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So klein fängt jeder Mensch an
Eine Diaserie der AKTION LEBEN e.V., D-69518 Abtsteinach/Odw, Postfach 61.
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Wichtiger Hinweis: |
Alle Altersangaben im Text oder zu den auf dieser Homepage gezeigten Bildern beziehen sich, soweit nicht explizit anders angegeben, auf den Moment der Zeugung. Um zu den in Gynäkologie und Geburtshilfe üblichen Altersangaben (Berechnung ab dem Tag der letzten Monatsblutung) zu kommen, müssen zu den hier genannten Daten 2 Wochen hinzuaddiert werden. |
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Treffender kann vorgeburtliches Leben nicht beschrieben werden, als es die Worte des bekannten Humanembryologen Prof. Dr. Erich Blechschmidt tun. Die Wesensart „Mensch" ist gegeben vom Augenblick der Befruchtung einer menschlichen Eizelle an; was sich im Laufe der Entwicklung ändert ist nur das Erscheinungsbild. Ein anderes Erscheinungsbild des Menschen ist der Säugling, das Kleinkind, der Jugendliche, der alte Mensch. Auch wenn der Mensch hundert Jahre alt wird, bleibt er immer derselbe Peter oder dieselbe Maria - von diesem Zeitpunkt der Befruchtung, der Verschmelzung von Samen des Vaters und Ei der Mutter an - immer dieselbe Person. |
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Eine befruchtete Eizelle, also ein winzig kleiner Mensch ist zunächst mit dem bloßen Auge gar nicht zu sehen. Aber gerade darin besteht das Wunder der Schöpfung. Der Winzling ist etwa einen zehntel Millimeter groß - und dennoch sind alle Anlagen enthalten. Das Geschlecht, ob Junge oder Mädchen, liegt bereits fest. Ob der oder die Kleine einmal blonde oder schwarze Haare haben wird, blaue oder braune Augen, Charaktereigenschaften, Erbanlagen von Vater und Mutter, sind grundgelegt. In keiner Phase seines Lebens wird noch irgend etwas hinzugefügt; alles, was in diesem winzigen befruchteten menschlichen Ei zugrunde gelegt ist, entwickelt sich nur noch. Sicher ist schon jetzt: Dieses Kind hat andere genetische Informationen als seine Eltern, es ist ein eigenes Individuum, nicht etwa ein Teil der Mutter. Es braucht nur Nahrung, Energie und Schutz, um wachsen zu können. |
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20 bis 40 Stunden nach der Befruchtung hat die erste Zellteilung, auch Furchung genannt, stattgefunden. Von nun an finden Zellteilungen statt bis zum Tode. |
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In den ersten Tagen nimmt es noch nicht an Größe zu, sondern teilt sich zunächst nur in mehr und mehr Zellen. Schon zwischen den ersten Zellen besteht ein sehr geordneter Stoffwechsel. |
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Die ersten Teilungen verlaufen noch ziemlich gleichmäßig; später teilt sich jede Zelle dann, wenn es notwendig ist. Nach etwa 4 Tagen beginnen wichtige Differenzierungsabläufe, denn einige Zellen werden das Kind ernähren - sie bilden die Plazenta (Mutterkuchen), und aus anderen formt sich der Körper des Kindes. Man weiß heute sehr genau, daß die gesamte Plazenta vom Kind gebildet wird und daß es keine Verbindung zwischen dem Kreislauf der Mutter und dem des Kindes gibt. Getragen von einem warmen Strom wandert der junge Menschenkeim seinem Zuhause für die nächsten 9 Monate, der Gebärmutter, entgegen. Die Mutter ahnt noch nicht, daß sie ein Kind erwartet, doch das Baby ist voll Aktivität, wenn es auch noch nicht das uns vertraute Aussehen eines Babys hat. Es sendet - kaum salzkörnchengroß - biochemische Signale aus. Der Körper der Mutter antwortet auf die Hormonproduktion des Kindes und stellt sich auf seine Bedürfnisse ein. In der Schwangerschaft ist das Baby der dominierende Partner. |
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In der zweiten Woche ist das vom Kind produzierte Hormon durch einen immunologischen Test im Blut der Mutter nachweisbar. Sobald sich das winzige Wesen im Gewebe der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat, beginnt die Plazenta - ein Organ des Kindes, das es bis zu seiner Geburt benötigt - ein eigenes Kreislaufsystem aufzubauen. Das Kind ist gerade einen viertel Millimeter groß. |
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Etwa in der dritten Woche entwickelt sich zuerst das Gehirn, das zentrale Nervensystem und das Herz - ein zunächst schlauchartiges Gebilde, das erste Kontraktionen (Herzschläge) versucht; aber dann, etwa am 21. Tag beginnt dieses winzige Herz regelmäßig zu schlagen. Unermüdlich pumpt es Blut durch ein vom mütterlichen Kreislauf getrenntes Gefäßsystem. Das Kind ist jetzt 1.8 Millimeter groß. |
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In der 4. Woche ist das Kind 4-5 Millimeter groß und hat bereits im Innern eine sehr komplizierte Struktur, unter anderem Schilddrüse, Lunge, Gallenblase und Nieren. Aus Hautfalten, Knospen gleich, wachsen Arme und Beine, die bereits Nerven enthalten. Plötzlich taucht die Ahnung eines Gesichtes auf. Auge und Ohr werden sichtbar, der Mund öffnet sich, die Zunge beginnt zu entstehen. |
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In der 5. Woche ist das Kleine so leicht wie eine Feder und wird ungefähr einen Zentimeter groß. Sein Verdauungsapparat ist vorhanden, Luftröhre und Bauchspeicheldrüse werden erkennbar. Das Herz pumpt vom Kind selbst erzeugtes Blut. Wenn es erst 35 Tage alt ist, kann seine Herzfunktion schon mit dem Elektrokardiogramm gemessen werden. |
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Und in der 6. Woche sind fast alle Organe gebildet, die man vom erwachsenen Menschen kennt. Das Skelett ist in Knorpelchen vorhanden, die Bildung der Muskulatur ist weit fortgeschritten. Die Hände entfalten sich, und sobald die winzigen Finger den Knospen entsprießen, beginnt das Baby greifen zu lernen. Es bewegt sich und reagiert auf Berührung. Die Nervenzellen bilden ein immer komplizierter werdendes Netz, empfinden Reize und leiten sie weiter an das Gehirn. Das ist auch ein Indiz dafür, daß das Baby schon Schmerz empfinden kann. Auch bei der Abtreibung empfindet das Baby Schmerz und hat Todesängste. |
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Mit 7 Wochen bilden sich Knospen für die Milchzähne. Die Netzhaut der Augen ist durch einen Nervenweg mit dem Gehirn verbunden, die Grundlage für das Sehen ist gelegt. Im Ohr ist das Gleichgewichtsorgan vorhanden. Die Haut wird zunehmend empfindlicher, die Muskeln in den zarten Gliedern werden vom Gehirn immer besser und genauer gesteuert. Der Magen sondert Verdauungssäfte ab und die Nieren scheiden winzige Tröpfchen Urin aus. Das Baby bewegt sich graziös, dreht sich um und schlägt Purzelbäume. |
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In der 8. Schwangerschaftswoche ist das Kind etwa 40 000 mal größer als bei der Zeugung. Es macht Atembewegungen und kann schon schlucken. Während es Fruchtwasser trinkt, übt es für die Zeit nach seiner Geburt. Sein Geschmacksinn erwacht. Auf den Innenflächen seiner Hände entsteht die zarte Zeichnung der Handlinien, die ja nicht einmal mehr durch Verletzungen der Handfläche verändert werden. Die Knorpelchen beginnen sich zu verdichten und wandeln sich in Knochen um. Ihre endgültige Form werden die 110 Knochen des Skeletts erst viele Jahre später - beim Übergang ins Erwachsenenalter erhalten. |
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Mit 9 Wochen kann das Baby greifen und eine Faust machen. Bei seinen Turnübungen gerät es mit seiner Hand in die Nähe der Lippen, und bei dieser Berührung erwacht ein Gefühl - eine tröstliche Empfindung. Das Baby lernt Daumenlutschen. |
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In der 10. Woche mißt das Kind ungefähr 6 cm. Es ist 60 000 mal größer als das Ei, aus dem es stammt. Das Bild zeigt die winzigen Füße eines etwa 10 Wochen alten ungeborenen Kindes. Sie hätten vermutlich beide Platz auf dem kleinen Fingernagel ihres Vaters, und dennoch sind sie so weit ausgebildet, daß, wenn es die Finger wären, man von unverwechselbaren Fingerabdrücken sprechen könnte. Es ist ja bekannt, daß es Milliarden von Menschen gegeben hat und vermutlich noch Milliarden Menschen geben wird, aber nicht einmal eineiige Zwillinge das gleiche Aussehen und die gleichen Fingerabdrücke haben. Es stimmt: „Das größte Wunder ist der Mensch." |
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Die Menge des Fruchtwassers, in der das Kind schwimmt, beträgt einige Milli-Liter. Im Verlauf von drei Stunden wird das Fruchtwasser immer wieder erneuert. Daran hat das Kind großen Anteil, es trinkt regelmäßig von diesem Fruchtwasser. Die getrunkene Flüssigkeit nimmt es in sein Blut auf und einen kleinen Teil gibt es durch die Nieren wieder ins Fruchtwasser ab. Den größeren Teil schleust es über den Mutterkuchen (Plazenta) in das mütterliche Blut. So tauschen Mutter und Kind ununterbrochen Flüssigkeit und auch gelöste Stoffe aus. |
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In der 12. Schwangerschaftswoche, dem 3. Monat, hätte das Kind in der Hand seines Vaters bequem Platz, denn es ist ungefähr 9 cm groß und 45 g schwer. Sein Gesicht ist voll Anmut, es spiegelt Empfindungen wieder. Es schläft und wacht, seine Sinne entfalten sich. Es reagiert auf seine Umwelt. Das Baby lernt unentwegt und wächst dem Tag seiner Geburt entgegen, an dem es zur Freude seiner Eltern den ersten Atemzug tun wird. |
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Nun machen wir einen großen Sprung in die Mitte der Schwangerschaft. Hier ein kleiner Daumenlutscher, etwa 5 Monate alt. So bereitet er sich auf seine erste Mahlzeit an der Brust oder der Flasche vor, indem er fleißig saugen übt. Manche Kinder werden mit einem schwieligen Daumen geboren, so intensiv haben sie daran gelutscht. Die Hände - und vor allem die Finger - sind nun das wichtigste Spielzeug des Kindes geworden. |
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Nun ist es bald soweit. Die Eltern freuen sich auf ihr Kind. Wie wird es wohl aussehen? Wird es ein Junge oder ein Mädchen sein? |
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Aber etwas anderes wollen wir hier auch nicht verschweigen: Manche Mütter freuen sich nicht auf ihr Kind. Vielleicht glauben sie, daß sie es nicht schaffen können, ein oder noch ein Kind zu versorgen. Vielleicht drängt der Ehemann oder der Freund zur Abtreibungstötung. „Das Kind oder ich", ist eine „Alternative", vor die Frauen oft gestellt werden. Die Tötung eines Menschen löst aber nie Probleme, sondern es kommen mit Sicherheit neue hinzu. |
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Ein Mensch entwickelt sich nicht zum Menschen, sondern als Mensch, er wird nicht Mensch, sondern ist Mensch von Anfang an!" Diese Tatsache können und dürfen wir nicht ignorieren.
(Prof. Dr. Erich Blechschmidt)
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Hilfe für Mütter und Familien in Not gibt oder vermittelt die AKTION LEBEN e.V. Postfach 61, D-69518 Abtsteinach/Odw. Hier erhalten Sie auch kostenlos weiteres Informationsmaterial. Danke. |
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