Nachrichten-Archiv - Meldungen aus aller Welt

 

Wissenswerte Nachrichten

2006

 

Aktuelle Kurznachrichten aus aller Welt von bleibendem Wert

rund um die Themen, die unsere Webseiten behandeln

 

Stand: 12.05.2009

63 USA -Nichts daraus gemacht

 

Nach 16 Jahren Herrschaft der Republikaner in US_Parlamenten geht es, ähnlich wie in Deutschland, immer noch nur um eine Einschränkung der sog. „Spätabtreibungen". Kein Wunder, daß sie die Mehrheit verloren haben. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 8.12.2006.)

 

62 Die „Pille danach" im Ländervergleich

Ohne Rezept frei verkäuflich in Apotheken: Belgien, Dänemark, Estland, Frankreich, Finnland, Griechenland, England, Island, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, USA, Australien, China, Indien, Israel, Jamaika, Kanada, Kongo, Neuseeland, Südafrika, Tunesien.

Mit Rezeptpflicht: Spanien, Deutschland (kostenlos unter 20 Jahren, unter 14 Jahren nur mit Einwilligung der Eltern), Peru (bis 18 Jahre mit Einwilligung der Eltern); in Gesundheitsprogrammen von 17 lateinamerikanischen und karibischen Staaten enthalten, u. a. El Salvador, Honduras, Jamaika, Venezuela, Bolivien (ohne Altersbegrenzung). (Vgl. CONDOR online, Cologia Dignidad.)

 

61 Deutschland

 

- Der gute Tod

Im Deutschen Hygiene Museum (DHMD) in Dresden wurde am Abend des 24. November trotz vorangegangener heftiger Proteste der mit 12.000 Euro dotierte Medienpreis an den Journalisten und Autor Erwin Koch für seinen Beitrag „Der gute Tod" verliehen. Der Text, der am 4. März 2006 in „Das Magazin" in der Schweiz veröffentlicht wurde, beschäftigt sich mit dem Thema Sterbehilfe am Beispiel der Ausführungen des niederländischen Kinderarztes Eduard Verhagen, der Euthanasie an neugeborenen Kindern durchführt und bislang vier Kinder auf diese Weise mit staatlichem Wissen und Genehmigung durch eine Kommission getötet hat. Verhagen begründet seine Tötung schwer kranker und wehrloser Kinder mit ihrem großen Leid. Ihr Leben widerspreche den Interessen des kranken Kindes. Die Preisjury hob auf der Webseite des DHMD hervor, „daß Erwin Koch seine Leser mit der Dramatik eines moralischen Dilemmas konfrontiert, ohne ihnen eine bestimmte Sichtweise aufzuzwingen." (Vgl. Alfa, 25.11.2006.)

 

- Kind als Schaden?

Nach einem BGH-Urteil muß ein Frauenarzt wegen eines Fehlers beim Einsetzen eines Verhütungsmittels 18 Jahre lang Unterhalt für ein ungewolltes Kind bezahlen. (Az: VI ZR 48/06) Argumentiert wurde, daß nicht das Kind als Schaden, wohl aber die Belastung durch ein Kind eine Unterhaltsverpflichtung (monatl. rund 400 Euro) darstellen. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 15.11.2006.)

 

- Kondomführerschein und Babysimulator

Im Karlsruher Filmpalast drängten sich im Foyer über tausend Jugendliche. Anläßlich der Jugendfilmtage wurden Filme zum Themenkomplex Aids, Sexualität, Liebe und Freundschaft gezeigt. „Natürlich" ging es wieder einmal um das Coming Out eines jungen Homosexuellen. In einem Beitrag von „Die Rheinpfalz" heißt es, daß zahlreiche Aids_, Gesundheits_ und Sexualberatungsstellen Aktionsstände aufgebaut haben, darunter auch Diakonie und Sozialdienst katholischer Frauen. Geringer Andrang herrschte beim Tamponwerfen, dafür sei aber der Kondomführerschein heiß begehrt gewesen. Der Babysimulator habe wohl mehr abschreckende Wirkung (vor Kindern) gezeigt. Insgesamt herrschte aber eine „lockere Atmosphäre". Das ist es, was man unserer Jugend anzubieten hat! (Vgl. Die Rheinpfalz, 15.11.2006)Anmerkung: Zu diesem Beitrag schrieb eine Mitstreiterin an den Sozialdienst katholischer Frauen:

„... Über das Angebot des SKF macht der Artikel keine Angaben. War dies ebenso ein verhütungstechnisches Lehrstück? Oder ist es Ihnen gelungen, den jungen Leuten christ_katholische Sexualethik als tragfähigen Lebensstil vorzustellen? Das würde mich sehr freuen. Sind wir als Christen _ innerhalb einer wertverlorenen, verwirrten, stark sexistisch geprägten Gesellschaft mit allen negativen Folgen einer Aids_Seuche und Abtreibungstötung bis zu zerrütteten Ehen und Familien _ den jungen Leuten nicht geradezu schuldig, eine solide lebens_ und liebes_bejahende Orientierung zu geben?!!! Zum Beispiel, den Heranwachsenden das Leitbild ‘Wahre Liebe wartet’ vorzustellen, damit Liebe inmitten all dem Verhütungs_Konsumverhalten nicht zur Ware degradiert wird, damit Jugendliche so auch vor der tödlichen HIV_Infektion geschützt sind (Kondome können keinen sicheren Schutz bieten!! _ siehe beiliegende Infos). ..."

Lesen Sie hierzu unsere kleine Broschüre: „Was Sie über AIDS und Kondome wissen sollten", siehe beiliegende Bestellkarte.

 

- Recht in Gefahr?

Das Recht auf Abtreibung sei in Gefahr, schreibt Alice Schwarzer in „Emma". Die Zeichen würden sich mehren und sie befürchtet, daß alles wieder von vorne losgehen könnte. Und sie hat auch schon einen Schuldigen gefunden: Die Kirche! (Vgl. Emma, Nov./Dez. 2006.)

Anmerkung: Erstaunlich, es scheint sich um alte, ganz alte Ressentiments zu handeln, denn sonst hätte sie feststellen müssen, daß sich beide christlichen Kirchen (jedenfalls die meisten offiziellen Vertreter in Deutschland) allenfalls nur noch gegen die sog. „Spätabtreibungen" aussprechen.

 

60 England - Nachgeburtliche Selektion

 

In Großbritannien wird laut über die Tötung behinderter Neugeborener „nachgedacht". Argumentation: Es könne besser sein, die Kinder zu töten und so die Eltern vor einer „seelischen Belastung" zu bewahren. (Vgl. KAP, 9.11.2006.)

Anmerkung: Es ist halt schwer einzusehen, daß man ganz legal bis zur Geburt vermutlich behinderte Kinder töten darf und Minuten später tatsächlich behinderte Kinder unter Strafandrohung nicht getötet werden dürfen.

 

59 Polen - Immer kritischer

 

Die Polen sehen Abtreibungen immer kritischer. Dies geht aus einer Umfrage hervor. Demnach finden heute nur mehr 44 Prozent der Polen, daß eine Frau in den ersten Monaten der Schwangerschaft das „Recht" auf eine Abtreibung des Kindes haben sollte. Vor zehn Jahren waren es noch 65 Prozent und im vergangenen Jahr noch 57 Prozent gewesen.

Allerdings gibt es noch keine Mehrheit für ein grundsätzliches Verbot.

Aber ist das Lebensrecht noch nicht geborener Menschen wirklich von Mehrheiten abhängig? (Vgl. PLI, 30.11.2006; APA, 24.11.2006.)

 

58 Portugal - Unabstimmbar

 

In Portugal weigern sich viele Ärzte und Krankenhäuser, Abtreibungstötungen vorzunehmen.

Die sozialdemokratische Regierung will nun die Abtreibungstötung per Volksabstimmung legalisieren. (Vgl. Die Rheinpfalz, 21.10.2006.)

Anmerkung: Nicht nur dort glaubt man, über Unabstimmbares mehrheitlich abstimmen zu können.

 

57 USA

 

- Bischöfe

Die US-Bischofskonferenz hat die internationale Menschenrechtsorganisation „Amnesty International" zum zweiten Mal aufgefordert, dem Vorhaben, Abtreibung weltweit als Menschenrecht zu propagieren, eine eindeutige Absage zu erteilen. (Vgl. Zenit, 23.11.2006.)

 

- Anfälliger

Nach Forschungsergebnissen von Dr. Mary Croughan von der Universität von Kalifornien sind Kinder von Paaren, die sich Methoden der künstlichen Befruchtung unterzogen hatten, viermal anfälliger für Krankheiten wie Autismus, Krebs, Gehirnlähmung und Lernhemmnisse, die alle auf gesundheitliche Schäden der Eltern wie Diabetes und Bluthochdruck zurückgeführt werden, durch die wiederum das ungeborene Kind geschädigt werde, wobei die künstliche Befruchtung eine Rolle spielen könnte. 40 % solcher Kinder waren hyperaktiv, Hör- und Sehschäden traten bei deren Hälfte auf. Zudem hätten unfruchtbare Frauen auch unter mehr Komplikationen während der Schwangerschaft zu leiden. (Vgl. Guardian, 26.10.2006.)

 

56 Neuseeland - Kondomwerbung für Pizza

 

Gar nicht lustig finden viele einen Marketing-Gag in Neuseeland: Die Kette Hell's Pizza (Höllen-Pizza) verschickte als Werbung für ihre „Wollust-Pizza" Kondome an die Haushalte - und löste damit die bislang größte Beschwerdeflut in der Geschichte der staatlichen Werbeaufsichtsbehörde aus. „Worüber sich die Leute am meisten aufregen, ist die Tatsache, daß die Werbung ein Kondom war, das in Briefkästen landete". Auf dem Werbezettel für die Pizza steht die genaue Gebrauchsanweisung für das beigefügte Präservativ. (Vgl. Die Rheinpfalz, 14.11.2006.)

 

55 Nicaragua - Auch das gibt's

 

Das Gesetz Nicaraguas aus dem Jahre 1991 stellte die Abtreibungstötung straffrei, wenn das Leben der Mutter in Gefahr, das noch nicht geborene Kind behindert oder die Frau vergewaltigt wurde.

Lebensrechtler hatten seit langem auf eine Gesetzesänderung gedrängt. Anfang Oktober hatten sie 290.000 Unterschriften für ein Abtreibungsverbot vorgelegt. Am 26. Oktober hat das Parlament, gegen großen Widerstand von Abtreibungsbefürwortern, ein vollständiges Abtreibungsverbot beschlossen. (Vgl. kath.net, 27.10.2006.)

 

54 Verschiedenes

 
- Neue Weiblichkeit - Eva Herman: Das Eva-Prinzip
„Man kann die fatale Bedeutung des Kampfes für die Legalisierung der Abtreibung gar nicht hoch genug einschätzen, wenn man sich mit dem Feminismus beschäftigt. Denn es ging dabei ja nicht nur um die Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs, es ging auch darum, ihn als harmlos herunterzuspielen, als sei das nur wie ein Zahnarztbesuch."
Frau Herman erlebt nun selbst, wie sie schreibt, daß die Frauenbewegung, die den „Schwangerschaftsabbruch als Freiheitsbeweis feierte", kaum Abweichungen zuläßt, „alles Abwägen stellt Kritiker dieses Denkansatzes in eine rechte Ecke, Diskussionen sind nicht erwünscht". (Vgl. www.die tagespost.de)
 
- Das Geschäft
International blüht das Geschäft mit menschlichen Keimzellen. Junge Frauen riskieren für Geld ihre Gesundheit, indem sie zu Eizellspenderinnen werden. Nicht nur Paare, die auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können, zählen zu den Kunden, sondern auch mehr und mehr Wissenschaftler decken ihren Bedarf für die Stammzellforschung. (Vgl. www.d-radio.de)
 
- „Pille danach"
Weltweit ist die sog. „Pille danach" bereits in 45 Nationen ohne Rezept erhältlich. (Vgl. Pharm. Zeitung, 17.8.2006.)
 
53 UNO - Reproduktive Gesundheit
 
Erzbischof Migliore, der den Vatikan bei den Vereinten Nationen vertritt, forderte die Vollversammlung auf, den „Zugang zur 'reproduktiven Gesundheit'" nicht als Mittel zur Verbreitung der Abtreibungstötung zu betrachten. (Vgl. LifeNews.com, 4.10.2006.)
 
52 USA - „Hirntot", aber nicht „tot"
 
Der letzte Wunsch einer todkranken Schwangeren aus Arizona (USA) war die Geburt ihrer Tochter. Die schwer krebskranke Mutter lehnte jede Therapie ab, die ihre ungeborene Tochter gefährden könnte. Doch dann fiel die Frau ins Koma. Am 7. August wurde sie für „hirntot" erklärt. Am 24. September wurde die Mutter von einer Tochter entbunden. Einen Tag später verstarb sie. (Vgl. www.20min.ch)
 
51 Kolumbien - So fängt es an
 
Ein elfjähriges Mädchen „durfte" nach Mißbrauch durch ihren Stiefvater ihr Kind „medikamentös beseitigen", also abtreiben und damit töten. (Vgl. www.diestandard.at, 30.8.2006.)
 
50 Vatikan - Nicht zu rechtfertigen
 
Papst Benedikt XVI. mahnte anläßlich des Antrittsbesuches des neuen deutschen Botschafters den Schutz von Leben und Familie in Deutschland an.
Dabei beklagte der Papst die Tötungen durch Abtreibung, die „durch nichts zu rechtfertigen" seien. (Vgl. www.zenit.org, 28.9.2006; www.beepworld.de, 30.9.2006; www.oecumene.radiovaticana.org, 28.9.2006.)
 
49 Schweiz
 
Genfer Wissenschaftler versuchen aus sog. überzähligen menschlichen Embryonen Stammzell-Linien herzustellen. Dazu wurde jetzt ein neues Labor eröffnet, weil es wichtig sei, nicht nur mit importierten Stammzellen zu arbeiten. Da müssen die deutschen Forscher doch schnell nachziehen, oder? (Vgl. www.nzz.ch, 26.9.2006.)
 
48 Österreich
 
- Ob sie wissen, was sie tun?
Nach einer repräsentativen Umfrage in Stadt und Land Salzburg im September 2006 befürworten angeblich 63 % die „Sterbehilfe". 64 % der Männer, 61 % der Frauen stimmten der Suggestiv-Frage zu: „Wenn jemand, der aussichtslos im Endstadium an einer unheilbaren Krankheit leidet, eindringlich darum bittet, sterben zu dürfen: Soll ihm das gewährt werden und ärztlich überwachte Sterbehilfe erlaubt sein?" Nur 22 % sagten nein zur „Sterbehilfe/Euthanasie", in welcher Form auch immer, 16 % sind unentschieden. (Vgl. www.salzburger-fenster.at)
Anmerkung: Was aber bedeutet „Endstadium" in dieser Frage? Hier stellt sich jeder etwas anderes vor.
 
- Salzburger Ärzteforum gegen aktive Sterbehilfe
Das Geheimnis liegt nicht in der Frage: „Wer hilft mir, zu sterben?" sondern in der Frage: „Wer hilft mir, bis zu meinem Ende als ganzer Mensch, als Person zu leben?" Dr. Ursula Fürst vom „Salzburger Ärzteforum für das Leben" verurteilte die kürzlich an einer Depression leidenden Patientin vollzogene aktive Sterbehilfe. „Es ist zu befürchten und anzunehmen, daß aus einer einmal geschaffenen Möglichkeit zu töten, für die Ärzte eine Verpflichtung zu töten, zu entstehen droht. Mit dem ärztlichen Berufsethos ist es nicht zu vereinbaren, ‘Vollstrecker’ des Willens von Patienten zu werden." Auch die Gleichsetzung von „Würde" mit „Leidfreiheit" wurde als gefährlicher Irrtum entlarvt. (Vgl. PLI, 27.09.2006.)
 
47 Deutschland
 
- Ob sie wissen, was sie tun?
Nach einer Pressemitteilung des Caritasverbandes für die Diözese Münster bekunden derzeit ca. zehn Millionen Bundesbürger ihre Bereitschaft, Organe durch einen Ausweis zu spenden. Für die Deutsche Stiftung Organspende (DSO) sei das aber erst ein „Anfang".
eil nach der Meinung der DSO eine Steigerung der Organtransplantationen aber nur gelingen kann, wenn die Ärzte in den Krankenhäusern intensiv auf mögliche Spender achten, sollen sich die katholischen Krankenhäuser in NRW verstärkt für Organspenden einsetzen, weil Organspende nach sog. „Hirntod" ein „Zeichen der Nächstenliebe" sei. (Vgl. Pressemitteilung Caritasverband Münster, 17.8.2006; WAZ, 18.8.2006.)Anmerkung: Im Februar 2005 hat die Päpstliche Akademie der Wissenschaften auf einer Tagung festgestellt, daß der Hirntod nicht der Tod des Menschen ist und daher nicht als Voraussetzung für die Organtransplantation gelten kann. Wann endlich begreifen dies auch unsere Bischöfe, Priester und andere kirchliche Stellen? Wir bieten die Vorträge dieser Tagung sowohl in unserer Schriftenreihe (Heft Nr. 24), als auch als EEG-Dokument (Nr. 17, A4-Format) an.
 
- Blind für die Realität
In einer Presseinformation des Diözesan Caritasverbandes Münster (17. August 2006) wird eine Initiative der rund 230 Katholischen Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen angekündigt, die Zahl der Organtransplantationen „deutlich zu steigern".
Danach sollen „mehr Bürger überzeugt werden, Organspendeausweise auszufüllen, Krankenhäuser müssen untereinander und mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) als Koordinierungsstelle zusammenarbeiten."
Natürlich wird in dieser Erklärung wieder auf die „Warteliste" verwiesen. Aber genügt es wirklich, auf das Mitleid mit organisch Schwerkranken zu verweisen? Ist das alles, was Menschen bedenken müssen, wenn sie eine „informierte Zustimmung" geben sollen, die für den Spender zur Folge hat, daß sein Tod mit der Organentnahme erfolgt?
 
- Lotteriespiel mit dem Leben
Töten rechtlich absichern? Noch gibt es kein Gesetz, nach dem man einem Pflegeheim einen Vorwurf machen kann, das die Entziehung der künstlichen Ernährung eines Patienten durch eine Magensonde (PEG) verweigert. Das zeigte ein kürzliches Urteil des Münchener Oberlandesgerichtes.
In diesem Fall hatte angeblich eine Patientenverfügung vorgelegen. Noch ehe der Fall durch die Berufungsinstanzen entschieden wurde, verstarb der Patient, zwar nicht an Nahrungsentzug, wie die Eltern des jungen Unfallopfers, das im Koma lag, forderten, sondern an einer „fiebrigen Erkältung". Nun richten sich natürlich wieder alle Blicke auf eine gesetzliche Regelung, die „Rechtssicherheit" bringen soll und im Jahre 2007 erwartet wird. (Vgl. SZ, 08.08.2006.)
 
- Selbsttötung
Die Selbsttötungsrate bei Senioren in Deutschland liegt etwa doppelt so hoch wie beim Rest der Bevölkerung. Die Statistik spricht von angeblich insgesamt etwa 11.000 Suizidtoten im Jahr 2004. Die Angst, im Alter zur Last zu werden, ist ein häufiges Motiv. (Vgl. Rheinpfalz, 17.07.2006.)
 
- Worauf Angehörige achten müssen
Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat Mängel in der Altenpflege beklagt. So sei die Versorgung bei der Ernährung und mit Flüssigkeit, sowie bei Inkontinenz und Druckgeschwüren infolge langer Bewegungslosigkeit (Dekubitus) häufig mangelhaft. (Vgl. Pilger, 25.06.2006.)
 
 Zu kurz gedacht
Auch die Kommunen machen sich zunehmend mehr Gedanken über die Folgen des „demographischen Wandels". Während z. B. Städteplaner beginnen, in der Infrastruktur die abzusehende Überalterung der Bevölkerung zu berücksichtigen, beschwichtigen manche Politiker besorgte Geister und wollen nur die Chancen der Überalterung herausstellen. Senioren seien ein großer Wirtschaftsfaktor von immerhin 30 Mrd. Euro monatlich. Aus ihren Bedürfnissen könne man Kapital schlagen, hieß es beim 1. Demographie-Kongreß in Berlin. Patientenverfügungen können helfen, diese Probleme zu „lösen".

 

46 Schweiz
 
- Ob sie wissen, was sie tun?
Der Verwaltungsrat eines Genfer Spitals (HUG) hat beschlossen, daß künftig Mitarbeiter der Schweizer Sterbehilfeorganisation Exit „in außerordentlichen Fällen und unter klar festgelegten Bedingungen" Sterbehilfe/Euthanasie leisten dürfen.
Exit hatte den Genfer Behörden eine Petition mit 10.000 Unterschriften für die „Sterbehilfe/Euthanasie" vorgelegt.
Im Lausanner Universitätsspital (CHUV) und in anderen Spitälern wird sog. „aktive Sterbehilfe/Euthanasie" bereits seit Januar 2006 geduldet. (Vgl. ALFA-Newsletter 34/06, 15.6.2006.)
 
- Teures Sterbehaus
Wie die Internet-Nachrichten „www.20min.ch" berichteten, muß der Schweizer Steuerzahler jährlich eine halbe Million Franken für das private Sterbehaus der Dignitas im Zürcher Quartier Wiedikon zahlen.
Jedesmal, wenn der Leichenwagen beim Wohnhaus an der Zürcher Gertrudstraße vorfährt, um einen verstorbenen Kunden von Dignitas abzuholen, muß auch die Polizei dabeisein. Die Kosten für diesen Polizeieinsatz belaufen sich auf rund eine halbe Million Franken jährlich.
Hinzu kommt, daß einige Bewohner im Sterbehaus mit den Nerven völlig am Ende sind. In ihrem Lift fährt der Tod ständig mit.
„Fast täglich werden Tote aus dem 4. Stock mit dem Lift nach unten gefahren, wo bereits der Leichenwagen wartet." Weil der Lift für einen Sarg aber zu klein sei, würden die Verstorbenen in gräuliche Säcke verpackt und aufrecht stehend transportiert.
Dignitas-Geschäftsführer L. A. Minelli hat kein Verständnis für die Mieter: „Zu Treppenhausgerüchten nehme ich keine Stellung." Dignitas-Würde? (Vgl. www.20min.ch, 22.05.2006.)

 

45 Italien - Kongreß der Abtreibungs-Profis

 

Im Oktober 2006 findet ausgerechnet in Rom der Kongreß der Abtreibungs-Profis statt. Die „Internationale Vereinigung von Fachkräften und Verbänden zu Schwangerschaftsabbruch und Kontrazeption (Verhütung)" - FIAPAC - beschäftigt sich u.a. mit folgenden Themen:

„Neue Entwicklung bei der Durchführung von Abbrüchen"

„Grundlagen des medikamentösen Abbruchs"

„Abbruch in der Frühschwangerschaft"

„Schmerzbehandlung beim Abbruch"

„Aktuelles zur Kontrazeption"

„Wie fühlen sich Fachkräfte, die Abbrüche durchführen?

- Ärzte in öffentlichen Krankenhäusern

- Nicht-ärztliches Fachpersonal

- Innere Befriedigung bei der Behandlung von Patienten" etc.

(Vgl. www. fiapac.org)

 

44 England - Druck

 

In England übt die Regierung Druck auf Ärzte aus, die nicht abtreiben wollen. (Vgl. Life Site, 4.7.2006.)

 

43 Schweiz - „Recht auf Abtreibung"

 

Die Chefin von „Amnesty International" (ai) Irene Khan verteidigt das „Menschenrecht auf Abtreibung". Viele Beispiele zeigten, „daß das Recht auf Abtreibung ein wichtiges Thema ist".

Es gebe einen „internationalen Konsens" in dieser Frage: „Gemäß Menschenrechtsgesetzgebung gibt es kein Recht auf Leben für einen Fetus. Das ist auch die Position des Europarates, des Schweizer Gesetzes und der Regelwerke anderer Länder." (Vgl. kath.net, 29.6.2006)

Das erinnert an Aktivistinnen von „ai", die auf die Frage nach den Lebensrechten der vorgeburtlichen Menschen antworteten: „Das muß jede Frau selbst entscheiden!" Da kann man nur noch sagen, als Verteidiger der Menschenrechte disqualifiziert!

 

42 USA - Abgesetzt

 

Lakota-Indianer setzten ihre weibliche Reservatsvorsitzende ab, nachdem sie eine Abtreibungsklinik ins Sioux-Reservat holen wollte. Ein Ratsmitglied erklärte, die Lakota hielten das Leben für heilig und seien deshalb entschlossene Gegner der Abtreibung. (Vgl. The Guardian, 30.6.2006.)

 

41 Deutschland

 

- Ist doch großartig - oder?

Sparen müssen wir alle. Die demographische Entwicklung zu immer weniger Kindern ermöglicht den Bundesländern laut einer Studie Milliarden Einsparungen im Bildungswesen. Bis zum Jahr 2020 summiere sich diese „demographische Rendite" (Schülerschwund) auf 80 Millarden Euro. Rechne man allgemeine Preis- und Lohnsteigerungen hinzu, ergebe sich sogar eine Einsparung von fast 100 Milliarden Euro. (Vgl. SZ, 17.7.2006.)

 

- Zauberwort Um- und Neudefinition

Forscher haben neue Kriterien aufgestellt, um zu bestimmen, wann ein Embryo tot ist. Das könnte ein Freibrief für die embryonale Stammzellenforschung sein. Kolumbianische Wissenschaftler analysierten die Berichte aus einer IVF-gezeugten (künstlich gezeugten) Embryokultur. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in „Regenerative Medicine". Laut „Pharmiweb.com" würden die neuen Todeskriterien, falls sie sich durchsetzten, die ethischen Bedenken für den Gebrauch von embryonalen Stammzellen in den Hintergrund rücken. (Vgl. Pharmi Web, 2.6.2006.)

Neu- und Umdefiniton hat sich ja „bewährt", ob am Lebensende („Hirntod") oder am Lebensanfang (§ 219: Die Schwangerschaft beginnt mit vollendeter Einnistung) oder beim Embryonenschutzgesetz (§ 8: Embryo im Sinne dieses Gesetzes ist der Embryo ab Kernverschmelzung).

 

40 USA

 

- Homo-Botschafter

US-Präsident George W. Bush ernannte den Arzt und Homo-Ideologen Mark Dybul zum weltweiten Aids-Koordinator im Rang eines Botschafters der USA mit einem Budget von 15 Millionen Dollar. (Vgl. kreuz.net, 24.7.2006.)

Tötungspille

Bald soll in den USA die sog. „Pille danach" („Plan B") rezeptfrei zugelassen werden.

Drei Jahre blockierte die „Federal Food and Drug Administration" (FDA) die Zulassung. Jetzt soll sie rezeptfrei an Frauen ab 18 Jahren abgegeben werden. Aus Lebensrechts- und kirchlichen Kreisen kam heftige Kritik. (Vgl. kath.net, 9.8.2006.)

 

- Für Evakuierung zu krank

Zwei Krankenpflegerinnen und eine Ärztin sind elf Monate nach dem schweren Hurrikan in New-Orleans wegen Mordes angeklagt worden. Vier Patienten seien nach ihrer Einschätzung für eine Evakuierung zu krank gewesen. (Vgl. N-TV, 19.7.2006.)

 

39 Lettland - Trotz EU-Richtlinie

 

Das lettische Parlament hat beschlossen, ein Diskriminierungsverbot bzgl. sexueller Orientierung aus seinem Anti-Diskriminierungsgesetz herauszunehmen - trotz einer bestehenden Richtlinie der EU und obwohl die Umsetzung des EU-Rechts Bedingung für Lettlands Beitritt zur Union im Jahre 2004 war.

Mehrere Mitglieder des Parlamentes bezeichneten Homosexualität als „sündhaft" und „entartet". Dies hat natürlich den Zorn der Homosexuellenlobby entfacht. Die Ehe zwischen Mann und Frau wurde im Zivilrecht und in der Verfassung Lettlands ausdrücklich gefestigt. (Vgl. Friday Fax, 23.6.2006.)

 

38 Ohne Land - Ewige Jugend

 

„Ewige Jugend" ist für rund 22.000 Euro zu haben. Man denkt besser, schläft besser, sieht besser und jünger aus. Die Lebensqualität und die Libido nimmt vielleicht zu. Das verspricht eine Therapie mit Stammzellen von in der 6. - 12. Schwangerschafts-Woche abgetriebenen Kindern. Diese Therapien werden z.B. in Moskau, in der Dominikanischen Republik oder in Barbados angeboten. (Vgl. kreuz.net, 9.8.2006.)

37 Irland - Wurde Druck ausgeübt?

 
Irland beabsichtigt, über 4,5 Millionen Euro für die Bevölkerungspolitik der UNO bereitzustellen.
Zur Erinnerung, die USA hatten dem UNFPA ihre Unterstützung entzogen, weil u. a. die Einkindpolitik Chinas, in deren Folge Millionen chinesischer Mädchen abgetrieben wurden, gefördert wurde. Die irische Regierung wurde über diesen Sachverhalt von Lebensrechtsgruppen, leider ohne Erfolg, informiert (Vgl. Evening Echo, 2.6.2006.)

 
36 Italien - Hirntod?
 
78 Tage nach festgestelltem „Hirntod" hat eine Italienerin eine Tochter zur Welt gebracht. (Vgl. Hamburger Abendblatt, 12.6.2006.)

 
35 USA
 
- Keine Steckbriefe
Vor dem Obersten Gericht der USA sind Abtreibungsgegner in einem Rechtsstreit mit Abtreibungsärzten unterlegen. Für „Steckbriefe" von Abtreibungsärzten wurden zwei Organisationen zu fast 4 Millionen Euro Strafe verurteilt.
 
- Sieben Todesfälle nach RU 486
Wie amerikanische Pro-Life-Gruppen mitteilten, ist in den USA mittlerweile der siebente Todesfall nach Abtreibung mit der Todespille RU 486 zu beklagen.

 

34 Deutschland

 
- Ist das alles?
Beim Katholikentag in Saarbrücken forderten CDU-Politiker Änderungen bei den rechtlichen Regelungen zur Spätabtreibung. Ein CDU-Europa-Abgeordneter sprach im Hinblick auf die „Spätabtreibung" von einer „brennenden Wunde in der deutschen Gesetzgebung".
Ist das wirklich alles, was Unionspolitikern dazu einfällt?
 
- Häufigste Haushaltsform
Es gab immer Menschen, die aus welchem Grund auch immer alleine bleiben mußten. Zwischenzeitlich ist aber der Single-Haushalt die häufigste Haushaltsform in Deutschland. Die Zahl der Kinder nimmt ab, die Zahl der Senioren steigt, wie das statistische Bundesamt mitteilte und jeder selbst spüren und sehen kann. Die Familie scheint „out" zu sein, dabei wird der Familienbegriff vom Statistischen Bundesamt weit ausgelegt: Zu ihr gehören Paare (mit oder ohne Kinder), allein erziehende Elternteile, wie auch gemischt- und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften.
So gab es nach dem rheinland-pfälzischen Statistischen Landesamt im Jahr 2004 im Land fast fünf Prozent weniger Frauen mit Kindern als noch vor zehn Jahren. Deshalb titelte „Die Rheinpfalz": Weniger Frauen haben morgen Muttertag. (Vgl. Die Rheinpfalz, 13.5.2006.)
 
- Die 17. Erlaubnis
zur Einfuhr menschlicher embryonaler Stammzellen wurde Ende Mai einem Dresdner Forschungsinstitut erteilt. (Vgl. Mitteilung des Robert Koch Instituts.)
 
- Hormonelle Verhütung
Hormonwirksame Substanzen sind gefährlicher als gedacht. Das ist das Ergebnis des EU-geförderten Forschungsprojekts Comprendo, das die Auswirkungen für Umwelt und Gesundheit erforschte. Durch Einnahme von synthetischen weiblichen Sexualhormonen werden die chemischen Wirkstoffe nicht durch den Körper abgebaut, sondern ausgeschieden. Da diese Stoffe durch die Abwasserreinigung nicht eingefangen werden können, stören sie das hormonelle Funktionieren lebender Systeme und haben so Auswirkung auf die Fortpflanzung und Immunsysteme zahlreicher Lebewesen. (Vgl. pte, 8.5.2006.)

 
33 England - Selektion
 
In Großbritannien soll es demnächst möglich sein, künstlich befruchtete Eizellen, also kleine Menschen, vor dem Einsetzen in den Mutterleib auch auf Krebsgene zu untersuchen. (Vgl. taz, 12.5.2006.)

 
32 Vatikan - Keine Kondome
 
Zu Meldungen, daß die Kirche ihre Lehre zum Gebrauch von Kondomen zur Aids-Vorbeugung ändern könnte, hat der Präsident des Päpstlichen Rates für die Familie, Kardinal Alfonso López Trujillo, Stellung genommen: Papst Benedikt XVI. habe keine Studie in Sachen Kondomgebrauch veranlaßt.  (Vgl. kath.net, 10.5.2006.)
Anmerkung: Wir verweisen hierzu auf unser Heft 19 der Schriftenreihe der Aktion Leben e.V., in dem Alfonso Kardinal López Trujillo detailliert Stellung nimmt zu dieser Frage.

 
31 China - Nur ein Sohn
 
Zwei Jahrzehnte Ein-Kind-Doktrin haben das Bevölkerungsgefüge in China gründlich durcheinander gebracht. Eine besonders schwerwiegende Folge: Millionen Mädchen fehlen! 40 Millionen Männer in China haben keine Chance, eine Frau zu finden. Außerdem ergraut China in Windeseile. Ein Kind muß zwei Eltern und vier Großeltern unterstützen. (Vgl. Die Rheinpfalz, 17.5.2006.)

 
30 Indien - Druck
 
Eine katholische Jugendgruppe ließ verlauten, katholische Krankenschwestern würden unter Druck gesetzt, bei Abtreibungstötungen mitzumachen. (Vgl. Life Site, 17.5.2006.)

 

29 Deutschland

 

- „Woche für das Leben"

Das Motto der „Woche für das Leben" 2006 lautet: „Von Anfang an uns anvertraut. Menschsein beginnt vor der Geburt." Warum nicht deutlicher, liebe Verantwortliche in Katholischer und Evangelischer Kirche? War das der kleinste gemeinsame Nenner? Tatsache ist, daß heute sich jeder seinen individuellen Lebensbeginn selbst bastelt, wie wir aus unzähligen Gesprächen wissen.

Für Bastler am menschlichen Keim und für künstliche Erzeuger beginnt das Leben nach § 8 des Embryonenschutzgesetzes (1990) mit der Kernverschmelzung.

Für Pillen- und Spiralenbenutzer nach § 219 StGB mit vollendeter Einnistung.

Für die meisten Abtreiber im 3. Monat oder später und, und, und ...

Warum sagt man nicht, was auch wissenschaftlich belegt ist: „Menschsein beginnt mit der Verschmelzung der mütterlichen Eizelle und der väterlichen Samenzelle."

„Ein Mensch entwickelt sich nicht zum Menschen, sondern als Mensch, er wird nicht Mensch, sondern ist Mensch von Anfang an!" (Prof. Dr. Erich Blechschmidt)

Aus dem Internet kann man entnehmen, daß im Rahmen der diesjährigen „Woche für das Leben" im gemeinsamen Veranstaltungsprogramm des Bistums Fulda und der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck auch Workshops und Initiativen des „Pro Familia" - Beratungszentrums Kassel angeboten werden. Themen sind: Systematische Paarberatung, Paaren nach der Geburt von Kindern helfen „die Lust zu entdecken", sowie Workshops zum Thema „Liebe und Partnerschaft, Sexualität, Kinderwunsch und Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung".

Da kaum anzunehmen ist, daß sich diese Veranstaltungen am christlichen Menschenbild oder gar der Morallehre der katholischen Kirche orientieren werden, ist wohl jeder Kommentar überflüssig.

 

- 'Überlebensfabriken'

FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher (46) im „Spiegel": „Familien erweisen sich, wenn ich das so sagen darf, als 'Überlebensfabriken'. Sie produzieren Altruismus (Anm. Uneigennützigkeit). Sie opfern sich auf, sie entwickeln eine Ökonomie des Teilens, und zwar sowohl materieller wie immaterieller Art. Sie teilen Nahrung, aber auch Informationen. Wer schwach, also Kind oder Greis ist, hat als Familienmitglied mehr Chancen, einer Katastrophe zu entkommen. Er hat die begründete Hoffnung: Ich werde nicht zurückgelassen."

Anmerkung: Wann wird es im „Spiegel" ein Interview mit dem Papst geben?

 

- Kaum zu glauben

Die feministische Basisgruppe „Rote Emma" bewarf kürzlich eine Berliner Abtreibungsanstalt mit blutroten Farbbeuteln und forderte ein Ende der Schlachtung von 80.000 deutschen Mädchen jährlich.

Die Abtreibungspropaganda sei ein „schmutziger Trick der Bourgeoisie."

Mit dem „grausamen Mechanismus Frauenrecht gegen Kinderrecht", welcher der Abtreibung zugrunde liege, hätten die herrschenden patriarchalen Kräfte die Frauenbewegung in ihr „Mördersystem" eingebunden. Das Blutbad an den Ungeborenen im Namen „der Frauen" sei die tiefste Erniedrigung, die das weibliche Geschlecht habe erleiden müssen. Frauen seien von ihrem Wesen und dem Gefühlsreichtum ihrer Seelen auf das Leben und das Lachen der Kinder und nicht auf Massenschlachtungen von Säuglingen und auf die verhärteten Gesichter der Kinderabtreiber ausgerichtet.

(Kopie des ganzen Artikels erhältlich.)

 

28 England

 

- Steuersenkung

Angesichts vieler Teenager-Schwangerschaften soll in England die Mehrwertsteuer auf die „Pille danach" und Kondome gesenkt werden. (Vgl. Daily Telegraph, 3.3.2006.)

 

- Billige Abtreibung

In Großbritannien steigt die Zahl der ins Land einreisenden schwangeren Frauen, die auf Staatskosten ihre ungeborenen Kinder durch Abtreibung töten lassen. Im Jahre 2004 waren es mehr als 9000 Schwangere. (Vgl. Ärztezeitung, 2.3.2006.)

 

- „Misch-Embryonen"

Britische Forscher wollen nun Misch-Embryonen aus Mensch und Kaninchen herstellen. Beteiligt ist Ian Wilmut, der „Schöpfer" von Klon-Schaf Dolly.

Die Forscher besitzen bereits eine staatliche Lizenz zum Klonen menschlicher Embryonen. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 17.1.2006.)

 

27 Tschechien - Václav Havel und die Kälber

 

Tschechische Zeitungen berichten, daß der frühere Staatspräsident Václav Havel die Einführung der Homo-Ehe begrüßt hat.

Sein Nachfolger als Staatspräsident wurde im Parlament überstimmt. Er bezeichnete die Einführung der „registrierten Partnerschaft" als „falsch verstandenen Liberalismus".

Havel setzte noch einen drauf und nannte die klassische Familie eine absurde und materielle Ideologie, bei der die Familie eine Art Kälberstall sei, „in dem die Bullen den Kühen zugeführt" würden, um Kälber zu erzeugen. (Vgl. Mlada Fronta Dnes, 27.3.2006.)

 

26 USA

 

Die Schwesterorganisation von „Pro Familia" in den USA Planned Parenthood verteilt Kinokarten an Jugendliche, die Altersgenossen über ihre Abtreibungsstellen informieren. Diese Kampagne in den USA heißt „Tell-a-friend" (Sag's einem Freund) und beinhaltet auch ein Plakat: „Willst du gratis ins Kino? Dann informiere einen Freund über Planned Parenthood." Douglas Scott, Präsident von „Life Decisions International": „Planned Parenthood will mit Taktiken aus der Wirtschaft Jugendliche dazu aufhetzen, ihre Altersgenossen zu freiwilligen Opfern von Abtreibungsbefürwortern zu machen." (Vgl. Life News, 30. März 2006.)

 

- Todesopfer nach RU 486

Die US-Gesundheitsbehörde berichtet, daß zwei weitere Frauen an der Tötungspille RU 486 gestorben sind. Bisher gab es in den USA 6 Todesfälle. Weiterhin gibt es etwa 600 protokollierte Zwischenfälle. (Vgl. kreuz.net, 23.3.2006.)

 

- Rechtsstreit beendet

Der Oberste Gerichtshof der USA hat einen 20 Jahre währenden Rechtsstreit um insgesamt 121 Blockadeaktionen vor Abtreibungskliniken aus dem Jahre 1986 beendet. Es handele sich nicht um eine Straftat. (Vgl. KAP, 2.3.2006.)

 

25 Philippinen - Zwangsweise Begrenzung

 

Die Zwei_Kind_Politik verzögert sich aus Mangel an Unterstützung im philippinischen Kongreß

Der Gesetzentwurf der Philippinen, der den Familien eine radikale Begrenzung der Kinderzahl auferlegen würde, scheint weniger Unterstützung im Kongreß zu finden als zuvor berichtet. (Vgl. Catholic Family and Human Rights Institute, New York, Friday Fax Nr. 4 vom 13. Januar 2006 und Nr. 10 vom 24. Februar 2006.)

 

24 Indien Mangel an Mädchen

 

Weil in Indien viele Mädchen im Mutterschoß aufgespürt und durch Abtreibung getötet wurden, gibt es ein riesiges Ungleichgewicht von Jungen und Mädchen. Auf 1000 männliche Geburten kommen derzeit nur 814 weibliche.

Indiens Hauptstadt Neu Delhi versucht nun, mit Prämienzahlungen für jedes neugeborene Mädchen und Verbot von vorgeburtlicher Geschlechtsbestimmung gegen diese Misere anzukämpfen.

Für jedes geborene Mädchen werden rund 100 Euro hinterlegt. Das Mädchen kann ab seinem 18. Geburtstag auf dieses Geld zugreifen und z. B. seine Schul- oder Berufsausbildung finanzieren.

Interessant: In Indien wurden erstmals zwei Abtreibungsmediziner verurteilt, weil sie gezielt Mädchen durch Abtreibung getötet haben. (Vgl. Deutsche Welle, 10.4.2006.)

 

23 England
 
- Töten statt helfen
Seit Jahren fördert und finanziert der britische Staat mit 22 Millionen Euro jährlich einen makabren Tourismus aus der Dritten Welt, vorwiegend aus Nigeria, Mali und Jamaica. In Scharen, 2004 mehr als 9000 schwangere ausländische Frauen, ließen sich die abtreibungswilligen Frauen von Schleppern illegal nach Großbritannien bringen und „nutzten" dort die lebensfeindlichen Gesetze, um ganz „legal" ihre Kinder loszuwerden. (Vgl. kreuz.net, 11.4.2006.)

 
22 Philippinen - Brustkrebsrisiko
 
Eine Stiftung auf den Philippinen hat jetzt - neben acht anderen medizinischen Vereinigungen - auf ein erhöhtes Risiko von Brustkrebs nach einer Abtreibung hingewiesen. (Vgl. Life News, 4.4.2006.)

 

21 Kolumbien - Kardinal demonstriert mit Gläubigen
 
Über 100.000 Teilnehmer demonstrierten mit Kardinal Pedro Rubiano in Bogotá gegen eine drohende Legalisierung der Abtreibungstötung.
Kolumbiens Bischöfe haben zu zivilem Ungehorsam gegen die neue Abtreibungsgesetzgebung aufgerufen. (Vgl. Catholic News Agency, 13.3.2006 und Catholic World News, 12.3.2006.)

 

20 Pakistan - Verbrechen an Krankenschwester

 

In Pakistan ist eine 26jährige Krankenschwester von drei Männern vergewaltigt worden, weil sie sich weigerte, Abtreibungen durchzuführen. (Vgl. Life Site, 2.2.2006.)

 

19 Nordkorea - Qualitative Bevölkerungspolitik

 

In Nordkorea werden nach Aussage eines Arztes alle behinderten Babies getötet. Ri Kwang-ch, der aus seinem Land geflüchtet ist, sagte, die Kindstötung sei weitverbreitet, um die Zahl kranker Menschen niedrig zu halten. Die Regierung ermutige sogar dazu, um die Bevölkerung zu „säubern". (Vgl. Life News, 22.3.2006.)

 

18 Afrika - Rückläufig

 

Durch ein verändertes Sexualverhalten (Treue und Enthaltsamkeit) ist jetzt auch in Simbabwe, nach Uganda und Kenia, die HIV-Ansteckung zurückgegangen. (Vgl. imabe.org, 3.3.2006.)

 

17 Vereinte Nationen

 

Datenmaterial der Vereinten Nationen zeigt deutlich, daß das Verbot der Abtreibung nicht die Müttersterblichkeit erhöht

Neuen Daten zufolge, die zu Beginn dieses Jahres im „Bericht über weltweite Sterblichkeit 2005" durch die Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen veröffentlicht wurden, haben Länder mit freizügiger Abtreibungsgesetzgebung im Vergleich zu Ländern mit restriktiver Gesetzgebung keine niedrigeren Müttersterblichkeitsraten. (Vgl. Catholic Family and Human Rights Institute, New York, Friday Fax vom 17. Februar 2006, Nr. 9, Jg. 9.)

 

16 Vatikan

 

- Größtes Unrecht

Papst Benedikt XVI. bezeichnete die Tötung noch nicht geborener Kinder durch Abtreibung als größtes Unrecht unserer Zeit. Der Papst erwähnte bei einer Ansprache auch die Angriffe der Vereinten Nationen auf die Ungeborenen und die Familie. (Vgl. Life News, 22.3.2006.)

Der Papst mahnt Abgeordnete der Europäischen Volkspartei zum Schutz des Lebens: Der wichtigste Grundsatz aller Politiker müsse der „Schutz des Lebens in allen seinen Abschnitten sein, vom ersten Augenblick der Empfängnis bis zum natürlichen Tod". Er sprach im Hinblick auf die Politik von den Grundsätzen, die dem Menschen ins Herz eingeschrieben sind: Schutz des Lebens und das Erziehungsrecht der Eltern. (Vgl. zenit.org, 30.3.2006.)

 

- Verfehlte Bevölkerungspolitik

Im Namen des Hl. Stuhls hat Erzbischof Migliore die Mitgliedstaaten der UNO dazu aufgefordert, die verfehlte Bevölkerungspolitik der vergangenen Jahre durch Strategien zu ersetzen, die der Würde des Menschen gerecht werden. (Vgl. zenit.org, 7.4.2006.)

 

- Der neue Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Levada, bekräftigte, daß katholische Politiker bei Fragen der Abtreibungsgesetzgebung gemäß ihres Glaubens entscheiden müssen. Politiker, die anders entscheiden, sollten so ehrlich sein, einzugestehen, „daß sie offenbar nicht gleichzeitig ihren Glauben praktizieren und Politiker sein können". (Vgl. KAP, 21.3.2006.)

 

- Kinder - Kernthema der sozialen Frage

So sieht es Papst Benedikt XVI.: Für Christen sei der Einsatz für das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod eine ethische Pflicht. (Vgl. KAP, 27.1.2006.)

 

- Bevölkerungsexplosion?

Das Land mit der höchsten Geburtenrate der Welt ist Somalia: 6.91 Geburten pro Mutter. Gefolgt von Nigeria 6.83, Afghanistan 6.78 und Jemen 6.75. Diese Länder sind alle moslemisch.

USA 2.07, Deutschland und Österreich 1.3, Rußland und Italien 1.2, Spanien 1.1.

Im Jahre 2050 wird es etwa 100 Millionen Europäer weniger geben.

In den letzten Jahren ging der Anteil der Industrienationen in der Weltbevölkerung auf 20% zurück. Der Anteil der moslemischen Nationen wuchs von ca. 15% auf 20%. (Vgl. kreuz.net, 16.4.2006.)

 

- Der Zukunftsforscher Andreas Esche:

„In 44 Jahren sieht Deutschland ziemlich alt aus: Das Durchschnittsalter wird über 50 Jahre liegen, jeder dritte über 60 sein. Auf jedes neugeborene Baby kommen 49 Senioren." (Vgl. Bild am Sonntag, 19.3.2006.)

Anmerkung: Pflegeroboter und Hightech-Puppen werden den Alten Zuwendung geben. Wir haben unsere Zukunft abgetrieben!

 

15 Deutschland

 

- Bevölkerungsimplosion

Laut statistischem Bundesamt ging die Zahl der Lebendgeburten in Deutschland von 706.000 im Jahr 2004 auf 680.000 im Jahr 2005 zurück. (Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 20.1.2006.)

 

- Nur zu hoch?

Am 18. Januar 2006 hielt Bundespräsident Köhler eine viel beachtete Rede.

„Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in unserem Land ist mit rund 130.000 (Anm. d. Red.: statistisch gemeldet) jährlich anhaltend hoch - zu hoch."

Anmerkung: Ist das alles, Herr Bundespräsident? Wie viele dürfen es denn sein, Herr Bundespräsident? Sind Sie nicht auch der Bundespräsident der noch nicht geborenen Kinder?

 

- Kein Vertrauen

Nach seinen eigenen Worten hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Lehmann, selbst keine „Patientenverfügung" gemacht, obwohl er Mitherausgeber der sog. „Christlichen Patientenverfügung" ist, die Zehntausende Gläubige guten Glaubens unterschrieben haben.

Aber vielleicht hat Kardinal Lehmann ja auch keinen Organspendeausweis, obwohl er verschiedentlich dafür geworben hat. (Vgl. Bremer Stadtgespräche, 13.3.2006.)

Anmerkung: Zu diesem Thema „Patientenverfügung" können Sie Infomaterialien (auch Kassetten) mit beigefügter Rückantwortkarte bestellen. In unseren Rundbriefen der Europäischen Euthanasie-Gegner informieren wir nicht nur über die rasante Entwicklung auf diesem Gebiet, sondern wir geben auch „lebenswichtige und lebenserhaltende" Hinweise und Empfehlungen, so z.B., welche Folgen eine „Patientenverfügung" und welche Bedeutung eine „Vorsorgevollmacht" hat. Ebenfalls bestellbar mit beigefügter Antwortkarte.

 

- Frau von der Leyen

Als niedersächsische Sozialministerin hatte Frau von der Leyen, heute Bundesfamilienministerin (CDU) Internetseiten zur Thematik „Schwangerschaftsabbruch - Was Sie wissen müssen", „Schwangerschaftsabbrüche und Konfliktberatung", „Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch mit Mifegyne", Zusatzhonorare im Rahmen eines Schwangerschaftsabbruchs", „Sexualaufklärung, Verhütung und Prävention" etc. zu verantworten, die ganz auf der Linie des Zeitgeistes lagen.

Eine Mitstreiterin hatte sie vergeblich schriftlich um eine Stellungnahme gebeten. Wundern wir uns da noch über ihre heutige Politik als Familienministerin?

 

- Auch ein Karikaturen-Streit

Der Verlag „Süddeutsche Zeitung" hat ein Buch mit dem Titel „Fußball unser" herausgegeben. Will schon dieser blasphemische Titel provozieren? Welcher Stumpfsinn zeigt sich im Gleichsetzen von Fußball mit Gott!

 

- Keine Versicherung

Angesichts vieler Urteile der letzten Jahre, die das „Kind als Schaden" bewerten, lehnt eine große französische Versicherung für Ärzte es ab, künftig Gynäkologen und Geburtshelfer zu versichern.

Eines der letzten Beispiele für diese Urteile lieferte das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe: Es verurteilte Anfang Februar einen Frauenarzt, den Eltern eines nicht gewollten Kindes Schadenersatz zu zahlen, weil ihm bei der Verhütungsbehandlung ein Fehler unterlaufen ist. Auch dem nichtehelichen Vater stehe Schadenersatz zu. (Vgl. Az: 13 U 134/04.)

 

14 Schweiz - Abtreibung aus der Apotheke

 

Immer mehr und immer jüngere Frauen greifen zur sogenannten „Pille danach". Allein in der Bahnhofsapotheke im Zürcher Hauptbahnhof wird das „Medikament" mit dem Namen Norlevo an Wochenenden bis zu 50 mal verlangt, so daß dort nun sonntags ein zweiter Apotheker Dienst tut. Die Bahnhofsapotheke verkaufte im vergangenen Jahr 2462 Packungen. Seit der Zulassung dieser Pille im Oktober 2002 ist die Tendenz steigend. Die Gesamtverkaufszahlen hält der Hersteller zurück. (Vgl. businessportal24.com, 31.1.2006.)

 

13 Tschechien

 

Ein im Parlament verabschiedetes Gesetz erlaubt Wissenschaftlern, künftig an überzähligen Embryonen zu forschen. (Vgl. AL, 2.2.2006.)

 

12 England - Eklatanter Widerspruch

 

Eine 52-jährige Mutter - die selbst als Teenager eine Abtreibung hatte und sie „bitter bereut" hat - versuchte, das derzeit gültige Gesetz gerichtlich anzufechten.

In England ist Abtreibung für Mädchen unter 16 Jahren möglich, ohne daß die Eltern davon in Kenntnis gesetzt werden müssen.

Der oberste britische Gerichtshof entschied nun, daß dies weiterhin möglich sein dürfe. Die Mutter gab zu bedenken, daß nicht einmal ein Schmerzmittel an Schulkinder ohne die Zustimmung der Eltern abgegeben werden dürfe. Auch dürften Jungendliche unter 16 Jahren keine Zigaretten, keinen Alkohol und auch keine Feuerwerkskörper kaufen. „Aber ein kleines Mädchen darf die Entscheidung fällen, das Leben eines anderen Menschen zu beenden, ohne daß seine Eltern etwas darüber wissen." (Vgl. Zenit, 13.2.2006.)

 

11 USA / Italien - Marsch für und gegen das Leben

 

Am jährlichen „Marsch für das Leben" in Washington gingen in diesen Wochen Zehntausende Menschen auf die Straße.

In Italien, Neapel, gingen auch Massen auf die Straße, um gegen das Leben und für ein „Recht" auf Tötung durch Abtreibung zu demonstrieren. (Vgl. AL, 13.2.2006.)

 

10 Afrika - Enthaltsamkeit und Treue

 

In vielen Ländern Afrikas müssen junge Menschen früh erleben, daß Eltern, Verwandte oder enge Freunde in schneller Folge sterben.

Nun konnten Experten beobachten, daß bei afrikanischen Jugendlichen ein Rückgang von HIV-Infektionen eingetreten ist. Die Forscher fanden heraus, daß viele Jugendliche nicht mehr so früh Sex haben wie vor einigen Jahren. Auch sind flüchtige sexuelle Kontakte nicht mehr so häufig wie früher, ständiger Partnerwechsel scheint weniger attraktiv zu sein. Bisher konnte man das nur in Uganda beobachten. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 3.2.2006.)

 

09 Brasilien - Keine Chance

 

Die Regierung Brasiliens mußte jetzt eingestehen, daß eine Gesetzesvorlage, die Tötung durch Abtreibung zu legalisieren, keine Chance hat, nachdem der Widerstand im Lande, angeführt von den Bischöfen, zu stark geworden ist. Der Papst hatte die Bischöfe ermutigt. (Vgl. Life News, 10.1.2006.)

 

08 Neuseeland - Unsagbares Leid

 

Eine Studie aus Neuseeland bestätigt erneut, daß Abtreibung nicht nur ein Kind tötet. Frauen, die abtreiben, entwickeln häufig schwere Depressionen und Angstzustände (Post-Abortion-Syndrom [PAS]). Eine Tatsache, die man allerdings stets zu unterdrücken versucht. (Vgl. kath.net, 4.1.2006.)

 

07 Kinder - Kernthema der sozialen Frage

 

So sieht es Papst Benedikt XVI.: Für Christen sei der Einsatz für das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod eine ethische Pflicht. (Vgl. KAP, 27.1.2006.)

 

06 ai - auf einem Auge blind?

 

Warum, so fragt man sich, muß man bei amnesty international (ai) lange darüber debattieren, ob Menschenrechte auch für noch nicht geborene Menschen gelten? Ja, man wollte sogar im Sommer letzten Jahres ausdrücklich ein „Recht" auf Abtreibungstötung fordern. Ein gewichtiger Grund dürfte eine vielfache Betroffenheit von ai-Aktivisten und eine ideologische Verblendung sein, die das Selbstbestimmungsrecht der Frau als sog. Menschenrecht absolut setzt. Bis 2007 will man eine „Lösung" gefunden haben. Im Juni dieses Jahres will die deutsche Sektion sich in dieser Frage positionieren. (Vgl. www.pressrelations.de)

 

05 Der Vater der Lüge ...

 

Abtreibungslobbyisten argumentieren mit astronomisch hohen Zahlen. Die hohe Sterberate bei sog. illegalen Abtreibungstötungen soll durch Legalisierung gesenkt werden. Diese Strategie wurde und wird weltweit angewendet - leider mit Erfolg.

 

- Behauptung: „Die Zahl der Frauen, die in Mexiko jährlich an der Abtreibung sterben, liegt bei ungefähr 100.000." (Quelle: Mexikanisches Institut für Geschlechterkunde, 1989.)

Vergleich: Die Gesamtzahl der Frauen, die jährlich in Mexiko zwischen dem 15. und 44. Lebensjahr an allen möglichen Todesursachen sterben, liegt bei 20.000. (Quelle: Weltgesundheitsorganisation, 1989.)

 

- Behauptung: „Mehr als 400.000 Frauen in Brasilien sterben jedes Jahr durch illegale Abtreibungen." (Quelle: Womens Health & Reproduction Rights, 1991.)

Vergleich: Gesamtzahl der in Brasilien im gebärfähigen Alter verstorbenen Frauen pro Jahr: 40.000. (Quelle: Demographisches Jahrbuch der UNO, 1988.)

 

- Behauptung: „500.000 Frauen sterben jährlich in Indien an illegalen Abtreibungen." (Quelle: Worldwatch Paper no. 97.)

Vergleich: Zahl der Todesfälle bei indischen Frauen im gebärfähigen Alter: 500.000.

(Vgl. kreuz.net, 31.1.2006.)

 

Anmerkung: Einen informativen Beitrag über die Taktiken der Abtreibungsbefürworter schrieb auch Dr. Bernard Nathanson, den Sie mit beiliegender Karte anfordern können.

 

04 Deutschland - Wende zur Euthanasie/Sterbehilfe

 

Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, hat das Jahr 2005 als Wendepunkt in der öffentlichen Diskussion um die Euthanasie bezeichnet. Er warnte vor einer Entwicklung hin zu einer „Euthanasie-Praxis wie in den Niederlanden und Belgien". (Vgl. kreuz.net, 3.1.2006.)

 

 

03 Frankreich - Der Weg über das Selbstbestimmungsrecht

 

In Frankreich gibt es eine Neuauflage der Debatte über Euthanasie/Sterbehilfe. Befürworter verlangen eine öffentliche Diskussion. Wie überall spricht man in diesem Zusammenhang von einem „Recht auf einen würdigen Tod".

Auch in Frankreich geht man den Weg über die „Patientenverfügung". Auch in Frankreich will angeblich niemand „aktive Euthanasie/Sterbehilfe". Auch in Frankreich strebt man Behandlungsabbruch, Einstellung künstlicher Ernährung als Ausdruck des Selbstbestimmungsrechts auch schon vor der Sterbephase an. Auch in Frankreich gibt es keinen hinreichenden Widerstand aus der Kirche. (Vgl. Pilger, 8.1.2006.)

 

02 England - Freiwillig - unfreiwillig

 

Eine Ärztebefragung in England zeigt, daß es dort im Jahre 2004 nicht nur 3000 Fälle sog. „aktiver Sterbehilfe" gegeben hat, sondern auch, daß bei jedem dritten Todesfall Medikamente zu einem früheren Sterben führten. In rund 900 Fällen seien Mediziner dem ausdrücklichen Wunsch von schwer kranken, nicht sterbenden Patienten nach Sterbehilfe oder assistiertem Selbstmord gefolgt. Bei 1950 Patienten hätten sich die Mediziner aber selbständig zur aktiven Sterbehilfe entschieden. (Vgl. KAP, 19.1.2006.) 

 

01 USA - Sie atmet wieder

 

Eine elfjährige Amerikanerin im Koma, deren künstliche Ernährung und Beatmung eingestellt werden sollte, wird weiter am Leben erhalten. Das Mädchen begann selbständig zu atmen, als man das Beatmungsgerät abgeschaltet hatte - einen Tag, nachdem das höchste Gericht des US-Bundesstaates Massachusetts „erlaubt" hatte, das Kind sterben zu lassen. Es gibt eben nichts Hundertprozentiges in der Medizin. (Vgl. Der Standard, 20.1.2006.)

 

 

 

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