Nachrichten-Archiv - Meldungen aus aller Welt

 

Wissenswerte Nachrichten

2007

 

Aktuelle Kurznachrichten aus aller Welt von bleibendem Wert

rund um die Themen, die unsere Webseiten behandeln

 

Stand: 12.05.2009

77 Deutschland

 

- Weiter sinkend

Nach den neuesten Statistiken des Statistischen Bundesamtes sinkt die Zahl der Familien mit Kindern in Deutschland weiter. Vor 10 Jahren gab es noch 9,4 Millionen elterliche Haushalte, im Jahr 2006 waren es nur noch 8,8 Millionen. Hinzu kommt, daß immer weniger Familien immer weniger Kinder betreuen und die Zahl der Eheschließungen von rund 500.000 im Jahre 1996 auf 373.000 im Jahr 2006 zurückging. (AL, 28.11.2007)

 

- Spermienweitwurf

Wer hätte gedacht, daß sich an 2 Tagen rund 800 Schüler des Allgäus begeistern lassen, an einem Spermienweitwurf_Spiel teilzunehmen, bei dem es darum ging, ein kleines Stoffwürmchen in ein überdimensionales Kondom zu werfen?

Das war gewissermaßen das „Vorspiel" zu zwei Filmen, „Crazy" und „Das erste Mal", die sich die 15_jährigen Schüler bei den ersten Jugendfilmtagen ansehen sollten. Die Organisatoren waren davon überzeugt, daß gerade Jugendliche aus ländlichen Regionen es nötig hätten. (Vgl. Allgäuer Zeitung, 18.10.2007.)Anmerkung: Wir möchten hinweisen auf die kleine Broschüre „Was Sie über Aids und Kondome wissen müssen", die Sie mit beiliegender Karte bestellen können.

 

- Alle Termine vergeben

Der Aids_Truck des katholischen Hilfswerkes „missio" mit seiner „erlebnisorientierten", aber keineswegs katholisch geprägten Ausstellung hat nach eigenen Angaben seit 2004 über 70.000 Interessierte angezogen. Anfragen kämen vor allem von Schulen. Die Termine für das kommende Jahr seien schon vergeben. (AL, 29.11.2007)Anmerkung: Wir haben noch Termine frei! Vielleicht können Sie eine Schule oder Schulklasse vermitteln. Infos Tel.: 06201 / 20 46.

 

- Gender

Eine Dame aus dem Fernsehen verkündete, daß sie mit einer anderen Dame aus dem Fernsehen ein Paar bilde. Anschließend gab eine Leistungssportlerin bekannt, daß sie bald ein Mann werde. Verunsichert fragte sich da so mancher, ob das denn normal sei. Für solche Fälle hat der britische Schriftsteller Douglas Adams die richtigen Worte gefunden: „Wir werden die Normalität umgehend wieder herstellen, sobald wir herausgefunden haben, was Normalität überhaupt ist." (Vgl. Rheinpfalz, 25.11.2007.)

 

76 Luxemburg - Diskriminierung

 

Der Generalanwalt der Europäischen Union (EU) lehnte es ab, einer Frau bereits die EU-Schutzvorschriften für Schwangere zuzubilligen, bevor ihr durch künstliche Befruchtung entstandener Embryo eingepflanzt wurde. Nun soll der EU-Gerichtshof entscheiden.

Eine Frau aus Österreich hatte geltend gemacht, daß der Embryo bereits vorhanden war, als sie krank geschrieben wurde, um den Eingriff vornehmen zu lassen und ihr gekündigt wurde. Die Kündigung sei nicht rechtens, weil hier ein Verstoß gegen die EU-Anti-Diskriminierungs-Richtlinie vorliege. Der Arbeitgeber müsse beweisen, daß die Kündigung keine Diskriminierung wegen des Geschlechtes darstelle, weil er möglicherweise von der Behandlung gewußt habe. (AL, 27.11.2007)

 

75 England

 

- Sterilisation

In Großbritannien wollen Eltern ihre 15-jährige behinderte Tochter durch operative Entfernung der Gebärmutter sterilisieren lassen, um ihr Menstruationsbeschwerden zu ersparen.

Der Präsident des deutschen Berufsverbandes der Frauenärzte erklärte, das Mitleidsargument sei im Fall einer Gebärmutterentfernung nicht angebracht. „Durch die Operation wird es automatisch zu Hormonstörungen kommen. Selbst bei bester Operation wird es immer wieder zu Verwachsungen kommen, die dann wiederum Beschwerden verursachen ..." (Vgl. Deutsche Tagespost, 27.10.2007.)

 

- Keine Unterstützung für Amnesty

Die englischen Bischöfe zogen aus den Beschlüssen der die Abtreibung befürwortenden_Organisation „Amnesty International" (ai) die Konsequenzen und verboten den Pfarreien, in Zukunft Gruppen von ai zu beherbergen.

Der schottische Kardinal Keith O’Brien gab bekannt, ai zu verlassen, nachdem er die Organisation 40 Jahre unterstützt habe. (Vgl. kath.net, 21.11.2007.)

 

- Dupierter Samenspender

Ein 37_jähriger Brite hatte vor 5 Jahren einem lesbischen Paar seinen Samen gespendet. Ausgemacht war, daß der „Spender" keinerlei emotionale oder finanzielle Verpflichtungen eingehe. Das lesbische Paar hat sich zwischenzeitlich getrennt. Der Streit um Alimente für das Kind wird derzeit öffentlich im Fernsehen ausgetragen. Der Spender fühlt sich ungerecht behandelt, denn nach britischem Recht sind nur anonyme Samenspender von Zahlungen befreit. (Vgl. Die Presse, 04.12.2007.)

 

74 Holland - Kinder

Wie niederländische Medien berichteten, ist die Zahl der Abtreibungstötungen bei Teenagern gestiegen. Zwei Drittel der ungewollt schwangeren Jugendlichen hätten im letzten Jahr ihre Kinder abgetrieben. Insgesamt hätten laut Statistik im letzten Jahr 32.992 Frauen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren ihre noch nicht geborenen Kinder getötet. (AL, 16.11. 2007)

 

73 Schweiz - Ärzte ohne Grenzen

 

In der Schweiz wurde bestätigt, daß die Organisation „Ärzte ohne Grenzen" („Médecins Sans Frontiéres", MSF) bei ihren Einsätzen auch Abtreibungen durchführt.

Wörtlich heißt es: „Häufig ist dies der Fall nach Vergewaltigungen oder wenn Mutter und/oder Kind stark gefährdet sind. Grundsätzlich sieht sich MSF weder als Befürworter noch als Gegner von Abtreibungen, sondern für uns ist der individuelle Fall und letztlich der Wunsch der Frau entscheidend. Aber da jedes Jahr Tausende von Frauen wegen unsicheren Abtreibungen sterben oder schwer geschädigt sind, hält MSF es für notwendig, Frauen in dieser Situation nicht einem solchen Schicksal auszusetzen."

Dabei gilt als oberstes Ziel der Organisation, Menschenleben zu retten. (Vgl. kath.net, 4.11.2007.)

 

72 Spanien - Alles inklusive

 

In Spanien hat die Polizei drei „illegal" arbeitende Abtreiber festgenommen. Sie werden der Urkundenfälschung, illegaler Berufsausübung und der Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung beschuldigt. Einer der Abtreiber hat nach Angabe der Polizei zwischen 3 000 und 6 000 Euro für seinen Tötungsdienst verlangt. Um Abtreibungen selbst in der 35. Schwangerschaftswoche durchführen zu können, habe er psychologische Gutachten gefälscht.

Die liberale Zeitung „El Mundo" schrieb, daß der festgenommene Abtreibungsunternehmer - und das scheint wohl unverzeihlich - meist an der Steuer vorbei ein Jahreseinkommen von über 12 Millionen Euro „erwirtschaftet" habe, was ihm ein Luxusleben erlaubte.

Ausländischen Interessentinnen habe er Pauschalreisen, „Abtreibung, Hotel und Verpflegung inklusive", organisiert. Abtreibungsbefürworter machten sich den Skandal zunutze und forderten eine Liberalisierung des Strafgesetzes. (Vgl. KAS-Newsletter, 10.12.2007.)

 

71 Vatikan

 

Heftige Diskussionen löste die Forderung Papst Benedikts vor allem in Italien aus, daß Apotheker aus Gewissensgründen die Abgabe von Abtreibungs_ und Euthanasie_Mitteln verweigern sollten. Der Papst sprach bei einem Kongreß katholischer Apotheker. (AL, 31.10.2007)

 

- Das Recht auf Leben gilt immer und für jeden

Benedikt XVI. betonte im Hinblick auf die Kampagnen zur Förderung der Abtreibung vor den kenianischen Bischöfen, daß die direkte Zerstörung menschlichen Lebens „nie gerechtfertigt werden" könne, seien die Lebensumstände auch noch so schwierig. „Wenn ihr das Evangelium des Lebens predigt", ermahnte Benedikt XVI. die Bischöfe, „so erinnert eure Völker daran, daß das Recht auf Leben eines jeden unschuldigen Menschen, sei er geboren oder ungeboren, ein absolutes Recht ist und ohne Ausnahmen für alle Individuen gilt."

 

70 USA

 

- Sexuelle Enthaltsamkeit

Nach neuesten Statistiken sind nach jahrelangem Rückgang von Teenagerschwangerschaften diese im letzten Jahr erstmals wieder gestiegen. Im Alter zwischen 15 und 19 Jahren um 3 Prozent. Die Regierung setzt jährlich 120 Millionen Dollar ein für Programme zur sexuellen Enthaltsamkeit in den Schulen. Der Kongreß debattiert zur Zeit über eine Erhöhung dieses Etats. (AL, 6.12.2007)

 

- Pubertät: Die Harmonie-Bremse

Wie schnell ein Mädchen die Geschlechtsreife erreicht, hängt auch vom familiären Umfeld ab. Das hat eine Studie amerikanischer Forscher ergeben. Je mehr Rückhalt die Mädchen bei den Eltern fanden und je harmonischer das Zusammenleben war, desto zögerlicher stellte sich die Pubertät ein. Diese Beobachtung stehe im Einklang mit einer Theorie, der zufolge Kinder ihre geschlechtliche Entwicklung je nach den Umweltbedingungen beschleunigten oder bremsten, so die Forscher von der University of Arizona. Diese Reaktion zu verstehen sei wichtig, weil eine zu rasche Reifung psychologische und körperliche Probleme nach sich ziehen könne. (Vgl. Rheinpfalz, 25.11.2007.)

 

69 Chile - „Pille danach"

 

In Chile haben einige Apotheker den Verkauf von sog. „Notfallpillen", die ein bereits gezeugtes Kind vernichten können, abgelehnt. Drei große Apothekenketten hatten sich geweigert, diese Tötungsprodukte zu verkaufen und wurden mit einer Strafe von rund 45.000 Euro belegt.

Die Bischöfe des Landes stellten sich auf die Seite der Apotheker, nicht zuletzt auch deswegen, weil der Papst kürzlich ein Recht auf Gewissensentscheidung für diesen Berufsstand gefordert hatte. (AL, 1.11.2007)

 

68 Dominikan. Republik - Gleiche Taktik

 

Auch in der Dominikanischen Republik versucht man, die Abtreibungstötung zu liberalisieren. Auch dort wird die Zahl von sog. illegalen Abtreibungen dramatisiert, um durch eine Legalisierung die Kindestötungen für Frauen angeblich sicherer und ungefährlicher zu machen und die Anzahl zu senken. (AL, 28.10. 2007)

 

67 Nicaragua - Parlament bleibt fest

 

In Nicaragua soll nach dem Willen des Parlamentes, das im letzten Jahr beschlossene strikte Abtreibungsverbot aufrecht erhalten werden. Internationale Organisationen und sog. Frauenrechtlerinnen hatten massiv protestiert. (AL, 14.11. 2007)

 

66 Österreich - Türöffner zur Euthanasie

 

So geht es immer los, mit einem Freispruch ist der Prozeß gegen einen Kärntner zu Ende gegangen. Er hatte beim Selbstmord seiner schwerkranken Frau mitgewirkt, indem er sie zum Suizid in die Schweiz begleitete.

Nach geltendem österreichischem Recht, § 75 StGB f., ist die vorsätzliche Tötung, Tötung auf Verlangen oder Mitwirkung am Selbstmord verboten.

Das Urteil spricht von einem tragischen Einzelfall. Der Staatsanwalt hat Berufung eingelegt. (Vgl. ORF-Kärnten, 11.10.2007.)

 

- Mißtrauen

Da irrt der ÖVP-Behindertensprecher Franz-Joseph Huainigg, wenn er die Patientenverfügung empfiehlt, in der man festschreiben kann, „auf welche lebenserhaltenden Maßnahmen die Mediziner verzichten sollen".

Richtig ist, daß er in einem Beitrag, sowohl die Verhältnisse in Holland als auch die Schweizer Sterbe-Nachhilfe Organisation „Dignitas" scharf kritisiert. Gerade diese Situation zeigt doch, welcher Dammbruch ein angebliches „selbstbestimmtes Sterben" auslöst. Gerade in Holland tragen ältere Menschen Credocarts und Lebensverfügungen mit sich, weil diese Entwicklung das Vertrauen in die Ärzte und selbst in die eigenen Angehörigen zutiefst erschüttert hat.(AL, 7.11.2007)

 

65 Deutschland

 

- „Kindeswohl" - oder doch „Elternwohl"

Nach einem ärztlichen Behandlungsfehler lag eine Vierjährige seit Monaten im Wachkoma. Die Eltern kämpften dafür, ihr Kind sterben lassen zu dürfen und argumentierten mit dem „Kindeswohl". Das Oberlandesgericht in Hamm (1UF78/07) erlaubte ihnen, die künstliche Ernährung einzustellen. Ein Novum in der deutschen Rechtsprechung, schrieb die „Welt" am 15.10.2007. Die Eltern wurden von einem in der Euthanasie-Szene bekannten Anwalt vertreten. Dieser erklärte, daß die Entscheidung, das Kind sterben zu lassen, im Rahmen ihres verfassungsrechtlich geschützten Sorgerechtes gerechtfertigt sei.

In erster Instanz waren die Eltern noch mit ihrem Anliegen gescheitert. Das Amtsgericht in Minden hatte ihnen das elterliche Sorgerecht entzogen.

Was wird dieses Urteil noch für lebensbedrohliche Konsequenzen für andere Menschen im Wachkoma haben?

 

- Letzter Stand

Wachsende Zweifel bei Politikern und Ärzten, ob Patientenverfügungen gesetzlich geregelt werden sollen, machen sich breit.

Im Parlament liegen bislang drei Gesetzesentwürfe, die jeweils von Abgeordneten verschiedener Fraktionen unterstützt werden. Sie unterscheiden sich im Kern in der Frage der Einbeziehung von Wachkomapatienten und Demenzkranken. (AL, 14.11.2007)

 

- (K)ein Geschäft?

Die Bundesärztekammer hat dringend Präzisierungen im Transplantationsgesetz gefordert, u.a. welche ausländischen Patienten (z.B. arabische Patienten) ein Anrecht auf ein Spenderorgan haben.

Es gab, bzw. gibt eine Selbstverpflichtung, nicht mehr als fünf Prozent solcher Patienten auf den Wartelisten zu führen. Aber offenbar hält man sich nicht einmal daran. (AL, 9.10.2007.)

 

- Hirntod?

Die Tageszeitung „Die Rheinpfalz" (13.11.2007) meldete in einem Artikel Zweifel an, ob der Hirntod wirklich der Tod des Menschen ist. Der Autor, Jörg Zittlau, schreibt: „Seit längerer Zeit gilt der Hirntod als Punkt, von dem es kein Zurück gibt. Doch nun regen sich Zweifel daran, wie sicher dieses Kriterium wirklich für den Tod eines Menschen spricht. (...) Doch die Weiterentwicklung in Medizin und Diagnostik haben den Hirntod wieder verhandelbar gemacht. (...) Doch in den 90ern fand man heraus, daß Hirnregionen durchaus gesund sein können, auch wenn sie keine Elektrosignale mehr aussenden. (...) Zudem belegen aktuelle Forschungen: Das menschliche Denkorgan verfügt über beträchtliche Fähigkeiten zur Selbstreparatur."

 

- Bevorzugung?

Ärzte sollen für Organtransplantationen bei Privatpatienten nicht mehr Geld bekommen als bei gesetzlich Versicherten.

Gemessen an ihrer Zahl bekommen Privatpatienten 60 Prozent mehr Nieren- und 127 Prozent mehr Herztransplantationen als ihnen zustehen. Den Grund dafür sieht der SPD-Gesundheitsexperte, Karl Lauterbach, in der unterschiedlichen Bezahlung derselben medizinischen Leistung. (Vgl. ddp, 11.10.2007.)

 

- Angeblich gefunden

Dignitate, der deutsche Zweig der Schweizer Sterbe-nach-helfer Organisation Dignitas, hat nach einem Bericht in der „Frankfurter Rundschau" (19.11.2007) nach eigenen Angaben einen „pensionierten Mediziner" gefunden, der in Deutschland „Nachhilfe" leisten will. Die Wahl sei auf einen Pensionär gefallen, weil der nicht seine ärztliche Zulassung riskiere. Auf diese Weise will man einen Präzedenzfall schaffen. (AL, 19.11.2007)

 

- Staatsaufgabe?

Das Hessische Sozialministerium wandte sich - auch im Namen des Ministerpräsidenten - in einem Schreiben (ohne Datum) an die „Sehr geehrten Damen und Herren, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes Hessen" und empfahl nachdrücklich einen Organspendeausweis auszustellen.

In einem Begleitblatt werden überflüssige Fragen gestellt und beantwortet. Wie allgemein üblich, werden ernste und kontroverse Fragen ausgeklammert.

Unsere Frage: Warum sieht sich die Hessische Landesregierung zu einer solch offenbar populären Aktion, übrigens auch in Schulen, veranlaßt?

Unsere Vermutung: Möglicherweise hat das etwas mit der bevorstehenden Landtagswahl zu tun.

Eine ähnliche Initiative gegen tausendfachen Kindermord durch Abtreibung wurde nicht bekannt; offensichtlich ist das auch nicht populär!

 

- Vertrauen erschüttern

Töten oder Hilfe zum Sterben sei nicht das Handwerk des Arztes, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Jörg-Dietrich Hoppe. Zwar sei es Aufgabe von Ärzten, unnötiges Leid zu verhindern, aber den Tod dürften sie nicht bestimmen. „Das ist seit Hippokrates so!" (AL, 21.11.2007)Anmerkung: Wir möchten auf das neu erschienene Buch „Der Eid des Hippokrates - Griechischer Urtext, Übersetzung, Interpretation, Wirkungsgeschichte, Heutige Problemlage und moderne Dokumente" von Prof. Dr. Balkenohl hinweisen. Siehe beiliegende Bestellkarte.

 

- Suizidforscher warnen

Vor jeglicher Zulassung von Sterbehilfe warnt die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS). „Sterbehilfe" gefährde und destabilisiere potentiell die menschliche Gesellschaft. (AL, 6.11.2007)

 

- 4. Gebot

Die seelische und körperliche Mißhandlung von älteren Menschen gibt es nicht nur in Alten- und Pflegeeinrichtungen, wie in letzter Zeit häufig berichtet wurde, sondern auch zu Hause durch Angehörige.

Alle zwei Stunden begeht statistisch gesehen in Deutschland ein Mensch im Alter über 60 Jahren Selbstmord. Häufig ist es das Gefühl, für andere eine Belastung zu sein.

Eine wirksame Prävention wäre die Einhaltung des 4. Gebotes: „Du sollst Vater und Mutter ehren ..." (AL, 22.11.2007)

 

64 Deutschland / Schweiz - Tod auf einem Parkplatz

 

Zwei deutsche Selbstmord-Touristen haben sich von der Schweizer Sterbe-nach-helfer Organisation „Dignitas" auf einem Waldparkplatz bei Zürich euthanasieren lassen.

„Dignitas" wurde in Zürich die „Sterbewohnung" gekündigt und diverse Bemühungen, eine neue Bleibe zu finden, waren bisher fruchtlos geblieben.

Auch, bzw. gerade negative Publizität scheint den Schweizer und deutschen Euthanasie-Aktivisten zur Zeit gelegen zu kommen. Für Deutschland soll das heißen, wenn in Deutschland eine „würdige, professionelle Suizidbegleitung" möglich wäre, bräuchte niemand mehr in die Schweiz zu fahren und dort unwürdig und unethisch auf einem Parkplatz sein Leben beschließen.

Zusammen mit der Suche nach einem sterbewilligen (Ost-)Deutschen soll Druck auf Justiz und Politik gemacht werden. Das Argument: Wir haben professionelle Geburtshelfer, warum nicht auch professionelle „Sterbehelfer"? Aber ist es nicht besser, in die Hände des Allmächtigen und barmherzigen Gottes zu fallen als in die Hände von professionellen, ökonomisch ausgerichteten Menschen, die nicht wie Geburtshelfer dem Leben, sondern dem Tod dienen?

 

63 Schweiz

 

- Erstmals

Im Berner Inselspital hat die Klinikleitung im April, wie jetzt bekannt wurde, erstmals die Tötung eines Patienten mit einer tödlichen Dosis Schlafmittel durch eine Sterbe-nach-helferin der Organisation „Exit" erlaubt. (Vgl. Baseler Zeitung, 11.11.2007.)

 

Abgelehnt

Mit 82 zu 80 Stimmen wurde Ende Oktober 2007 vom Züricher Kantonsrat ein Vorstoß abgelehnt, den Sterbetourismus suizidwilliger Ausländer zu verhindern. Eingeführt wurde eine Bewilligungspflicht und „Qualitätskontrolle". Das heißt, einschlägige Organisationen wie „Dignitas" und „Exit" sollen sich einer staatlichen Aufsicht mit „Qualitätsstandards" unterziehen. (Vgl. kath.net, 12.11.2007.)

 

62 Österreich / Schweiz - Wie bei den Nazis

 

Am 14.10.2007 sprach der Schweizer „Sterbe-nach-helfer" Minelli im Österreichischen Rundfunk (ORF). Danach kostet beim Verein „Dignitas" (abgeleitet aus dem lateinischen Wort für „Würde") diese „Sterbe-Nachhilfe" rund 5.000 Euro. Seine Rechtfertigung: „weniger Kosten als ein Tag Palliativmedizin." Ähnlich argumentierte und praktizierte man doch auch im Nationalsozialismus. Die Kosten des Pflegeaufwandes wurden auch damals den Vernichtungskosten gegenübergestellt.

 

64 Italien

 

Zwar wurde ein italienischer Arzt von einem Gericht freigesprochen, der bei einem Patienten auf lebenserhaltende Maßnahmen verzichtet hatte, doch werden Ärzte, die der hippokratischen Ethik verpflichtet sind, künftig noch mehr unter Druck geraten, Patientenverfügungen, die darauf zielen, durch vorzeitigen Tod Schmerzen und Leid zu vermeiden, zu „befolgen". (AL, 19.10.2007)Anmerkung: Wir möchten auf das neue Buch „Der Eid des Hippokrates" von Prof. Dr. Manfred Balkenohl hinweisen, das mit beiliegender Bestellkarte bestellt werden kann.

Ärzte einverstanden

Bei einem Ärztekongreß in Palermo waren 56 Prozent der Teilnehmer mit praktizierter „Sterbehilfe" einverstanden. (AL, 19.11.2007)

 

60 Tschechien - Politiker planen

 

Ein Gesetz, das Ärzten (Tötern) erlauben soll, unheilbar Kranken eine Giftdosis zu verabreichen, führt auch dort zu einer öffentlichen Debatte. Ein solches Gesetz würde Ärzte zu Tötern machen. Eine Reportage in der größten Zeitung Tschechiens hat die Diskussion um Euthanasie entfacht. (AL, 22.11.2007)

 

59 Kolumbien - Projekt Euthanasie

 

Auch in Ländern Lateinamerikas ist die politische Diskussion um Euthanasie/Sterbehilfe im Gange. So in Kolumbien, wo sich die katholischen Bischöfe entschieden gegen dieses „Projekt" der Legalisierung aussprechen. (AL, 22.11.2007)

58 Deutschland

 
- Tausend Paar Schuhe
Teilnehmer einer Kundgebung und Passanten waren erschüttert von 1000 Paar Kinderschuhen auf der Domplatte in Köln, von deren Besitzern jede Spur fehlte.
Die Zahl Tausend steht für die Anzahl jener Kinder, die an einem Tag in Deutschland durch Abtreibung getötet werden. Die Aktion von Durchblick e.V. möchte auch im Raum Köln eine Million Embryomodelle an Haushalte verteilen. (AL, 13.10.2007)
 
- Neue Tests
Seit Anfang des Jahres werden im Internet Tests zur frühzeitigen Geschlechtsbestimmung angeboten.
Das „Deutsche Ärzteblatt" hat Gynäkologen vor diesem „Gendertest" gewarnt. Durch eine einfache Blutabnahme ab der achten Schwangerschaftswoche könne das Geschlecht des Kindes mit 99prozentiger Sicherheit bestimmt werden. Weil Mädchen und Jungen in der westlichen Kultur gleichermaßen willkommen seien, sei die „Mißbrauchsmöglichkeit" in Deutschland eher gering, aber es gebe Hinweise, daß z. B. in Berlin Gynäkologen mit vielen ausländischen Patientinnen gezielt von der Herstellerfirma beworben würden. (AL, 7.9.2007.)

 
57 Polen - Bravo, Polen!
 
Im EU_Ministerrat in Brüssel hat Polen mit seiner Haltung zur Abtreibungstötung für einen Eklat gesorgt. Die EU wollte einen europaweiten Gedenktag gegen die Todesstrafe einführen.
Polen argumentierte, daß die Todesstrafe bereits in allen europäischen Ländern abgeschafft sei. Statt dessen solle man besser einen Gedenktag einführen, der die Tötung durch Abtreibung und Euthanasie/Sterbehilfe verurteile. (AL, 18.09.2007)

 
56 England - Mensch_Kuh?
 
Ein Verfahren, mit dem das menschliche Erbgut in Eizellen von Kühen übertragen werden kann, wurde von britischen Behörden genehmigt. Aus den so entstandenen Chimären sollen Stammzellen gewonnen werden, mit denen man schwerkranke Menschen behandeln könne. Diese Mischwesen seien, so die Forscher, zu 99,9 Prozent menschlich. (AL, 05.09.2007)
 
55 England - Abtreibungsbefürworter treffen sich
 
In London treffen sich Ende Oktober 2007 Abtreibungsbefürworter zu einem Kongreß, darunter auch die Organisation „Katholiken für Entscheidungsfreiheit". Anlaß ist u.a. der 40. Jahrestag des britischen Abtreibungsgesetzes, dem seinerzeit Ersten in Europa. (AL, 17.09.2007)

 
54 Italien
 
- Embryoadoption (Verschenke deinen Embryo)
Die italienische Gesundheitsministerin hat vorgeschlagen, daß Frauen „überzählige Embryonen" aus IVF (=künstl. Befruchtung) an Frauen verschenken sollten, die auf natürlichem Wege keine eigenen Kinder bekommen können. (Vgl. KAP, 19.09.2007)

 

- Verwechslung
Im Juni tötete eine Abtreiberin in Mailand „versehentlich" einen gesunden Zwilling. Kurz vor der Abtreibung tauschten angeblich die Zwillinge ihre Plätze. Später wurde das behinderte Kind mit diagnostiziertem Down_Syndrom ebenfalls getötet. (AL, 28.08.2007)

 
53 Irland - Abtreibungspropaganda wirkt
 
Wie die „Irish Times" berichtet, habe eine Umfrage ergeben, daß sich 54 Prozent der irischen Frauen für eine Legalisierung von Abtreibungstötungen ausgesprochen hätten. Abgesehen vom Wahrheitsgehalt solcher „Umfragen", kann man sagen, daß die Abtreibungskampagnen und die zunehmende Betroffenheit besonders durch den Abtreibungstourismus nach England, sowie politischer Druck der EU mittlerweile Wirkung zeigen. (AL, 30.09.2007)

 
52 Litauen - Schaden
 
Der Europäische „Menschenrechtsgerichtshof" hat einer Klägerin aus Litauen „Recht" gegeben, daß eine Geschlechtsumwandlung nur mit Mühe und die Änderungen der Dokumente teilweise gar nicht möglich gewesen seien. Litauen wurde aufgefordert, die Gesetze für Transsexuelle zu ändern und Schadenersatz zu leisten. (AL, 11.09.2007)

 
51 Europa - Menschenrecht verletzt?
 
Weil Polen einer Frau die Tötung ihres noch nicht geborenen Kindes untersagte, hat der Europäische „Menschenrechtsgerichtshof" Polen zur Zahlung von 25.000 Euro verurteilt. (AL, 26.09.2007)

 
50 Australien - Embryonen auf Eis
 
Von 118.709 tiefgefrorenen Embryonen von 30.000 australischen Paaren seien 90 Prozent zur weiteren „Nutzung" durch die Paare selbst, 5 Prozent für die Forschung vorgesehen, 4 Prozent könnten von anderen Paaren verwendet werden und 1 Prozent der tiefgefrorenen Menschen seien „verwaist". Das ergab eine Inventur. (AL, 11.09.2007)

 
49 Argentinien - Kritik der Bischofskonferenz
 
Heftig kritisierte die katholische Bischofskonferenz Argentiniens die Regierung, weil ein Gericht eine Abtreibungstötung erlaubt hatte. (AL, 27.09.2007)

 
48 Guatemala - Proteste
 
Die guatemaltekischen Bischöfe protestieren auf das Schärfste gegen internationale Tendenzen zur Legalisierung der Tötung noch nicht geborener Kinder durch Abtreibung.
Die vom Westen propagierten Kampagnen seien ein „Krieg der Mächtigen gegen die Schwächsten". (AL, 24.08.2007)

 
47 Dominikan. Republik - Abtreibungsdebatte
 
Die katholische Kirche kritisiert eine mögliche Legalisierung der Abtreibung in der Dominikanischen Republik. (AL, 19.09.2007)

 
46 Nicaragua
 
- Päpstliches Lob
Nicaragua wurde von Papst Benedikt XVI. gelobt, weil das Land trotz internationalem Druck mutig Anti_Abtreibungspolitik betreibe. Der lateinamerikanische Staat erneuerte erst vor kurzem seine Entscheidung, jede Art von Abtreibung strafrechtlich zu verfolgen. (Vgl. Life Site, 25.09.2007)
 
- Unglaublich _ Imperialismus?
Die deutsche Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek_Zeul reagierte auf das erneute Abtreibungsverbot durch das Parlament in Nicaragua mit Entsetzen. „Dieses Gesetz verstößt gegen die internationalen Menschenrechtsabkommen, die auch Nicaragua unterzeichnet hat. Es verletzt die elementaren Rechte von Frauen in dem Land, denn es stellt Schwangerschaftsabbruch in jedem Fall unter Strafe _ auch wenn das Leben der Frau gefährdet ist oder sie vergewaltigt wurde", erklärte die Frau Ministerin. (Vgl. www.bmz.de, 14.09.2007.)

 
45 USA
 
- Gleich gefährlich
Ob chemische oder chirurgische Abtreibungen, mit ihren Spätfolgen sind sie für eine spätere Schwangerschaft (Früh_ und Fehlgeburt) gleich gefährlich. Das ergab eine Studie der Universität von Kalifornien. (AL, 25.8.2007)
 
- Kampf um Milliarden
Kalifornien investiert 3 Milliarden Dollar in die embryonale Stammzellforschung. (AL, 15.9.2007)
 
- Keine Kommunion
Der Erzbischof Raymond Burke von St. Louis hat kürzlich erklärt, Politikern, die Abtreibung und Sterbehilfe befürworteten, die Kommunion zu verweigern. Der Erzbischof sagte, Politiker und Staatsbeamte, „die öffentlich anderen helfen, das Böse zu tun oder dies billigen, machen sich mitschuldig".
Aktuell ging es um den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Rudolph Giuliani, der in dieser Frage eine „liberale" Haltung vertritt. (AL, 9.10.2007)
 
- Amnesty nicht für Ungeborene
In der englischsprachigen Welt spitzt sich die Auseinandersetzung zwischen Amnesty International (ai) und der katholischen Kirche wegen der Abtreibungsfrage zu. (Wir bericheteten.) Unter dem Titel „reproduktive Rechte" setzt sich ai in bestimmten Fällen für die Straffreiheit der Abtreibung ein. (Vgl. KAP, 18.09.2007)
 
- Amnesty für Homosexualität
Amnesty greift Nationen wie Nicaragua an, die Homosexualität verbieten. (Vgl. kath.net, 20.09.2007)
 
- Druck
Die internationale Planned Parenthood Federation (IPPF _ deutscher Zweig = „Pro Familia") will jetzt die Abtreibung auch noch in den ernsthaft katholischen Mitgliedstaaten der EU durchsetzen: Slowakei, Malta, Irland, Portugal und Polen sollen mit Hilfe der EU_Kommission und Europa_Abgeordneter gleichgeschaltet werden, obwohl die EU wiederholt betont hatte, die Abtreibung liege außerhalb ihrer Zuständigkeit und sollte den Staaten selbst überlassen werden. (Vgl. Catholic Family and Human Rights Institute, 30.08.2007)

 
44 Künstliche Befruchtung
 
Weltweit sind bisher rund 1,5 Millionen Kinder nach einer künstlichen Befruchtung zur Welt gekommen.
Auch wenn das Thema künstliche Befruchtung selbst innerhalb der Kirche fast tot geschwiegen wird und deshalb für viele, wenn nicht die meisten, als erlaubt gilt, bleibt festzuhalten, daß sich die Lehre der katholischen Kirche nicht geändert hat.
Anfang Oktober 2007 hat der zuständige Kurienkardinal Barragan erneut darauf hingewiesen, daß der Vatikan die künstliche Befruchtung (IVF) weiterhin entschieden ablehnt. (AL, 14.9.2007)Anmerkung: Hinweisen möchten wir auf die Hefte der Schriftenreihe der Aktion Leben: „Künstliche Befruchtung - ein Ausweg bei Unfruchtbarkeit?" (Nr. 6) und „Moderne Befruchtungstechnologien - Anmerkungen aus ethischer Perspektive" (Nr. 21).

43 Schweden - Designer_Baby

 
Schwedische Eltern dürfen erstmals im Labor ein Kind erzeugen lassen, um damit vielleicht ein anderes zu retten. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 27.06.2007)
Anmerkung: An die möglicherweise vielen erzeugten Kinder, die „verworfen" wurden, weil sie für eine Stammzellspende ungeeignet waren und an die möglichen psychischen Folgen des Spenderkindes, das nur deshalb leben durfte, hat wohl kaum jemand gedacht.

 
42 Frankreich - Ehemalige Ministerin schwenkt um
 
Im Jahre 1975 war es die damalige Ministerin und spätere EU_Parlamentspräsidentin Simone Veil, die sich rühmte, fast im Alleingang in Frankreich die Abtreibungstötung durchgesetzt zu haben.
Bei einer Fernsehdebatte sagte sie kürzlich: „Es ist wissenschaftlich immer offensichtlicher, daß es sich von der Empfängnis an um ein Lebewesen handelt."
(Vgl. Zenit, 20.06.2007)
Anmerkung: Welch eine Erkenntnis! Hoffen wir auf weitere Schritte „in die richtige Richtung".

 
41 Portugal - Immer mehr
 
In Portugal ist das Abtreibungsstrafrecht weiter liberalisiert worden. Das Gesetz, das Abtreibungstötung bis zur 10. Schwangerschaftswoche straffrei erlaubt, ist am 15. Juli in Kraft getreten. (Vgl. Ärzteblatt, 16.07.2007)

 
40 Spanien - Auf die Sprünge helfen
 
2.500,_ Euro soll es in Zukunft für jedes geborene Kind geben, hat die spanische Regierung beschlossen. Man will der sinkenden Geburtenrate auf die Sprünge helfen. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 15.07.2007)

 
39 Deutschland
 
- Schwule Rollenspiele an Berliner Schulen
Rollenspiele im Klassenzimmer hat das berliner Landesinstitut für Schule und Medien (LiSuM) erarbeitet. Als Unterrichtsstoff ab Klasse 9, also für Schüler ab 14 Jahren. Sie sollen sich spielerisch mit lesbischen und schwulen Lebensweisen auseinander setzen, um mehr Verständnis für andere zu entwickeln, um eigene Vorurteile zu erkennen und abzubauen. (Vgl. BZ, 26.05.2007)
 
- Ganz sicher mit Kondom? 20% Restrisiko!
Zweifellos können Kondome das Risiko, sich mit HIV zu infizieren, deutlich senken _ aber nicht komplett ausschließen. Einer Analyse der renommierten Cochrane Collaboration in Oxford zufolge liegt die Effektivität bei heterosexuellen Paaren bei 80 Prozent, bei homosexuellen Paaren, die Analverkehr praktizieren, dürfte sie geringer sein, weil dabei stärkere Kräfte auf den Latex einwirken und Risse verursachen können. (Vgl. Beilage der SZ, Mai 2007.)Anmerkung: Man beachte: ein 20% tödliches Restrisiko ist immer vorhanden! Da verwundert man sich doch sehr, wie salopp z.B. Michael Krischer von Missio, München mit dieser tödlichen Gefahr umgeht:
„... Damit zeigen wir, daß wir keine verstaubte Kirche sind, wir gehen auch Tabuthemen an. Wir sehen dem Leben ins Gesicht." Kondome und katholische Kirche, wie paßt das denn zusammen? _ „Natürlich gibt es die kirchliche Lehre", räumt Michael Krischer ein. „Aber wenn Sie vor Ort in Afrika arbeiten, dann müssen Sie doch auch den Leuten und ihren Problemen dort gerecht werden." (Vgl. Die Rheinpfalz, 02.07.2007)

 
38 China
 
- Ächzen unter Pflegelast
In manchen Teilen Chinas sollen nun junge Familien nach Jahrzehnten der Ein_Kind_Politik einen zweiten Sprößling in die Welt setzen, weil die Überalterung drastisch zunimmt. Zudem fehlen Millionen Mädchen. (Vgl. Die Rheinpfalz, 15.07.2007)
 
- Neue Argumente
„Mutter Erde ist zu müde, um noch mehr Kinder zu erhalten" klingt besser als „zieht weniger Kinder und mehr Schweine groß", schreibt kath.net. (Vgl. kath.net, 6.8.2007.)

 
37 USA
 
- Warum „nur" „Pille danach"?
Amerikanische Apotheker haben auf Grund einer neuen Regelung, die ihnen vorschreibt, die sog. „Pille danach" anzubieten, Klage gegen den Staat Washington eingereicht. (Vgl. PLI, 09.08.2007)
Anmerkung: Lesen Sie hierzu unser Zeitdokument Nr. 19
 
- Kind als Schaden
15 Millionen Euro erhalten nach einem Gerichtsbeschluß Eltern für ein Kind, dessen Behinderung von den Ärzten nicht entdeckt wurde. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 25.07.2007)

 
36 Mexiko - Abtreibung erlaubt
 
Trotz heftiger Proteste hat das von linksgerichteten Kräften dominierte Lokalparlament der mexikanischen Hauptstadt die Tötung durch Abtreibung de facto erlaubt. (Vgl. Süddt. Zeitung, Nr. 96)

 
35 Afrika - Unter dem Vorwand ...
 
... die Müttersterblichkeit einzudämmen, werden die Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union gezwungen, die Abtreibungstötung zu legalisieren. 21 afrikanische Staaten haben ein entsprechendes Dokument über „Frauenrechte" unterzeichnet. (Vgl. Life Site, 28.06.2007)

 
34 England - Immer weiter
 
Der britische Ärztebund fordert von der neuen Regierung die Abtreibungsgesetze weiter zu liberalisieren. (Vgl. Ärzteblatt, 09.07.2007)

 
33 Singapur - Stammzellforschung
 
Die Hoffnungen auf einen schnellen Geschäftserfolg haben sich in Luft aufgelöst. Ein Forschungsunternehmen, dem prominente Stammzellforscher angehörten, hat seinen Forschungsbetrieb mit embryonalen Stammzellen angesichts nicht zu erwartender schneller Ergebnisse eingestellt. (Vgl. APA, 07.08.2007)

 
32 Amnesty International - Kein Widerspruch ??
 
„Das ist kein Widerspruch, wir treten nicht für eine Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs ein, sondern wir treten dafür ein, daß Abtreibung nicht mehr kriminalisiert wird." Der Pressesprecher der ehemaligen Menschenrechtsvereinigung „Amnesty International Schweiz", Jürg Keller, im Gespräch mit „Radio Vatikan". (Vgl. kreuz.net, 8.8.2007.)

31 Deutschland - Nicht bezahlen

Krankenkassen sind nicht verpflichtet, einer Versicherten mit einem Gendefekt eine künstliche Befruchtung und einen anschließenden Gentest des Embryos (PID) zu finanzieren. Die PID ist in Deutschland (noch) nicht zugelassen.
Das Sozialgericht Berlin (Az.: 568 Kr 660/04) hat allerdings wegen der grundsätzlichen Bedeutung eine Sprungrevision zum Bundessozialgericht zugelassen. (Vgl. Ärzteblatt, 05.06.2007.)

 
30 Polen - Polen gegen Europa
Der stellvertretende polnische Ministerpräsident sagte auf dem Weltkongreß der Familien in Warschau, seine Regierung werde sich der Forderung der EU nach Freigabe von Abtreibung, Homosexualität und anderen Bedrohungen der Familie widersetzen und auch die Schulen vor gleichgeschlechtlicher Propaganda schützen. (Vgl. Life Site News, 14.05.2007.)

 
29 Belgien - Für die Familie
In den Straßen Brüssels demonstrierten Tausende Katholiken für die traditionelle Familie.
Gegner nahmen besonders den Bischof von Namur ins Visier, dem sie vorwarfen, die Homosexuellen zu diskriminieren. (Vgl. kath.net, 05.05.2007.)

 
28 Italien - Familientag
Mehr als eine Million Teilnehmer beim Familientag nahmen an einer Großdemonstration in Rom teil.
Zu der Kundgebung für die klassische Familie hatten katholische Laienorganisationen aufgerufen und die kath. Bischofskonferenz hatte die Veranstaltung begrüßt. (Vgl. KAP, 14.05.2007.)

 
27 England
- Tier_Mensch_Embryonen
Die britische Regierung hat beschlossen, die Herstellung von Tier_Mensch_Embryonen für die wissenschaftliche Forschung zu erlauben. (Vgl. Life Site News, 11.05.2007.)
 
- Grenzüberschreitung
In Großbritannien hat eine Aktion begonnen, in der die Einstellung der Bevölkerung zur Herstellung menschlicher embryonaler Stammzellen durch Klonen erfragt werden soll. (Vgl. Ärztezeitung, 02.07.2007.)
 
- Trotz heftigem Widerstand
Amnesty International (ai) ändert nun endgültig ihre Politik und will sich weltweit für die Abtreibung einsetzen und diese entkriminalisieren. Ursprünglich wollte man ein „Menschenrecht auf Abtreibung" postulieren. (Vgl. Life Site News, 11.05.2007) Mittlerweile hat der Kurienkardinal und Leiter des paepstlichen Rates fuer Frieden und Gerechtigkeit, Renato Martino, alle katholischen Organisationen und Katholiken dazu aufgerufen, ihre Unterstuetzung fuer AI einzustellen. Amnesty International habe ihre Aufgabe, die Rechte aller Menschen zu verteidigen, verraten. (Vgl. www.n_tv.de, 14.05.2007.)

 
26 USA - Sexuelle Aktivität
Die Abstinenzprogramme in amerikanischen Schulen zeigen ihre Wirkung. Jugendliche begreifen, daß Sexualität mit Verantwortung verbunden ist. Die Zahl der Teenagerschwangerschaften ist deutlich zurückgegangen. Die Zahl der Abtreibungen bei jungen Mädchen hat sich seit 1988 halbiert. (Vgl. kath.net, 07.05.2007.)

 

25 Slowakei - Bischöfe besorgt

Auch bei gläubigen Christen in der Slowakei sei es im Laufe der vergangenen 50 Jahre (März 1957: Straffreistellung der Abtreibung.) zu einer „zustimmenden Haltung zur Abtreibung" gekommen, haben die Bischöfe des Landes in einem Hirtenschreiben bedauert. (Vgl. KAP, 28.03.2007)

 

24 Schweden - Abtreibungstourismus?

Schweden plant neue Gesetze, um Ausländerinnen die Abtreibung zu erleichtern. Christliche Gruppen sprechen bereits von „Abtreibungstourismus" und wollen die Wiederwahl der Christdemokraten verhindern, da ein Minister der Partei das neue Gesetz befürwortet. (Vgl. LifeSiteNews, 26.02.2007)

 

23 Frankreich - Seligsprechung

Für den, auch vielen deutschen Lebensrechtlern bekannten, 1994 verstorbenen Genetiker Prof. Jerome Lejeune wurde ein Seligsprechungsverfahren eingeleitet. Er hatte die Ursache des Downsyndroms entdeckt, wendete sich aber entschieden gegen vorgeburtliche Diagnosen wie die Fruchtwasserpunktion. (AL)

 

22 Deutschland - Frauenmangel

Nicht nur in Indien und China gibt es Frauenmangel, sondern offenbar auch in Sachsen-Anhalt.

Ministerpräsident Böhmer empfahl den jungen Männern, „sucht Euch dort Frauen, wo es welche gibt" und kommt dann nach Sachsen-Anhalt zurück. (AL)

 

21 Europa

- Nationen ohne Zukunft

Bei einer Tagung der europäischen Bildungsminister sorgte der polnische Bildungsminister und stellvertretende Regierungschef Roman Giertych für einen Eklat. Er kritisierte in einer Debatte über gemeinsame Werte Europas Gesellschaften, in denen die Abtreibungstötung erlaubt ist. „Dieses von mehreren Parlamenten legalisierte Verbrechen ist eine neue Form der Barbarei." Eine Nation, die ihre eigenen Kinder umbringe, sei eine Nation ohne Zukunft. (Vgl. Spiegel-Online, 01.03.2007)

 

-Polin „entschädigt"

Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg hat Polen wegen seines Abtreibungsverbots gerügt. Geklagt hatte eine Polin, der eine Abtreibung verweigert wurde. Das Gericht sah eine Verletzung ihres Privatlebens und sprach der Klägerin 25.000 EUR Entschädigung zu. (Vgl. KAP, 20.03.2007)

 

20 Mexiko - Warum ist das so?

Die Linken betreiben überall die Ausrottung des Proletariats. So auch in Mexiko, wo es jetzt einen Gesetzesentwurf der Linkspartei zur Legalisierung der Abtreibungstötung gibt. (AL)

 

19 Kolumbien - Druck durch UNO

Ein UN-Ausschuß drängt gegenüber Kolumbien auf mehr Abtreibungen. Die Gesetze sollten liberalisiert und Kampagnen zur Bewußtseinsbildung bzgl. Verhütungsmittel und „sexueller und reproduktiver Gesundheit" sollten gestartet werden. (Vgl. Friday Fax, Jg. 10, Nr. 7.)

 

18 Peru - Einstieg

Die peruanische Regierung lehnt zwar die Legalisierung von Abtreibungstötungen ab, ist aber mit einer Freigabe von sog. Verhütungsmitteln incl. „Pille danach" einverstanden. (AL)

 

17 Indien - Ungleichgewicht

Die indische Regierung will dem immer größer werdenden Geschlechter-Ungleichgewicht durch die Einrichtung von Waisenhäusern für unerwünschte Mädchen entgegenwirken. (AL)

 

16USA

- Der Lotse geht von Bord

Nach 25 Jahren an der Spitze der Abtreibungsorganisation „Catholics for Free Choice" gibt die ehemalige Besitzerin einer Abtreibungsklinik, Frances Kissling, ihren Posten auf. Ihre größte Niederlage mußte sie bei dem Versuch einstecken, dem Heiligen Stuhl den Sonderstatus bei der UNO zu entziehen. (Vgl. Friday Fax, Jg. 10, Nr. 10.)

 

- Frühchen

Ein nach 21 Wochen und 6 Tagen Schwangerschaft am 24.10.2006 geborenes Mädchen ist jetzt aus der Klinik entlassen und seinen „überglücklichen" Eltern übergeben worden. Das „Frühchen" wog 280 Gramm und war nur 24 Zentimeter groß. (AL)

 
15 Vatikan - Kein Objekt

In einem Vortrag des Präsidenten der Päpstlichen Akademie für das Leben sagte Bischof Elio Sgreccia: Die menschliche Person sei ein „Subjekt" und kein „Objekt". Als göttliche Schöpfung „ist der Geist ab dem Augenblick der Empfängnis die Grundlage für die Würde der menschlichen Person. Er ist das, was den Körper belebt und strukturiert. Er ist seine Quelle der Energie und der Information". (Vgl. Zenit.org, 02.04.2007)

 

14 England - Spenden fürs Labor

In England sollen Eizellspenderinnen, die für wissenschaftliche Zwecke spenden, künftig auch Geld bekommen können. Es ist ein „Entschädigungsaufwand" von 370,- EUR im Gespräch. Sicher ein bißchen wenig, aber wenn der „Einstieg" geschafft ist, kann man immer noch höhere Forderungen stellen. (AL)

 

13 Deutschland

Anstieg der Betreuungsverfahren

Immer mehr ältere oder kranke Menschen kommen in Betreuung. Allein die Stadt München meldet täglich durchschnittlich 30 neue Verfahren beim Vormundschaftsgericht, insgesamt seien es schon über 12.000 Münchener, die unter „Kuratel" stünden, so der Präsident des Münchener Amtsgerichtes.

Betreuung sei angeblich nicht mehr als „Entmündigung" zu verstehen, wie man das früher nannte. Heute dagegen stünde das Selbstbestimungsrecht der betroffenen Menschen im Vordergrund. (Vgl. SZ, 16.03.2007)

 

Sterbe(nach)hilfe

Sechs Morde und zwei Mordversuche wirft die Staatsanwaltschaft einer Berliner Krankenschwester vor. (Vgl. Welt online, 16.03.2007)

 

12 Schweiz

Auch psychisch Kranke

Ärzte „dürfen" auch psychisch kranken Menschen „Hilfe zum Selbstmord" leisten. Das beschloß ein Schweizer Bundesgericht.

Ein manisch-depressiver Mann hatte sich an das Gericht gewandt, weil ihm kein Arzt das rezeptpflichtige tödliche Betäubungsmittel verschreiben wollte. Das Gericht erteilte der „ärztlichen Bevormundung" eine Absage, mahnte aber äußerste Zurückhaltung an. (Vgl. Schweizer Bundesgericht Urteile 2A.48/2006 und 2A.66/2006, 03. 11 2006)

 

Dignitas - Würde?

„Schnellabfertigung", Fälle von in der Schweiz verbotener „aktiver Sterbehilfe" und „Geschäftemacherei" werfen zwei „Aussteiger" von Dignitas dem Leiter der „Sterbehilfe-Organisation", Rechtsanwalt Ludwig A. Minelli, vor.

So würden bei Ausländern vom ersten Termin im Privathaus des „Dignitas"-Gründers Minelli, der Verschreibung des tödlichen Mittels durch einen Arzt bis zur Vollzugsmeldung an die Behörden meist nur drei Stunden vergehen.

In der Schweiz darf Suizidbeihilfe „nur" aus uneigennützigen Motiven erfolgen. Genau das stellen die „Aussteiger" aber in Frage. Ein begleiteter Selbstmord/Suizid koste „durchschnittlich 3500 Euro". Minelli habe aber auch schon größere Summen entgegengenommen. (Vgl. FAZ, 14.02.2007)

 

11 Frankreich - Tötungspräsidentin?

Die französische Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal kündigte in einem Fernsehauftritt vom 20. Februar an, bei einem erhofften Wahlsieg die Euthanasie einzuführen. (Vgl. Independent, 20.02.2007). 2000 Ärzte und Krankenschwestern fordern die Sterbehilfe mit folgender Petition: „Wenn die Behandlung aussichtslos schien, wenn das Leben des Kranken trotz Behandlung (wegen körperlicher und psychischer Schmerzen) unerträglich wurde, haben wir dem Kranken geholfen, in Würde zu sterben." Die Petition fordert, daß eine entsprechende Anklage gegen zwei Kollegen fallengelassen werde. Die Euthanasie ist ein Hauptthema der bevorstehenden Präsidentenwahl. (Vgl. Reuters, 09.03.2007)

 

10 Belgien - „Aktive Sterbehilfe"

In einer Parlamentsanhörung wurde dargelegt, daß die Fälle sog. „aktiver Sterbehilfe" im Jahr 2006 um 10 Prozent auf gemeldete 428 gestiegen sind. (Vgl. kathpress, 26.03.2007)

 

09 USA - Haftzeit gegen Organe

Der US-Bundesstaat South Carolina hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, das dem Strafgefangenen für das Spenden eines Organes (paariges Organ) vorzeitige Haftentlassung in Aussicht stellt. (Vgl. www.heise.de, 10.03.2007)

 

08 Euthanasie unnötig

In den USA, wo die Freigabe der Sterbehilfe in immer mehr Bundesstaaten diskutiert wird, wurde jetzt vom „katholischen Zentrum für Bioethik" festgestellt, die Sterbehilfe würde die Rolle des Arztes allgemein in Frage stellen. Die Ärzte hätten immer die Verpflichtung gehabt, dem Patienten zu helfen, auch gegen dessen Forderungen. Es gäbe keinen Grund, die Ausflucht vor Schmerzen im Tod zu suchen. Vielmehr würden Kranke, die um Sterbehilfe ersucht haben, davon wieder abrücken, sobald ihre Depressionen und Schmerzen behandelt würden. (Vgl. Catholic News Agency, 12.03.2007)Weitere interessante Nachrichten finden Sie auf unserer Internetseite www.aktion-leben.de unter „News".

 

07 Deutschland

 

- Nicht barrierefrei

„München setzt Maßstäbe für die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Orientierung." So kommentierte eine Münchner Politikerin das einstimmige Votum zur Einrichtung eines „Homo_Jugendzentrums". Nur der Behindertenrat kritisiere, daß die Räume nicht barrierefrei seien. Andere Sorgen hat man nicht! (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 31.01.2007.)

 

- Verwechslung

Weil bei einer künstlichen Befruchtung (IVF) vermutlich seine Samenzellen mit denen eines bisher unbekannten Mannes verwechselt worden waren, hat ein Münchner seine Vaterschaft angefochten.

Ein seinerzeit noch verheiratetes Ehepaar hatte nach mehreren „Versuchen" ein behindertes Kind bekommen. Später wurde die Ehe geschieden, der Vater war unterhaltspflichtig. Bei einem operativen Eingriff am Kind stellte sich bei einer Blutprobe heraus, daß der frühere Ehemann wahrscheinlich nicht der Vater des Kindes sei. Die Mutter versicherte, keine außereheliche Beziehung gehabt zu haben. Dem behandelnden Arzt eine mögliche Verwechslung nachzuweisen, dürfte für die Mutter allerdings äußerst schwierig sein. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 30.01.2007.)

 

- Impfstoffe

„In Deutschland soll es keine Impfstoffe gegen Hepatitis A, Röteln und Windpocken geben, die ohne die Verwendung von Zell_Linien hergestellt werden, die aus abgetriebenen Kindern stammen", so schrieb die „Tagespost" am 05.05.2006 in einem Artikel. „Moralische Überlegungen" der „Päpstlichen Akademie für das Leben" zur Problematik der Anwendung dieser Impfstoffe (Schriftenreihe der Aktion Leben e.V., Heft 27) können mit beiliegender Bestellkarte von uns bezogen werden.

 

06 Vatikan

Papst Benedikt XVI. sagte erneut ein klares Nein zur Abtreibungstötung und Euthanasie:

„Das Leben, das ein Werk Gottes ist, darf niemandem vorenthalten werden, auch nicht dem schutzlosen Ungeborenen, umso weniger, wenn er schwerwiegende Behinderungen aufweist." In gleicher Weise dürfe über das Leben auch nicht an seinem Ende verfügt werden, auch dann nicht, wenn man eine solche Vorgehensweise mit „dem Mantel des menschlichen Mitleids bemänteln" möchte. (Vgl. kathpress, 4.2.2007.)

 

05 England - Gegen die katholische Lehre

Nach einem Gesetz, das im April 2007 in Kraft treten wird und „Diskriminierung" auf Grund sexueller Orientierung untersagt, sollen auch katholische Adoptionsagenturen verpflichtet sein, Kinder an gleichgeschlechtliche Paare zu vermitteln. (Vgl. Zenit, 25.01.2007.)

 

04 Portugal - Verpaßte Chance

Nach dem Referendum in Portugal, bei dem die Mehrheit für die Einführung einer Fristenregelung gestimmt hat, stellt sich die Frage, was wäre geschehen, wenn die portugiesischen Bischöfe die Gläubigen aufgerufen hätten, diese Volksbefragung zu boykottieren, statt „nur" mit NEIN zu stimmen.

Denn auch in einer Demokratie gibt es Unabstimmbares!

So gingen zwar unter 50 % der Stimmberechtigten zur Wahl. Auch so hat die Regierung bereits ein Problem, dieses Ergebnis als „des Volkes Meinung" zu verkaufen. Eine klare Haltung der Bischöfe, nämlich die Unmöglichkeit von Mehrheitsabstimmungen zu Fragen des Lebensrechtes, des Naturrechtes und Gottesgebote abzustimmen, hätte sicher ein weltweites Signal gesetzt!

Übrigens, auch in diesem Fall sprachen viele Kommentare vom „Abtreibungsrecht" statt vom „Abtreibungsstrafrecht"!

 

03 Argentinien - Heroische Mutter

Ein argentinischer Erzbischof hat den Seligsprechungsprozeß für eine junge Mutter eröffnet, die Kindsabtreibung und Krebstherapie ablehnte, um das Leben ihres Kindes zu retten. Sie starb am 1. März 1985 an einem Krebsleiden, nachdem sie im Juli 1984 ihre Tochter geboren hatte. (Vgl. kreuz.net, 07.02.2007.)

 

02 Nicaragua - Unverschämte deutsche Ministerin

Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek_Zeul hat den neuen nicaraguanischen Präsidenten aufgefordert, das „Frauen verachtende Abtreibungsgesetz" zu ändern.

„Dieses Gesetz verletzt die Menschenrechte und muß so schnell wie möglich außer Kraft gesetzt werden. Es verletzt die elementaren Rechte von Frauen in Nicaragua, denn es stellt Schwangerschaftsabbruch in jedem Fall unter Strafe _ auch wenn das Leben der Mutter gefährdet ist oder die Frau vergewaltigt wurde", erklärte die Ministerin. In diesem Sinne arbeitet sie mit anderen internationalen Geldgebern der UNO und der EU zusammen. Deren EU_Beauftragter für Nicaragua drohte in einem Interview, die wirtschaftliche Unterstützung für das Land zu streichen. „Hilfsprogramme gegen Armut und für die Rechte von Frauen" seien an die Straffreiheit der Kinderabtreibung gebunden.

Das nicaraguanische Parlament hatte dem neuen Gesetz, das die Abtreibungstötung in jedem Fall unter Strafe stellt, mit großer Mehrheit zugestimmt.

In einem solchen Fall zählt offenbar eine demokratisch_parlamentarische Mehrheit nicht. Man fragt sich, welches Problem die Ministerin mit der Abtreibung hat und wo die Richtlinienkompetenz der Bundeskanzlerin bleibt. (Vgl. Pressemitteilung, bmz, 11.01.2007 sowie kreuz.net, 13.02.2007.)

Anmerkung: Ein Parlament hat zwar das Recht, Gesetze zu erlassen, die das Leben besser schützen, niemals aber das Recht, Freiräume des Tötens zu schaffen!

 

01 Chile - Einfach so

Chiles Staatspräsidentin Bachelet hat per Dekret die kostenfreie Ausgabe der „Pille danach" an Minderjährige verfügt. Damit kann das Präparat künftig an Mädchen ab 14 Jahren ohne Zustimmung der Eltern verteilt werden. Michele Bachelet setzte damit eine Entscheidung des chilenischen Verfassungsgerichts außer Kraft. (Vgl. rf-news.de, 31.1.2007.)

 

 

 

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