbrechen werde. (AL, 15.9.2008)

 

Abschreckend

Ein Kommentator einer liberalen Tageszeitung zieht den Schluß, daß die Aktion „My little Baby", bei der Schüler eine Hightech-Puppe mit nach Hause bekommen, um die sich intensiv kümmern müssen, eher für einen weiteren Geburtenknick statt für einen Babyboom sorgt. Diese Erkenntnis wünscht man auch manchem Bischof und katholischen Beratungsstellen, welche dieses Programm fördern.


41 Niederlande - Fehlerfrei

Die niederländische Regierung hat am Freitag beschlossen, im Reagenzglas gezeugte Kinder genetisch auf ein Krebsrisiko zu untersuchen und bei positivem Befund zu töten.

 

40 England

Frauen entscheiden sich anders

„Pille verhindert richtige Partnerwahl", so konnte man in der netzeitung/wissenschaft lesen. Der Grund: Frauen, welche die „Pille" nehmen, wählten häufiger genetisch ähnliche Männer aus. Dies könne jedoch neben Fruchtbarkeitsproblemen auch zum Scheitern von Beziehungen führen. Der natürliche Instinkt bei der Partnerwahl sei getrübt, zeigt die Studie an der Universität Liverpool.

Die Frau fühle sich normalerweise anhand des Geruchs von einem Mann angezogen, der genetisch verschieden von ihr ist. Das sei für die Nachkommenschaft sehr wichtig. Durch die Pille aber suche sich eine Frau eher genetisch ähnliche Partner aus.

 

Respekt verloren

Ein englischer Bischof sieht einen Zusammenhang von Abtreibung und Jugendgewalt. Die jungen Leute hätten den Respekt vor dem menschlichen Leben verloren. (AL, 15.9.2008)

 

39 Mexiko - Glockengeläut

Gegen die Liberalisierung von Abtreibungstötungen durch den Obersten Gerichtshof in Mexiko hat die Kirche mit einem halbstündigen Glockengeläut protestiert. (AL, 20.9.2008)

 

38 USA

Rassismus

Ein katholischer Bischof aus den USA hat darauf hingewiesen, daß die Abtreiber schwarze Frauen geradezu „ins Visier" genommen hätten. Die Organisation „Planned Parenthood Federation" (PPF) habe 80 % ihrer Tötungseinrichtungen in Gebieten mit schwarzen Mehrheiten, gemäß ihrer Gründerin Margaret Sanger (1879_1966), die das „Neger Projekt" zur Reduzierung der schwarzen Bevölkerungsgruppe gesehen habe. Übrigens: Die deutsche Schwester_Organisation ist „Pro Familia". (AL, 17.10.2008)

 

 

Geschäft mit den Kinderlosen

Weltweit ist die Erzeugung von Kindern im Labor zu einem milliardenschweren Geschäft geworden. Manche Anbieter werben bereits in Plakataktionen und Werbeveranstaltungen und bieten ihre Dienste in Rundum_Paketen mit Wellnessangeboten an.

Was vor 30 Jahren mit einem Eizell_Klau begann, ist heute mit der Befruchtung von weltweit täglich 2000 Eizellen und der Geburt von 200.000 Retortenbabys pro Jahr zur „Routine" geworden. Bereits dreieinhalb Millionen wurden geboren. Der Umsatz der Fruchtbarkeitsindustrie wird weltweit jährlich auf rund sieben Milliarden Euro geschätzt, wobei ein großer Teil der Einnahmen an die Pharmaunternehmen geht. Wie man sieht, kann man sowohl mit der Unfruchtbarmachung („Pille", Abtreibung, etc.) als auch dann mit der Fruchtbarmachung Geld verdienen.

Kein Wunder, daß die Zahl der Fruchtbarkeitskliniken schnell steigt. Ein Versuch kostet rund 3.000 Euro und jede fünfte Behandlung ist „erfolgreich". Man darf gar nicht daran denken, wieviele erzeugte kleine Menschlein dabei „auf der Strecke" bleiben ...

Eigentlich sollte man angesichts dieser Entwicklung die Enzyklika „Humanae vitae" heute besser verstehen.

Hinweis: Lesenswert hierzu unsere Hefte aus der Schriftenreihe der Aktion Leben: Nr. 6: „Künstliche Befruchtung _ ein Ausweg bei Unfruchtbarkeit? von Dr. Bruno Hügel und die Nr. 21: „Moderne Befruchtungstechnologien _ Anmerkungen aus ethischer Perspektive von Prof. Dr. Manfred Balkenohl.

 

Single - Embryo - Transfer

Dabei werden zunächst mehr als ein Embryo erzeugt, es findet eine Selektion (Aussonderung) nach Entwicklungsfähigkeit statt, der „beste" Embryo wird in die Gebärmutter transferiert.

Natürlich spricht man in Fachkreisen nicht gerne von Selektion (biologisch: Auslese), man verwendet lieber den Begriff „Elektion"(Wahl, Auswahl) (eSET).

37 Deutschland

Mehr Hormone

Das deutsche „Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte" hat die Zulassung von „Mifegyne" ausgeweitet. Ab 1. Juli darf das Kindergift bis zum 63. Tag einer Schwangerschaft eingenommen werden. (AL, 4.7.2008)

 

Image-Kampagne

Sowohl der „Bundesverband der Reproduktionsmediziner" als auch Pharmakonzerne haben diverse Kampagnen gestartet, um die sog. „demographische Katastrophe" abzuwenden.

So gibt es neben der „Initiative Wunschkinder - Zukunft für Deutschland" der Pharmaindustrie eine Initiative des „Bundesverband Reproduktionsmedizinischer Zentren in Deutschland", wonach pro künstlich erzeugtem Kind (IVF) 25,- Euro an einen Kinderhilfe_Verein gespendet werden sollen. Dadurch will man das Image der „Kinderfabriken" aufbessern und die Politik bewegen, einen größeren Teil der IVF-Kosten aus Steuermitteln zuzuschießen. (AL, 01.08.2008)

 

(Kinder-) armes Deutschland

Immer weniger Geburten in Deutschland stehen immer mehr Sterbefällen gegenüber.

Im 1. Quartal 2008 wurden 1,1 Prozent weniger (66.000) lebend geborene Kinder als im Vergleichszeitraum des Vorjahres registriert, aber 5,3 Prozent mehr Sterbefälle. Die Zahl der Frauen zwischen 15 und 45 Jahren hat von 1996 bis 2006 um 900.000 abgenommen. Durch den Geburtenrückgang der vergangenen 30 Jahre fehlt heute eine ganze Müttergeneration. Das heißt, daß die Entwicklung rasant abwärts gehen wird, mit all den Folgen, die bereits jetzt sichtbar sind. Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes unsere Zukunft abgetrieben oder verhütet. (AL, 05.08.2008)

 

Interessante Argumentation

Die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrates (DER), Christiane Woopen, setzte sich in einem Interview für eine offenere Haltung bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) ein. Dies sei „ethisch vertretbar".

Ihr Argument: Wenn ungeborene behinderte Kinder bis zur Geburt getötet werden dürften, dann sei es unverhältnismäßig, dies in einem viel früheren Stadium der Embryonalentwicklung ausnahmslos zu verbieten.

Auch plädierte sie für sog. „Rettungskinder", die durch künstliche Befruchtung entstehen und Zellspender für kranke Geschwister sein können. Es wird dann von mehreren Embryonen der ausgewählt, der den Wünschen entspricht.

Wann wird es „Rettungskinder" für kranke Eltern geben? (AL, 05.06.2008)

 

36 Österreich

„Unser Kind hat einen Schaden, ist aber kein Schadensfall", so argumentierten Eltern aus Vorarlberg, deren ungeborener Sohn vermutlich mit einer Fehlbildung der Wirbelsäule zur Welt kommen wird. Die Eltern wollen mit einer Feststellungsklage den Gesetzgeber „wachrütteln", weil nach einem Urteil des OGH ein behindertes Kind „schadensersatzfähig" ist. Sie sehen in diesem Urteil eine Infragestellung und Diskriminierung der Existenzberechtigung und Mißachtung der Menschenwürde behinderter geborener und ungeborener Menschen. (AL, 15.07.2008)

 

35 Polen

Mittäterschaft

Die polnische Gesundheitsministerin hat mitgeholfen, daß bei einem 14-jährigen Mädchen eine Abtreibung durchgeführt werden konnte.

Sie machte ein Spital ausfindig, das die Tötung des ungeborenen Kindes durchführte, nachdem andere Krankenhäuser das Begehren ablehnten. Lebensrechtler und Katholiken forderten öffentlich die Exkommunikation , weil die Aktion öffentlich war.

„Gestern war ich in der Kirche, darum habe ich keinen Grund, mich schuldig zu fühlen", so die katholische Ministerin. (AL, 3.7.2008)

 

34 Niederlande

Fehlerfrei

Die niederländische Regierung hat am Freitag beschlossen, im Reagenzglas gezeugte Kinder genetisch auf ein Krebsrisiko zu untersuchen und bei positivem Befund zu töten.

 

33 Europa

Bevölkerungsentwicklung

Ein EU-Institut stellte fest: Alle 30 Sekunden scheitert eine Ehe und wird ein Kind abgetrieben. Laut Statistik gibt es in Europa jährlich rund 1,2 Millionen Abtreibungstötungen, sie ist die häufigste Todesursache auf dem Kontinent. (AL, 4.6.2008)

 

32 USA

Lebensrechtsapotheken

In den USA breiten sich Apotheken aus, die keine Verhütungs- und Abtreibungsmittel verkaufen. (AL, 1.7.2008)

 

Nicht wählbar

Ein international anerkannter Theologe, George Weigel, (USA), sagte in einem Gespräch in einem Internetportal, daß der demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama z.B. für Katholiken nicht wählbar sei. Er sei der Kandidat für „ein Reich der individuellen Selbstbestimmung".

Wer sich theologisch, philosophisch oder moralisch für seriös halte, könne nicht für Obama stimmen, der „radikale" Positionen bezüglich Abtreibung, gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und Stammzellforschung vertrete. Der republikanische Kandidat John McCain sei dagegen Abtreibungsgegner. (AL, 19.07.2008)

 

31 Brasilien

Zurückgewiesen

Ein Gesetzes_Entwurf, der vorsah, Abtreibungstötungen in den ersten drei Monaten zu legalisieren, wurde von der Justizkommission des Abgeordnetenhauses in Brasilia mit 57 zu 4 Stimmen abgelehnt. (AL, 16.07.2008)

 

30 Indien

Kardinal würde Kind adoptieren

Weil die Ärzte einem hinduistischen Paar sagten, daß ihr Kind an einem Herzfehler leide, wollten die Eltern dieses Kind im siebten Monat der Schwangerschaft durch Abtreibung töten lassen. Das oberste indische Gericht in Bombay hat den Eltern verboten, ihr Kind zu töten. Der Erzbischof von Bombay, Kardinal Gracias, bot an, das Kind zu adoptieren, „wenn es für die Mutter zu viel" würde. (AL, 05.08.2008)

 

29 Deutschland
Ausgemerzt
Immer wieder flammt die Diskussion über ein Ja oder Nein zur Präimplantations_Diagnostik (PID) auf.
Kürzlich wandte sich der Schauspieler und Bioethik_Experte Peter Radtke gegen ein anderes Mitglied des „Deutschen Ethikrates", Dr. Christiane Woopen, die genetische Untersuchungen des Embryos zulassen will. Radtke: Wenn es PID bereits vor 65 Jahren gegeben hätte, „wäre ich heute nicht mehr am Leben". Seine Glasknochenkrankheit könne mit der bislang verbotenen Methode „ausgemerzt" werden. (AL, 06.06.2008)

 

28 Birma
Das „Allernötigste"
Die birmesische Militärjunta läßt endlich Hilfe für die gepeinigte Bevölkerung zu. Die Vereinten Nationen (UN) schickten gleich das „Allernötigste": 220.000 Kondome. (Vgl. Rheinpfalz, 25.05.2008)

 

27 England
Halbschwein?
Zu dem Parlamentsbeschluß in England, Chimären, d. h. Mischwesen, zuzulassen, stellt der bekannte Philosoph Robert Spaemann die provozierende Frage: „Ist ein solches Halbschwein mein Bruder oder meine Schwester, oder was?" Die Experimente mit Chimär_Wesen seien kriminell und ein Angriff auf den Gedanken einer Menschheitsfamilie. (AL, 09.06.2008)

 

26 Was ist in England los?
Der katholische Primas von England, Kardinal O’Connor, gibt sich nach Pressemeldungen schon mit „weniger" Abtreibungen zufrieden.
Das Parlament stimmte gegen eine Verkürzung der Fristen von Abtreibungstötungen und für die Schaffung von Hybrid_Embryonen, für die Erzeugung sog. „Rettungskinder", die ihren behandlungsbedürftigen älteren Geschwistern dienen, und dafür, daß im Falle künstlicher Befruchtung kein Vater erforderlich sei, damit sich gleichgeschlechtliche Paare einfacher ihren Kinderwunsch erfüllen können. (AL, 28.05.2008)

 

25 Holland
Aussortieren
In Holland diskutiert man die Möglichkeit, weibliche Embryonen mit einem Risiko für Brustkrebs künftig bei ungünstiger Genanalyse bereits im Labor auszusortieren.
Eine der Begründungen: Immer häufiger würden Frauen mit dem Wissen um eine entsprechende genetische Veranlagung sich schon in jungen Jahren beide Brüste amputieren lassen. (AL, 01.06.1008)

 

24 Australien
Unbemerkt
In Australien ist nach einer unbemerkten Eierstockschwangerschaft ein gesundes Baby zur Welt gekommen. (Vgl. Rheinpfalz, 31.05.2008)

 

23 China
Keine Geschwister
Unter den Todesopfern des schweren Erdbebens in China waren auch ca. 7.000 Kinder. Wegen der chinesischen „Ein_Kind_Politik" kann man vermuten, daß diese Kinder keine Geschwister hatten. Nun kündigte die Kommission für Familienplanung an, Mediziner ins Katastrophengebiet zu schicken, die Sterilisierungen rückgängig machen sollen, falls Paare ein weiteres Kind wünschten. (AL, 10. 06.2008)

 

22 Irland
In_vitro_Fertilisation
Eines der Probleme, die sich aus der In_vitro_Fertilisation (Künstliche Befruchting _ IVF) ergeben, wurde in einem Artikel herausgestellt, der am 19. April vom „Irish Independent" veröffentlicht wurde: Nämlich daß man seine eigenen Kinder nicht kennt und diese nicht ihren eigenen Vater. Darin wird über Kirk Maxey berichtet, der durch seine Samenspende über einige Jahre hinweg eine unbekannte Zahl von Kindern zeugte, die er grob auf 200 bis 400 schätze.
Nun habe Maxey ein eigenes Kind und sehe sich vor dem Dilemma, daß in seiner Nachbarschaft bis zu 100 Mädchen leben könnten, die etwa im gleichen Alter wie sein Sohn sein könnten, den selben Vater hätten, aber nicht wüßten, wer dieser Vater ist. (Vgl. Zenit, 04.06.2008)
 
EU_Referendum und Abtreibung
Das EU_Referendum in Irland ist gescheitert. Nun sucht man nach Gründen.
Der luxemburgische Außenminister schlägt bezeichnenderweise vor, Irland in der Abtreibungsfrage entgegenzukommen und Garantien für den Bestand seiner Rechtslage zu geben. So sollte sich die EU, was sie bisher immer wieder getan hat (siehe Polen), beim Thema Abtreibung nicht mehr einmischen.
Vielleicht wacht man ja dank Irland auch in anderen Ländern auf. Es wäre zu wünschen. (AL, 17.06.2008)
Anmerkung: Hierzu schrieb eine luxemburgische Mitstreiterin in einem Leserbrief:
„Die Iren haben sich gegen den Vertrag von Lissabon ausgesprochen. Enttäuschte europäische Politiker glauben, der Vertrag sei zu schwierig zu lesen und zu verstehen gewesen. Da Verständnis und Intelligenz sich nicht ausschließlich auf die Spezies der Politiker beschränken, könnte man ebensogut davon ausgehen, daß die Iren mit Nein gestimmt haben, gerade weil sie es verstanden haben, zwischen den Zeilen zu lesen. Die Irische Vereinigung für eine Christliche Kultur hatte dies anhand einiger gravierender Elemente dargelegt und neun Gründe genannt, warum die neue Verfassung für die große Mehrheit der EU_Bürger, die sich mit dem Christentum identifiziert, unannehmbar ist."

 

21 Ecuador
Angriff auf das Lebensrecht
In Lateinamerika wird derzeit in vielen Ländern zum Angriff auf die Lebensrechte der Ungeborenen geblasen. Gynäkologen kritisierten auf einem Kongreß in Ecuador die Bestrebungen hin zu einer liberaleren Abtreibungsgesetzgebung. Ihre Aufgabe sei es, Leben zu schützen und nicht Botschafter des Sterbens zu sein. (AL, 01.06.2008)

 

20 Polen
Heroische Liebe
Am 4. Juni 2008 starb in Polen Agata Mroz. Sie führte die polnische Nationalmannschaft zwei Mal (2003 u. 2005) zum Volleyball_Europatitel. Sie opferte ihr Leben für ihr ungeborenes Kind. Kurz nachdem sie schwanger wurde, stellten die Ärzte bei ihr eine Leukämie fest. Nach Rücksprache mit ihrem Ehemann verschob die junge Mutter, im Bewußtsein des Risikos für ihr Leben, eine Knochenmarktransplantation auf die Zeit nach der Geburt. Am 4. April kam ihre Tochter gesund zur Welt. Die Therapie aber kam zu spät. (AL, 18.06.2008)


19
Deutschland - Gendiagnostikgesetz
 
Und wieder geht es um angebliche Selbstbestimmung.
Und wieder geht es um den Einstieg in ethisch weitreichende Verfahren.
Am 15. April hat das Bundeskabinett Eckpunkte für ein Gendiagnostik-Gesetz verabschiedet. Ein Gendiagnostik-Gesetz wird nach den embryonalen Stammzellen das nächste höchstexplosive „Faß" sein, was die Regierung öffnen wird. (AL 8.5.2008)

 

18 Slowakei - Tod bei genetischen Störungen
 
Noch nicht geborene Menschen sollen in der Slowakei bei genetischen Störungen bis zur 24. Schwangerschaftswoche durch Abtreibung getötet werden dürfen. Das sieht ein Gesetzesentwurf vor, der im Juli 2008 verabschiedet werden soll. (AL, 8.5.2008)

 

17 Polen - „Nur" noch für Verheiratete
 
Der Vorsitzende der polnischen Bioethik-Kommission sprach sich dafür aus, die künstliche Befruchtung (IVF) „nur" noch bei verheirateten Paaren zu erlauben.
In Polen wird derzeit ein Gesetz zur künstlichen Befruchtung vorbereitet. Sie ist bislang nicht gesetzlich geregelt und in der Praxis uneingeschränkt „erlaubt".
Anders als in Deutschland, wo man von kirchlicher Seite so gut wie gar nichts mehr dazu hört, lehnen die polnischen Bischöfe die IVF strikt ab, weil dabei u.a. bereits erzeugte Kinder sterben müssen. (AL, 8.5.2008)

 

16 Chile - Kostenlose Verteilung verboten
 
In Chile ist die Beziehung der katholischen Kirche und dem Staat durch die Diskussion um eine kostenlose Verteilung der sog. „Pille danach" schwer belastet.
Die Richter des Obersten Gerichtshofes hatten eine kostenlose Verteilung der Pille durch das öffentliche Gesundheitssystem verboten. Jedoch die Staatspräsidentin bezeichnete ein Verbot als einen schweren Schlag für die Frauen und einen Rückschritt für die Gleichheit. (AL, 8.5.2008)

 

15 Australien - Interessant
 
Eine Studie in Australien hat Merkwürdiges ergeben. Ärzte, die hauptsächlich mit Schwerkranken zu tun haben, z. B. Palliativärzte, lehnen die Euthanasie eher ab als ihre Kollegen Geburtshelfer, Anästhesisten und Gynäkologen.
Bei einer Lebenserwartung von weniger als drei Monaten, so ergab die Studie, seien 4 Prozent aller befragten Ärzte bereit, auch ohne Einwilligung durch Medikamente den Tod herbeizuführen. (AL, 8.5.2008)

 

14 Deutschland - Zum Wohl der Kinder?
 
Häufig zeigt sich, daß der Erhalt von Kindergärten nicht vorrangig dem angeblichen Wohl der Kinder dient, sondern einfach der Einrichtung als solcher. So z.B. in einer Pfälzer Gemeinde, wo ab August 2010 die Zahl der Kinder für die Erhaltung der Einrichtung unterschritten wird. Deshalb soll jetzt die Zahl für jüngere Kinder weiter erhöht werden. (AL 28.4.2008)

 

13 Holland - Tendenz steigend
 
In den Niederlanden ließen sich 2007 mit gemeldeten 2.120 Tötungen mehr Menschen euthanasieren als im Jahr zuvor. (AL, 30.4.2008)

 

12 Vatikan - Gleiche Lebensrechte
 
Auch der Vatikan kritisierte die Europarats-Resolution, die ein „Recht auf Abtreibung" in den 48 Mitgliedsstaaten fordert. Kurienbischof Elio Sgreccia, Chef der Päpstlichen Akademie für das Leben, stellte heraus, daß das Leben und der Wert des noch nicht geborenen Kindes „grundsätzlich dem der Mutter gleich ist". (AL, 28.4.2008)

 

11 Mexiko - Wie gehabt
 
Seit vor einem Jahr in Mexiko-Stadt die Abtreibungstötung gesetzlich eingeführt wurde, gab es bislang 7.000 gemeldete Tötungen ungeborener Kinder.
In ganz Mexiko wird die Legalisierung von Abtreibung heftig diskutiert. Beim Obersten Gerichtshof gibt es derzeit Anhörungen.
Von Verteidigern des Lebens, ebenso wie von Befürwortern der Tötung gibt es Proteste. Die Argumente der Abtreibungsbefürworter sind exakt die gleichen wie in den siebziger Jahren in unseren Breiten. (AL, 28.4.2008)

 

10 Chile - Kostenlos?
 
In vielen Ländern Südamerikas gibt es eine Offensive gegen das Leben.
Die Staatspräsidentin Chiles z.B. sieht die Chancengleichheit dadurch nicht mehr gewährt, daß die „Pille danach" von Reichen zu kaufen sei, wogegen die ärmere Bevölkerung sich diese nicht leisten könne. Sie plädiert dafür, die „Pille danach" kostenlos zu verteilen. (AL, 28.4.2008)

 

09 USA - Anbetung gegen Abtreibung
 
An vielen Orten entstehen in den USA Kapellen und kleine Kirchen in der Nähe von Abtreibungskliniken. Sie laden ein zur Anbetung vor dem Allerheiligsten. (AL, 29.4.2008)

 

08 Deutschland - Warten

 
Bei einem Kongreß der Bundesärztekammer in Berlin forderte eine Gynäkologin eine neue Ausrichtung der Sexualaufklärung. Diese sei üblicherweise eine „sex- und verhütungszentrierte Aufklärung", die viel zu kurz greife und die wichtige entwicklungspsychologische Basis unterschlage. (Vgl. zenit.org, 25.1.2008.)

 

07 Holland - Na ja ...
 
Ein niederländischer, evangelischer TV-Sender hat eine Doku-Serie gestartet, in der sich sieben Jugendliche (15-20 Jahre) verpflichten, 40 Tage auf Sex zu verzichten. (Vgl. kath.net, 11.1.2008.)

 

06 Belgien
 
Wie belgische Medien berichteten, sei die Zahl der gemeldeten Euthanasie-Fälle in Belgien im letzten Jahr auf ca. 500 gestiegen. Man geht allerdings davon aus, daß nur etwa die Hälfte der Fälle überhaupt gemeldet werden.
Ein Drittel der Patienten, die Euthanasie verlangen, ist unter 60 Jahren alt. Vom Leiter der Euthanasie-Kontroll-Kommission wurde kritisiert, daß 18-Jährige in Belgien einen entsprechenden Antrag stellen dürften, 17-Jährige aber noch nicht. (AL, 12.2.2008)

 

05 England - Nicht in Supermärkten
 
In vielen Ländern, so vor allem in England, gibt es Bestrebungen, die sog. „Antibaby-Pille", aber auch die sog. „Pille danach" freiverkäuflich, ohne Rezept, anzubieten. Das englische Gesundheitsministerium meinte, man wolle die „Pille" ja nicht in Supermärkten verkaufen. (AL, 10.1.2008)

 

04 Frankreich
 
- Ein großer Erfolg war am 20. Januar 2008 der Marsch für das Leben - gegen Abtreibung in Paris. Ca. 10.000 Lebensrechtler nahmen an der Demonstration teil. Schätzungsweise wurden in Frankreich seit 1975 sieben Millionen Babys durch Abtreibung getötet. (Vgl. unec, 24.1.2008.)
 
- Überzählige Menschen
In Fortpflanzungskliniken in Frankreich seien mehr als 140.000 Embryonen tiefgefroren. Mit Einwilligung der „Eltern" können eingefrorene kleine Menschen, die nicht mehr „benötigt" werden, für wissenschaftliche Forschungen freigegeben werden. (AL, 6.2.2008.)

 

03 Vatikan - Kampagne gegen Abtreibung
 
Der Vatikan startete eine weltweite Kampagne für ein Moratorium zur Abtreibung, das auch die Aktion Leben e.V. mitunterschrieben hat.
Kurienkardinal López Trujillo, der in einer Offensive im Namen des Papstes weltweit Staatsoberhäupter und Politiker konsultieren wird, sprach davon, daß Abtreibung „eine Kapitalstrafe" sei, „die über einen wehrlosen Unschuldigen verhängt wird". (Vgl. Zenit, 25.1.2008.)

 

02 Polen - Rüge
 
Nach einer Rüge des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte beabsichtigt die neue polnische Regierung die Abtreibungsgesetzgebung des Landes zu liberalisieren. (AL, 4.2.2008.)

 

01 Brasilien
 
 - Kampf entbrannt
Auf dem lateinamerikanischen Kontinent gärt es bezüglich der gesetzlichen Freigabe oder zumindest gewisser Aufweichungen in Abtreibungsgesetzgebung.
In Brasilien forderte die Leiterin einer Seelsorge-Institution der dortigen Bischofskonferenz eine Entkriminalisierung von Abtreibung bei Prostituierten, weil diese in Einzelfällen oft bis zu 20 Abtreibungstötungen vornähmen.
Andererseits starteten die brasilianischen Bischöfe eine der größten Offensiven der Kirche gegen die Abtreibung. (AL, 10.2.2008)
 
- Heroische Mütter
Eine 33-jährige Engländerin und eine 35-jährige Deutsche lehnten eine Chemotherapie während der Schwangerschaft ab, um das Leben ihrer Kinder zu retten.
Die Britin starb am 18. Januar 2008, zwei Monate nachdem ihr Kind geboren war und die Deutsche starb 3 Monate nach der Geburt ihres Kindes am 19.10.2007. Die Geburt „war der schönste Moment meines Lebens", freute sich die schwerkranke Mutter. Sie hinterließ ihrer kleinen Tochter einen Brief.
Der Ehemann der Britin sagte gegenüber britischen Medien: „Lorraine war trotz der Schmerzen auch am Ende sehr positiv eingestellt. Sie hatte die Stärke für uns alle. Ich kann nicht genau beschreiben, wie mutig sie war. Am Ende, als wir alle wußten, daß die Behandlung nicht gut verlief, war sie noch immer voller Freude, daß sie Liam das Leben schenken konnte." (Vgl. kath.net, 28./29.1.2008.)
 

 

 

zurück nach oben

 

zu den aktuellen Nachrichten des Monats

zum Auswahlmenü Nachrichten-Archiv

zurück zur Startseite (Home)