| Nachrichten-Archiv - Meldungen aus aller Welt |
Aktuelle Kurznachrichten aus aller Welt von bleibendem Wert
rund um die Themen, die unsere Webseiten behandeln
Stand: 12.05.2009
![]()
76
Deutschland
- Frau von der Leyen
Als niedersächsische Sozialministerin hatte Frau von der Leyen, heute Bundesfamilienministerin (CDU) Internetseiten zur Thematik „Schwangerschaftsabbruch - Was Sie wissen müssen", „Schwangerschaftsabbrüche und Konfliktberatung", „Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch mit Mifegyne", Zusatzhonorare im Rahmen eines Schwangerschaftsabbruchs", „Sexualaufklärung, Verhütung und Prävention" etc. zu verantworten, die ganz auf der Linie des Zeitgeistes lagen.
Eine Mitstreiterin hatte sie vergeblich schriftlich um eine Stellungnahme gebeten. Wundern wir uns da noch über ihre heutige Politik als Familienministerin?
- Auch ein Karikaturen-Streit
Der Verlag „Süddeutsche Zeitung" hat ein Buch mit dem Titel „Fußball unser" herausgegeben. Will schon dieser blasphemische Titel provozieren? Welcher Stumpfsinn zeigt sich im Gleichsetzen von Fußball mit Gott!
- Kinder - eine Belastung?
Das ifo-Institut für Wirtschaftsforschung ist der Frage nachgegangen, ob Eltern ihre Kinder angesichts vieler staatlicher Leistungen auf Kosten der Allgemeinheit erziehen. Heraus kam dabei ein überaschendes Ergebnis: Jedes Kind bringt dem Staat rund 77.000 Euro. Die Forscher haben Leistungen wie Kindergeld, Schulausbildung und Steuerausfälle nicht erwerbstätiger Mütter den erwarteten Summen gegenübergestellt, die das Kind später an Renten- und Krankenversicherungen sowie Einkommens- und Verbrauchersteuern bezahlen wird. Dabei wurde sogar berücksichtigt, daß nicht alle Kinder später Beitrags- und Steuerzahler sein werden. (Vgl. idea, 19.12.2005.)
- Keine Versicherung
Angesichts vieler Urteile der letzten Jahre, die das „Kind als Schaden" bewerten, lehnt eine große französische Versicherung für Ärzte es ab, künftig Gynäkologen und Geburtshelfer zu versichern.
Eines der letzten Beispiele für diese Urteile lieferte das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe: Es verurteilte Anfang Februar einen Frauenarzt, den Eltern eines nicht gewollten Kindes Schadenersatz zu zahlen, weil ihm bei der Verhütungsbehandlung ein Fehler unterlaufen ist. Auch dem nichtehelichen Vater stehe Schadenersatz zu. (Vgl. Az: 13 U 134/04.)
![]()
75
Österreich
- Militärbischof kritisiert Werbeaktion
Der österreichische Militärbischof Christian Werner kritisierte die Werbeaktion einer Privatklinik für künstliche Befruchtung, gerichtet an junge Männer, die ihren Wehrdienst leisten, damit diese Samen zu spenden. Die anonymen Samen-Spender bekommen eine „Aufwandsentschädigung" von 70,- Euro. Der Bischof erinnerte auch daran, daß die katholische Kirche die künstliche Befruchtung (IVF) ablehnt. (Vgl. kath.net, 15.12.2005.)
- Ein Politiker über Politiker
Volksanwalt Mag. Ewald Stadler:
„Abtreibung ist ein Tötungsdelikt, das ich dem gesamten politischen Establishment vorwerfe."
„Als Katholik trete ich für die gänzliche Beseitigung der Straffreiheit der Abtreibung ein."
![]()
74
USA - Makabrer
Weihnachtsgruß
Die US-Organisation Planned Parenthood (Geplante Elternschaft, Schwesterorganisation von Pro Familia) verschickte Weihnachtskarten, auf denen stand „Choice on Earth" (Wahlfreiheit auf Erden). Für Planned Parenthood bedeutet Wahlfreiheit nichts anderes als Tötung durch Abtreibung (Pro Choice). (Vgl. idea, 19.12.2005.)
![]()
73
ai - auf einem
Auge blind?
Warum, so fragt man sich, muß man bei amnesty international (ai) lange darüber debattieren, ob Menschenrechte auch für noch nicht geborene Menschen gelten? Ja, man wollte sogar im Sommer letzten Jahres ausdrücklich ein „Recht" auf Abtreibungstötung fordern. Ein gewichtiger Grund dürfte eine vielfache Betroffenheit von ai-Aktivisten und eine ideologische Verblendung sein, die das Selbstbestimmungsrecht der Frau als sog. Menschenrecht absolut setzt. Bis 2007 will man eine „Lösung" gefunden haben. Im Juni dieses Jahres will die deutsche Sektion sich in dieser Frage positionieren. (Vgl. www.pressrelations.de)
![]()
72
Schweiz
- Vormachtstellung
In der internationalen Presse gilt Zürich als Sterbehilfe-Metropole Europas. „Zürich sehen und sterben", titelte die FAZ.
- Antwort von Dignitas
Frage an Dignitas: „...(sollte) auch ein Teenager, der unter Liebeskummer leidet, die Möglichkeit haben, sich ein tödliches Medikament zu beschaffen?"
Antwort von Dignitas: „Im Prinzip ja, wenn er urteilsfähig ist. Das ist die einzige Voraussetzung. Doch normalerweise ist jemand, der sein Leben aus einem solchen Grund beenden will, nicht ausreichend urteilsfähig." (Vgl. www.dignitas.ch.)
- Scharfe Rechner
Dignitas
Am 17.5.2005 ist Dignitas 7 Jahre alt geworden.
4.600 Mitglieder in 50 Ländern
1.745 Deutschland
1.002 Schweiz
635 Großbritannien
333 Frankreich
243 USA
Suizid"hilfe" (Hilfe zum Selbstmord) bei 417 Mitgliedern
234 Deutsche
71 Schweizer
33 Briten
28 Franzosen
10 Menschen aus den USA
Es sei in den sieben Jahren nie zu einem Strafverfahren gekommen.
In Deutschland würden jährlich 860.000 Menschen sterben, davon 12.000 durch Suizid (pro Tag 33), angeblich 600.000 gescheiterte Suizide.
Kosten für das Gesundheitswesen 20 Milliarden pro Jahr. Hier ergäbe sich ein riesiges Einsparpotential. (Vgl. Dignitas CH, „Mensch und Recht" Nr. 96, Juni 2005)
![]()
71
Österreich - Unterdrückte
Information über Organspende
„Der österreichische mediale Diskurs über die Organtransplantation beschränkt sich auf das Funktionieren des Organtransplantationssystems und auf dessen Verbesserung. Der Hirntod, der eine notwendige Bedingung für die Organentnahme ist, führt eine für die Öffentlichkeit unsichtbare Existenz, ebenso wird von den zentralen Akteuren vermieden, die Widerspruchslösung in der Öffentlichkeit publik zu machen, da befürchtet wird, daß das Bewußtsein darüber zu mehr Eintragungen ins Widerspruchsregister führt und so das gute Funktionieren des Systems gefährdet wird."
(Anlage aus einem Schreiben der Abteilung Internationales Recht des ADAC am 15.11.2005.)
![]()
70
China - An den Pranger
Wer seinen Eltern nicht die gebührende Aufmerksamkeit widmet, wird in China künftig öffentlich an den Pranger gestellt. Die Gemeinde Nanjing in Schanghai werde denjenigen, die ihre Eltern nicht mindestens alle zwei Wochen besuchen, zunächst zwei Mahnungen schicken. Wer seine Erzeuger weiter links liegen lasse, dessen Name werde dann an einer Anzeigentafel ausgehängt, berichtet die Zeitung „Shanghai Daily". Ein Altenheim in einem anderen Stadtteil erhebt eine Geldbuße von umgerechnet fünf Euro, wenn Kinder Vater oder Mutter am Wochenende keinen Besuch abstatten. (Vgl. Rheinpfalz, 12.1.2006.)
Anmerkung: Das Problem ist dringend, weil durch die Ein-Kind-Politik die Familienstrukturen zerstört worden sind. Übrigens ist die Abschiebung und Vernachlässigung der Eltern mittlerweile auch symptomatisch für die westliche Gesellschaftssysteme, z.B. in Deutschland.
![]()
69
Schweiz
- Aus Respekt vor dem Verbrechen
Die Uni-Klinik von Lausanne erhält als erste in Europa die Erlaubnis zur Beihilfe zum Selbstmord. Ab Januar 2006 werden die Ärzte und das Pflegepersonal das tödliche Geschäft verrichten. Der Direktor, Alberto Crespo: „Wir wollen nicht zum Selbstmord ermutigen. Gleichzeitig müssen wir jedoch als Krankenhaus die Wünsche einer Person, die sterben will, respektieren." (Vgl. The Guardian, 19. Dezember 2005.)
- Unwürdiges bei „Dignitas"
Gegen den Sterbehilfeverein „Dignitas" laufen Ermittlungen wegen Ungereimtheiten bei den Vereinsfinanzen in Höhe von 230.000 Euro. Unbekannte haben der Justiz interne Papiere zugespielt, deren Prüfung ein Staatsanwalt bestätigte. „Dignitas" kämpft gegenwärtig nicht nur mit dem Vorwurf, mit dem Tod gute Geschäfte zu machen, sondern auch mit der Anschuldigung, Leute ohne langes Federlesen in den Selbstmord zu schicken. Ein mit „Dignitas" in Verbindung stehender Arzt hat sich kürzlich das Leben genommen. (Vgl. kreuz.net, 5.12.2005.)
- Herzlose Politiker
Der Generalsekretär der Schweizer Sterbehilfeorganisation „Dignitas" (= Würde), Minelli, eröffnete im Oktober 2005 in Hannover eine deutsche Filiale, die Lebensmüden gegen Bezahlung zum Selbstmord in der Schweiz verhelfen soll. Minelli rechtfertigt die bezahlte Beihilfe zum Selbstmord mit den hohen Versagerquoten bei unbegleiteten Selbstmordversuchen. Alle 43 Minuten versuche sich in Deutschland jemand umzubringen, behauptet Minelli und weiter: Selbstmörder, die sich vor den Zug werfen, seien die Hauptursache für die Verspätungen der Bahn.
Voraussetzung für den assistierten Selbstmord nach dem Schweizerischen Betäubungsmittelgesetz ist die Unerträglichkeit einer Krankheit. Für Minelli trifft dies auch auf Menschen zu, denen die Lebensfreude fehlt, weil sie schon Jahre mit Medikamenten gelebt haben. Selbst Jugendlichen mit Liebeskummer, falls sie urteilsfähig sind, will Minelli das Selbstmordmittel verabreichen. Beim „Recht, sein Leben beenden zu dürfen", handle es sich um ein „europäisch garantiertes Menschenrecht". Außerdem wirft er der deutschen Politik Herzlosigkeit vor mit Bezug auf das Jahr 1933. Zur Erinnerung: Im Jahr 1933 kam das nationalsozialistische Regime an die Macht, das mit seinem Euthanasieprogramm ähnliche Ziele verfolgte wie die Tötungsfirma „Dignitas". (Vgl. kreuz.net, 9.11.2005.)
- Ein Platz zum Sterben
Der Zürcher Kantonsrat lehnt eine Initiative der Evangelischen Volkspartei und der Christlich-demokratischen Volkspartei, den Sterbetourismus von staatlicher Seite zu unterbinden, mit 95 zu 49 Stimmen ab. Begründet wurde der Vorstoß mit der kontinuierlich steigenden Anzahl von Deutschen und Engländern, die sich in der Schweiz straffrei einschläfern lassen und mit der Ablehnung der Hilflosentötung aus christlicher Sicht. Hingegen traten die Sozialisten für die Schaffung von transparenten Leitlinien für die Ausübung der Sterbehilfe und eine Qualitätssicherung bei der Ausbildung der Freitodhelfer ein. Die Grünen sprachen sich für den Freitod als Recht des Menschen aus. (Vgl. kreuz.net, 23.8.2005; ALFA-Newsletter, 27.8.2005.)
- Falsche Diagnose
Die Staatsanwaltschaft in Augsburg untersucht den Suizid einer 69-jährigen Frau aus Bayern, die sich am 9. Mai 2005 in Zürich von der Organisation „Dignitas" in den Tod begleiten ließ. Die Ermittlungen laufen gegen zwei Ärzte wegen fahrlässiger Tötung, weil die Freitodbegleitung auf Grund einer falschen Diagnose durchgeführt worden sei. Der beschuldigte Arzt in der Schweiz starb Mitte September - ebenfalls mit dem Dignitas-Giftcockteil. (Vgl. Facts - Schweiz, Basler Zeitung, 10.11.2005.)
- Euthanasie im Labor
Die Nationale Ethikkommission befürwortet eine Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) innerhalb eines genau definierten Rahmens. Für die Mehrheit der Kommission sei es ethisch nicht nachvollziehbar, warum ein in-vitro gezeugter Embryo vor der Übertragung in die Gebärmutter nicht auf schwere Erbkrankheiten getestet werden kann, wenn der viel weiter entwickelte Fötus im Mutterleib untersucht und die Schwangerschaft gegebenenfalls beendet werden kann. Laut Sabina Gallati, Mitglied der Ethikkommission und Leiterin der Molekularen Humangenetik am Inselspital in Bern, wird aus Gründen der Diskriminierung keine positive Liste der Krankheiten für die Erlaubnis der PID definiert. Der Einsatz der Diagnostik werde im Ermessen des jeweiligen Arztes liegen, denn die Schwere der Krankheit sei in gewissem Sinne ein Gummibegriff. (Vgl. Neue Zürcher Zeitung, 7.12.2005.)
![]()
68
USA - Keine Einheit von Leib und Seele
Der Grabstein von Terri Schiavo, die am 31. März 2005 durch Verhungern und Verdursten ermordet wurde, hat außer dem Geburts- und Sterbedatum ein drittes eingraviert: Von dieser Erde gegangen am 25. Februar 1990. Die Euthanasiebewegung benutzt Terris letzte Ruhestätte als Plattform für ihre verdrehte Ideologie, daß wir in Wirklichkeit „Geister" sind, die einen Körper bewohnen. Deshalb konnte Terri 2005 getötet werden, weil sie ja gar nicht mehr da war. (Vgl. kreuz.net, 2.11.2005.)
![]()
67
Kolumbien
Als einziges Land in Südamerika führte Kolumbien 1997 die Tötung auf Verlangen ein. Ein Senator, der vor 8 Jahren als Richter die Urteilsbegründung verfaßte, will nun klare Vorgaben einführen, wie sie in Belgien oder in den Niederlanden existieren. In Kolumbien gibt es derzeit in Sachen Hilflosentötung keinerlei Einschränkungen. (Vgl. kreuz.net, 7.9.2005.)
![]()
66
UNO - Funktionär packt aus
Ein ehemaliger Funktionär des UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA), Medina, hat einige Methoden dieser Organisation aufgedeckt. Der Bevölkerungsfonds bewillige den „Nicht-Regierungs-Organisationen" (NGOs) nur dann Gelder, wenn sie bereit sind, Ideologie und Methoden der „reproduktiven Gesundheit" (dazu gehören Verhütung und Abtreibung) in ihre Entwicklungsprogramme aufzunehmen.
In Lateinamerika stammten die UN-Gelder für diese Politik zum Großteil von Pharmakonzernen und der „International Planned Parenthood Federation" (IPPF), der weltweit größten Abtreibungsorganisation, teilte Medina mit. Viele NGOs sähen sich aus finanziellen Gründen gezwungen, mit dem Geld auch die Ideologie weiterzutragen. Das heißt konkret: Abtreibung und mehr Verhütungsmittel.
Die Folgen seien dramatisch, zeigte Medina anhand von zwei Beispielen auf. Die Rate der Teenager-Schwangerschaften sei dramatisch gestiegen. Sie habe in Lateinamerika nur etwa drei Prozent betragen. Seit der Verbreitung der UN-Bevölkerungs-Ideologie mit ihren Methoden der „reproduktiven Gesundheit" sei sie bis auf 23 Prozent gestiegen.
Auch AIDS habe sich sehr verbreitet. Eine der Ursachen sei die massenhafte Verteilung von Verhütungsmitteln und Kondomen an Jugendliche, meint Medina. Mehrere Studien haben gezeigt, daß Kondome die Menschen in falscher Sicherheit wiegen: Sie meinen, damit vor AIDS geschützt zu sein und ändern ihr sexuelles Verhalten nicht. (Vgl. kath.net, 22.11.2005.) Anmerkung: Zum Vertiefen lesen Sie Heft 17 der Schriftenreihe der Aktion Leben e.V. „Die malthusianische Täuschung" von Steven W. Mosher. Ebenso bieten wir Ihnen per E-Mail Informationen über die laufende Entwicklung bei den Vereinten Nationen in Sachen Lebensrecht und Familie im umfassenden Sinn an, die sog. „Friday Faxe", die wöchentlich von Austin Ruse, dem Direktor des Catholic Family and Human Rights Institute C_FAM in New York herausgegeben werden. Zu bestellen per E-Mail: post@akion-leben.de
![]()
65
Australien - Klage gegen Existenz
Eine schwerstbehinderte Australierin klagt vor dem Obersten Gericht gegen den Arzt, dem sie ihre Existenz „verdankt". Die 24jährige ist seit der Geburt gehörlos, blind und pflegebedürftig. Der Arzt hatte bei ihrer Mutter während der Schwangerschaft eine Rötelinfektion nicht erkannt. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 11.11.2005.)
![]()
64
Philippinen - Mutig
Präsidentin Arroyo will UNO-Gelder nicht mehr für Verhütungsmittel und Abtreibungen einsetzen, sondern für die Verbreitung der Natürlichen Empfängnisregelung. (Vgl. kath.net, 13.10.2005.)
![]()
63
Korea - „Freiwillige" Spenderinnen
Für die Experimente des koreanischen Klonforschers Woo Suk Hwang - er hatte menschliche Stammzellen mit Hilfe eines geklonten Embryos gezüchtet - gab es eine wichtige Voraussetzung: Dem Forscher standen 242 menschliche Eizellen zur Verfügung. 16 junge Koreanerinnen spendeten die Eizellen - nach Angaben des Forschers freiwillig und ohne Bezahlung. Das ist erstaunlich - es gab Gerüchte, die Eizell-Spenderinnen seien Technische Assistentinnen und Doktorandinnen aus seinem Labor gewesen - zumal die Frauen eine monatelange Hormonbehandlung und einen schmerzhaften Eingriff über sich ergehen lassen mußten. Der Verdacht wurde zur Gewißheit und vom Forscher eingestanden. Hwang ist als Leiter des internationalen Stammzellen-Forschungszentrums zurückgetreten, weil er die Unwahrheit gesagt hat. (Vgl. www.gene.ch, www.quarts.de, 15.11.2005; Spiegel-Online, 14.11.2005)
![]()
62
Deutschland - Geistige Verwirrung
Für widersinnig hält es der Bonner Rechtswissenschaftler Prof. Hillgruber, daß Abtreibung laut Gesetz zwar rechtswidrig ist, gleichzeitig aber der Staat für ein flächendeckendes Angebot an Abtreibungseinrichtungen zu sorgen hat und bei angenommener Bedürftigkeit der Schwangeren die Kosten für den Eingriff übernimmt. Daß ein Staat, der an einer katastrophalen demographischen Entwicklung leide, es sich leiste, Abtreibungstötungen zu subventionieren, zeige das Ausmaß an geistiger Verwirrung. (Vgl. idea, 3.11.2005.)
![]()
61
Afrika - Frauen dürfen testen
Rund 10.000 afrikanische Frauen werden die Wirksamkeit eines Mikrobiozids in Gelform (vor dem Geschlechtsverkehr in der Vagina aufgetragen) als Schutz gegen HIV testen. Das in Amerika entwickelte Gel soll das Eindringen des Virus in die menschliche Zelle blockieren. Die Teilnehmerinnen aus Südafrika, Tansania, Sambia und Uganda sollen das Gel zusätzlich zum Kondom verwenden. Veschiedene internationale Organisationen haben für dieses Programm 42 Millionen Englische Pfund zur Verfügung gestellt. (Vgl. yahoo-Nachrichten, 25.10.2005.)
Anmerkung: Wo bleibt bei solchen Menschenversuchen die Menschenwürde? Es handelt sich doch um einen tödlichen Virus! Ein solch starkes Mittel wird vielfältige Nebenwirkungen haben. Wie schon bei der Einführung der sog. "Anti-Baby-Pille", die vor allem bei Frauen in Mittelamerika in Großversuchen "getestet" wurde, bleibt vermutlich auch hier die Gesundheit und die Würde der Frauen auf der Strecke.
![]()
60
Italien - RU 486 gestoppt
Der italienische Gesundheitsminister Francesco Storace hat die „zur Probe" erlaubte Anwendung der Tötungspille RU 486 gestoppt. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 23.9.2005.)
![]()
59
USA - Gratisabtreibung
Ein Abtreiber im US-Bundesstaat Arkansas machte schwangeren Müttern, die sich vor den Hurrikanen der letzten Wochen retten konnten, das Angebot, gratis ihre Kinder abzutreiben. (Vgl. kreuz.net, 4.10.2005.)
![]()
58
Kirche - Sünde
Der neue Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Levada, hat die Katholiken aufgefordert, bei Wahlen keine Abtreibungsbefürworter zu wählen. Gläubige würden sündigen, wenn sie Politiker wählten, die sich für Abtreibungsgesetze einsetzten. (Vgl. kath.net, 5.10.2005.)
![]()
57
Vatikan - Reproduktive Gesundheit?
Der Vatikan verlangt von der UNO die Klärung des Begriffs „reproduktive Gesundheit". Dieser Begriff wurde bei den UN-Konferenzen in Peking und Kairo (1994) mit dem Ziel eingesetzt, Abtreibungstötungen als ein „zulässiges Instrument der Familienplanung" einzuführen.
Nach der Definition des Aktionsprogramms der UN-Weltbevölkerungskonferenz von Kairo bedeutet „reproduktive Gesundheit", daß „Menschen ein befriedigendes und ungefährliches Sexualleben haben können und daß sie die Fähigkeit zur Fortpflanzung und die freie Entscheidung darüber haben, ob, wann und wie oft sie hiervon Gebrauch machen wollen". (Vgl. Zenit, 21.9.2005.)
![]()
56
Deutschland
- Schul-Schwul-Aktion
Mit der Aktion „Wir sind für Dich da" will eine „Koordinierungsstelle" in München jetzt an Münchens Schulen für mehr Akzeptanz homosexueller Jugendlicher sorgen und das Selbstbewußtsein der Betroffenen stärken. Über Monate sollen in den Schulen Plakate ausgehängt werden, in denen Schwule und Lesben für ihre Sexualität werben. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 29.9.2005.)
- Jubiläumskongreß
Ende September 2005 fand in Salzburg ein Kongreß der Europäischen Ärzteaktion mit ausgezeichneten Beiträgen zu den Folgen der sog. demographischen Entwicklung in Europa statt. Besonders beachtenswert waren die Beiträge des Salzburger Weihbischofs Prof. Andreas Laun. Er sagte u. a., daß wir heute einen Großangriff auf die Familie erleben. Die Kirche müsse, so der Bischof, mit prophetischer Kraft die Aufgabe des Wächters übernehmen, denn sie sei die Hüterin der unzerstörbaren Wahrheit. Es sei ihr „Kerngeschäft", die Menschen zum Umdenken und zur Umkehr anzuleiten.
Der Journalist und Buchautor Stephan Baier (Kinderlos - Europa in der demographischen Falle) belegte, daß nicht die Moral, sondern die Mathematik zum Umdenken zwingen könnte.
Einem anderen Thema wandten sich die Referenten Christa Meves und Prof. Reinhold Ortner zu. Dieser berichtete von einer alarmierenden Zunahme psychosomatischer Störungen bei Kindern, von vernachlässigten und traumatisierten, aggressiven und depressiven Kindern. Verhaltensauffälligkeiten seien Hilferufe einer gequälten Seele. Seine Konsequenz daraus lautet: „Die existentielle Kraftquelle Familie darf nicht ausgetrocknet oder zerstört werden!"
- Defizite in ländlichen Regionen
Knapp sechs Jahre nach Einführung der Abtreibungspille (RU486) in Deutschland sei die Methode noch immer nicht für jede Frau verfügbar, bedauert Pro Familia in einer Presseerklärung. (Vgl. Pro Familia Pressemitteilung 8/2005.)
- Schon im Kindergarten
Pro Familia Landau bietet eine Fortbildung für Erzieherinnen zum Thema „Ganzheitliche Sexualerziehung im Kindergarten" an. (Vgl. Rheinpfalz, 21.92005.)
- Tabubruch
Der Hamburger Justizsenator Kusch fordert als erster CDU-Politiker öffentlich die Zulassung der „aktiven" Sterbehilfe und beruft sich auf den Theologen Prof. Hans Küng. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 12.10.2005.)
Anmerkung: Die CDU-Vorsitzende Frau Merkel meint, man müsse „deutlich machen, daß es Grenzen gibt". Bundespräsident Köhler und die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der CDU/CSU Bundesfraktion Frau Eichhorn (sie hat die „große Koalition" zur Abtreibungsfreigabe herbeigeführt) wenden sich gegen „aktive Sterbehilfe", ohne darauf hinzuweisen, wo die „Grenzen" sind und was heute bereits alles als „passive Sterbehilfe" bezeichnet wird.
![]()
55
Italien - Koma-Patient nach zwei Jahren erwacht
„Ich lag im Koma, habe alles verstanden." Nach zwei Jahren kann der 38jährige Sizilianer wieder sprechen und seinen linken Arm und Kopf bewegen. (Vgl. kath.net, 6.10.2005.)
![]()
54
Europa - Das Kind als Schaden
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat den Eltern von Kindern, deren Behinderung während der Schwangerschaft nicht diagnostiziert wurde, Schadenersatz zugesprochen. (Vgl. Süddeutsche Zeitung, 7.10.2005.)
Anmerkung: Quo vadis, Europa? Wohin gehst du, Europa?
![]()
53
USA - Millionenprofit
Die größte internationale Abtreibungsorganisation „Planned Parenthood" (verwandt mit unserer Pro Familia) könnte an der rezeptfreien Abgabe der Abtreibungspille „Plan B", bekannt als „Pille danach", in den USA gut verdienen, weil es einen geheimen Vertrag mit der Herstellerfirma gibt. Die zuständige US-Behörde befaßt sich derzeit mit einem Antrag zum rezeptfreien Verkauf der Abtreibungspille.
Nach Informationen könnte Planned Parenthood das Tötungspräparat für 4,25 $ kaufen und für rund 25 $ verkaufen. In Apotheken würde es 32 $ kosten. (Vgl. kath.net, 29.8.2005.)
![]()
52
China - Immer noch
Erzwungene Abtreibungstötungen uns Sterilisationen stehen in China auf der Tagesordnung. Ein Mann, der eine Sammelklage initiierte, wurde nun verhaftet. (Vgl. kath.net, 8.9.2005.)
![]()
51
Belgien - Fünf mal so hoch
Die zuständige Meldebehörde in Belgien erhält rund 30 Meldungen von assistierten Selbstmorden pro Monat. Der Vorsitzende der Kommission erklärt aber, daß die Dunkelziffer weitaus höher liege. Es gäbe Hinweise, daß die tatsächliche Zahl etwa fünf mal so hoch liege. (Vgl. Kreuz.net, 8.9.2005.)
![]()
50
Korea - Fatale Logik
Der koreanische Klonforscher spricht sich dafür aus, mit jenen überzähligen Embryonen zu experimentieren, die in Fruchtbarkeitskliniken anfallen: "Was ist ethischer? Die Embryonen vor der Forschung wegzuwerfen oder nachher?" Die besten Klonresultate gebe es mit frisch entnommenen Eizellen von Frauen unter 30 Jahren. (Vgl. Die WELT, 5.9.2005.)
![]()
49
Polen - Angeklagt
Eine 34-jährige Polin hat ihr Land vor dem Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg wegen einer verweigerten Abtreibung verklagt, die angeblich zur Erblindung der Mutter geführt hat. Nach der Geburt ihrer unerwünschten Tochter reichte die Frau bei der Staatsanwaltschaft und der Ärztekammer Klagen gegen den „behandlungsunwilligen" Gynäkologen ein. Mit Unterstützung der „Förderation für Frauen und Familienplanung" hat sie dann Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen ihren Staat erhoben. Ein Europa-Parlamentarier der Liga der Polnischen Familien erklärte, es sei ein „Skandal", daß jemand sein Land wegen „der Verhinderung eines Mordes" verklage. (Vgl. Alfa, 18.7.2005.)
![]()
48
Deutschland
- Geschäft mit der Angst
Ein „medizinisch kontrolliertes Geschäft mit der Angst" nennen einige Experten die Zunahme der pränataldiagnostischen (vorgeburtlichen Untersuchungen) Angebote und Eingriffe.
Experten beschrieben bei einer Anhörung im Bundestag zum Teil „gravierende Fehlentwicklungen". Die gesetzlichen Krankenkassen verzeichneten zwischen 1990 und 2001 eine Verdoppelung der Verordnungszahlen bei Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung). Zwei Drittel der über 35-jährigen Schwangeren würden diese invasive Diagnose in Anspruch nehmen. (Vgl. Deutsches Ärzteblatt, 17.6.2005.)
![]()
47
England
- Kostensenkung
Der anglikanische Erzbischof von Canterbury warnte, daß „Hilfe zum Selbstmord" dazu verwendet werde, Gesundheitskosten zu senken. (Vgl. The Daily Mail, 10.7.2005.)
- PAS
Frauen, die abgetrieben haben, nehmen öfter Medikamente, besagt eine Untersuchung des „British Journal of Health Psychology". Trauer- und Schuldgefühle seien die mutmaßlichen Gründe dafür, daß solche Frauen während späterer Schwangerschaften dreimal öfter zu Medikamenten und Alkohol greifen, da in solchen Zeiten die alten Wunden wieder aufbrechen. (Vgl. Life Site, 12.7.2005.)
![]()
46
Irland - Auch in Irland
Der irische Gesundheitsminister sagte, Mädchen mit 11 Jahren sollten die „Pille danach" mit elterlicher Zustimmung erhalten dürfen, weil die Zahl der sexuell aktiven Jugendlichen in Irland steige. (Vgl. Irish Examiner, 27.7.2005.)
![]()
45
UNO - Abtreibungstötung - ein
Menschenrecht?
Die UNO will Kindern ab 10 Jahren die Abtreibung ermöglichen. Gefordert wird eine größere Betonung der „sexuellen und reproduktiven Rechte" von Jugendlichen zwischen 10 - 24 Jahren. Das Recht auf Abtreibung sei ein Menschenrecht. (Vgl. C-Fam.com, 22.7.2005.)
![]()
44
USA
- Hirntote Schwangere
Eine krebskranke, seit drei Monaten hirntote 26-jährige Amerikanerin, hat am 1. August ein gesundes Baby zur Welt gebracht. Nach der Geburt hat die gläubige Katholikin die Sterbesakramente empfangen und ist verstorben. (Vgl. Ärzte Zeitung, 5.8.2005.)
![]()
43
USA - "Frosties"
Derzeit sollen in den USA in verschiedenen Instituten und Laboratorien rund eine halbe Million Embryonen (kleine Menschen) auf Eis gekühlt lagern. (Vgl. dpa, 6.7.2005.)
Anmerkung: Nach dem Embryonenschutzgesetz von 1990 dürfen in Deutschland keine Embryonen eingefroren werden. Aber dennoch sind in deutschen "Kühltruhen" Zehntausende "Embryonen im Vorkernstadium" eingefroren. Ein Definitionstrick macht es möglich! Man lügt sich also in die "eigene Tasche"!
![]()
42
England - Mütter als Engelmacherinnen
In einem Experiment an fünfzig Müttern wurde eine Technik erprobt, um "do it-yourself-Abtreibung" durchzuführen. Die dafür verantwortlichen Abtreiber sind von den "Hinterhof"-Kindstötungen begeistert. Jetzt soll die Methode legalisiert werden. (Vgl. Kreuz.net, 6.7.2005.)
![]()
41
Deutschland - Nicht abhängen
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) begrüßte den Vorstoß des Bundeskanzlers, die Embryonenforschung zu erleichtern. Das deutsche Stammzell-Import-Gesetz vom Januar 2002 mit vorgegebener Stichtagsregelung führe dazu, daß die Stammzellinien veraltet und verunreinigt seien. Das würde den wissenschaftlichen Nachwuchs abschrecken. (Vgl. ddp, 14.6.2005.)
![]()
40
Kroatien - Geschäfte mit Eizellen und Stammzellen
Mit 2.500,- Euro lockt eine dubiose deutsche Firma Studentinnen, wenn diese Blut aus der Nabelschnur spenden. In einer Broschüre wirbt diese Firma in Studentenheimen für die Spende von Eizellen, Nabelschnurblut und Sperma": Für eine Eizelle 1.500,- Euro und für drei Sperma"spenden" 250,- Euro. Auf der Homepage der Firma werden die gesetzlichen und ethischen Schranken des Westens als Grund angeführt, warum nun der Osten erobert werden soll. (Vgl. kath.neth, 10.6.2005.)
![]()
39
Südkorea - Verwerflich
Der südkoreanische Wissenschaftler, der 2004 einen Embryo geklont hatte, sagte über das Klonen von Menschen, es sei "nicht nur ethisch verwerflich und medizinisch gefährlich, sondern auch technisch unmöglich". (Vgl. Yahoo News, 7.6.2005.)
![]()
38
Irland - Ratgeber für Selbstmord
In Irland wurde ein Ratgeber für Selbstmord als höchst gefährliches Druckwerk verurteilt. Dieses Buch sei Ursache für eine Reihe von Selbstmorden unter Jugendlichen in Dublin. Es schildert verschiedene Selbstmordmethoden, darunter einen, wie man den Selbstmord als Unfall tarnen kann. (Vgl. Total Catholik, 7.6.2005.)
![]()
37
England - Neue Abtreibungsmethode?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fördert das Experimentieren mit einer neuen Abtreibungsmethode an der Universität Cambridge, ohne die Nebeneffekte der Pille. Ein Antimolekül soll den Embryo blockieren, sodaß er nicht an der Uteruswand haften kann und somit abgetrieben wird. (Vgl. BBC, 5.6.2005.)
![]()
36
Argentinien - Einstieg in die Kindesabtreibung
In Argentinien soll es bald bei Vergewaltigung freie Abtreibung geben. Der Fall einer Frau wird instrumentalisiert, die ihr Kind tötete, weil sie sich an ihren Vergewaltiger erinnert fühlte. (The Guardian, 6.6.2005.)
Anmerkung: Statt Vergewaltiger drastischer zu bestrafen, fügt man dem begangenen Unrecht ein weiteres, noch schlimmeres, hinzu und bestraft das Kind mit dem Tod und die Mutter mit seelischen und gesundheitlichen Qualen ein Leben lang.
![]()
35
Schweiz
- Selbstmordfilme
Die Schweizer Selbstmordagentur Dignitas will das Sterben ihrer Selbstmordkandidaten (viele aus dem Ausland) filmen. Dies rieten ihr Anwälte, um die Strafverfolgung abzuwenden. (The Guardian, 15.5.2005.)
- "Designer Baby"
In der Schweiz wurde das erste "Designer-Baby" geboren. Die Eltern ließen ihre kleine Tochter in einem Biotech-Labor in Belgien "produzieren", weil das in der Schweiz "noch" verboten ist.
Das Mädchen, das die gewünschten genetischen Eigenschaften für eine Stammzelltherapie für ihren kranken Bruder hat, wurde unter zahlreichen Geschwistern ausgewählt. (Vgl. kreuz.net, 30.5.2005.)
![]()
34
Deutschland - Pränataldiagnostik besorgniserregend
Anläßlich der öffentlichen Anhörung der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" zum Thema Pränataldiagnostik (PND) warnte der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe vor "Wildwuchs" bei vorgeburtlichen Untersuchungsmethoden. Zwei Drittel aller über 35-jährigen Schwangeren würden sich und ihre Kinder diesen risikoreichen Diagnosen aussetzen, auch deshalb, weil der soziale Druck, gesunde Kinder zu gebären, so stark sei. (Vgl. Pressemitteilung Hüppe, 30.5.2005.)
![]()
33
England - Eizell"spende"
Englands Menschenkloner bitten jetzt um "überflüssige" IVF-Zellen für ihre Embryonenforschung. Dr Miodrag Stojkovic sagte, künstlich befruchtete Frauen sollten ihre Eizellen der Forschung zur Verfügung stellen, da viele der gegenwärtig im Umlauf befindlichen Zellen zu alt oder unbrauchbar seien. (Vgl. Reuters, 24.5.2005.)
![]()
32
England
- Abtreibung wegen Hasenscharte
Der Fall einer Spätabtreibung wegen einer Hasenscharte hat in England die Abtreibungsdebatte erneut angeheizt. Die Staatsanwaltschaft lehnte die Aufnahme einer Strafverfolgung ab. Die Ärzte hätten nach bestem Gewissen gehandelt. (Vgl. KAP, 17.3.2005.)
- Egg sharing
In England gibt es „egg sharing" - d. h. die anläßlich einer eigenen IVF-Behandlung (künstliche Befruchtung) eispendende Frau bekommt ihre Behandlung bezuschußt, wenn sie einige Eizellen für andere Frauen spendet. (Vgl. Bio News, 18.4.2005.)
- Der kleine Knirps
Erst zwei Jahre später wurde die bewegende Geschichte eines zweijährigen Buben bekannt, der drei Abtreibungsversuche durch chemische Vergiftung überlebte. Der kleine Knirps hatte Glück. Heute ist der ursprünglich Todgeweihte kerngesund und kann seinen Abtreibern in die Augen schauen. (Vgl. kreuz.net, 15.2.2005.)
![]()
31
Deutschland
- Minderjährige
Bei minderjährigen Mädchen in Rheinland-Pfalz endet jede zweite Schwangerschaft durch Abtreibungstötung. Nicht bekannt ist, wie viele sog. „Frühabtreibungen" durch Pille, Spirale und „Pille danach" geschehen sind. Laut Statistik kamen auf 260 Kinder, die geboren wurden, 265 Abtreibungstötungen. (Vgl. Die Rheinpfalz, 13.4.2005.)
- Pro Familia & Co
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO), das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und Pro Familia lehnen als Träger von sog. Schwangerschaftsberatungsstellen eine Änderung des § 218 StGB ab. (Vgl. awo.org, 17.2.2005.)
- Kinder abgewöhnt
„Um die Zahl der Geburten in Deutschland steigen zu lassen, ist aus wissenschaftlicher Sicht ein fundamentaler Bewußtseinswandel notwendig. Wir haben uns irgendwie das Kinderhaben abgewöhnt", sagte die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Demographie. (Vgl. Odenwälder Zeitung, 17.3.2005.)
- Organspende
Mit drastischen Maßnahmen sollen die deutschen Internisten die Organspende-Bereitschaft erhöhen. Der Trend bei der Bereitschaft zur Organspende in Deutschland sei „katastrophal". (Vgl Süddeutsche Zeitung, 31.3.2005.)
![]()
30
Österreich - Auch in Österreich
Für eine gründliche Vorbereitung und Vorab-Diskussion des geplanten Gesetzes über „Patientenverfügungen" hat sich der Wiener Moraltheologe Prof. Günter Virt ausgesprochen. Eine baldige Gesetzesvorlage, wie sie die Gesundheitsministerin ins Auge gefaßt hat, erscheint Virt als zu überhastet. (Vgl. KAP, 12.4.2005.)
![]()
29
Europa - Geld ist da
Eine Mehrheit der Europaparlamentarier hat sich für die öffentliche Finanzierung von Abtreibungstötungen ausgesprochen.
Die wolkige Formulierung lautet: Die EU müsse „eine Führungsrolle bei den sexuellen und reproduktiven Gesundheitsrechten übernehmen". (Vgl. kathpress, 13.4.2005.)
![]()
28
China - Immer noch Zwangsabtreibungen
In China stehen Zwangsabtreibungen und Zwangssterilisationen nach wie vor auf der Tagesordnung, wenn Eltern ein „nicht genehmigtes Kind" erwarten. Das geht aus dem Menschenrechtsbericht des US State Department hervor.(Vgl. kath.net, 3.3.2005.)
![]()
27
USA
- Sinneswandel
Der Psychiater Robert Spitzer hat sich in den 70er Jahren entschieden dafür eingesetzt, Homosexualität aus den wissenschaftlichen Lexika für Geisteskrankheiten zu streichen. Jetzt kam das Umdenken.
Die Therapie einer homosexuellen Orientierung ist prinzipiell möglich und sollte von Psychiatern angeboten werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Psychologieprofessors an der Columbia Universität. Die Studie erregte in amerikanischen Forscherkreisen großes Aufsehen. (Vgl. kath.net, 17.4.2005.)
- Zum „gruppendynamischen Leben der Kirche"
Das Theologische Seminar der größten baptistischen Freikirche der USA will seine angehenden Pastoren nicht mehr in Psychologie und Psychotherapie unterrichten, sondern nur noch in biblischer Seelsorge, „weil wir völlig naiv mit den Voraussetzungen der weltlichen Psychologie umgegangen sind".
Dagegen erfreuen sich in unseren Diözesen psychotherapeutische Ansätze in der Priesterausbildung großer „naiver" Beliebtheit. (Vgl. TOPIC, 372005.)
![]()
26
England
- Designer Babies
Den sog. "Designer Babys" darf jetzt in England Rückenmark abgesaugt werden. Die Londoner Times ist im Besitz von Dokumenten, nach denen die Behörde für Befruchtung und Embryologie (HFEA) seit dem vergangenen Jahr erlaube, daß sog. "Designer Babys" Rückenmark abgesaugt werde. Bis jetzt durfte nur die Nabelschnur verwendet werden, was für das Kind keine Gefahr darstellt. Die Entnahme von Rückenmark dagegen ist nicht nur schmerzhaft sondern auch riskant, weil der Eingriff eine Ganznarkose notwendig macht. Außerdem ist es rein "fremdnützig" und bringt dem Baby selbst keinen Nutzen. Knochenmark verhelfe zu besseren Resultaten. (Vgl. The Times of London, 7.3.2005.)
- Psychologische Probleme
Kinder aus künstlicher Erzeugung (IVF) sollen schon mit drei Jahren erfahren, wie sie gezeugt wurden. Das fordert eine Forschungsgruppe in England. Wenn es die Kinder von anderen erfahren als ihren "Eltern", könnten sie psychologische Probleme bekommen. In England sind seit 1991 über 25.000 Kinder mittels Samenspende erzeugt worden. (Vgl. The Independent, 13.3.2005.)
![]()
25
Schweiz - "Sterbehilfe" international
In der Schweizer Euthanasieklinik von Dignitas starben bereits 40 Engländer. Dignitas hat angeblich 800 britische Mitglieder. (Vgl. The Sunday Times, 13.3.2005.)
![]()
24
Rumänien - Handel mit menschlichen Eizellen
Die rumänische Justizministerin zeigte sich alarmiert über den Handel mit menschlichen Eizellen zwischen einer Klinik in Rumänien und Kliniken in Großbritannien. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen seien aufgenommen worden. (Vgl. Pressemitteilung Peter Liese MdEP, 17.3.2005.)
![]()
23
USA - Kind wird euthanasiert
Mit richterlicher Genehmigung doch gegen den ausdrücklichen Willen der Mutter wurde einem fünf Monate alten Baby in den USA das Beatmungsgerät abgedreht. Das Kind erstickte. Das Krankenhaus gab bekannt, daß das Kind an einer unheilbaren genetischen Mißbildung gelitten habe. (Vgl. kreuz.net,18.3.2005.)
![]()
22
Spanien - Filmheld?
Man bedient sich zwischenzeitlich aller Mittel, um Euthanasie/Sterbehilfe populär zu machen. Spanien erlebte gerade die Verfilmung eines Selbstmordes, so gut in Szene gesetzt, daß der Film, den Millionen Zuschauer sahen, das Thema „Sterbehilfe" „schick" werden ließ und der Film international mehrere Preise kassierte.
Die FAZ schrieb, daß „der Augenblick, auf den in dem mitreißend gespielten Werk alles zuläuft, der heimlich vorbereitete Tod eines Helden" sei. Der „Held" habe an alles gedacht, auch daran, daß seine Freundin ihn nach Einnahme des Zyankali nicht mehr küssen durfte. (Vgl. FAZ, 13.1.2005.)
![]()
21
Holland
- Selbstbestimmung überfordert Patienten
Deshalb kommt immer mehr Fremdbestimmung. In Holland soll Ärzten ein gewisses Maß an Freiheit zugestanden werden, wenn sie über Euthanasie zu beurteilen haben. Juristische Grenzen lösten all jene Probleme nicht, mit denen Ärzte in der Praxis zu tun hätten, erklärte der Leiter einer Kommission der niederländischen Ärzteorganisation (KNMG). (SZ, 18.2.2005.)
- Todespille
Immer mehr der 103.000 Mitglieder der „Niederländischen Vereinigung für ein freiwilliges Lebensende" (NVVE) fordern eine Selbsttötungspille.
- Töten am Anfang des Lebens
In den Niederlanden wollen alle Universitäts-Krankenhäuser die Genehmigung erhalten, Säuglinge mit „schwersten" Mißbildungen umzubringen - was ohnehin schon praktiziert wird. (Vgl. kath.net, 21.12.2004.)
![]()
20
England
- Im „besten Interesse"?
Man nennt es Stärkung der Rechte unheilbar Kranker. Das Unterhaus des britischen Parlaments verabschiedete in einer turbulenten Sitzung einen entsprechenden Gesetzentwurf. Laut Presseberichten kam die Entscheidung erst nach telefonischen Verhandlungen von Premier Tony Blair mit der katholischen Kirche zustande. Demnach versprach er Kardinal O'Connor, daß die Neuregelung im „besten Interesse" der Patienten angewandt werde.
- Töten am Ende des Lebens
In einem Interview mit der „Sunday Times" legte Baronin Mary Warnok (Mitglied des Oberhauses) chronisch kranken, alten Menschen nahe, ihrem Leben ein Ende zu setzen, bevor sie ihren Familien und der Gesellschaft zur Last fielen.
Wenn sie selbst in ein Pflegeheim müßte, wäre dies eine „schreckliche Verschwendung von Geld", mit ihre Erben Besseres anfangen könnten. Sie äußerte sich im Zusammenhang mit einem Gesetz über Patientenverfügung. (Vgl. kath.net, 21.12.2004.)
![]()
19
Deutschland
- Tollwut-Organe
Im aufgetretenen Fall von tollwutverseuchten Organen wurde die Öffentlichkeit damit beschwichtigt, daß Spenderorgane auf viele Erreger untersucht werden. Dr. Anna Bergmann schreibt dazu in ihrem Buch „Herzloser Tod" (das mit einem Wissenschaftspreis ausgezeichnet wurde), daß die strukturelle Arbeitsteilung bei der Ex- und Implantation sowie die damit verbundene Anonymität dazu führen könne, daß nicht nur infizierte, sondern wissentlich sogar kranke Organe transplantiert werden können. Einer Transplantationsabteilung drohe bekanntlich die Schließung, wenn die Mindestzahl pro Organ pro Jahr nicht erreicht werde. Eine Schließung hätte nicht nur einen Imageverlust, sondern auch Gewinneinbußen zur Folge. (Vgl. Margarete Whittome, Leserbrief in der Welt am Sonntag.)
Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, bieten wir die kostenlose Broschüre „Organspende - letzter Liebesdienst oder Euthanasie?" an. Sie ist auch sehr gut zum Verteilen geeignet. Diese und weitere Materialien zum Thema Organspende und Euthanasie/Sterbehilfe können Sie mit beiliegender Bestellkarte anfordern.
- Interessant
Nach einer Umfrage haben lediglich 10% der Ärzte und Pflegenden selbst eine Patientenverfügung.
Das Abstellen von Apparaten und die Einstellung der künstlichen Ernährung wird nach gegenwärtiger Rechtslage als „passive Sterbehilfe" bezeichnet.
![]()
18
Nicht überall, wo Hospiz draufsteht, ist Hospiz drin. In der Schweiz z.B. hat die „Sterbehilfe-Organisation" Exit auch ein eigenes Hospiz.
![]()
17
USA - 30 Jahre Erfahrung mit Patientenverfügung
„Vorreiterstaat bei der Legalisierung vorab verlangter Therapieverzichte sind die USA, wo die Patientenverfügung (living will) seit über 30 Jahren in Umlauf" ist, schreibt die taz. Zustimmung und Propagierung erhielt die Idee von Euthanasie-Organisationen. Das sollte uns stutzig machen! (Vgl. taz, 4.3.2005.)
![]()
16
Irland - Grausame Bilder?
Die Nordirische Polizei beschlagnahmte Schaubilder eines Informations-Standes von Lebensrechtlern. Die Bilder seien "anstößiges Material". Eine Sprecherin der Lebensrechtler: "Es scheint, daß die Bilder zu grausam sind, um sie anzuschauen. Aber sie sind offensichtlich nicht grausam genug, um die Wirklichkeit dessen, was auf ihnen dargestellt ist, zu verbieten." Anstößig seien nicht die Bilder, welche die Kinderabtreibung zeigten, sondern die Tatsache, daß kleine Kinder grausam ermordet würden. Der Schrecken der Abtreibung sei das am besten gehütete Geheimnis der Welt. Dieses Geheimnis müsse aufgedeckt werden. (Vgl.kreuz.net, 25.2.2005.)
![]()
15
USA
- Durch die Toilette
Der
Besitzer einer Abtreibungspraxis in New Jersey, dessen
Empfangsangestellter vor kurzem wegen illegaler Abtreibungen
verhaftet worden war, wird angeklagt, die Reste
abgetriebener Kinder durch die Toilette gespült zu haben.
Ihm drohen bis zu fünf Jahren Haft. (Vgl. LifeSiteNews.com,
28.1.2005.)
![]()
14
Schweiz - In den Tod geschickt
Krankenpfleger Roger Andermatt, 36, wurde für schuldig befunden, 22 alte Patienten durch Spritzen oder Ersticken getötet zu haben. Er bekam lebenslänglich. Er sagte, er habe aus Mitleid gehandelt, aber Luzerner Beamten haben ausgesagt, er habe den Wunsch geäußert, die Arbeitslast zu verringern. Viele seiner Opfer hatten die Alzheimerkrankheit und waren zwischen 66 und 95. (Vgl. BBC, 28.1.2005.)
![]()
13
UNO - Flächendeckende Abtreibungstötung
Die Berater des UNO-Generalsekretärs haben ihren Jahrtausendplan (Millennium Project Report) veröffentlicht: Abtreibung und Verhütungsmittel sollen als wesentliches Element dieses Horrorprojektes in jedem Winkel der Erde angeboten werden. Den Bericht ergänzt eine 13 Punkte umfassende Aufgabenliste, darunter die Herstellung der Geschlechtergleichheit: die staatlichen Gesundheitssysteme müssen mindestens "hochwertige Familienplanung, sichere Abtreibung und Geburtshilfenotdienste" zugänglich machen. (Vgl. C-Fam, 11.2.2005.)
![]()
12
Vatikan - Kommunionempfang
Abtreibungsbefürworter und Vertreter der Homosexuellen-Lobby schließen sich selbst vom Empfang der Kommunion aus. Das stellte der Präfekt der vatikanischen Gottesdienstkongregation in einem Interview fest. "Brauchen Sie wirklich einen Kardinal aus dem Vatikan, um auf diese Frage eine Antwort zu bekommen?" (Vgl. kath.net, 17.2.2005.)
![]()
11
Samoa unter Druck
Der abtreibungsfreundliche UNO-Ausschuß zur Bekämpfung von Diskriminierung der Frauen (CEDAW) setzt die Regierung von Samoa unter Druck, damit diese die Abtreibungstötung erlaube. (Vgl. Life Site News.com, 3.2.2005.)
![]()
10
China - Trendwende?
Entgegen dem Trend in westlichen Staaten verschärft China derzeit seine Abtreibungsgesetze. So sind die gesellschaftlichen Folgen der Ein-Kind-Politik zwischenzeitlich unübersehbar geworden. Nicht nur das Gleichgewicht der Geschlechter (Mädchen werden häufiger abgetrieben) ist empfindlich und für die nächsten Generationen irreparabel gestört, auch das Sozialverhalten der Einzelkinder macht immer mehr Probleme, nachdem die Politik die traditionelle Familienstruktur zerschlagen hat. Auch China hat zu viele Senioren (Prognose: Im Jahre 2030 wird jeder vierte und 2050 jeder dritte Chinese über 60 Jahre alt sein.) u.v.a.m.. Deshalb dürfen verheiratete Paare seit September 2003 gesetzlich erlaubt zwei Kinder haben, wenn die Eltern als Einzelkinder aufgewachsen sind. (Vgl. kreuz.net, 18.12.2004; Die Rheinpfalz, 11.12.2004; Ärztezeitung 14.1. und 20.1.2005; Handelsblatt, 7.1.2005.)
![]()
09
An unheilbar kranken Säuglingen ist in den Niederlanden in mehreren Fällen sog. „aktive Sterbehilfe" geleistet worden. In einer Studie werden 22 Fälle in den Jahren 1997 bis 2004 aufgelistet. Die Staatsanwaltschaft stellte in allen Fällen ihre Ermittlungen ein, obwohl nach dem Gesetz „aktive Sterbehilfe" an Minderjährigen unter Strafe steht. Die Eltern hätten eingewilligt. (Vgl. Deutsches Ärzteblatt, 4.2.2005.)
Anmerkung: Über Euthanasie/Sterbehilfe, Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten etc. informiert der separate EEG-Rundbrief der AKTION LEBEN e.V. Der Infobrief ist kostenlos und kann mit beiliegender Karte bestellt werden.
![]()
08
Deutschland - „Behandlungsfehler"
Das Oberlandesgericht Saarbrücken hat in einem Grundsatzurteil einen Arzt verurteilt, der einer Schwangeren deren Laborwerte „zu spät" mitteilte. Es wurde ein behindertes Kind geboren, das die Mutter ansonsten durch Abtreibung getötet hätte. (Vgl. kobinet-nachrichten, 20.1.2005.)
Nicht aufs Spiel setzen
Die Verfallszeit von Gesetzen wird immer kürzer in Deutschland. Das 1998 beschlossene Transplantationsgesetz steht genau so wieder zur Disposition wie das 2002 verabschiedete Gesetz zur Stammzellenforschung. Passend dazu kommt jetzt aus Amerika die Nachricht, daß embryonale Stammzellkulturen möglicherweise unbrauchbar sind, weil sie durch von Tieren gewonnenes Serum verunreinigt seien. Einzige Ausnahme scheint die 1995 beschlossene „Fristenregelung" mit Beratung zu sein, die ein unüberwindliches Tabu zu sein scheint. Hier betonen Abgeordnete aller Fraktionen, daß sie den „mühsam" zustande gekommenen „historischen Kompromiß" nicht aufs Spiel setzen wollen. (Vgl. Yahoo, 24.1.2005.)
![]()
07
England
Ian Wilmut, der mit dem von ihm erzeugten Klonschaf „Dolly" weltbekannt wurde, darf nun das gleiche mit Menschen tun unter dem Etikett des sog. „therapeutischen Klonens".
Es ist nun der zweite Brite, der das „Recht" hat, Kinder zu produzieren, um sie anschließend wieder umzubringen und industriell zu verwerten.
Wilmut will nach dem gleichen Verfahren wie bei der Produktion des Klonschafes vorgehen. Aus Haut- oder Blutzellen von Patienten wird der Zellkern, der das genetische Material enthält, entnommen. Dieser Zellkern wird anschließend in eine zuvor entkernte weibliche Eizelle implantiert. Nach sechs Tagen wird das Kind umgebracht, weil nur die Zellen interessant sind. (Vgl. kreuz.net, 9.2.2005.)
![]()
06
Schweden - Anti-Diskriminierungsgesetz
Einem schwedischen Pater drohen sechs Monate hinter Gittern, weil er sich von der Kanzel herab kritisch zur Homosexualität geäußert hat. (Vgl. kath.net, 26.1.2005.)
Anmerkung: Anti-Diskriminierungsgesetze in Europa, bald wohl auch in Deutschland, verbieten u.a., Minderheiten aufgrund sexueller Orientierung zu diskriminieren. Vermutlich darf man am Ende einzig noch gläubige evangelische und katholische Christen und die katholische Kirche herabsetzen. Antikatholisch zu sein, stört bereits jetzt niemanden mehr.
![]()
05
England - Zu Tode gehungert
Die Untersuchung des Todes von 11 älteren Männern in einem Krankenhaus in Derby ergab, daß sie zu Tode gehungert wurden. Der Untersuchungsleiter sagte, es sei "ganz und gar unannehmbar, wenn Nahrung und Flüssigkeit verwehrt werden" und "Todkranke im Endstadium werden oft zu Tode gehungert, indem man ihre Ernährung einstellt." (Vgl. The Telegraph, 19.1.2005.)
![]()
04
USA - Verunreinigte Zellen
Für die Forschung in den USA zur Verfügung stehende menschliche Stammzellen sind nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern mit bestimmten Sialinsäure-Molekülen aus tierischem Nährmaterial verunreinigt, in dem sie gezüchtet werden. Dies könne zu Problemen bei einer therapeutischen Anwendung führen. Sie könnten im menschlichen Körper schädliche Immunreaktionen auslösen. (Vgl. Die WELT, 25.1.2005.)
Anmerkung: Man kann vermuten, daß hier ein "Leidensdruck" ausgeübt werden soll, endlich neues embryonales Stammzellen-Material zu gestatten. Die "Stichtagsregelung" gilt nicht nur in Deutschland, sondern auch in USA.
![]()
03
UNO - Abtreibungslobby
Unter 22 Organisationen, denen von der UNO der Status von NGO (Nichtregierungsorganisationen) zuerkannt wurde, sind auch zwei Organisationen, die Abtreibung befürworten. Eine dieser Organisationen (NAF) hatte gegen die Gesetze von Präsident Bush zur Verhinderung der Spätabtreibungen geklagt. 2001 hatte sie auch einen 2 Millionen-Dollar-Werbefeldzug in Frauenzeitschriften durchgeführt zugunsten von der Abtreibungspille RU-486. (Vgl. CWNews,17.1.2005.)
![]()
02
Philippinen - Kein geeignetes Mittel
Vertreter des philippinischen Gesundheitsministeriums erklärten, Kondome seien kein geeignetes Mittel zur Geburtenregelung. Die Staatspräsidentin, praktizierende Katholikin, lehnt die Anwendung künstlicher Verhütungsmittel ab. (Vgl. Kath.net, 26.1.2005.)
![]()
01
Süd-Afrika - Erfolg durch Verhaltensänderung
Der südafrikanische Kardinal Wilfried Napier hat die AIDS-Strategie der Regierung scharf kritisiert. Obwohl trotz breit angelegter Werbekampagne für Kondome die Rechnung nicht aufgehe, halte die Regierung in Pretoria daran fest. Nur ein drastischer Wandel im Sexualverhalten der Bevölkerung könne die Ausbreitung der Krankheit stoppen. Er verwies auf das Beispiel Ugandas. Kondome seien dort nie ein Thema gewesen, weil man sich ganz auf die Strategie sexueller Enthaltsamkeit konzentriert habe. Binnen zehn Jahren sei es damit gelungen, die Infektion von 29 auf 5 Prozent zu senken. Der Erzbischof betonte: "Es gibt keinerlei medizinischen Beweis, daß Kondome die Übertragung von AIDS verhindern." (Vgl. Kathpress, 24.1.2005.)
![]()
zu den aktuellen Nachrichten des Monats
zum Auswahlmenü Nachrichten-Archiv